Erfolg ist kein Ziel! 🎯 Wie du dir „ehrliche“ Ziele setzt, mit denen DU wirklich glücklich wirst

 

Erfolg ist kein Ziel - Einfach besser leben indem du smarte Ziele setzen und erreichen lernst - Erreiche deine Traeume und werde gluecklich und zufrieden - Dr Martin Krengel

 

Viele, die zu stark auf den äußeren Erfolg hinstreben, sind innerlich unsicher. Sie bauen Festungen aus Schmuck, Uhren, Autos oder messbaren, darstellbaren Größen: Anzahl der Facebook-Freunde, Likes, Jahresgehalt, Titel auf der Visitenkarte.

Doch in diesem Artikel zeige ich dir, wie du dir bessere und realistischere Ziele setzt und diese auch erreichst, die dich wirklich glücklich und zufrieden machen – und die deine Motivation nicht erdrücken.

 

Inhalt:

 

 

 

Glückwunsch, du Fuchs!

… du hast ein komplett kostenloses Kapitel aus meinem neuem Buch „Dein Ziel ist im Weg“: gefunden.

Aber VORSICHT – der Artikel ist nicht für jeden, denn er kann dein Leben in eine neue Richtung stupsen. Lerne, wie du dir echte, ehrliche, relative und damit REALISTISCHE Ziele setzt, die du auch erreichen kannst – und die du WIRKLICH erreichen willst. 

 

 

 

Zweck oder Ziel?

Wenn ich ein Buch schreibe, rede ich mit vielen Menschen über die Inhalte, um meine Texte so hilfreich wie möglich zu machen. So hielt ich einen Vortrag zu dem Thema „Realistische Ziele“.

Zu Beginn stellte ich eine Frage ans Publikum:

„Was sind Ihre Ziele?“

Es meldete sich eine elegant gekleidete Dame um die 45:

„Ich würde gern meine Stilberatung über die Grenzen Münchens hinaus bekannt machen. Ich will international expandieren!“

„Toll!“

… sagte ich …

„ … das ist doch ein schönes Ziel!

Warum wollen Sie das denn tun?“

Schweigen.

Große Augen.

Sie blickte mich fassungslos an.

Dann antwortete sie mit einem entschlossenen „Ähh …“ 🤯

Die Dame hatte sich das gut klingende Ziel „Internationale Expansion“ auf die Fahne geschrieben, ohne wirklich zu wissen, warum. Ich mag mich täuschen, doch in der kurzen Interaktion gewann ich den Eindruck, dass es sich dabei um etwas handelte, das ich „Ego-Ziel“ nenne.

Diese Dame wollte mit dem Ziel der Expansion wahrscheinlich den Zweck „Anerkennung“ erfüllen. Das ist nichts Verwerfliches, jeder von uns hat ein Grundbedürfnis nach sozialer Akzeptanz.

Das Ziel schien jedoch nicht durchdacht, denn es dürfte schwierig werden, mit einer Stilberatung international zu expandieren. Stil ist etwas sehr Persönliches und sowohl regional als international sehr verschieden. Eine Standardisierung der Leistung, die für eine Filialisierung notwendig ist, wäre sehr schwierig. Zu dieser inhaltlichen Herausforderung würde sich ein betriebswirtschaftlicher Kraftakt gesellen: Eine Expansion kostet enorm viel Zeit und Energie.

Die Lady fantasierte wahrscheinlich davon, auf einer Cocktailparty in einem schicken engen blauen Kleid inmitten einer Schar von Interessierten zu stehen und zu sagen: „Ich bin Geschäftsführerin einer internationalen Stilberatung.“

Das hört sich schick an, keine Frage. Die Dame wollte „Erfolg“. Sie wollte als erfolgreiche Geschäftsfrau bewundert werden. Aber wo war die Seele, wo war der Inhalt? Wo war das Feuer in ihren Augen, das für eine Idee, für eine Überzeugung brannte?

Die gute Dame hat sich wenig Gedanken über den ZWECK des Ziels gemacht. Ziele werden gesetzt, um einen Zweck zu erfüllen.

Ziele müssen ein „Warum“ haben und zum Aufwand passen.

In diesem Fall würde das Ziel der Internationalisierung vielleicht am Ende auch Anerkennung bringen – aber: welch ein Kraftakt! Dieses Ziel ist für ihr persönliches Bedürfnis nach Anerkennung wahrscheinlich zu hoch, wodurch ihre Motivation schnell nachlassen würde. Und selbst wenn sie dieses Ziel erreichte – dann würde es sich vermutlich schon bald wieder leer anfühlen, denn das Statusziel schien nur ein Pflaster auf einem tiefer liegenden (Bindungs)-Bedürfnis zu sein.

 

Erfolg ist kein Ziel!

 

Ziele sind nett, aber nicht alles. Das Erreichen eines Ziels wird oft mit Erfolg verwechselt.

Doch Ziele bilden nicht die höchste Kategorie, die wir eigentlich erreichen wollen.

Die Erfolgsliteratur hat sich auf „feste, klare, griffige“ Ziele als das Nonplusultra der Motivation eingeschworen. Aber häufig wird dabei das Warum des Ziels übersehen oder – weil schwierig zu greifen – zu wenig diskutiert.

