Stärken und Schwächen? ► Mit diesen Übungen wirst du dein Selbstbewusstsein stärken und deinen zu DIR passenden Traumjob finden

Dies ist eine der wichtigsten Fragen deines Lebens:

Was sind meine Stärken?

Achtung! Diese Übungen die ich dir vorstelle, sind die besten 10 Übungen aus einer Auswahl von Hunderten! Sie können dein Leben ändern.
Bitte überliege den Artikel 5 bis 10 Minuten und reserviere dir danach 60-90 Minuten um diesen „Stärkern-Schwächen-Workshop“ hier durchzuarbeiten und deine persönliche Strategiekarte zu erstellen!

 

 

Wie kannst du deine Stärken und Schwächen herausfinden?

 

Dein Tag hält zahlreiche verpflichtende Aufgaben für dich bereit. Sie alle verlangen deine Aufmerksamkeit, bringen dich persönlich aber nur wenig weiter. Wir brauchen also eine klare Vorstellung von dem, was wir wollen, was uns dabei hilft und was uns hindert.

Eine persönliche Strategie-Karte muss her!

Sie soll dir als Wegbeschreibung durchs Studium den Job oder Alttag dienen. Sie ist dein Kompass, der dir das „Global Picture“ aufzeigt und dir eine Antwort auf die Fragen „Wozu?“, „Wohin?“ und „Womit?“ gibt. In dieser Strategiekarte beschreibst du:

  • Was du sein möchtest und wohin du willst (Charakter & Mission)
  • Was du konkret tun willst (Hauptaufgaben und Ziele)
  • Welche Tugenden und Erfolgsprinzipien, du anwenden möchtest
  • Welche Kompetenzen und Wissensgebiete du ausbauen willst

Die Strategiekarte hält kompakt fest, was dir am wichtigsten ist. Die Schriftlichkeit ist dabei enorm wichtig. Das Niederschreiben stärkt die Erinnerung und erhöht die Verbindlichkeit. Eine Studie der Harvard-Universität untersuchte die Einkommens­entwicklung­ von Studienab­gängern. Das Ergebnis war aufschlussreich: Berufstätige mit konkreten Zielen verdienen dreimal so viel wie andere. Menschen, die ihre Ziele schriftlich festhalten, verdienen sogar das Zehnfache! (zitiert nach Tracy 2000).

 

 

Straerken und Schwaechen herausfinden - Traumjob landen - DrMartinKrengel

Im Gegensatz zu einem einfachen Ziel verdeutlicht dir die Strategie-Karte das große Ganze und ist langfristig gedacht. Man kann leichter über kleine Misserfolge hinwegsehen, wenn man den übergeordneten Blick für das große Ziel nicht verliert.

 

Stärken und Schwächen bestimmen

1. Deine Mission/ Dein Motto

Mithilfe deines Studienmottos solltest du Antworten auf die Fragen: „Wer bin ich?“, „Wie bin ich?“, „Was treibt mich an?“ und das „Wozu?“ liefern können. Deine Mission hat eine starke Motivationskraft. Sie stützt dich und stabilisiert die Richtung deines Handelns. Es gibt keine festen Regeln, was du dir als persönliches Leitbild in deine Gehirnwindungen eingravierst. Die Ausdrucksform wählst du selbst. So habe ich, inspiriert von englisch­sprachiger Management-Literatur, viele englische Wörter in meiner Mission verankert:

Ich bin flexibel, open-minded und optimistisch. Ich tue das, was mir gefällt. ICH setze die Segel. Mal geht es geradeaus nach Kurs, mal lasse ich mich treiben. Ich nutze das Carpe diem mit Blick auf die Zukunft. Mal zählt der Wille, mal die Emotion. Sicher gehe ich auch mal Irrwege, aber ich bleibe in Bewegung! I am in search of excellence!!!

Mein Motto: „Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein!“ und: „Life – the chance is yours!“

Schreibe einen Erstentwurf und schaue, ob er dir gefällt. Wenn nicht, schreibe ihn um, bis du dich wohl damit fühlst.

