Welcher Beruf passt zu mir? Die 10 besten Übungen zur Berufsfindung ★★★



Es gibt viele Tests zur richtigen Berufswahl. Doch sie haben alle eins gemeinsam: Sie können dir leider nicht wirklich sagen, welcher Beruf zu dir passt.

Du brauchst gute Übungen zur Selbstreflektion, nicht ein paar Multiplice-Choice Tests im Berufswahl-Buch oder im Jobcenter.

Bist du bereit? Let´s go!

Welcher Beruf passt zu mir?

Teste, welcher Job am besten zu dir passt

Um deine Traumjobs zu finden musst du …

          1. dich selbst besser kennen lernen;

          2. „bunte Erfahrungen“ sammeln.

Zum ersten Punkt stelle ich dir hier 10 meiner besten Übungen vor, die mir sehr geholfen haben meinen Traumjob zu finden.

Für den zweiten Punkt verrate ich dir einige neue Perpektiven und meine persönlichen Geheimtricks von mir weiter unten. Scrolle bis hinter die 10. Übung! Es lohnt sich, wetten? Es wird dir sehr, sehr helfen, eben weil es vielen widerspricht vielem was du da draußen an Berufsfindungs-Tests und Weisheiten findest.


Motivationssprueche aus Motiviationsbuch und Bestseller - Dr Martin Krengel

 

Dr. Martin Krengel hat viele Jahre passende und weniger passende Berufe ausprobiert. Der Wirtschaftswissenschaftler und Psychologe machte einen Schauspielkurs in Los Angeles, eine Skilehrerausbildung in Österreich, einen Akt-Zeichenkurs in Florenz und arbeite in unterschiedlichen Branchen (Optik, Möbel, Gastronomie, Versandhandel, Turnverein) bis er schließlich ein eigenes kleines Medienunternehmen gründete.

Besser als Berufswahl-Tests: Welcher Beruf passt zu mir? Probiere es aus!

Wenn du wissen willst, welcher Beruf zu dir passt – musst du nicht nach dem Traum-Job suchen – sondern ERSTMAL nach dir

Es ist schon witzig: Abertausende Schüler, Abiturienten, Studenten / Studierende und junge Berufseinsteiger suchen verzweifelt nach ihren Traumjob, lesen Stellenausschreibungen, surfen auf Karrierebörsen und schreiben unendliche Motivatinsschreiben für ihre vermeintlichen Traumjobs.

Das Problem daran ist, dass sie ihren Traumjob „im Außen“ suchen – doch sich selbst im Inneren noch gar nicht richtig kennen.

Daran haken auch die meisten Bewerbungen und Motivationsschreiben, man merkt bereits in den ersten Sätzen des Anschreibens, dass es 08-15 Standardformulierungen und das übliche Bewerber-„Ich bin der tollste“ – Bla Bla ist.

Denkst du das du so deinen Traumjob findest?

Pustekuchen!

Deine Bewerbung wird gar nicht durchkommen.

Falls du viel Glück hast und einen Job ergatterst, wirst du bald enttäuscht sein, weil der Job einfach nicht zu dir passt.

Deswegen geht es erstmal um DICH.

Es geht um Grundsatzfragen:

Wer bist du? Was magst du? Was gelingt dir gut? Was weniger gut?

Wenn du deine Ziele, Werte, Stärken und Schwächen besser kennst, dann erst, lieber Bewerber, dann kannst du dich fragen, welcher Job gut zu dir passen könnte.

Andersherum gilt aber auch:

„Testballons“, Probe-Jobs und viele erste Berufserfarhungen können dir helfen deine Stärken und Schwächen herauszufinden.

Lies deswegen in jedem Fall unbedingt auch den zweiten Teil des Artikels weiter unten.

Bereit?

Lass uns durchstarten, du zukünftiger Überflieger!

 

 

 

Die 10 besten Übungen, um  deinen Traumjob zu finden

 

Wir „zoomen“ uns aus dem Tagesgeschehen heraus und gehen der Frage nach, was dir in deinem Leben wichtig ist, welche Ziele du verfolgst und auf welche Ressourcen du dabei zurückgreifen kannst.

Wenn du dir deiner Ziele, Stärken und Schwächen bewusst bist, kannst du leichter einen Fahrplan mit einer konkreten Route entwickeln.

Jeder Mensch ist einzigartig und „funktioniert“ daher auch anders.

Hier findest du nützliche Übungen, die dir bei der Suche deiner Ziele und Wünsche helfen sollen.

Das, was wir gern tun, können wir meistens besonders gut. Das, was uns weniger gut von der Hand geht, macht dementsprechend weniger Spaß und erscheint uns weniger erstrebenswert und kommt uns 1000 mal anstrengender vor. Klar, dass das auch der Chef bald merkt. Karrierebremse!

Du musst nicht alle der Übungen sofort durchackern. Beginne mit einer, die dich besonders anspricht und mache die anderen nach Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt.

Lege dir diese Webseite als Lesezeichen im Browser ab. Sie ist gut recherchiert, denn sie stammt direkt aus einem meiner Bestseller-Bücher.

Sind deine Ziele auch die Ziele des Traum-Jobs? Sonst ist es vielleicht nicht der passende Job für dich …

Übung 1: Was sind meine Ziele? Was will ich erreichen?

 

Zielfindung - Buch - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Motivation - Selbstmotivation - Konzentration - Studium - Lernen - Ratgeber Dr. Martin Krengel

 

Die Grafik verdeutlicht es gut: Nur wer eine klare Vision, ein berufliches und persönliches Ziel hat, ist in der Lage seinem Leben Sinn und Richtung zu geben.

„Ob Heinrich von Schliemann, der schon in jungen Jahren von seinem Troja träumte, oder Arnold Schwarzenegger, der sich als schmächtiger Bub vorstellte, den wohlgeformtesten, muskulösesten Körper auf diesem Planeten zu besitzen – viele bekannte Persönlichkeiten und Stars hatten schon sehr früh eine Vorstellung davon, was sie einmal erreichen wollen.“(aus Seiwert 1998)

Solche Zukunftsvisionen wecken Energien, lösen Aktivitäten aus und reißen andere mit. Eine Vision erinnert dich täglich daran, an einer wichtigen Sache zu arbeiten: Wenn du deine Mission und Ziele klar im Kopf behältst, trägt jeder Tag deines Lebens zur Erfüllung deiner Vision bei. Die Energie geht immer dahin, wo deine Aufmerksamkeit liegt. Lenke daher deine Aufmerksamkeit auf deine großen Ziele und auf die für ihre Umsetzung notwendigen Aufgaben.