Doch Ziele erfüllen einen gewissen Zweck! Ich setze mir ein Ziel, weil ich von einem Zustand A zu einem Zustand B kommen will. Warum ich dahin will, sagt das Ziel nicht aus. Ich will weg von einer unerwünschten Situation, ich werde von bestimmten Träumen oder Werten getrieben, oder mich fasziniert etwas.

 

Ziele sind nur Mittel, um einen dahinterstehenden Zweck zu erreichen, um ein oder mehrere darunterliegende Bedürfnisse zu befriedigen.

 

  • Ein Zweck stellt die Frage nach dem „WARUM?“.
  • Ein Ziel ist das „WAS?“.
  • Der Prozess ist das „WIE?“.

Der Rest des Kapitels wird einige Aspekte zum „Warum“ und „Was“ von Zielen beleuchten. Wir untersuchen das Verhältnis von Zielen und Bedürfnissen genauer.

 

 

 

Weiche Ziele 

Wer hat sich nicht mindestens schon einmal im Leben vorgenommen, Millionär zu werden?

Aber was steht hinter den Zahlen? Welcher Wunsch? Was davon beschert dir tagtäglich Glücksmomente?

So ein Millionärsziel ist leicht gesetzt. Aber wozu? Okay, ein wenig mehr Geld beruhigt die Nerven. Seitdem ich ein regelmäßiges Einkommen habe, rege ich mich nicht mehr über einen Strafzettel auf und leiste mir ab und an ein saftiges Steak. Ich fälle ein paar Kaufentscheidungen leichter und schaffe mir z. B. hochwertige Notizbücher an, weil das Denken darin mehr Spaß macht. Natürlich finde ich diese größere Freiheit gut.

Interessanterweise hat sich trotz der entspannten finanziellen Lage wenig daran geändert, wie ich mich jeden Tag fühle. Ich wurde gar noch ein wenig muffliger und gestresster, weil ich unbedingt den neu errungenen Lebensstandard beibehalten wollte. Ich hatte eine negative Grundstimmung, war sehr kritisch und verfiel oft in einen etwas zurückgezogenen „Weltschmerz-Modus“.

Das Erreichen meiner klassischen Erfolgsziele wie Geld verdienen, einen Bestseller schreiben und x-tausend Blogbesucher pro Monat zu haben, änderten daran: NICHTS. So ein Erfolgserlebnis ist wie ein Energydrink: Der befeuert dich tatsächlich, du denkst, du hast Flügel, flatterst los und klatschst nach einer Stunde mit einem Insulinschock und Hungergefühl wieder ins nächste Energieloch.

Tatsächlich bestätigt die Glücksforschung: Menschen, die viel Geld verdient haben, sind nicht wesentlich glücklicher. Im Gegenteil, viele haben Angst, dass sie ihren Status wieder verlieren. Es gibt sehr interessante Studien darüber, dass der Besitz von Geld Menschen zurückgezogener, einsamer und misstrauischer macht.

Unser Gehirn normalisiert nach einer Erfolgseuphorie bald seinen Hormonhaushalt. Das Erreichte wird „eingepreist“ und nun als gegeben angesehen. Die Grundemotion, das „Lebensgrundgefühl“, kehrt zurück. Sprich: Ich hatte zwar nun meine Finanzen und mein Zeitmanagement im Griff – aber ich fühlte mich dennoch getrieben und gehetzt, obwohl ich mehr Zeit und Mittel hatte!

Unsere gelernten Grundemotionen sind starke Motoren, die einfach weiterlaufen, auch wenn die ursprünglichen Motive weg sind. Erst als ich direkt an diesen Stressgefühlen gearbeitet habe, wurde ich glücklicher, ausgeglichener und entspannter.

Zu viele Menschen rennen mit einer „blinden Mission“ durchs Leben und vergessen, dass sie auch hier und heute leben, und nicht nur in der Zukunft. Deswegen wäre es schlau schon auf deinem Weg, weiche „Wie-will-ich-mich-fühlen-Ziele“ mit deinen „harten“ Zielen zu mixen.

Ich hatte einen Seminarteilnehmer, der zu mir kam, weil er sein Ziel, „bis 2030 eine Million Euro zu verdienen“, unbedingt erreichen wollte. Doch durch die Impulse, Reflexion und Diskussion im Seminar erkannte er, dass er damit überfokussiert und recht stressig unterwegs sein würde. Er dachte um und setzte sich daraufhin (auch) weichere Ziele, die sich mehr auf den Moment und auf sein Glücksempfinden bezogen:

 

Hier seine angepasste Glücks-Ziel-Liste:
  • Viel Interesse an anderen Menschen zeigen
  • Einen noch bewussteren Umgang mit
    Zeit und Geld entwickeln
  • Aufgaben nicht erledigen,
    wenn es nicht unbedingt nötig ist
  • Mehr Vertrauen und Gelassenheit im Alltag entwickeln
  • Einen besseren Zugriff auf die eigene Intuition entwickeln
  • Die Welt mehr aus der Perspektive Anderer betrachten
  • Regelmäßiger schöne Momente im Alltag herbeiführen

 

Mich hat diese Liste sehr berührt. Ich fand sie viel spannender als dieses typische, wenig reflektierte „Ich-will-viel-Geld-verdienen“-Ziel. De facto ist es wahrscheinlich sogar schwerer, so ein Ziel wie „Liebe zu allen Menschen in mir entwickeln“ zu erreichen, denn das erfordert echte persönliche Entwicklungsarbeit.

