Hausarbeit schreiben lernen: Eine SOS-Anleitung für Hausarbeiten, Seminararbeiten, Bachelorarbeit + Masterarbeit

 

Deine Hausarbeit ist fällig – Stress und Panik stehen auf deiner Stirn. Die Zeit? Rennt! Und die folgende Frage steht im Raum:

Wie schreibe ich eine Hausarbeit schnell, stressfrei und auch noch gut?

Aus Zeitmanagement-Perspektive kann ich dir sagen: Schreibfertigkeiten sind das eine, aber über 50 Prozent des Erfolgs hängen von gutem Zeitmanagement, Struktur, Konzentration und Motivation ab.

Ich gebe dir hier Tipps und Tricks zum schnellen Schreiben deiner Hausarbeit / Seminararbeit. Sie kommen aus den Büchern „Bestnote“ und „Golden Rules“, die dir noch mehr wichtige Tricks verraten, um schneller und strukturierter zu arbeiten.

Diese Techniken betreffen das wissenschaftliche Arbeiten an sich und sind natürlich auch hilfreich für Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Doktorarbeit (Dissertation).

 

 

Stressfreies schreiben von Hausarbeit – Bachelorarbeit – Masterarbeit – Doktorarbeit:

Die 7 wichtigsten Schreib-Tipps vom Lernexperten Dr. Martin Krengel

 

Dieser Artikel beantwortet in den Kästen einige Spezialfragen: wie „Soll / Kann ich meine Hausarbeit von einem Ghostwriter schreiben lassen?“ und „Schreiben und nebenbei arbeiten?“

 

 

 

Hausarbeit – Bachelorarbeit – Masterarbeit – Dissertation:

1. Planung und Timing von Hausarbeiten und Seminararbeiten

Wie behalte ich den Überblick?

 

Damit du zeitlich nicht ins Straucheln gerätst, solltest du dir als allererstes einen groben Plan machen.

Deine Hausarbeit lässt sich grob in 4 Phasen aufteilen: Ideenfindungs-Phase, Recherche-Phase, Schreib-Phase und Feinschliff-Phase. Meist geben wir uns für die einzelnen Schritte aber zu wenig Zeit. Unterschätz die Arbeit also nicht und plane lieber mehr Zeit für die einzelnen Phasen ein.

Ich empfehle dir folgende konkrete Zeiteinteilung:

15% Ideenfindung

15 % Recherche (Ideenverdichtung & Schärfung der Frage)

30 % Schreiben (inkl. Gliederung)

10 % Puffer wegen Schreibverzögerung (Du wirst mir dankbar sein)

15% Feinschliff

15% Puffer für ungeplante Hürden und Hindernisse (Krank, Katze fällt tot um, beste Freundin hat Liebeskummer, etc.)

Diese Rechnung ist einfach umzusetzen, du planst für jeden der Schritte etwa die gleiche Zeit ein, bloß für das Schreiben an sich das Doppelte. Sei dir bewusst, dass die Hausarbeit meist 2 bis 3 Mal so viel Zeit in Anspruch wie gewünscht, auch wenn das immer abhängig von Fach und Umfang ist. Deshalb ist es auch wichtig, sich frühzeitig Gedanken über seine Arbeit zu machen und Ideen zu notieren.

Mein Tipp: Setze dir Puffer

Puffer, sind gut, damit du bei unerwünschten Zwischenfällen keine Probleme bekommst. Bei Bachelorarbeiten sollte der Puffer etwa 1 Monat sein, bei Masterarbeiten 1-2 Monate und bei Doktorarbeiten sogar ein halbes Jahr.

Setze dir ca. 2 – 8 Wochen vor Abgabe der Arbeit eine persönliche

Deadline, um nichts dem Zufall zu überlassen und schneller anzufangen. Dadurch kannst du auch eventuelle Schreibblockaden ausgleichen. Extra-Pluspunkt: Hast du genug Puffer, kannst du deine Arbeit auch mal ein paar Tage ruhen lassen, um sie später nochmal mit frischem Auge durchzugehen.