 

Je öfter du deine Ziele formulierst, desto klarer werden sie. Die Erfahrungen, die du dabei machst, ändern und schärfen deine Ziele – sie bleiben also beweglich!

In welchem Beruf kannst du dir jetzt vorstellen zu arbeiten? Ist ein ein konkreter Beruf? Sind es mehrere? Oder notiere dir Tätigkeiten die dir im Job Spaß machen könnten.

Gerade wenn dir es schwer fällt zu bennen was du mal willst, kannst du es einfach aufzeichnen. Eine krakelige Skizze reicht, oder ein buntes Bild. Rege deine ganzheitliches Denken durch ein wenig mehr „Free Flow“ an und lass jetzt deine Fantasie schweifen:

Mach dir ein Bild!

Ziele und Strategien sind Bilder deiner Zukunft. Deswegen beginnen wir sowohl die Bestandsaufnahme als auch deinen ersten Zukunftsentwurf mit einer kreativen Übung:

 

Jetzige Situation – gewünschte Situation

 

  • Bild 1: Die Momentaufnahme. Wie denkst du in diesem Moment über dein Leben? Worum dreht es sich? Was füllt es aus? Was macht es zäh? Was macht es leicht? Was sind deine Aufgaben? Wer hilft dir? Wer sind deine Freunde? Wie geht es dir? Fühlst du dich wohl in deinem Körper? Womit beschäftigst du dich, wenn du mal Zeit für dich hast?Du benötigst ein Blatt Papier (am Besten DIN A3) und ein paar Stifte. Lass deiner Phantasie freien Lauf und versuche, so viele Details wie möglich aufzuzeichnen. Nimm ein großes Blatt Papier und male alles darauf, was dir dazu einfällt. Es geht nicht um eine detailgetreue Zeichnung. Jede Darstellungsform ist möglich. Auch diejenigen, die normalerweise nicht zum Zeichenstift greifen, sind aufgefordert, es zu probieren. Es ist eine Zeichnung ganz für dich alleine, die von niemand anderen verstanden werden braucht und von keinem bewertet wird.
  • Bild 2: Skizze deiner Zukunft. Nun mach dich an das Bild deiner Zukunft und wähle dabei einen ganz bestimmten Zeitraum aus. Benutze auch hier die oben angegebenen Fragen. Was muss sich ändern? Hänge das Bild auf! Es gibt dir Kraft, darauf hin zu arbeiten!

 

Deine Zeichnung ist der erste Schritt zur Veranschaulichung deines momentanen Entwicklungsstandes. Sie hilft dir zu begreifen, was dir zu Komplementierung noch fehlt. Du kannst sie jederzeit ergänzen.

Durch das Visualisieren schaltest du deine Kreativität ein und erschließt dir bisher nicht Sichtbares, nicht „Aussprechbares.“ Gerade fern liegende, große Ziele sind oft wenig greifbar. Deswegen ist es hilfreich, wenn du sie dir möglichst konkret vorstellst. Ziele, die einem bildlich vorliegen, sind leichter zu verwirklichen. Sie haben mehr Zugkraft.

Manch einer tut sich schwer damit, ein Bild seiner Zukunft zu malen. Wenn du partout kein Bild findest, suche eine Fotografie, eine Werbekampagne oder Ähnliches, das dein Leben repräsentieren könnte. Du kannst auch versuchen, deine Vorstellungen schriftlich festzuhalten – oder setze dich intensiver mit der zweiten Übung auseinander!

 

Extra-Tipp: Bevor du weiterliest, sicher dir meine Download-Box bestehend aus weiteren tollen Tipps, Gratis-Kapiteln und Selbsttests aus meinen Motivations-Bestsellern. Einfach aufs Bild klicken …

 

Zeitmanagement-Tipps von Zeitmanagement-Experten Dr. Martin Krengel

Beruf finden – Welcher Job passt zu mir?

Übung 2: Frage und Antwort

Diese Übung beinhaltet grundlegende Fragen, die dir helfen, deine erzeugten inneren Bilder konkreter werden zu lassen.

 

Stell dir folgende Fragen:

 

  • Wann bin ich am meisten ich selbst? Welche Menschen, Orte und Tätigkeiten erlauben es mir, ganz ich selbst zu sein?
  • Welche Wünsche hege ich? Was wollte ich immer schon mal tun und habe mich bisher nicht getraut?
  • Wenn ich vor mich hinträume, an was denke ich und was tue ich dann?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Was möchte ich auf dieser Welt hinterlassen?
  • Wer oder was möchte ich gerne sein? Welche Persönlichkeitsmerkmale habe ich in meiner Wunschvorstellung?
  • Was sind meine größten Momente des Glücks und des Erfolgs?
  • Gibt es etwas in meinem Leben, mit dem ich aufhören könnte? Etwas, das ich beginnen könnte, um damit meine Lebensqualität zu steigern?
  • Wie kann ich einen möglichst großen Nutzen für andere bringen?

 

Nimm dir Zeit, diese Fragen in Ruhe zu durchdenken. Was sagen die Antworten über deine momentane Situation aus? Gibt es Lücken, die es zu schließen gilt? Notiere dir konkrete Maßnahmen mit einem Textmarker und hänge sie so auf, dass du sie direkt vor Augen hast (z.B. an das Fenster vor deinem Schreibtisch).

 

 

Welcher Beruf passt zu mir? – Job finden!

Übung 3: Deine Abschlussfeier

Stell dir vor, du bist auf einer pompösen Feier. Alle deine Freunde und Verwandten sind anwesend und wollen mit dir auf deinen Studienabschluss anstoßen! Versetze dich in diesen Tag hinein und stell dir folgende Fragen:

 

Deine Abschlussfeier:

 

  • Wann und wo soll die Feier sein?
  • Wer ist anwesend? (Familie, Freunde, Kollegen von Praktikumsfirmen). Wen wirst du anrufen oder wem von deinem Abschluss per Karte/E-Mail berichten (z.B. ausländische Freunde aus deinem Studium in Schweden)?
  • Was hat dich in den letzten drei bis fünf Jahren weitergebracht? Wo hast du am meisten gelernt?
  • Was waren die schönsten Erlebnisse? Welche Anekdoten erzählst du den Gästen? Welche Fotos zeigst Du?
  • Welches waren deine größten Momente/Erfolge (privat und fachlich)?
  • Wie hast du dein Ziel erreicht? Bist du stolz darauf?
  • Wie schätzen dich zu diesem Zeitpunkt deine Freunde ein? Wie schätzt du selbst deine Persönlichkeit/deinen Charakter ein?