Sei nicht zu perfektionistisch. Du musst immer wieder an deiner Mission feilen. Zudem entwickelt sie sich im Laufe des Lebens weiter. Habe daher keine Angst, etwas Wichtiges zu vergessen.

Hast du einen guten Entwurf gefunden, behandele ihn wie eine Verfassung: Jede Änderung die du vornimmst, muss wohlüberlegt sein!

Stärken und Schwächen bestimmen

2. Deine Ziele

Dieser Baustein ist ein weiterer übergeordneter Wegweiser, der deine Ziele festhält. Was ist dir wichtig? Was möchtest du auf keinen Fall vernachlässigen? Vergiss’ nicht, deine Ziele möglichst konkret nach der SMART-Formel (Spezifisch, Messbar, Anspruchsvoll, Realistisch, Terminier­bar) zu gestalten. Erarbeite konkrete Kriterien für die Realisierung auf einem Zettel oder in deinem Logbuch. Je klarer du die Umrisse deiner Ziele erkennst, desto besser können sie ihre Sog- und Motivations­kraft ent­wickeln. Sie entfalten eine Anziehungskraft, die der Gravitationskraft entgegen wirkt.

Bestimme zunächst auf einer Liste (ein DIN A4 Blatt, das du in fünf Bereiche einteilst) die konkreten Ziele deiner Lebensbatterien.

Halte dann die Stichworte für deine konkreten Ziele fest, z.B.:

Lebensbatterien - Buch - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Motivation - Selbstmotivation - Konzentration - Studium - Lernen - Ratgeber Dr. Martin Krengel

 

Stärken und Schwächen bestimmen

3. Tugenden und weitere Prinzipien

Kommen wir zur Umsetzung:

Trage nun die Tugenden (à Kapitel 2) und deren Teilaspekte ein, die besonders wichtig für dich sind.

Nutze das Kästchen auf der rechten Seite für die wichtigsten Zeit­management- und Organisationsprinzipien, die du ab sofort umsetzen willst. (Dieses Kästchen kannst du erst zum Ende des Buches vollständig ausfüllen).


Welche der Tugenden sind mir besonders wichtig?

  • Annahmen hinterfragen à Ich urteile oft vorschnell
  • Strategisches Denken – In die Zukunft schauen! → Ich hänge Vergangenem stark nach (Beziehungen, Absagen von Bewerbungen) statt proaktiv in die Zukunft zu schauen!

Welche Zeitm.-Methoden wende ich ab sofort an?

  • First things First!
  • Der Frosch lebt nicht mehr lange!
  • Wochenplanung
  • Magnetwand kaufen!
  • Das Pareto-Prinzip üben
  • Drei zentrale Ordnungsprinzipien anwenden
  • Mein Ablagesystem etikettieren

Suche nach weiteren Prinzipien und Erfolgsmustern, die dein Handeln leiten oder bestimmt haben. In welcher Weise sind sie wichtig für dich/ dein Studium/ deine Arbeit? Nutze die Tugend des Explorers, um unermüdlich nach den Mechaniken und Hebeln zu suchen, die dich voran bringen!

Stärken und Schwächen bestimmen

4. Landkarte deiner Kompetenzen

Die „Landkarte deiner Kompetenzen“ besteht aus drei Bereichen: Deinen „fachlichen Kompetenzen“, „Qualitäten“ (Eigenschaften) und deinen „Entwicklungsfeldern“ mit je zwei Unterkategorien:


Kernkompetenzen

  • Technisches Wissen und Verständnis
  • Gute gestalterische Fähigkeiten
  • Schnelles Einarbeiten in neue Aufgaben

Kernkompetenzen sind sehr ausgeprägte Stärken, die besonderen Fähigkeiten sowie deiner Persönlich­keit entspringen und sich in vielen Situationen anwenden lassen.