Seine Ziele richteten sich nun mehr auf den Prozess und den Moment. Jeden Tag kann er ein Stück weit seine Ziele leben und muss nicht bis zum Jahr 2030 warten. Klar wird er seine Professur weiterverfolgen und sicher auch gut verdienen. Aber er schien mir wesentlich entspannter und ging am Seminarabend mit diesem wundervollen, in sich ruhenden, selbstzufriedenen Lächeln nach Hause.

Behalte folgende Unterscheidung etwas mehr im Auge:

  • Harte Ziele definieren, was du irgendwann besitzen willst.
  • Weiche Ziele beziehen sich mehr auf das Hier und Jetzt.

Alle reden von Work-Life-Balance. Eine gute Work-Life-Balance speist sich jedoch aus einer guten Mischung aus weicheren „Jetzt“- und tangibleren „Später“-Zielen. Der Blick für beide Zielarten hilft, gelassener und glücklicher durch die Woche zu gehen – und auch auf dem Weg zu deinen größeren Zielen entspannter zu werden.

Das ist das Schöne an weichen Zielen: Sie dienen dazu, dass du JETZT schon glücklich sein kannst und darfst, unabhängig davon, ob du deinen großen Traum oder dein großes Ziel erst in einigen Jahren erreichst.

Weiche Ziele sind Glückziele!

 

 

 

 

Äuẞerer vs. innerer Erfolg

Ich dachte immer, ich wäre ein dicker Fisch, weil ich einen Bestseller geschrieben habe und so von meinem Buch leben konnte. Dann hörte ich von Freunden, dass es einige Nachahmer gab. Ich sah, dass diese sich sehr an meinen Worten und Inhalten orientierten und das schmeichelte mir zunächst. Doch dann entdeckte ich, dass einer dieser Nachahmer über 100.000 Facebook-Follower hatte! 😱

Plötzlich schrumpfte mein inneres „Ich-bin-ein dicker-Fisch-Gefühl“ auf Goldfischchen-Größe zusammen. Ich war gut fünf Jahre länger im Business und hatte gerade mal *schluck* 2.500 Facebook-Fans.

Der Kollege war deutlich größer, sichtbarer. Leute kannten ihn.

Doch wer hat mehr Erfolg? Er oder ich?

Die Sache beschäftigte mich. Das ist keine Frage, die man absolut beantworten kann. Du vergleichst hier Sellerie mit Schokobohnen.

Wie willst du Erfolg absolut messen? Klar, Zahlen scheinen griffig. Doch sie sagen nichts aus, außer dass sie leicht manipulierbar sind. Besonders im Social-Media-Bereich, denn hier kannst du dir in wenigen Tagen Tausende Fans für ein paar Euro kaufen. Der Punkt ist: Der äußere Erfolg hat wenig mit dem zu tun, wie es sich innerlich anfühlt. Erfolg muss vielmehr zu deinen Werten, zu deinen Metriken passen.

Wie können wir das messen? Als Annährung an diese Frage führte ich mir meine grundlegenden Wünsche und Werte klarer vor Augen. Was will ich langfristig?

Ich notierte zum Beispiel:
  1. Ich will an etwas Bleibendem arbeiten. Ich will die Ergebnisse meiner Arbeit lange sehen können. Und ich will mit meinen Produkten anderen helfen, ebenso voranzukommen.
  1. Ich will nach einigen stressigen Jahren meine Arbeitsbelastung reduzieren und mehr Zeit für mich, meine Reisen und Freunde haben.
  2. Ich möchte Neues lernen und persönlich wachsen. Ich will das, was in mir drinsteckt, nach außen bringen. Ich will möglichst viele meiner Ideen testen und meine PS auf die Straße bringen.

Meinen Erfolg kann man von außen nicht sehen. Ich bin kein Social-Media-Star, ich trage keine teuren Uhren, keinen Anzug, sondern stattdessen eine 5€-Sonnenbrille. Dennoch kann ich meinen Erfolg im Hinblick auf MEINE Maßstäbe / meine langfristigen Ziele beurteilen:

  • Ich habe einige Bücher geschrieben, also etwas Bleibendes geschaffen. Sie verkaufen sich durch Weiterempfehlung, weil Leute sie hilfreich finden. Punkt 1: Check!
  • Ich reise sechs bis sieben Monate im Jahr und lebe teilweise in Brasilien, Kolumbien und Asien. Ich muss zwar auch taktieren, sparen und planen, aber zu einem guten Teil mache ich, was mein Herz begehrt. Punkt 2? Jup!
  • Ich mache vielseitige Erfahrungen und persönliche Experimente in verschiedenen Lebensbereichen. Ich lerne jede Woche etwas über mich und die Welt. Nummer 3? Bingo!