 


 

Mit dieser Übung kannst du verhindern, dass du durch dein Studium hechelst und rückblickend bereust, gewisse Dinge getan oder nicht getan zu haben. Du hältst mit dieser Übung schon im Vorfeld deine privaten Ziele, die Entwicklung deiner Persönlichkeit und den Spaß, den du in deiner Studienzeit hattest, fest.

Zudem legst du fest, welche Erfahrungen und Dinge du bis zu deinem Studienende unbedingt realisieren möchtest. Wenn du nicht alle Aspekte deiner Liste einhalten kannst, ist das auch okay. Die Vorstellung oder die ungefähre Fährte genügen schon. Achte darauf, dass du während deiner Studienzeit ausreichend Erfahrungen sammelst, um am Ende deines Studiums bestimmen zu können, in welchen Bereichen oder Branchen du weiterkommen willst!

 

 

Berufswahl – Welcher Job passt zu mir?

Übung 4: Vorbilder suchen

Es ist durchaus sinnvoll, sich an anderen zu orientieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was möglich ist und was auch dir gefallen könnte. Außerdem sind unsere Wünsche und Einstellungen bereits von anderen Personen beeinflusst worden. Wer sind diese Leute?

 

Vorbilder

  • Welche Vorbilder beeindrucken dich am meisten?
  • Wer hat dein Leben bisher positiv beeinflusst? Das können Eltern, Verwandte, Freunde oder bekannte Personen sein.
  • Welche Eigenschaften bewunderst du an diesen Personen am meisten?
  • Welche Eigenschaften dieser Personen hast du übernommen?
  • Was machen deine Freunde/andere Jugendliche in deinem Alter?
  • Was machen deine Stars/Sportler/Vorbilder? Wie sind sie dorthin gekommen, wo sie jetzt sind?
  • Welche anderen Orientierungspunkte gibt es? Z.B. Statistiken über die durchschnittliche Studienzeit oder Notenschnitt, etc.

 


 

So gehst du mit der Übung um:

 

Anhaltspunkte: Die Vorbilder dienen als Anhaltspunkt. Übertrage die Anregungen auf deine Situation und deine Vorstellungen.

Befragung: Erhalte mehr Inspiration, Kraft und Wissen von deinen Vorbildern, indem du sie fragst, wie sie das, was du bewunderst, geschafft haben oder wie sie Aufgaben an deiner Stelle lösen würden. Habe keine Angst vor solchen Fragen, oft fühlen sich die Leute geschmeichelt und stehen dir gern Rede und Antwort. Ist dein Vorbild gut abgeschirmt oder bereits verstorben, dann mach’ einfach eine „imaginäre Befragung“: Was hätte Bruce Lee an meiner Stelle gemacht? Hätte er aufgegeben oder gekämpft? Wie hätte der Politiker XY in meinem Konflikt reagiert? Diplomatisch schlichtend oder aggressiv?

Verschiedene Probleme – verschiedene Vorbilder: Leg dich nicht auf ein Vorbild fest, sondern suche dir mehrere Personen. Je nachdem, wer welches Problem in deinen Augen am besten löst: Welche Charakter­eigenschaften bewunderst du bei dem Schauspieler XY? Wer aus deinem Semester ist immer gut vorbereitet? Welcher deiner Freunde kann besonders gut „small talken“?

Man kann von jedem etwas lernen: Es spielt keine Rolle, ob du dein Vorbild leiden kannst:

Ich habe oft mit einem neidischen Auge auf einen Kommilitonen geschaut, dem alles „zuzufliegen“ schien. Ich hielt ihn für einen oberflächlichen „Blender.“ Er machte weniger, bekam bessere Noten und dazu ein Stipendium, auf das ich mich beworben hatte. Als ich ein Referat mit ihm vorbereiten musste, konnte ich seine Erfolgsfaktoren ergründen. Er war absolut zielorientiert: Bevor er auch nur den Inhalt des Themas kannte, hatte er die Präsentation schon strukturiert und konzentrierte sich auf die wichtigsten Dinge und ließ Details (an denen ich mich wohl aufgehängt hätte) vollkommen beiseite. Er las zuallererst die Zusammen­fassung der einzelnen Kapitel am Ende der Bücher durch und erarbeitete sich darauf nur die Punkte, die er nicht verstanden hatte. Ich hätte versucht, jeden Satz zu verstehen!

Biografien lesen! Ob es sich um historische Personen oder Menschen der Gegenwart handelt, ist vollkommen egal. Hauptsache sie faszinieren dich! Für mich war das Michelangelo:

Als ich einen Sprachkurs in Florenz absolvierte, las ich die Biografie Michelangelos, weil ich etwas über die Stadt und seine Künstler lernen wollte. Das Buch zog mich in seinen Bann. Ich fand es faszinierend, dass Michelangelo schon mit 24 Jahren ein eindrucksvolles Werk schuf, über das sich halb Italien den Mund zerriss. Seine Charaktereigenschaften wurden mir ein Vorbild. Seine Willenskraft half mir, in langatmigen Lernphasen nicht aufzugeben. Ich erinnerte mich, wie er monatelang, Tag für Tag die Sixtinische Kapelle ausmalte und dabei körperlichen Schmerzen trotzte. Bei Studienarbeiten stellte ich mir vor, ich würde meine Texte und Referate so plastisch und anschaulich „herausmeißeln“, wie er das bei der Arbeit an der David-Skulptur getan hatte. Zudem beeindruckte mich seine Vielseitigkeit. Denn ich bin davon überzeugt, dass man davon profitiert, wenn man sich ganz unterschiedlichen Dingen widmet. Neue Ideen kommen so fast automatisch.

Das Interessante ist, wie deine Vorbilder ihre Erfolge realisieren, Rückschläge verarbeiten und welche Charaktereigenschaften und Entscheidungen ihnen auf dem Weg geholfen haben. Beeindruckend ist, in welcher Art und Weise diese Menschen für ihre Ziele und Überzeugungen eingetreten sind und welchen Stellenwert ihre Persönlichkeit dabei hat.

 

 

 

Welcher Beruf passt zu mir? – Job finden!