 

 

 

 

… nicht nur für Hausarbeiten, sondern gerade auch für die Bachelorarbeit oder Masterarbeit relevant: Schau das Video dazu …

 

 

Besser denken = Besser schreiben

Dieser Artikel wird dir Zeit sparen und dir helfen deine Hausarbeit oder Facharbeit schneller zu schreiben, aber das Wissen alleine reicht nicht. Es wäre doch schöner, wenn du regelmäßige Impulse und Auffrischungen bekommst und ich dir Schritt für Schritt zeige, wie Du mehr Zeit sparen kannst, Gelassenheit gewinnst und besser lernen kannst. Klicke bitte hier, ich habe einige hilfreiche Downloads und Übungen für dich für den Start bereit gestellt und du bekommst ein Schritt für Schritt Coaching ganz bequem in dein Postfach. Dies kann ich dir sehr raten, denn es hat schon über 20.000 Menschen geholfen klarer zu denken.

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2. Thema für eine Hausarbeit finden & Fragestellung formulieren

Wie beginne ich?

Allein ein Thema für eine Hausarbeit zu finden, kann eine Herausforderung sein. Viele Studenten warten zu lange mit der Themenauswahl und Literaturrecherche. Später schreiben sie dann einfach drauf los und stottern spätestens, wenn sie sehen, dass die Literatur zu ihrem Thema begrenzt ist. Vielleicht fällt dir ja auch schon zu Beginn des Semesters ein Thema im Lehrplan auf, dass dich brennend interessiert – schnapp es dir!

Achte bei der Themenwahl auf folgende 3 Punkte:
  1. Das Thema sollte dich interessieren und dir leichtfallen. Strategische Themenauswahl („Was brauche ich denn später, um Karriere zu machen“) ist falscher Ehrgeiz und wird deine Motivation schnell bremsen.
  2. Genug Material: Du solltest genug Literatur und Forschungsberichte zu deinem Thema finden. Ohne diese macht deine Hausarbeit wenig Sinn und wird den akademischen Ansprüchen nicht genügen.
  3. In der Regel soll deine Hausarbeit eine Forschungslücke füllen. Der Anspruch in einer Hausarbeit ist dabei sicherlich geringer als in einer Masterarbeit oder Doktorarbeit, in der dieses Füllen einer Lücke ein essenzieller Bestandteil ist. Trotzdem sollst du auch eine eigene Perspektive beim Schreiben der Arbeit aufstellen.

Mit den genannten Kriterien kannst du die Themenauswahl bereits gut vorsortieren und eine Shortlist mit 2-3 Themen erstellen.

Nun geht es daran, sich die Experten, Streitpunkte und bedeutendsten Veröffentlichungen zu deinen Themen durchzusehen – vielleicht kristallisiert sich da schon dein Liebling heraus. Wenn du dich dann immer noch nicht für ein Thema entscheiden kannst, dann schlaf noch eine Nacht darüber, berate dich vielleicht mit deinen Kommilitonen oder deinem Dozenten und wähle dann das, das dich am meisten interessiert! Schließlich willst du ja auch motiviert bleiben.

Wenn du dein Thema hast, musst du eine Fragestellung für die Hausarbeit entwickeln