Zentrale Wissensgebiete

  • Kulturtheorie
  • Kommunikationsmodelle
  • Gehirn; Informations­wahrnehmung/ -verarbeitung
  • Kunstgeschichte (Hobby)
  • Ernährungslehre (Interesse)

Wissensgebiete sind Themenfelder, die du als Vertiefungsrichtung gewählt hast oder wählen willst, bzw. in denen du dich relativ gut auskennst. Du kannst ebenso „private“ Wissens­­gebiete hinzu­nehmen, wenn du sie mit deinem Studium verbinden möchtest.

Hinweis: Zur Bestimmung deiner Kernkompetenzen und Wissensgebiete hilft dir die Übung 7 „Lebensbaum.“


Stärken

  • Fähigkeit mich in andere hineinversetzen zu können
  • Kreativität
  • Ehrgeiz

Stärken: Was empfindest du/ Was sehen andere als Stärke in dir?


Schwächen

  • Ungeduld
  • Leichte Stressanfälligkeit
  • Rechtschreibung/ Grammatik
  • Mathe ist nichts für mich …

Schwächen: Was empfindest du/ Was sehen andere als Schwäche in dir? (Beachte „Das Polaritäten­pendel“ auf der nächsten Seite.)


Baustellen und Kompensationsstrategien: Es gibt Eigenschaften, die im Hinblick auf ein bestimmtes Problem oder eine Aufgabe tatsächlich eine Schwäche darstellen. Wir müssen in diesen Situationen geschickt sein, und eine zweigleisige Strategie wählen: Zum einen kann versucht werden, diese Schwäche durch eine Stärke zu kompensieren. Zum anderen ergibt sich aus dieser Schwäche eine „Baustelle“, an der es zu arbeiten gilt. Sicher wird man nicht gleich zum Experten auf dem Gebiet seiner Schwäche, aber man kann sich immer ein Grundverständnis aneignen bzw. an seinem Charakter arbeiten, um das „schwächste Glied der Kette“ zu stärken!

Das Polaritätenpendel: Situativ kann eine Stärke zu einer Schwäche werden und umgekehrt. Manchmal artet „Zielstrebigkeit“ eben auch in nervende Ungeduld aus. Oder jemand, der sich gern verquatscht, entfaltet in einer Krisensituation plötzlich Einfühlungsvermögen oder ist generell ein guter Zuhörer. Wir sprechen daher besser von „Qualitäten“ die ein Mensch besitzt, statt sofort diese als Stärken oder Schwächen zu werten. Stärken und Schwächen unterliegen äußeren Einflussfaktoren und sind situationsgebunden. Diese situativen Faktoren fungieren als eine Art Pendel, das deine Eigenschaften mal zu einer Stärke, mal zu einer Schwäche werden lässt.

Du musst also ein Gefühl dafür entwickeln, welche Eigenschaften du in welchen Situationen einsetzt. Gleichzeitig sollten alle, die glauben nur Schwächen zu besitzen, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern ergründen, welche positiven Eigenschaften in diesen vermeintlichen Schwächen zu entdecken sind. Ich bin mir sicher, es sind einige!

Polaritätspendel - Deine Strategie-Karte: Dein Fahrplan durchs Studium - Buch - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Motivation - Selbstmotivation - Konzentration - Studium - Lernen - Ratgeber Dr. Martin Krengel

Wie ist dein Umfeld aufgebaut? Fordert es eher deine Stärken oder stellt es deine Schwächen in den Vordergrund? Du kannst nun beides versuchen: Entweder du baust deine Schwächen je nach Aufgaben­umfeld ab (à „Baustelle“) oder du suchst dir langfristig ein Umfeld, in dem deine Eigenschaften eine Stärke darstellen. Bist du kreativ und temperamentvoll, wird ein konservatives Unternehmen nicht das richtige Umfeld für dich sein. Versuche es dann eher in einer lebhafteren Branche, wie z.B. der Medien- oder Werbebranche. Bist du eher introvertiert und sehr gewissenhaft, solltest du Ausschau nach einem bodenständigeren Unternehmen halten.