Übung 5: Positionierung – Dein Lebenslauf

Hier überlegst du, was du deinem potenziellen Arbeitgeber als deine Leistungen anbieten möchtest. Mit welchen Argumenten du dich präsentieren wirst. Wie soll dein Lebenslauf zum Studierende aussehen?

 

Dein Lebenslauf

Ausbildung
  • Wo willst du studiert haben? (Studienplatzwechsel? Auslandsstudium?)
  • Welche Vertiefungen und Schwerpunkte hast du belegt? (Schreib zunächst alles Interessante auf. Eine gezielte Entscheidung kannst du später treffen.)
  • Wann bist du fertig?
 Praktische Erfahrungen/Auslandsaufenthalte
  • In welchen Bereichen/Branchen willst du schon mal hineingeschnuppert haben? Sind das Praktika oder längere Anstellungsverhältnisse? Sind das kleine oder große Unternehmen?
  • Wie wäre es mit einem Auslandspraktikum/–Job, z.B. Animateur, Reitlehrer in Spanien …
  • Willst du nur ein Praktikum machen (z.B. für sechs Monate) oder mehrere über einen kürzeren Zeitraum? Positionierst du dich als „Spezialist“ durch zwei bis drei Praktika in einem bestimmten Bereich (z.B. Personal) oder möchtest du lieber verschiedene Bereiche und Branchen erkunden („Generalist“)?
 Auszeichnungen/Preise/Stipendien
  • Hast du bereits etwas in deinem Leben gewonnen? Preise während der Schulzeit, vordere Platzierungen in Wettkämpfen, Jugend forscht, Künstlerisches, etc.?
  • Möchtest du an Studentenwettbewerben teilnehmen? Selbst wenn du nicht vorne landest, lernst du dabei unheimlich viel. Allein die Teilnahme bescheinigt Tatendrang!
  • Ergänzend kannst du den Unterpunkt „Referenzen“ aufnehmen: Suche dir jemand, der sich bereiterklärt, anderen Auskunft über dich und deine Leistungen zu geben. Dies können Arbeitgeber, Vereinspräsidenten oder ähnliches sein. Diese Option zeugt von Selbstbewusstsein und suggeriert, dass tendenziell positive Auskünfte zu erwarten sind!
 Zusatzqualifikationen/Kompetenzen
  • Zähle hier deine Kompetenzfelder auf: Sprachen, Lizenzen/Zertifikate, zusätzlich besuchte Seminare, Computerskills
 Engagement und Hobbys
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten
  • „Haupthobby“: Was ist deine Leidenschaft? Was zeugt von Begeisterungsfähigkeit und von Ausdauer? Was hat deine Persönlichkeit geprägt?
  • Weitere Hobbys: Schreibe möglichst konkret: „10 Jahre Klavierunterricht“ statt „Musik“

 

 

 

Übungsanleitung und weitere Übungen

Das musst du beachten, um die Übungen noch besser zu machen:

Sei anspruchsvoll: Wenn du am Ende nur einen Teil deiner Möglich­keiten oder Wünsche erfüllt hast, erreichst du wahrscheinlich mehr, als sie erst gar nicht anzustreben!

Schau, was gefordert ist: Stellenanzeigen liest man am besten vor dem Studium! Ist Englisch Pflicht? Dann lern es! Gute Computerkenntnisse sind gefragt? Dann arbeite so viel wie möglich mit den geforderten Programmen.

Suche nach Möglichkeiten „Pflicht“, „Kür“ und „Positionierung“ zu vereinen: Sind zwei Praktika vorgeschrieben und du wolltest schon immer mal nach Amerika? Warum absolvierst du nicht eines der Praktika dort? Die Organisation erfordert zwar Eigeninitiative, aber sie lohnt sich umso mehr! Du malst gern? Dann halte damit nicht hinter dem Berg. Das bescheinigt Kreativität und gehört deswegen in deinen Lebenslauf! Nach solchen Überlegungen kannst du versuchen, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und brauchst dabei kein schlechtes Gewissen zu haben.

Schreibe nun deinen zukünftigen Lebenslauf und hake die Punkte ab, wenn du sie realisiert hast. Das gibt Ansporn und macht Spaß. Der Vorteil der Ausformulierung liegt darin, dass deine Ziele machbarer und wirklicher erscheinen, wenn sie einmal schwarz auf weiß in deinem angestrebten Lebenslauf stehen. Es ist zudem sehr motivierend, wenn du deine Vision Punkt für Punkt lebendig werden siehst!

 

 


 

Starte Test-Ballons. So kannst du herausfinden welcher Beruf zu dir passt …

 

So füllst du deinen Lebenslauf mit interessanten Inhalten

Entdecke die Möglichkeiten: Ideen für CV & Lifestyle

Es gibt viele Möglichkeiten, sein Studium aufzupeppen, jede Menge Spaß zu haben und nebenbei für den Lebenslauf zu punkten. Hier einige Ideen (Eine detaillierte Linkliste findest du auf meiner Homepage):

Studentenwettbewerbe: Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von herausfordernden, kreativen und spannenden Wettbewerben, bei denen du mit deinen Kommilitonen herausfordernde Aufgaben bewältigen sollst. Du kannst dabei dein volles kreatives Potenzial entfalten, deine Teamfähigkeit unter Beweis stellen und dein analytisches Denkvermögen trainieren. Diese Wettbewerbe sind wie Wirtschafts- und Strategiespiele, nur viel intensiver! Um auf den Geschmack zu kommen, hier ein Erfahrungsbericht vom L´Oréal Marketing Award:

Die 1. Phase: Jeweils drei Studenten haben die Aufgabe, eine Marke von
L´Oréal zu analysieren. Die erste Hürde: Eine sechsseitige Markt­analyse, für die wir uns binnen drei Wochen in die unbekannte Welt der Kosmetik mit ihren abertausenden Tinkturen und Cremchen einarbeiten müssen. Zwei Abende vor Abgabe merken wir, dass wir uns mit den bestehenden zwölf Seiten Text verrannt haben und fangen nochmal komplett von vorn an. Die nächsten beiden Nächte verbringen wir damit, zu dritt über jedes Wort zu diskutieren und jeden Absatz genau zu analysieren. Unter dem Stichwort „Teamwork“ ist das eine fantastische Erfahrung. Wenn einer nicht mehr kann, übernimmt der andere die Führung. Jeder Satz wird von drei Gehirnen gleichzeitig durchdacht. Das Ergebnis: Wir kommen von 55 Teams in die Endrunde, in der die restlichen acht Teams eine komplette Produktserie konzipieren sollen.