Oh nein, wie geht das bloß? Sei dir bewusst, dass du dir keinen Nobelpreis damit verdienen kannst – trotzdem musst du scharf nachdenken, kritisch bleiben und dein Thema klug eingrenzen. Kein Professor will wiedergekäute Zusammenfassungen anderer Publikationen lesen. Suche nach einem Aspekt deines Themas, der Dich reizt, und versuch eine eigene Position dazu zu entwickeln. Das Entscheidende bei der Fragestellung ist, was genau du mit deiner Arbeit herausfinden willst, welche Erkenntnis sie vermitteln möchte. Eine zu spezifische, enge Fragestellung wie „Untersuchung eines einzigen Hochzeitsrituals eines papuaneuguineischen Kleinststammes in der nachfolgend vierten Generation des aktuellen Ersatzhäuptlings und der Einfluss von Instagram“ kann aufgrund von magerer Quellenlage ebenso problematisch sein wie eine zu weite („Hochzeit in Papua-Neuguinea“), die sich als Fass ohne Boden herausstellen könnte. Du musst den goldenen Mittelweg beschreiten, der in etwa lauten würde: „Historische Entwicklung der Hochzeitsrituale in Papua-Neuguinea unter dem Einfluss der Globalisierung“. Und bitte sei mutig: Fragen, die nicht schon 100 mal durchgeackert wurden, sind sowohl für dich als auch deine Leser spannend!

Hast du deine Fragestellung für die Hausarbeit formuliert, besprich sie mit deinem Dozenten, er sollte sie absegnen, bevor du dich ans Schreiben machst.

 

 

Erinnerung: Das allerwichtigste zum Start:

Erinnerung an des Wichtigste Prinzip aus der Bestnote:

Überlege dir rechtzeitig, in welcher Form du den Inhalt später wiedergeben musst. Mit dieser Methode wirst du in Zukunft merklich effizienter recherchieren – probier’s einfach aus und berichte in einem Kommentar, ob es dir geholfen hat.

Dazu noch eine Anekdote: Ein Student war einmal in einem Leseseminar bei mir und stöhnte, dass er noch 80 Bücher für sein Englisch-Examen lesen sollte.

Ich fragte ihn, was denn das Ziel sei. „Meine Zwischenprüfung!“, keuchte er angsterfüllt. „Und was für eine Prüfungsform ist das?“, wollte ich wissen. „Eine mündliche Prüfung, sie dauert 15 Minuten.“ …nun muss man sich überlegen: wie viel von besagten 80 Büchern kann denn in einer Viertelstunde thematisiert werden? Natürlich nicht sehr viel.

Und in einer mündlichen Prüfung geht es weniger darum, stur auswendig gelernten Inhalt abzuspulen. Stattdessen musst du argumentieren und diskutieren können. Ein Rhetorik-Kurs hätte dem Armen sehr viel weiter geholfen als mein Lese-Seminar!

 

 

3. Richtig recherchieren

Gehirn springt von Buch zu Buch - besser lernen mit der perfekten Lesetechnik

Wie schaffe ich mir eine Grundlage zum Schreiben der Hausarbeit?

Bevor wir zu den 7 Schreib-Tipps für Hausarbeiten kommen, sollten wir uns kurz anschauen, wie wir besser recherchieren.

Bevor du Bücher ausleihst und Texte liest, brauchst du einen Überblick. …

Es macht wenig Sinn, 2489 Bücher und Texte im Internet zu sammeln und diese dann ganz zu lesen. Spätestens nach der Hälfte wird dir auffallen, dass du keine Zeit mehr für die andere Hälfte hast – und erst Recht keine Lust mehr zum Weitersuchen. Besser ist es, wenn du dir bei einer ersten Google-Recherche ein Bild davon machst, was im Zusammenhang mit deinem Thema wichtig ist.

Probier verschiedene Suchbegriffe aus und lies ganz oberflächlich Texte auf verschiedenen Internetseiten. Blättere durch Inhaltsverzeichnisse und setze schon einmal Lesezeichen für Texte, die du später lesen willst. Erst dann startest du mit der Sammlung von Adressen und dem Vormerken in der Bibliothek.

Ganz wichtig: Um am Ende deiner Hausarbeit kein Kuddelmuddel mit deinem Literaturverzeichnis zu haben, beginne frühzeitig damit, deine Quellen sauber aufzulisten. Denn nichts ist unangenehmer, aufgrund eines unsauber geführten Literaturverzeichnisses später des Plagiats bezichtigt zu werden.