Zudem hilft ein Perspektivenwechsel. Ist das, wofür du gerade kämpfst, das was du langfristig wirklich willst? Ich frage mich daher gelegentlich:

„Wie würde der 80-jährige Martin in dieser Situation entscheiden? Was würde er mir raten?“

Wenn mir morgen ein Stein auf den Kopf fällt und ich durch diesen ungünstig gelegenen Zwischenfall für den Rest meines Lebens unter den Rasen geschoben werden sollte, will ich, dass der Trauerredner meine Erfolge mit diesem verdammten Satz würdigt:

„Martin hat sein Leben voll gelebt. Es war vielleicht nicht immer leicht für ihn, doch er hat dafür gekämpft, seine Träume zu verwirklichen und sich immer wieder weiterzuentwickeln.“

Okay, das könnte man noch etwas schöner formulieren, aber so was in der Art würde mir ein letztes zufriedenes Lächeln über meine dann schon kalten Lippen zaubern.

Ich sage nicht, dass meine Definition von Erfolg die deine sein soll. Ich hoffe, aber du siehst, wie du dir selbst dein inneres Navi auf Norden eichen kannst. In jedem Fall hilft dieser Abgleich nach innen und nach „hinten“ bei der eigenen Zufriedenheit und fürs Selbstbewusstsein.

Damit kommen wir zur Antwort auf die Frage: Ist mein Konkurrent nun erfolgreicher als ich?

Keine Ahnung. Dafür müsste ich seine Werte und Lebensziele kennen. Nachdem ich diese Passagen hier aufgeschrieben habe und mir so meiner langfristigen Ziele sicherer bin, ist mir mein Konkurrent plötzlich ein ganzes Stück weit egal. Ich sehe, dass ich FÜR MICH auf gutem Kurs bin. Nur das zählt!

Zugegeben, ich schiele ab und zu nochmal auf die Zahlen meiner Konkurrenten, und es gluckst dabei kurz im Hals. Ich glaube, das ist ein ganz normales, menschliches Ding. In diesen Fällen versuche ich, mich aktiv wieder an MEINE Definition von Erfolg und an meine Ziele und Werte zu erinnern.

Versuchen wir eine Definition:

Äußerer Erfolg ist ein sichtbarerer bzw. scheinbarer Erfolg.

Innerer Erfolg ist, wenn du deinen eigenen Kurs findest und (trotz sozialer Einflüsse, Umwege und Rückschläge) immer wieder zu ihm zurückfindest.

Äußerer Erfolg ist nichts Schlechtes, doch er birgt die Gefahr zu blenden und mehr Schein als Sein zu sein. Sei einfach ein wenig mehr achtsam bei diesen äußeren „Erfolgen“.

Dazu noch ein Exkurs mit Hasenohren …

 

Welcher Hase hat die dicksten Möhren? 🧐

Viele, die zu stark auf den äußeren Erfolg hinstreben, sind innerlich unsicher. Sie bauen Festungen aus Schmuck, Uhren, Autos oder messbaren, darstellbaren Größen: Anzahl der Facebook-Freunde, Likes, Jahresgehalt, Titel auf der Visitenkarte.

Nichts drückt das besser aus als diese Grafik, die ich hier in meinem persönlichen Picasso-Stil nachgezeichnet habe:

Erfolg ist nicht das was du siehst - Einfach besser leben indem du smarte Ziele setzen und erreichen lernst - Erreiche deine Traume und werde gluecklich - Dr Martin Krengel

Der Hase links hat nicht viel Sichtbares vorzuweisen, doch unter der Erde gehört ihm eine dicke leckere Mohrrübe. Der Hase rechts prahlt mit seinem üppigen Suppengrün, doch ihm fehlt der Kern, die eigentliche essbare Frucht. Setze für die Mohrrübe „Gute Gefühle“ oder „Lebensfreude“ ein und fürs Gras die scheinbar objektiven Erfolgsgrößen „Status“, „Geld“, „wichtig klingender Titel auf der Visitenkarte“.

Achte einfach mal darauf, wie manche Menschen mit ihren Zahlen hausieren gehen.

 

 

 

 

Absoluter Reinfall, relativ ein riesen Erfolg

Die Unterscheidung von äußerem/innerem Erfolg schaut auf das Spannungsverhältnis zwischen „sein“ und „haben“. Es ist eher eine Momentaufnahme, die fragt: „Was habe/bin ich jetzt?“ bzw. „Was will ich zum Zeitpunkt X einmal haben/sein?“

Ich möchte zudem vorschlagen, dass wir unsere Erfolge auch am Prozess messen und zwischen „absolutem“ und „relativem“ Erfolg differenzieren. Die Frage dazu lautet: „Wo stehe ich auf meinem Weg?“ bzw. „Wo komme ich her?“

Ich kenne eine junge Frau, die zur Universität gehen will. Sie lebt in einem Entwicklungsland, in Kuba. Sie hat erst mit Mitte 20 ihren Wunsch zu studieren entdeckt und muss sich nun einer sehr schweren Aufnahmeprüfung für Quereinsteiger stellen.

Sie hat sich drei Monate intensiv auf diese drei Prüfungen vorbereitet – hat aber die Matheprüfung nicht bestanden. Sie hat lediglich 23 Punkte erreicht – aber 60 wären für die Studienzulassung nötig gewesen.

Sie hat die Prüfung nicht bestanden. Absolut gesehen ist sie gescheitert.