Die 2. Phase: Nun warten zwei anspruchsvolle, aber auch witzige Monate Arbeit auf uns: Wir bekommen von unserer Uni ein leerstehendes Büro gestellt. Mit 24 Jahren das erste eigene Büro – cool! Das ist nun unsere Konzernzentrale, in der wir uns täglich treffen. Immer wieder führen wir viele „Konsumenteninterviews“ mit Freunden durch. Ich kritzele in den Vorlesungen irgendwelche Flakonformen und treibe mich in Parfümerien herum, um ein Verständnis für diese Branche zu erhalten. Nun verdichten wir alle Ideen zu zwei Konzepten und harren eine Nacht aus… Um fünf Uhr morgens fiel endlich die zähe Entscheidung – nur um zwei Tage später festzustellen, dass es etwas Ähnliches bereits gibt. Wir steuern auf das zweite Konzept um. Nach dieser Achterbahnfahrt errechnen wir die Inhaltsmengen der Produkte, kneten Dummys und surfen nach möglichen Werbemotiven im Internet.

Schließlich basteln wir eine Woche an der Präsentation und machen zwölf Probeläufe: Alle Leute, die in der Uni vorbeischauen, werden kurzerhand überredet, sich unsere Präsentation anzuhören und uns Feedback zu geben. Das hilft enorm! Letztendlich machen wir den zweiten Platz im deutschen Finale. Das wir den Sieg nur knapp verpassen, stört mich nicht mehr, denn die Lerneffekte waren gigantisch! Von Interviews, über Berechnungen, das Herausarbeiten des Roten Fadens der Präsentation bis hin zu Abenden, die ich vorm Computer gesessen habe, um mir in einem Crash-Kurs Videoschnitt und Fotobearbeitung beizubringen, konnte ich fachlich und persönlich enorm profitieren.

Literaturwettbewerbe: Ähnlich den Studentenwettbewerben, gibt es spezielle Ausschreibungen von Zeitschriften, die Schreibtalent fördern möchten. Also, wenn du kreativ bist oder werden willst, ran an die Stifte! Das Ergebnis ist eigentlich zweitrangig. Was zählt ist der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles – und: Wenn du zum ersten Mal ein eigenes kleines Essay angefertigt hast, ist es ein sehr bereicherndes Gefühl!

Konferenzen und Symposien: Es gibt Konferenzen und Symposien, die von politisch oder wirtschaftlich engagierten Studenten organisiert werden. So kannst du mit ein wenig Vorarbeit (oft musst du dich mit einem kurzen Essay bewerben) und für wenig Geld weit reisen und einige eindrucksvolle und sehr engagierte Persönlichkeiten kennen lernen. Es gibt z.B. eine Studentenkonferenz in New York und eine in der Schweiz, die komplett für die Kosten einsteht. In St. Gallen, wo ich selbst viermal Teilnehmer war, triffst du auf 500 Politiker und Manager für eine tiefgründige Diskussion eines bestimmten gesellschaftlichen Themas. Dazu werden 200 Studenten aus aller Welt eingeladen (über eine Essay-Bewerbung). Ebenso gibt es zwei Asienkonferenzen, die von Harvard-Studenten organisiert werden, eine in Südamerika und das „World Business Dialoge“ in Köln (aktuelle Links auf studienstrategie.de).

Recruiting-Events & Co: Die großen Konzerne bemühen sich zunehmend um die besten Talente. Auf deren ausgefallenen Recruiting-Veranstaltungen kannst du nicht nur Spaß haben (Klettern in Österreich, Segeltörn in Griechenland, Beach-Volleyball am Baggersee), sondern dich auch mit Gleichgesinnten und Berufsprofis austauschen. Eine Teilnahme ermöglicht dir, in den Beruf reinzuschnuppern und dein Interesse zu testen, ohne gleich ein Praktikum zu machen.

Messen: Je zeitiger du die Anforderungen möglicher Arbeitgeber kennst, dir einen Überblick verschafft und Ideen entwickelt hast, desto besser. Ich kann daher nur zum Besuch von Absolventen- und Kontaktmessen raten, um sich einmal näher mit der Materie auseinander zu setzen. Auf Fachmessen kann man einige Eindrücke über ein Berufsfeld bekommen. Du kannst mit den Ausstellern sprechen, Firmen kennen lernen und einen ersten Kontakt für ein Praktikum herstellen. Außerdem bekommst du ein Gefühl für den Menschenschlag, mit dem du eventuell mal zusammen­arbeiten musst.

Zusatzqualifikationen: Wenn es Seminare an deiner Uni gibt, die nichts mit deinem Studienfach zu tun haben und dich dennoch sehr interessieren, sollte es keine Hinderungsgründe geben, sie trotzdem zu besuchen! An meiner Universität gab es ein interdisziplinäres Zusatzstudium, das Studium fundamentale, bei dem ich viele Kurse im Bereich der Kunstgeschichte, Psychologie und Soziologie belegt habe. Neben der persönlichen und fachlichen Bereicherung habe ich durch diese Berührung mit anderen Fachgebieten gemerkt, dass andere Wissenschaften ähnlich gute und schlechte Seiten haben, was mir über eigene Zweifel an meiner Fächerwahl hinweghalf. Manchmal bieten auch Volkshochschulen und Handels­kammern interessante Angebote an, die dein Studium gut ergänzen können. Eine befreundete Soziologin hat dort z.B. einen Grundkurs in Wirtschaft absolviert, der ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigert.

Auslandspraktika: Ob du über ein Vermittlungsbüro gehst, dich vom Schreibtisch aus durch die Personal­abteilungen ausländischer Büros mailst oder dich von einer Firma mit vielen Auslandsniederlassungen ins Ausland schicken lässt (geht meist nach einem Inlandspraktikum), es gibt immer einen Weg, Arbeits­erfahrungen im Ausland zu machen. Wer ein paar Abstriche bezüglich des Inhaltes machen kann, hat noch bessere Chancen. So gibt es viele Möglichkeiten im Bereich der Entwicklungshilfe, sozialer oder ökologischer Projekte (ein Freund von mir arbeitete z.B. zwei Monate auf einer Farm in Neuseeland) oder des Tourismus (wie wäre es mit Disneyland Paris?), etwas Weltluft zu schnuppern. Jobs als Reisebegleiter sind für die Herzen mit Fernweh eine günstige oder gar bezahlte Option, nette Leute kennen zu lernen und Arbeitserfahrungen zu sammeln. Wer es richtig proaktiv mag, macht es wie einer meiner Freunde und fliegt kurzer Hand nach Paris und New York, um vor Ort die Firmen abzuklappern und nach Jobs zu fragen. Das war zwar riskant und auch nicht einfach – bei beiden Aktionen hätte er fast aufgegeben. Schließlich landete er aber zweimal einen Volltreffer, da er Praktika in seiner Traumbranche, der Luftfahrtindustrie, ergatterte. Ein Vorbild für Hartnäckigkeit – Respekt!