Die richtigen Quellen nutzen

Nutze unbedingt Google Scholar und andere wissenschaftliche Suchmaschinen; dort wirst du auf viele Dinge direkt Zugriff bekommen oder sehen, wer schon einmal wen zitiert hat. An den meisten Hochschulen gibt es außerdem VPN-Zugänge für Springer Link, JSTOR und ähnliche kostenlose Literaturquellen im Internet. Dadurch kannst du dir so manchen Weg in die Bibliothek sparen. Es ist aber auch wichtig, „echte“ Bücher miteinzubeziehen. Das gilt besonders für Abschlussarbeiten. Hierfür wird dir die Katalogsuche der Bibliotheken in deiner Nähe helfen. Wenn du mal ein Buch nicht finden kannst, such auch in anderen Bibliotheken und lass es dir notfalls per Fernleihe zukommen.

Auch hier ist wichtig: Lies quer oder nur einzelne Passagen eines Buches. Schnell kann es passieren, dass wir in einem Buch „hängen bleiben“ und anfangen, das ganze Buch zu lesen, obwohl nur eine kleine Passage für unsere Hausarbeit nützlich ist.

Und los

Wenn deine Recherche fortschreitet, ist es nützlich sich an folgenden Fragen zu orientieren: Gibst es kontroverse Aspekte deines Themas, zu denen sich die Forscher gegenseitig batteln? Gibt es ganz aktuelle Publikationen dazu? Und gibt es Standardtexte, die du auf gar keinen Fall vernachlässigen darfst?

Wenn du eine beachtliche Literaturliste zusammen hast, kann es losgehen. Bring Struktur in deine Quellen, sortiere sie nach Relevanz für dein Thema und lies die wichtigsten zuerst. Mach dir zu jedem Text und zu jeder Graphik einen Überblick, notiere das wichtigste, und mach dir Stichpunkte und Zusammenfassungen zu den einzelnen Texten, damit du hinterher nicht den roten Faden verlierst und schnell findest, was du suchst. Sortiere aus, wenn du merkst, dass Texte zu weit von deinem Thema wegführen.

Merke:

Ein guter Überblick ist das A und O. Mach dir bewusst, was du wissen musst und wie du an dieses Wissen kommst.

 

Wer schreibt hier?

Schneller lesen - mehr verstehen mit Speed Reading und Schnelllesetechniken - wichtiger ist aber filtern von Texten - Lernexperte Dr Martin KrengelDr. Martin Krengel absolvierte zwei Studiengänge (Psychologie + Wirtschaft) „mit Auszeichnung“ währenddessen er Wettkampf-Kunstturner war und musste so über 500 ganz unterschiedliche Prüfungen in seinem Leben absolvieren. Er lernte dabei auch, dass die richtige Balance und ein gutes Zeitmanagement Vorrausetzung für den Erfolg sind. >> Vita

 

 

4. Aufbau und Gliederung einer Hausarbeit

Wie baue ich eine Hausarbeit sinnvoll auf?

Sobald du dein Hirn mit Wissen gefüllt hast, muss es strukturiert werden. Der Aufbau einer Hausarbeit ist so ziemlich immer der Gleiche. Das ist zwar wenig kreativ, dafür aber sehr klar – du musst dich beim wissenschaftlichen Arbeiten eben an Vorgaben halten. Im Prinzip ist es immer Folgendes:

  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss mit Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang, falls du einen brauchst

Und sei dir bewusst, dass du akademisch schreibst und eine Hausarbeit nicht der richtige Ort ist, eine selbst verzierte Titelseite mit Strass-Steinchen anzufertigen. Sie sollte neutral sein und folgendes enthalten: Titel der Arbeit, dein Name und Eckdaten (Adresse, Kontakt und Matrikelnummer) und Infos zum Seminar (Uni, Titel, Semester, Dozent).

Sprich aber, bevor du losschreibst, auch deine Gliederung mit deinem Dozenten ab, falls er irgendwelche Extra-Wünsche hat!