Doch ist es wirklich ein Misserfolg?

Das können wir nur in Bezug zu dem beurteilen, woher sie kommt.

Betsy ist in einem Dorf aufgewachsen, sie stammt aus einer Bauern- und Arbeiterfamilie. Ihre Mutter verdient 17 Euro im Monat, ihr Vater hat keinen festen Job.

Lange hatte sie eine schwere Selbstblockade, zum Teil kulturell bedingt:  Kuba klingt cool und mag ein beliebtes Reiseziel sein. Doch der Zustand im Land ist desolat. Das Land wurde seit Jahrzehnten vom Welthandel weitestgehend ausgeschlossen, technische Entwicklungen gibt es kaum. Es fahren noch die Autos aus den 50er-Jahren herum, frei verfügbares Internet gibt es erst seit ein paar Monaten. Egal, was du in Kuba tust – es gibt kaum Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Selbst wenn du welches hättest – haha –, es gibt nichts zu kaufen! Supermärkte gibt es keine, und die kleinen Läden bieten außer Zigarren, Rum, Nudeln und ein paar überteuerten Importwaren (Glas Gurken: 6,–) vor allem eins: viel freien Platz.

Viele Menschen in Kuba unterliegen nachvollziehbarerweise der „gelernten Hilflosigkeit“, die Art der mentalen Blockade, die ich mit der Frosch-Metapher in Kapitel 1 beschrieben habe. Und Betsy steckte mittendrin! 

Es brauchte ein wenig Inspiration und einige Reifezeit, bis sie erkannte, dass sie intelligent ist und selbst etwas ändern könnte. Seit ihrer Schulzeit hat sie kein einziges Buch mehr gelesen und keinerlei Prüfungssituation erlebt. Sie besaß nur wenig Eigeninitiative und Motivation.

Obwohl Betsy sich so vor einer Prüfung fürchtete, dass sie fünf Jahre lang nicht einmal den Gedanken an einen Versuch zuließ, schaffte sie es am Ende, sich drei Monate lang darauf vorzubereiten und am Tag X tatsächlich aufzutauchen. Was für ein Fortschritt!

Schaut man sich die Ergebnisliste aller Probanden an, steht sie an Platz 24 von 48 Prüflingen. 23 liegen also hinter ihr: Einige haben noch weniger gepunktet, viele sind aus Prüfungsangst gar nicht erst angetreten. Sie ist also gar nicht schlecht – im Gegenteil. Sie liegt genau im Mittelfeld.

Absolut hat sie nur „23 Prozent“ erreicht, aber relativ zu ihrem Ausgangspunkt hat sie gefühlt 500 Prozent Entwicklungsfortschritt vorzuweisen. Die Zahl ist natürlich völlig aus der Luft gegriffen, aber es ist klar, dass der Persönlichkeitsentwicklungssprung ENORM ist.

Die Arbeit ist gemacht! Sie hat gelernt, sich zu fokussieren, mit Frust und Unsicherheit umzugehen und hat sich vor allem der früher total lähmenden Versagensangst gestellt. Und sie hat einige Erfahrungen und Punkte gesammelt, die sie nun im Zweitversuch nutzen kann. 

Die Saat ist gesät. Die Glut entfacht. Mit den Erfahrungen und neuem Selbstvertrauen hat sie bereits Hunderte mehr Möglichkeiten als vorher.

Die bestandene Prüfung wäre nur das Sahnehäubchen auf einem beeindruckenden Entwicklungsprozess gewesen.

 

 

 

Steve Jobs vs. Hans Fischer? …Hans wer? 🤷🏼‍♂️

Eine weitere Verzerrung unserer Ziele tritt auf, wenn wir uns an falschen – oder sagen wir an zu großen – Vorbildern zu stark orientieren.

Die Medien berichten von großen Erfolgen von großen Menschen wie Mozart, van Gogh oder Steve Jobs. Doch damit vermitteln sie ein falsches Bild dessen, was wir als Nächstes erreichen können. Denn wir schauen dort auf wenige geniale Momente und die Highlights ihrer Karrieren. Überlege mal, was du dabei unbewusst tust: Du stehst zwar ganz am Anfang, vergleichst dich aber mit Lebenswerken! Ist das wirklich motivierend?

Es gibt einen sogenannten „Survivorship Bias“, das heißt, es überleben im kollektiv-medialen Gedächtnis nur Menschen und Taten, die es „geschafft“ haben. Alle Menschen, die es auch probiert haben, Olympiasieger, Präsident oder Grammy-Gewinner zu werden, die gehen uns durch die Lappen.

Zudem sehen wir bei den Erfolgreichen nur einen Teil des Bildes. Wir bewundern Mozart, van Gogh oder Leonardo da Vinci. Mozart war zu Lebzeiten bettelarm. Van Gogh ebenso. Gut, Leonardo da Vinci war zu Lebzeiten bekannt – doch auch er verdiente mit seinen visionären Einfällen und Zeichnungen kaum Geld. Er ernährte sich überwiegend von Aufträgen als Architekt von Wehranlagen und lebte im Alter als eine Art Herzeige-Maskottchen am Hof des französischen Königs.