Auslandsstudium: Auslandstudien werden in Zeiten der Globalisierung und europäischen Integration immer wichtiger. Sie verbessern die Chancen auf einen Job erheblich. Man trifft die unterschiedlichsten Leute, lernt andere Denkweisen kennen und findet viel über sich und seinen Bezug zum Heimatland heraus. Durch das Erasmus-Mobilitätsprogramm wurde in den letzten Jahren eine einfache Möglichkeit des Studien­austausches geschaffen. Du solltest dich unbedingt über die Partnerprogramme deiner Uni informieren! Sagen die Studienorte nicht zu, kann man bei Auslandsämtern anderer Unis anfragen, ob deren Kontingente schon ausgeschöpft sind.

Summersessions und Sprachkurse: Sprachkurse sind immer eine gute Gelegenheit, um die eigene Traumstadt zu bereisen. Alles ist organisiert und man hat wenig Stress, eine günstige Unterkunft zu bekommen. Daneben bieten viele Universitäten im Sommer auch „Summersessions“ (Fachkurs­programme) an.

So habe ich ein auf sechs Wochen konzipiertes Semester (man hat dann eine Vorlesung zweimal pro Woche) an der University of California at Los Angeles (UCLA) absolvieren können. Mein Sparschwein blutete bei 3.800 EUR Gebühren (Uni, Unterkunft und Verpflegung) zwar ziemlich aus, aber ich zähle diese sechs Wochen zur absolut besten Zeit meines Lebens!

„Semester at sea“: Eine witzige, wenn auch kostenintensive Idee, hatte die University of Pittsburgh. Man kann dort ein Semester belegen, während man eine Weltreise macht. Für diese Aktion haben die Verantwortlichen ein komplettes Kreuzfahrtschiff zu einem mobilen Campus umfunktioniert und schippern damit um die Kontinente. Vormittags Uni, nachmittags Südsee. Auf dem Zeugnis steht indes nur trocken und anständig, dass man an der University of Pittsburgh ein Gaststudium absolviert hat.

Weltreise, Abenteuerreisen: Als Student bekommt man viele Sonder­angebote und ist noch recht anspruchslos, sodass man günstig um die Welt kommt. Ich würde mir einen Job besorgen oder irgendwie anders ein paar Kröten zusammenkratzen, ins nächste Studentenreisebüro ein Ticket kaufen, Rucksack auf die Schultern schmeißen und dann einfach losziehen. Es gibt viel zu entdecken!

Selbstorganisierte Auslandsprojekte: Wenn du kein passendes Praktikum oder Auslandsstudium finden solltest, organisiere doch dein eigenes Projekt. Mein Mitbewohner hat eine Studie in Mittelamerika durchgeführt, indem er dort in zehn Ländern deutsche Auswanderer befragt hat, warum sie in dieser Region investieren und wie sie die Zukunftsaussichten ihrer neuen Heimatländer einschätzen. Bisher hatte seine Stiftung solche Projekte nicht gefördert, doch er konnte sie seinem Projekt überzeugen. Ebenso wurde er von den deutschen Außenhandelskammern unterstützt, mit denen er diese Studie abstimmte und als Gegenleistung deren Büros in Mittelamerika nutzen durfte. Neben der unbezahlbaren Lebenserfahrung wurde seine Studie in deutschlandweiten Magazinen zitiert und er bekam sogar eine Anfrage einer Firma, ob er nicht Lust hätte, noch einmal ein (diesmal ein bezahltes) Projekt in Mittelamerika durchzuführen.

Ein weiteres nachahmenswertes Beispiel liefern drei Studierende jüngeren Semesters meiner Uni, die die Motivation von Leuten erforschen wollten, die ihr Leben einem wohltätigen und sozialen Zweck widmen. Sie haben dafür ein Forschungsprojekt und eine Reiseroute durchdacht, die sie acht Monate durch alle Kontinente führte und dafür hochkarätige Sponsoren aus der Wirtschaft gefunden, die das Projekt finanzieren. Einige Schulen sind an das Projekt angebunden, denen die drei via Internet berichten, was sie erlebt haben. Ein wirklich geniales Projekt! Zumal die drei gleichzeitig reichlich Material für ihr Studium oder ihre Diplomarbeit gesammelt haben. Beide Projekte demonstrieren ein hohes Maß an Proaktivität (-> Tugend 2) und sind ein gutes Beispiel für die „Methode der gemeinsamen Schnittstelle“.

Mentorenfirma/Werkstudent: Eine nette Idee der Wittener Uni ist es, sich eine so genannte Mentorenfirma zu suchen, bei der man in den Ferien ein Praktikum macht und danach während des Semesters noch ein Tag in der Woche arbeitet. Man wird von einem Betreuer gefördert, kann sein Studienbudget aufbessern und verantwortet meist ein kleines Projekt, das im Bezug zum Studium steht. Besser kann man kaum Theorie und Praxis verzahnen! Ebenso funktioniert eine Anstellung als Werkstudent, bei der man über einen längeren Zeitraum als Teilzeitkraft in einem Unternehmen arbeitet. Achte aber darauf, dass du in einem unterstützenden Umfeld arbeitest und Leute innerhalb der Firma hast, die dich betreuen und inspirieren. So lernst du mehr als bei einem reinen Routine-Job.

 

Lebenslauf aufpeppen - Zielfindung - Buch - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Motivation - Selbstmotivation - Konzentration - Studium - Lernen - Ratgeber Dr. Martin Krengel

Der Radarschirm der vielfältigen Möglichkeiten deiner Studienzeit. Nutze ihn zur Generierung neuer Ideen und trage weitere Optionen ein. Es gehört zu deiner Aufgabe als Explorer (à Tugend 3) ständig nach persönlich bereichernden und fachlich interessanten „Projekten“ zu suchen!