Nun kommen wir zu den einzelnen Teilen:

Einleitung der Hausarbeit:

Sie ist dazu da, Interesse zu wecken. Schreib, warum du dein Thema gewählt hast und welche wissenschaftliche Erkenntnis du mit der Arbeit vermitteln willst – aber verrate nicht, dass du über das Paarungsverhalten von Katzen schreibst, weil du traurig über den Tod von Schnuffi bist und du dachtest, du könntest ihr mit dieser Arbeit eine letzte Ehre erweisen. Persönliches oder Emotionales ist nicht erwünscht. Dann erklärst du deine Fragestellung, deine wissenschaftlichen Methoden oder welche Theorien du heranziehst, um das Thema zu betrachten. Geh nicht zu sehr in die Tiefe oder ins Detail, schließlich hat man das Inhaltsverzeichnis ja später auch vor sich.

Hauptteil der Hausarbeit:

Hier geht es ganz konkret darum, Antworten auf deine Fragestellung zu finden. Es geht um vorherige wissenschaftliche Arbeiten, den Diskurs deines Themas, wichtigste Theorien und gute Argumente. Du kannst selbst wählen, in wie vielen Punkten du das Ganze gliederst, aber versuch es einfach zu halten und statt 20 Untergliederungs-Ebenen eher 3 zu verwenden. Ein roter Faden und dein Kernthema sollten immer sichtbar sein. Sei dir außerdem darüber im Klaren, dass dein Betreuer auch nicht grün hinter den Ohren ist – du schreibst nicht für einen absoluten Laien, ein Basiswissen ist bei deinem Leser schon vorhanden und du musst die wichtigsten Grundbegriffe auch nicht definieren.

Schlussteil der Hausarbeit:

Hier steht das Fazit, in dem du knapp deine wichtigsten Erkenntnisse zusammenschreibst. Hier sollten keine neuen Infos mehr stehen, aber du kannst gerne einen kleinen Ausblick in die Zukunft des Themas geben!

 

 

 

5. Wissenschaftlich arbeiten & akademische Richtlinien

Was bedeutet wissenschaftlich arbeiten überhaupt?

Kurz gesagt: Wissenschaft ist immer objektiv, kritisch und nachvollziehbar. Es ist wichtig, dass man sieht, wann wer was gesagt hat, also korrekt zitiert wird, damit keiner auf die Idee kommt, man hätte geklaut. Und Formalitäten müssen streng eingehalten werden – Rechtschreib- und Grammatikfehler, eine uneinheitliche Literaturliste oder Chaos im Layout können deine Note ganz schön runterziehen.

Wissenschaftliches Arbeiten steht in einer Tradition

baut also auf schon gewonnenen Erkenntnissen. Ziel ist immer eine neue Erkenntnis in dieser Linie, eine neue Kategorisierung oder Perspektive auf das, was schon zu dem Thema erforscht wurde.

Du musst also kurz sagen, was schon zu deinem Thema gesagt wurde – und dann deine eigene neue Meinung dazu entwickeln. Wie gesagt ist dabei sehr wichtig, durch Zitate kenntlich zu machen, wer was sagt – sonst sind die anderen Forscher beleidigt und bezichtigen dich des Plagiats!

Das „Ich“ hat in der Wissenschaft nichts zu suchen

Ebenso wenig Floskeln oder umgangssprachliche Ausdrücke. Verwende Fachvokabular und bleib immer objektiv, argumentiere sauber. Wichtig sind auch Definitionen, die du vergleichen solltest – mach klar, mit welcher Definition eines wichtigen Begriffes du in deiner eigenen Arbeit operierst und warum, oft sind vor allem große Begriffe in den einzelnen Disziplinen umstritten. Es kann auch eine Mischung aus mehreren Definitionen sein, wenn das für dein Thema nützlich ist.