Verwende folgendes Schema, um Stärken und Baustellen zu identifizieren und festzustellen, welche Kompensationsstrategien Erfolg haben könnten:

Deine Strategie-Karte: Dein Fahrplan durchs Studium - Buch - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Motivation - Selbstmotivation - Konzentration - Studium - Lernen - Ratgeber Dr. Martin Krengel

 

 

So arbeitest du mit der Strategie-Karte:

Die Strategie-Karte kannst du mit einem Vertrag vergleichen, den du mit dir selbst schließt. Du legst dich schriftlich fest, konsequent an deinen Zielen zu arbeiten und deine Persönlichkeit durch die Anwendung und Verinnerlichung von wichtigen Erfolgsprinzipien und Tugenden weiterzu­entwickeln. Halte dich an diesen Vertrag! Am besten versiehst du ihn mit einem Start- und einem Enddatum.

Mache regelmäßige Kontrollen, indem du bereits erreichte Meilensteine und Ziele festhältst. Nimm die Strategiekarte immer wieder vor und lies sie durch. Positioniere sie so (z.B. in deinem Kalender), dass du immer wieder an deine Ziele erinnert wirst. Der Drang, sie zu erfüllen, wird so stärker. Je öfter du dich mit dieser Karte beschäftigst, desto konkreter und greifbarer werden deine Ziele. Ergänze und ändere sie ruhig, wenn du neue, wichtige Informationen über das Gelände bekommen hast. Denke daran: Eine Strategie passt sich neuen Situation/Umständen an.

Wenn du intensiv mit der Strategie-Karte arbeitest, wird der Platz zum Schreiben bald verbraucht sein. Kopiere sie daher auf ein DIN-A-4-Blatt oder lade dir unter www.studienstrategie.de eine Powerpoint Vorlage herunter, in der du deine Strategie ausführlich festhalten und leicht anpassen kannst.

Stärken und Schwächen bestimmen: Dein Logbuch

Mit diesen Punkten wirst du erfolgreich:

Plane strategische (Verschnauf-)Pausen ein, in denen du deinen bisherigen Weg überprüfst und schaust, ob du noch der angestrebten Richtung folgst. Von Zeit zu Zeit Abstand von den Dingen zu nehmen, macht wirklich Sinn. Ansonsten beißt man sich an Aufgaben einfach zu fest und verliert den Blick fürs Wesentliche.

Nimm dir deshalb alle zwei Wochen ein bis zwei Stunden Zeit für dein Tagebuch und arbeite dabei folgende fünf Themenfelder ab:

  1. Meilensteine und Engpässe: Was sind die derzeit wichtigsten Arbeitsfelder, die dich voran bringen? Welche Aufgaben möchtest du als Nächstes erledigen?
  2. Arbeitsfortschritt: Was läuft bei deinen derzeitigen Tätigkeiten gut? Was schlecht? Wie könntest du besser, schneller oder ergebnis­orientierter arbeiten? Welche Kompetenzen musst du dir dafür aneignen? Was kannst du sonst noch tun, um die Qualität deiner Arbeit zu steigern? Lege konkrete Maßnahmen fest, die du innerhalb der nächsten drei Tage beginnst!
  3. Strategiekarten-Passung: Stehen diese Aufgaben im Einklang mit deiner Strategie? Handelst du gemäß deiner Ziele? Baust du deine Stärken tatsächlich aus? Welchen Fortschritt gibt es bei den Baustellen?
  4. Weiterentwicklung der Strategie: Musst du deine Strategie mittler­weile ergänzen? Nimm neue Punkte in dein Arbeitsblatt auf, streiche Erledigtes. Deine Strategiekarte ist ein aktives Werkzeug. Je schneller sich neue Aufgaben anbahnen, weil die alten erfüllt wurden, desto besser!
  5. Inspiration: Was fehlt dir in deinem Leben? Wie kannst du neue Inspiration schöpfen?

Erfolg im Studium - Worum geht es? - worauf kommt es an? - Innerer Schweinehund - ISH - Buch - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Motivation - Selbstmotivation - Konzentration - Studium - Lernen - Ratgeber Dr. Martin Krengel

Die Gravitationskraft, die dich in strikte Denk- und Handlungsmuster zurückziehen will, ist mächtig. Mit der schriftlichen Reflexion und intensiven Auseinandersetzung kannst du ihr entgegenwirken.