 

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen Ideen einen Vorgeschmack auf die zahlreichen Möglichkeiten geben, die dir zur Verfügung stehen. Du wirst noch lange an diese Zeit zurückdenken und jedes Mal begeistert von ihr in Bewerbungsgesprächen berichten können!

Tatendrang: 

Wann hast du wieder die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen, günstig Sprachen zu lernen und kreative, neue Dinge auszuprobieren? Nutze diese Zeit: Suche dir aus diesem Ideenkasten drei bis vier Dinge heraus, die du realisieren möchtest. Nimm sie in deinen Zielkatalog mit auf und schaffe Freiräume für ihre Verwirklichung!

 

Mein Standpunkt:

Der Erfolgsautor Stephen Covey spricht von den vier „L´s“, die für eine hohe Lebens­qualität ausschlaggebend sind: Life, Love, Learn, Leave a legacy (Lebe, Liebe, Lerne, Hinterlasse eine Berufung). Ich sehe das ähnlich, würde aber im Bezug auf die L´s etwas abwandeln: Lebe und genieße die Studienzeit. Teste deine Grenzen! Liebe was du tust und achte darauf, faustdicke Freunde um dich zu haben, die die Studienzeit angenehm machen, und die du im Leben nicht verlieren wirst. Lerne zu lernen, lerne etwas über dein Fach, lerne aber vor allem etwas über dich: Wie du lernst, wie du deine Zeit organisierst und wer du bist. Nutze die Studienzeit, um dich in unterschiedlichen Bereichen auszuprobieren – Finde so deine Berufung!

 

Lebe deine Studienzeit in allen Lebensbatterien aus. Liebe was du tust! Lerne zu lernen, um selbstbestimmt zu handeln. Suche und finde deine Berufung!

 

 

Kenne und analisiere deine Stärken und Schwächen – dann findest du deinen Traumjob leichter

 

Stärken und Schwächen herausfinden – 5 weitere Übungen zum ausprobieren

Du willst deinen Beruf wechseln? Erkenne deine Stärken und Schwächen um deinen perfekt passenden Job zu finden!

Was kannst du gut? Stärken und Schwächen resultieren aus deinem Charakter, deinen Erfahrungen und deinem Wissen. Sie sind nichts Endgültiges – Eine Bestandsaufnahme hilft dir daher, Entwicklungspotenziale zu identifizieren.

 

„Wozu ist es wichtig, seine Stärken zu kennen?“

Diese Frage stellte mir einmal eine Mitpraktikantin, als ich ihr riet, sich auf ihre Stärken zu besinnen, um ein neues Projekt anzugehen. Sie schaute mich verdutzt an und wollte wissen, warum es denn so wichtig sei, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Für mich war das eigentlich klar. Dennoch hatte ich Mühe, ihr eine explizite Antwort zu geben. Mich beschäftigte die Suche nach Gründen noch lange. Ich kam zu folgendem Ergebnis:

Bestimmen der optimalen Vorgehensweise und Entscheidungsklarheit. Man kann Entscheidungen leichter fällen, wenn man weiß, was einem gelingt und was nicht. Die Praktikantin hätte sich also auf ihre Stärken besinnen sollen, um das Problem anzugehen. Sie hätte z.B. ihre kommunikativen Fähigkeiten nutzen können, um das Wissen verschiedener Leute der Abteilung zu sammeln und sich dadurch ein Bild über die Aufgabe zu machen.

Glanz für die Farbpalette. Wer sich seiner Stärken bewusst ist, kann diese problemlos in ungewohnten Situationen anwenden und sich weitere Fähigkeiten aneignen. Er ist selbstbewusster und selbstsicherer, sieht bei auftretenden Problemen und Unsicherheiten nicht gleich schwarz, sondern versucht aus dem Material und den Fähigkeiten, die er hat, ein neues Stoffmuster zu stricken, statt darüber zu klagen, dass eine bestimmte Garnfarbe fehlt. Er versucht eher auf seine Stärken zurückzugreifen als resigniert aufzugeben.

Selbstbezogenheit. Zu oft schaut man zuerst auf die eigenen Schwächen und vergleicht sich mit den anderen. Das demotiviert. Deine Stärken zu kennen, gibt dir hingegen Rückhalt und Kraft, Probleme und Heraus­forderungen zu lösen.

Selbstpräsentation. Wer sich über seine zentralen Stärken im Klaren ist, hat viele Vorteile: Er hat mehr Selbstvertrauen, kann sich in Bewerbungs­gesprächen besser präsentieren und Schwächen kompensieren, indem er geschickt von ihnen ablenkt …

Exzellenz. Wenn du dich statt der Stärken auf deine Schwächen konzentrierst, hätte das einen entscheidenden Nachteil. Du würdest deine Stärken zugunsten deiner Schwächen vernachlässigen. Wer auf möglichst allen Gebieten spitze sein möchte, wird bestenfalls durchschnittlich.

Spaß. Spitzenleistungen werden von Leuten erbracht, die Dinge aus freien Stücken und mit Spaß an der Sache machen. Was wir gut können, macht uns meistens auch Spaß.

Motivation. Es ist ein sehr motivierendes Gefühl, in bestimmten Dingen richtig gut zu sein.

Übertragung von Kompetenzen. Zudem ist es wichtig deine Stärken zu schätzen auszubauen. So kannst du deine Stärken auch in anderen Bereichen einsetzen:

Als 15-jähriger Turner hatte ich es satt, mich bei den Wettkämpfen immer um den vorletzten Platz zu streiten. Ich wollte auf dem Treppchen ganz nach oben und fing an, konsequent zu trainieren. Dieser Ehrgeiz übertrug sich auch auf andere Lebensbereiche: meine Schulnoten zogen deutlich an und meine Klavierlehrerin, die mich fast aufgegeben hatte, schöpfte neue Hoffnung.

Auch du kannst deine Stärken ausbauen, damit sie dir in anderen Bereichen nützen. So ist es kein böser Zauber, wenn es Universalmenschen gibt, die malen, musizieren können, im Beruf Top-Leistungen erbringen und zudem sportlich sehr erfolgreich sind. Sie haben charakterliche Stärken ausge­prägt, die sie in verschiedenen Lebensbereichen anwenden können.