Formalitäten…

…stehen meist in der Prüfungsordnung oder werden dir vom Dozenten vorgegeben: Mindest- und Höchstzahl an Seitenzahl (Vorsicht! Zu viel schreiben zeigt zwar Fleiß, aber ist auch nicht gut, weil den Eindruck erweckt, dass du das Wesentliche nicht auf den Punkt bringen kannst!), Schrift, Zeilenabstand, Seitenränder, Zitierweise, Form des Literaturverzeichnisses. Ganz am Ende kommt die eidesstattliche Erklärung, in der du versicherst, dass du deine Hausarbeit ganz allein und ohne illegale Hilfsmittel hingekriegt hast!

 

 

 

6. Mittendrin: Zeitmanagement beim Schreiben

Wie schreibe ich meine Hausarbeit besser?

Jetzt hast du ein Thema, eine Gliederung, du hast fleißig recherchiert und gelesen und lehnst dich erstmal zurück. Kann ja nicht so schwer sein, das ganze noch runterzuschreiben. Du beginnst zu prokrastinieren

… aber je näher der Abgabetermin kommt, desto mehr Bauchschmerzen bekommst du! Ich präsentiere dir jetzt Methoden, wie du das konkrete Schreiben in den Griff kriegst – keine Angst!

Gutes Schreiben = gutes Zeitmanagement.

Das Wichtigste zuerst: First Things First! Beginne deine Schreibroutine mit der wichtigsten Aufgabe/ dem größten Brocken – aber schneide zunächst eine verdaubare Scheibe ab! Dazu gehört es, die unangenehmsten Dinge zuerst anzupacken, denn sie blockieren das Denken.

Wehre dich gegen Zeitdiebe! Viele Dinge rauben uns Zeit und die Konzentration, z.B. der stockende Drucker, lange Kopien. Hüte dich vor Labertaschen – verschwende keine Energie auf Kleinigkeiten. Fokussiere dich auf das Wesentliche: Was ist wirklich wichtig? Was dringend? Was ist nur „nice to have“?

Nimm Konzentrationsphasen ernst: Bitte deine Kollegen oder Mitbewohner, dich in produktiven Phasen nicht zu stören. Oder ziehe dich zurück, z.B. in die Bibliothek, einen Seminarraum oder ein Café. Ansonsten gilt: Telefon aus – nein, auch nicht stumm schalten! Selbst das W-LAN sollte abgeschaltet sein! Seien wir ehrlich: Mit dem ersten noch so harmlosen Klick ins Internet ist es meistens aus mit der Konzentration!

Die meisten Störungen produzieren wir übrigens selbst: Indem wir uns mit Scheinaufgaben ablenken. Hier findest du findest du weitere gute Tipps zum Zeitmanagement.

 

 

So hälst du deine Motivation bei der Hausarbeit hoch:

Wähle ein Thema, dass zu dir passt, dann wirst du deine Hausarbeit mit viel mehr Leidenschaft und Motivation schreiben

• Achte auf eine gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Arbeite mit einem Wochenplan und beachte die Lebensbatterien

• Wichtig für dein Zeitmanagement: Setze dir persönliche Deadlines und baue zeitliche Puffer für ungeplante Zwischenfälle ein

• Versuche dich während der Schreibphase nur auf deine Hausarbeit zu konzentrieren und externe Störfaktoren soweit wie möglich von dir fernzuhalten

 

 

7. Wie du die Motivation behältst und in den Schreibflow kommst

Wie gebe ich nicht mittendrin auf?

Setz dir Nahziele

Lenke deine Energie in die richtigen Bahnen. Setze konkrete Ziele für jede „Schreibsession“, z.B. den Text einmal durchzuarbeiten und dabei auf 3000 Worte zu kürzen. Meine Erfahrung ist, dass eine Zeitbegrenzung von 60, 90 oder maximal 120 Minuten für eine Schreibsession hilft, sich zu fokussieren und zu konzentrieren.

Schreibe ich täglich mehr als 5 Stunden netto, produziere ich nur noch Mist, weil die Energie und Kreativität unter dem Druck weggeht. Schreibe lieber in kleinen kurzen Sprints, als in einem langem Marathon!