 

Weitere 5 Übungen

 

Stärken und Schwächen bestimmen

6. Was kannst du gut?

Stärken und Schwächen resultieren aus deinem Charakter, deinen Erfahr­ungen und deinem Wissen. Sie sind nichts Endgültiges – Eine Bestands­aufnahme hilft dir daher, Entwicklungspotenziale zu identifizieren.

„Wozu ist es wichtig, seine Stärken zu kennen?“

Diese Frage stellte mir einmal eine Mitpraktikantin, als ich ihr riet, sich auf ihre Stärken zu besinnen, um ein neues Projekt anzugehen. Sie schaute mich verdutzt an und wollte wissen, warum es denn so wichtig sei, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Für mich war das eigentlich klar. Dennoch hatte ich Mühe, ihr eine explizite Antwort zu geben. Mich beschäftigte die Suche nach Gründen noch lange. Ich kam zu folgendem Ergebnis:

Bestimmen der optimalen Vorgehensweise und Entscheidungsklarheit. Man kann Entscheidungen leichter fällen, wenn man weiß, was einem gelingt und was nicht. Die Praktikantin hätte sich also auf ihre Stärken besinnen sollen, um das Problem anzugehen. Sie hätte z.B. ihre kommunikativen Fähigkeiten nutzen können, um das Wissen verschiedener Leute der Abteilung zu sammeln und sich dadurch ein Bild über die Aufgabe zu machen.

Glanz für die Farbpalette. Wer sich seiner Stärken bewusst ist, kann diese problemlos in ungewohnten Situationen anwenden und sich weitere Fähigkeiten aneignen. Er ist selbstbewusster und selbstsicherer, sieht bei auftretenden Problemen und Unsicherheiten nicht gleich schwarz, sondern versucht aus dem Material und den Fähigkeiten, die er hat, ein neues Stoffmuster zu stricken, statt darüber zu klagen, dass eine bestimmte Garnfarbe fehlt. Er versucht eher auf seine Stärken zurückzugreifen als resigniert aufzugeben.

Selbstbezogenheit. Zu oft schaut man zuerst auf die eigenen Schwächen und vergleicht sich mit den anderen. Das demotiviert. Deine Stärken zu kennen, gibt dir hingegen Rückhalt und Kraft, Probleme und Heraus­forderungen zu lösen.

Selbstpräsentation. Wer sich über seine zentralen Stärken im Klaren ist, hat viele Vorteile: Er hat mehr Selbstvertrauen, kann sich in Bewerbungs­gesprächen besser präsentieren und Schwächen kompensieren, indem er geschickt von ihnen ablenkt …

Exzellenz. Wenn du dich statt der Stärken auf deine Schwächen konzentrierst, hätte das einen entscheidenden Nachteil. Du würdest deine Stärken zugunsten deiner Schwächen vernachlässigen. Wer auf möglichst allen Gebieten spitze sein möchte, wird bestenfalls durchschnittlich.

Spaß. Spitzenleistungen werden von Leuten erbracht, die Dinge aus freien Stücken und mit Spaß an der Sache machen. Was wir gut können, macht uns meistens auch Spaß.

Motivation. Es ist ein sehr motivierendes Gefühl, in bestimmten Dingen richtig gut zu sein.

Übertragung von Kompetenzen. Zudem ist es wichtig deine Stärken zu schätzen auszubauen. So kannst du deine Stärken auch in anderen Bereichen einsetzen:

Als 15-jähriger Turner hatte ich es satt, mich bei den Wettkämpfen immer um den vorletzten Platz zu streiten. Ich wollte auf dem Treppchen ganz nach oben und fing an, konsequent zu trainieren. Dieser Ehrgeiz übertrug sich auch auf andere Lebensbereiche: meine Schulnoten zogen deutlich an und meine Klavierlehrerin, die mich fast aufgegeben hatte, schöpfte neue Hoffnung.