Zudem lassen sich die Erfolge anderer schlecht replizieren. Für eine Inspiration sind sie okay, um zu sehen: Es gibt einen Weg nach ganz oben. Aber diese Erfolgsbeispiele haben meist nicht viel gemeinsam mit unserem Leben. Wir haben einen anderen Standpunkt, andere Werte, andere Umfelder, andere Ressourcen, leben in einer anderen Zeit – wir müssen für uns unseren Weg neu suchen.

 

Schau dir die Prozesse ab, nicht die Taten

Die Menschheit bewundert Steve Jobs für seine Vision und seine tollen Produkte. Doch was wir bewundern, ist das Ergebnis. Wenn wir uns nach dem „Dream-big“-Motto daran orientieren, müssen wir uns ja einfach nur klein und unfähig fühlen. Doch Steve Jobs hat am Beginn nicht gesagt „Ich will in 30 Jahren mal das iPhone erfinden“, als er mit seinem Kumpel in seiner Garage seinen ersten Computer zusammenschraubte – die Entwicklung ergab sich aus einem langen (Lern-)Prozess.

Interessanter als die End-Ergebnisse sind die Haltungen und Entwicklungsschritte: Wie steuern die Erfolgreichen ihre Prozesse? Wie denken sie? Wie entscheiden sie? Das sind die Dinge, die ich versuche aus Biografien und Berichten über „große“ Menschen herauszulesen.

Wir müssen unsere eigenen Mittel, Wege und Ziele finden. Und diese sollten an uns selbst, an unserer Situation, unserem derzeitigen Standpunkt ansetzen. Statt sich auf große Vorbilder zu versteifen, wäre es hilfreich, sich auch an Menschen aus dem eigenen Umfeld zu orientieren.

Eines meiner Vorbilder war z. B. Hans Fischer. Mein Großvater. Er war ein alter Turner und machte mit 80 Jahren noch zehn Klimmzüge und einige Übungen am Hochreck und Barren, die mir noch heute Angst machen, wenn ich sie nachturne.

Ich bewundere seine Selbstdisziplin und Willensstärke. Trotz Alter, Herzfehler und Schmerzen stand er dreimal in der Woche in der Turnhalle und zog bei jedem Wetter sein Jogging-, Dehn-, Turn- und Kraftprogramm durch. Mit Mitte 70 übte er gemeinsam mit mir den Handstand-Überschlag, ein sehr dynamisches Kraftelement. Als er auch noch einen Flick-Flack machen wollte, drohte der Hallenwart damit, die Polizei zu rufen.

Da ich meinen Großvater in verschiedenen Lebenssituationen erlebt und begleitet habe, kann ich jetzt seine Charaktereigenschaften auf neue eigene Herausforderungen übertragen.

Die Frage „Wie hätte mein Opa dieses Problem gelöst?“ kommt schnell und intuitiv. Die Frage „Was hätte Steve Jobs gemacht?“ bringt mich dagegen nicht viel weiter. Ich kenne zu wenig von ihm. Wer weiß, was er wirklich dachte und was nur von Journalisten und Biografen vermutet wird. Er hätte vielleicht LSD gelutscht, meditiert, von großen Visionen geredet und dann sein Team ordentlich zusammengeschissen. Aber ich habe kein Team, und ich baue schon gar keine IT-Firma auf. Bis auf den Biss von Steve Jobs kann ich mit ihm als Vorbild nicht viel anfangen.

Zudem wissen wir einfach nicht, wie die bekannten Helden wirklich waren. Tim Ferris, der mit seinem Bestseller die „4-Stunden-Woche“ proklamiert, entpuppte sich bei näheren Nachforschungen und nach einer persönlichen Begegnung als absoluter Workaholic. Betrachtet man seine ganzen Aktivitäten, so scheint es, als ob er kaum eine Minute stillsitzen könne.

Da wir unter Stress nur eingeschränkte Hirnkapazitäten zur Verfügung haben, lassen sich echt erlebte Vorbildszenen leichter abrufen und nutzen. Konkret erfahrene Bilder, Worte, Situationen, Reflexionen, Emotionen sind griffiger und damit vorbildlicher als abstrakte Zitate von Einstein, Elon Musk oder anderen Größen, die ich nie in meinem Leben treffen werde.

Deshalb orientierte ich mich eher an meinen Freunden. Wenn ich nicht weiterweiß, frage ich mich:

„Was würde Moritz jetzt tun? Okay, er würde nicht mehr denken, sondern einfach die erstbeste Lösung versuchen. Na gut, dann mach ich das jetzt mal so wie er und schaue was passiert …“

So ähnlich sind meine Gedankengänge. Es hilft mir aus meiner eigenen Haut herauszukommen und meine Handlungsblockade zu umschiffen. Gewissermaßen lege ich die Entscheidung in fremde Hände (bzw. Köpfe), aber genau das hilft mir über kleine Hürden hinwegzuhüpfen.