Nachfolgend findest du nützliche Übungen, die dich auf die Spur deiner Stärken und Schwächen bringen. Dieser Teil ist eine Art Selbsttest. Aber keine Angst, du brauchst nicht zwischen Antwort A, B oder C zu wählen und musst auch keine Felder frei rubbeln.

 

Berufswahl – Welcher Job passt zu mir?

Übung 6: Dein Aktienkurs – Deine Entwicklung

Nimm ein großes Blatt Papier und ein paar Buntstifte in die Hand und zeichne die Höhen und Tiefen deines bisherigen Lebens auf. Wer hat dich auf diesem Weg begleitet, dich unterstützt, dir die Augen geöffnet? Welche Zeiten waren schwer, was brachte deinen Aktienkurs auf neue Höhen? Welche Charaktereigenschaften haben deinen Kurs gestärkt, in welchen Situationen zeigten sie sich? Wo stehst du jetzt? In welche Richtung möchtest du dich entwickeln?

Hinweise:
  • Die Zeiteinteilung musst du nicht akribisch nehmen. Es kann durchaus sein, dass du für die letzten fünf Jahre mehr Platz brauchst, weil sie dir noch präsenter sind.
  • Analysiere deinen Chart genau: Sind die Verhältnisse richtig? Wie lang sind die „guten“, wie lang die „schlechten“ Zeiten? Gab es positive Aspekte in den schlechten Zeiten, die dich zu einer Richtungsänderung oder neuen Erkenntnissen geführt haben?

Welcher Beruf passt zu mir? – Job finden!

Übung 7: Der Lebensbaum: Was kann ich? Was weiß ich?

Dein Lebens- bzw. Wissensbaum steht als Symbol für Wachstum und Kraft. Mit ihm kannst du ergründen, welches Wissen du besitzt und welche Früchte du ernten kannst. Nutze den Lebensbaum, um dir einen Überblick deiner Verwurzelung und deiner erworbenen Kompetenzen und Wissensgebiete zu erarbeiten. Finde heraus, welche Äste stark sind und welche stärker werden müssen, um dein Profil zu schärfen.

Welche Früchte soll dein Baum tragen?

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Wissen und Kompetenzen: Die Verästelungen sind einzelne Fähigkeiten und Wissensgebiete, in denen du dich auskennst.

Fertigkeiten und Details: Die Blätter stellen   Erfahrungen, erworbene Handgriffe und Tricks dar.

Charakter & Persönlichkeit: Der Stamm sind deine Charaktereigenschaften und deine Art zu denken.

Identität und Werte: Die Wurzeln stehen für deine Identität und Herkunft. Hier findest du die Energie deiner Kindheit und Jugend, deiner Heimat und Familie sowie deiner Freunde. Insbesondere deine Werte und Rollen gehören dazu. So fest bist du im Leben verwurzelt.

 

Schritt 1: Male deinen Lebensbaum. Am geeignetsten ist ein DIN A3 Papier. Bereits nach einer Weile wirst du merken, dass es viele Dinge gibt, die deinen Stamm stärken und deine Baumkrone nicht kahl aussehen lässt. Sowohl fachliche als auch private Aspekte schmücken deinen Baum.

Schritt 2: Analysiere den Lebensbaum. Nimm noch einmal den Stift zur Hand und hebe optisch die stärksten Zweige hervor und markiere mit einer anderen Farbe, welche Bereiche verkümmert oder stark vernachlässigt sind. Zudem hast du jetzt die Chance die Stellen zu bestimmen, an denen sich neue Äste und Zweige bilden sollen …

Beruf finden – Welcher Job passt zu mir?

Übung 8: Dein Familienwappen – Deine Prägung

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Schritt 1: Zeichne dein Familienwappen auf ein A4 Papier und trage dort alle schönen Erinnerungen ein, die du in deiner Kindheit, Jugend und nun im jungen Erwachsenenalter mit deiner Familie erlebt hast:

Was sind schöne Erlebnisse, an die du dich gern zurückerinnerst?

Welchen Ritualen seid ihr am Tag, in der Woche oder zu Feiertagen nachgegangen?

Welche Werte hat dir deine Familie vermittelt?

Welche Rolle spielst du in deiner Familie? Welche Aufgaben hast du übernommen, welche Erwartungen werden an dich gestellt? Welche Erwartungen hast du an deine Familie?


Die Rückseite ist etwas heikel, denn es geht um die Tabus: Was sind die Schattenseiten, die du empfindest? Über welche Geschichten wird nicht mehr gesprochen, welche Dinge sind weniger gern gesehen?

Schritt 2: Nun distanziere dich von dem Wappen. Hinterfrage die vermittelten Werte und Rollenerwartungen. Gibt es Familientabus, die du ganz unbewusst übernommen hast und bei denen du das Gefühl hast, das sie dich hemmen?

 

 

Welcher Beruf passt zu mir? – Job finden!

Übung 9:Deine Stärken – Deine Power

Fragen:
  • Worin liegt meine größte Begabung?
  • Was stärkt mich?
  • Was sehen andere als meine Stärken an?
  • Was sehe ich selbst als meine größten Kompetenzen an?
Ergründe diese Fragen genau und überlege dir in welchen Lebensbereichen und in welchen Situationen sie zum Tragen kommen.

 

 

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Übung 10: Deine Schwächen – Kein Grund zum Verzweifeln!

Fragen:
  • Was macht mich wahnsinnig? Traurig? Ungeduldig?
  • Was gelingt mir in verschiedenen Lebenssituationen nicht so gut?
  • Was lässt mich verzweifeln? Wovor habe ich Angst?
  • Was traue ich mir nicht so sehr zu?
  • Was sehen andere als Schwächen? Was sehe ich davon selbst so?

Nachdem du deine Schwachpunkte identifiziert hast, versuche die Ursachen zu ergründen. Wähle die Schwächen aus, die dich am meisten stören oder die dich in deiner persönlichen oder fachlichen Entwicklung hemmen und entwickle ein kleines Aktionsprogramm, wie du diesen begegnen willst. Sie sollen zu deinen „Baustellen“ werden, an denen du gezielt arbeitest.

 

 

Bleib dran, und bald machst du große Sprünge …

Dieser Selbsterkundungsprozess ist nie abgeschlossen. Denn Ziele, Stärken und Schwächen ändern sich mit der Zeit, mit neuen Erfahrungen und neuen Situationen.

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Kategorie: Berufswahl: Was soll ich studieren? | Artikel von | am 06.02.2019

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