Auch du kannst deine Stärken ausbauen, damit sie dir in anderen Bereichen nützen. So ist es kein böser Zauber, wenn es Universalmenschen gibt, die malen, musizieren können, im Beruf Top-Leistungen erbringen und zudem sportlich sehr erfolgreich sind. Sie haben charakterliche Stärken ausge­prägt, die sie in verschiedenen Lebensbereichen anwenden können.

Nachfolgend findest du nützliche Übungen, die dich auf die Spur deiner Stärken und Schwächen bringen. Dieser Teil ist eine Art Selbsttest. Aber keine Angst, du brauchst nicht zwischen Antwort A, B oder C zu wählen und musst auch keine Felder frei rubbeln.

Stärken und Schwächen bestimmen

7. Dein Aktienkurs – Deine Entwicklung

Nimm ein großes Blatt Papier und ein paar Buntstifte in die Hand und zeichne die Höhen und Tiefen deines bisherigen Lebens auf. Wer hat dich auf diesem Weg begleitet, dich unterstützt, dir die Augen geöffnet? Welche Zeiten waren schwer, was brachte deinen Aktienkurs auf neue Höhen? Welche Charaktereigenschaften haben deinen Kurs gestärkt, in welchen Situationen zeigten sie sich? Wo stehst du jetzt? In welche Richtung möchtest du dich entwickeln?

Hinweise:
  • Die Zeiteinteilung musst du nicht akribisch nehmen. Es kann durchaus sein, dass du für die letzten fünf Jahre mehr Platz brauchst, weil sie dir noch präsenter sind.
  • Analysiere deinen Chart genau: Sind die Verhältnisse richtig? Wie lang sind die „guten“, wie lang die „schlechten“ Zeiten? Gab es positive Aspekte in den schlechten Zeiten, die dich zu einer Richtungsänderung oder neuen Erkenntnissen geführt haben?

Stärken und Schwächen bestimmen

8. Der Lebensbaum: Was kann ich? Was weiß ich?

Dein Lebens- bzw. Wissensbaum steht als Symbol für Wachstum und Kraft. Mit ihm kannst du ergründen, welches Wissen du besitzt und welche Früchte du ernten kannst. Nutze den Lebensbaum, um dir einen Überblick deiner Verwurzelung und deiner erworbenen Kompetenzen und Wissensgebiete zu erarbeiten. Finde heraus, welche Äste stark sind und welche stärker werden müssen, um dein Profil zu schärfen.

Welche Früchte soll dein Baum tragen?

Lebensbaum - Buch - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Motivation - Selbstmotivation - Konzentration - Studium - Lernen - Ratgeber Dr. Martin Krengel

Wissen und Kompetenzen: Die Verästelungen sind einzelne Fähigkeiten und Wissensgebiete, in denen du dich auskennst.

Fertigkeiten und Details: Die Blätter stellen   Erfahrungen, erworbene Handgriffe und Tricks dar.

Charakter & Persönlichkeit: Der Stamm sind deine Charaktereigenschaften und deine Art zu denken.

Identität und Werte: Die Wurzeln stehen für deine Identität und Herkunft. Hier findest du die Energie deiner Kindheit und Jugend, deiner Heimat und Familie sowie deiner Freunde. Insbesondere deine Werte und Rollen gehören dazu. So fest bist du im Leben verwurzelt.

Schritt 1: Male deinen Lebensbaum. Am geeignetsten ist ein DIN A3 Papier. Bereits nach einer Weile wirst du merken, dass es viele Dinge gibt, die deinen Stamm stärken und deine Baumkrone nicht kahl aussehen lässt. Sowohl fachliche als auch private Aspekte schmücken deinen Baum.