 

„Schwache Vorbilder“ können eine starke Wirkung haben

Im Gegensatz zur Erfolgsliteratur, die immer nur nach oben schaut, finde ich es auch sehr hilfreich, sich alte und kranke Menschen als Vorbilder zu nehmen. Im stressigen Studium dachte ich oft ein meine 90-jährige Uroma, die den ganzen Tag und eigentlich ihr ganzes Leben nur zu Hause war, ihren Haushalt gemacht hat oder fernsah. Sie war eine zufriedene, ausgeglichene Frau – ganz ohne Karriere und Studium. Klar, die Kaffeekränzchen mit ihr waren nicht die spannendsten Gespräche – doch sie gaben mir Ruhe, Erdung, Zuversicht und Kraft. Ich dachte mir: „Oh, das kann auch ein Lebensentwurf sein, warum stresse ich mich so?“

Zudem suche ich gezielt nach kontrastierenden Lebensauffassungen, um meine eigenen etwas zurechtzurücken. So fahre ich inzwischen jedes Jahr eine Woche zur Mediation in ein Kloster und spreche dort mit den Mönchen. Es ist wirklich entspannend, wie selbstzufrieden diese Menschen sind – obwohl sie fast nichts haben, nichts verdienen, nicht viel erstreben. Diese Menschen sind so gelassen, weil sie nicht Ego-Zielen nachjagen, sondern nur ganz bescheidene, weiche Ziele verfolgen.

Ich sage damit nicht, dass es mein Weg ist, keine Ziele zu haben. Ich liebe Herausforderungen! Aber ich achte inzwischen mehr darauf, die Balance zu halten zwischen dem Ansporn durch Ziele und dem Punkt, an dem mein Ehrgeiz beginnt, mich zu stressen.

 

Vorbild-Rosinenpicken

Vorsicht: Selbst bei Vorbildern, die dir nahestehen, kannst du ausrutschen, wenn die Verhaltensweisen deines Idols nicht zu deinen Zielen und Zwecken passen.

Mein Großvater war ein großartiger Mensch. Ich sehe ihn vor mir, wie er sich mit Hartnäckigkeit und verschmitztem Herantasten so einige Türen geöffnet hat. Aber seine Selbstdisziplin und Willensstärke haben mich auch ein gutes Stück übermotiviert und fast in den Burn-out getrieben. Denn die Prozesse, die ich beim Turnen gelernt hatte, übernahm ich einfach unbewusst für mein Studium und Arbeitsleben. Aber Lern- und Arbeitsprozesse sind etwas anderes als mechanisches Muskel- und Bewegungstraining.

Außerdem bin ich auch nicht mein Großvater. Er ist nicht mein absolutes Vorbild, sondern ich nutze nur zwei bis drei seiner positiven Eigenschaften in passenden Situationen als Ressourcen. Und nur dann, wenn ich sie brauche.  Ich mache Vorbild-Rosinenpicken.

Ich schaue mir bei meinen Vorbildern also nur die Denkweisen und Verhaltensweisen ab, die gerade jetzt für mich nützlich sind. Eine Ressource hier, eine Idee da. Und das möglichst aus Situationen, die ich in meinem Leben mit diesen Menschen erlebt habe.

 

 

Eine Art Life-Style-Guide für Leute, die was wuppen wollen!

Nora Springisfeld, Berlin

 

 

 

 

 

Workshop und Übungen

 

Richtig Ziele setzen und erreichen – Übungen

>> Workshop:
Wie setzt du realistischere Ziele?

Setze deine Erwartungen und Ziele dort an, wo DU stehst. Achte darauf, woher DU kommst. Wenn du deine Ziele – und damit auch deine Reflexion, deine Bewertung deines Weges – auf diese Weise realistischer gestaltest, wirst du merken, dass du gewinnst, obwohl du den Anspruch senkst. Du gewinnst Gelassenheit, Zufriedenheit und machst Energie frei für Glücksmomente und Spontanes.

Auch Vermarkter sollten sich fragen, ob sie mit ihren Superlativen wie „das Beste“, „exklusiv“ etc. wirklich Vertrauen gewinnen. Bei Freiberuflern sieht man häufig ein „Wir“ oder „Über uns“ auf der Webseite. Doch es ist glasklar, dass ihre „Agentur“ nur aus einer Person besteht. Das wirkt nicht professionell, sondern unpersönlich. (Es sei denn, die Person ist schizophren.)

Auch wir Autoren und Coaches gewinnen an Wirkung, wenn wir unsere Bälle flacher halten. Diesen Gedanken berücksichtige ich zumindest gerade bei einem neuen Buch, das ich mit einem Kollegen zusammen schreibe. Es wird um „Mut“ gehen. Bei der Diskussion des Titels und des Konzepts fielen uns natürlich grandiose Vergleiche ein wie: „Sei mutig wie ein Löwe“ oder sei „stark wie X“ (setze einen Superhelden deiner Wahl ein).

Doch dann sagte ich zu Steffen:

„Lass es uns realistischer und nahbarer machen. Lass uns nur „30 Prozent mehr Mut“ versprechen. Das ist konkret und greifbarer. Und setzt dort an, wo die Leute gerade stehen.“

Wenn du nämlich eine schüchterne Duckmaus bist, wirst du nicht aus einem Mutseminar kommen und den fünf Neonazis auf der anderen Straßenseite nahelegen, sie sollten ihren Modegeschmack überdenken. Du wirst keine Revolutionsführerin werden. Aber du wirst dich vielleicht eher trauen, in der Vorlesung die Hand zu heben und eine Rückfrage zu stellen. Dir gelingt es dann hoffentlich besser, deinem Freund zu sagen, dass dich seine Käsemauken auf deinem Sofatisch stören. Oder du grenzt dich deutlicher gegenüber einer Labertasche von nebenan ab.