Schritt 2: Analysiere den Lebensbaum. Nimm noch einmal den Stift zur Hand und hebe optisch die stärksten Zweige hervor und markiere mit einer anderen Farbe, welche Bereiche verkümmert oder stark vernachlässigt sind. Zudem hast du jetzt die Chance die Stellen zu bestimmen, an denen sich neue Äste und Zweige bilden sollen …

Stärken und Schwächen bestimmen

9. Dein Familienwappen – Deine Prägung

Familienwappen - Buch - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Motivation - Selbstmotivation - Konzentration - Studium - Lernen - Ratgeber Dr. Martin Krengel

Schritt 1: Zeichne dein Familienwappen auf ein A4 Papier und trage dort alle schönen Erinnerungen ein, die du in deiner Kindheit, Jugend und nun im jungen Erwachsenenalter mit deiner Familie erlebt hast:

Was sind schöne Erlebnisse, an die du dich gern zurückerinnerst?

Welchen Ritualen seid ihr am Tag, in der Woche oder zu Feiertagen nachgegangen?

Welche Werte hat dir deine Familie vermittelt?

Welche Rolle spielst du in deiner Familie? Welche Aufgaben hast du übernommen, welche Erwartungen werden an dich gestellt? Welche Erwartungen hast du an deine Familie?


Die Rückseite ist etwas heikel, denn es geht um die Tabus: Was sind die Schattenseiten, die du empfindest? Über welche Geschichten wird nicht mehr gesprochen, welche Dinge sind weniger gern gesehen?

Schritt 2: Nun distanziere dich von dem Wappen. Hinterfrage die vermittelten Werte und Rollenerwartungen. Gibt es Familientabus, die du ganz unbewusst übernommen hast und bei denen du das Gefühl hast, das sie dich hemmen?

Stärken und Schwächen bestimmen

10. Deine Stärken – Deine Power

Fragen:
  • Worin liegt meine größte Begabung?
  • Was stärkt mich?
  • Was sehen andere als meine Stärken an?
  • Was sehe ich selbst als meine größten Kompetenzen an?

Ergründe diese Fragen genau und überlege dir in welchen Lebensbereichen und in welchen Situationen sie zum Tragen kommen.

Stärken und Schwächen bestimmen

11. Deine Schwächen – Kein Grund zum Verzweifeln!

Fragen:
  • Was macht mich wahnsinnig? Traurig? Ungeduldig?
  • Was gelingt mir in verschiedenen Lebenssituationen nicht so gut?
  • Was lässt mich verzweifeln? Wovor habe ich Angst?
  • Was traue ich mir nicht so sehr zu?
  • Was sehen andere als Schwächen? Was sehe ich davon selbst so?

Nachdem du deine Schwachpunkte identifiziert hast, versuche die Ursachen zu ergründen. Wähle die Schwächen aus, die dich am meisten stören oder die dich in deiner persönlichen oder fachlichen Entwicklung hemmen und entwickle ein kleines Aktionsprogramm, wie du diesen begegnen willst. Sie sollen zu deinen „Baustellen“ werden, an denen du gezielt arbeitest.

Ein Ende dieser Übungen gibt es nicht. Dieser Selbsterkundungsprozess ist nie abgeschlossen. Denn Ziele, Stärken und Schwächen ändern sich mit der Zeit, mit neuen Erfahrungen und neuen Situationen.

 

 

 

Stärken und Schwächen: Fazit

 

Deine Mission und Ziele leiten dein Handeln. Sie geben intrinsische Motivation, welche die Dauer, Richtung und Intensität deiner Handlungen bestimmt. Ziele bilden einen Anziehungsmagneten, der sich der Gravitationskraft widersetzt.

Wir haben ebenfalls gesehen, dass Stärken und Schwächen keine absoluten Fixpunkte sind. Es gilt vielmehr, sowohl die Stärken weiterzuentwickeln als auch an den Schwächen zu arbeiten. Suche dir ein geeignetes Umfeld, in dem du deine Stärken voll ausspielen kannst und deine Schwächen nicht weiter auffallen.

Deine Strategiekarte ist dein „Masterplan“ für die Reise durch dein Studium. Pflege und respektiere sie, sie sollte den Stellenwert einer kleinen „persönlichen Verfassung“ bekommen.

Deine Position und Richtung ist nun bestimmt. Damit besitzt du einen Kompass, der dein Handeln leitet.

 









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