Relative Ziele und Entwicklungsziele setzen dort an, wo WIR gerade stehen. Deshalb sind sie per se realistischer zu erreichen.

 

 

Hand aufs Herz – bitte überprüfe deine Ziele:

  • Sind es „Auf-Gewalt-kommt-raus-Ziele“?
  • Berücksichtigen deine Ziele, woher du kommst, wo du gerade stehst und wie viele Ressourcen (Zeit, Energie, Nervenkraft) du gerade wirklich zur Verfügung hast?

 

 

Widerstehe bitte den Verlockungen der Motivationsgurus, die dir sagen, dass du alles erreichen kannst. Mag sein. Aber fokussiere dich zuerst auf den nächsten, naheliegenden Schritt.

Formuliere also deine Ziele relativ zu deinem jetzigen Stand, miss sie nicht an absoluten Größen:

Also, statt:          

Ich will 100.000 Euro verdienen.“

formuliere besser so:         

Ich will mein Einkommen von 2.000 Euro auf 3.000 Euro innerhalb von zwei Jahren steigern.“

 


Statt:

Ich will 60 Kilo wiegen.“

Besser:

Ich will fünf Kilo abnehmen und von 90 kg auf 85 kg kommen.“

Wenn du deine Ziele dort ansetzt, wo du JETZT stehst und diese relativ dazu setzt, ersparst du dir einigen Druck und Stress.

Der wichtigste Punkt aber ist, dass du auf dem Weg zu deinem kleineren, realistischeren und motivierenden Ziel viel über dich lernst und schnellere Erfolgserlebnisse spürst.

Du kannst auswerten und reflektieren, was funktioniert hat, deine Energie in die entsprechenden Richtungen leiten und deine nächsten Schritte planen.

Denk dran:

Relative Ziele sind ehrliche Ziele.

 

Und nun rate ich dir zu ein wenig Muße, Innehalten und Reflexion:

 

         Geh raus.

 

                    Schaffe dir Freiraum.

 

                                     Genieße.     

 

 

                  Atme.

 

                        Fühle.

 

                           Beobachte deine Gedanken.

 

 

 

Fazit

 

 

 

Fazit: Mach dein Ding! 🏁

Glückwunsch: Du hast den Artikel geschafft!  🤜 🤛

Doch warte kurz; – bevor du dich nun aufs wohlverdiente Eis stürzt, serviere ich dir vorher noch ein paar Impulse, die dein Rückgrat stärken sollen, wenn du mal wieder geneigt bist, deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu sehr unter das Sofa zu schieben. 

Das eindrucksvolle Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ zeigt, wie sehr Menschen es bedauern, dass sie zu viel in ihrem Leben gearbeitet und zu wenig Zeit mit Freunden und Familie verbracht haben. Okay, das ist nicht so überraschend. Doch dann schreibt Bronnie Ware, die Autorin: „Es gibt so viele Menschen, die durchs Leben gehen und die meiste Zeit Dinge tun, von denen sie glauben, dass andere sie von ihnen erwarten.“ Im Klartext:

Menschen bereuen am meisten am Ende ihres Lebens, dass sie NICHT ihren eigenen Weg gegangen sind und dass sie zu sehr auf andere gehört haben.

Am Ende deines Lebens stirbst du allein! All die zweifelnden Stimmen, die kritischen Fragen, die blöden Kommentare deiner Eltern, Freunde, Kollegen, Ex-Partner, Geschwister etc., sie alle lösen sich schlagartig in Luft auf. Die Ansichten und Meinungen deiner „signifikanten Einflusspersonen“ sind dann wahrscheinlich schon Jahre begraben.

Deswegen gebe ich dir noch ein paar Mutmacher-Gedanken, die dir helfen können, stärker deine eigenen Bedürfnisse im Blick zu behalten:

 

Mutmacher-Gedanken für DICH:

Du darfst ehrlich zu dir sein. Du darfst in den Vordergrund stellen, was du für dich willst.

Andere werden immer eine Meinung haben oder etwas anderes (für dich) wollen. Hör ihnen zu – nicke, sage: „Danke für deine Gedanken“, schau, welche Ideen du annehmen willst – und mach dann einfach das, was DU willst.

Du bist nicht dafür da, das Leben anderer zu leben. Du bist auch nicht dafür da, das zu sagen, was andere von dir hören wollen.

Auch in einer Familie, in Beziehungen und im Job, darfst du deine Bedürfnisse bzw. Störgefühle angemessen zum Ausdruck bringen.

Selbst wenn du noch nicht genau weißt, was dein „Wille“ ist – folge einem ersten Impuls, einem Interesse. Du brauchst keine große Vision. Du musst noch nicht wissen, wo dein Platz im Leben ist oder wie dein Weg verlaufen soll. Sammle einfach gezielt und geduldig mehr Erfahrungen über dich und mögliche Pfade. (Wie? > siehe Kapitel 5 des Buches „Dein Ziel ist im Weg“)

 

 

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Martin Krengel

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