Wichtig: Diese Tipps können leider nur kleine Erinnerungen und Teaser sein. Es macht 100% Sinn, das du dir solide Grundlagen für dein Zeitmanagement, deine Konzentration und Motivationsmethoden aneignest. Hier findest du eine gute Quelle, eine Zeitmanagement-Methodensammlung, in der alles drin ist.

Komme in den Flow

„Flow“ nennt man den Zustand vollkommener Konzentration, das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit, das sich dann einstellen kann, wenn wir anspruchsvolle Aufgaben lösen müssen. In Flow-Zuständen ist unser Denkvermögen ganz von der Aufgabe in Anspruch genommen, Ablenkungen haben keine Chance. Die Kunst besteht darin, eine Aufgabe so aufzuteilen und in Meilensteine zu portionieren, dass die Aufgabe einerseits anspruchsvoll und herausfordernd bleibt, andererseits aber auch nicht überfordert und lähmt.

Im Flow haben wir das richtige Maß zwischen Überforderung und Unterforderung gefunden. (Die Golden Rules geben im Konzentrations-Kapitel sehr konkrete Tipps dafür)

Die gute Nachricht: Gerade schwere Schreibprojekte bzw. Hausarbeiten können den Flow-Effekt auslösen, weil die Aufgabe dein derzeitiges Wissen überschreitet! Sieh es also sportlich! Knifflige Aufgaben haben eben auch was für sich.

Nutze deine Primetime

Beobachte deinen Biorhythmus. Zu welcher Tageszeit kannst du am besten schreiben? Wann ist normalerweise der Tiefpunkt? Die meisten Menschen sind Morgentypen, die von 10–12 Uhr ihr Leistungshoch und nach einem Mittagstief zwischen 14–17 Uhr ein zweites, flacheres Hoch haben. Nutze diese Zeiten zum Tippen, egal ob du in der Stimmung dazu bist oder nicht. Die Kontinuität macht’s – und oft kommt die geniale Idee doch noch!

Der Appetit kommt beim Essen

Manchmal kommt man nur schwer in Gang. Wenn du beginnst, dich mit einer Aufgabe auseinanderzusetzen, wird der „Prozessor“ langsam warm und die Gedanken auf das aktuelle Thema gelenkt, vielleicht hast du nach einer Weile sogar richtig Spaß an der Arbeit.

Tipp: Beginne mit kleinen, leicht überschaubaren Appetit-Happen (Brainstorming, Mindmap, Gliederung, Synonymsuche, Standard-Sätze ausdenken) und schwenke nach 15–20 Minuten auf das Schreiben deiner Hausarbeit um.

 

 

Schreiben und nebenbei arbeiten? Besser nicht!

Sicherlich hast du dir auch die Frage gestellt, wie viel Sinn es macht, in der Schreibphase nebenbei zu arbeiten. Doch Arbeit ist nicht gleich Arbeit! Wenn du neben dem Studium kellnern gehst, ist die Arbeit eine willkommene Abwechslung zum Schreiben und die körperliche Bewegung wird dir guttun.

Arbeitest du allerdings nebenbei in einem Büro und musst dich dort ebenfalls konzentrieren, womöglich sogar Berichte oder Analysen schreiben und in langen intensiven Meetings sitzen, kann sich das negativ auf deine Konzentration auswirken.

Deshalb: Die Hausarbeit hat Priorität. Finde heraus, ob es die Möglichkeit gibt, dich während der Schreibphase von deinem Nebenjob freistellen zu lassen. Oder probiere, die Arbeit und den Schreibprozess voneinander zu treffen.

Wie wäre es mit 2 Wochen Schreibfokus und danach eine Woche arbeiten, in der du Abstand zu deiner Hausarbeit gewinnen und später mit frischen Augen weiterschreiben kannst?

Eine Hausarbeit ist ein komplizierter, zusammenhängender Text, den man nicht einfach in „Schübchen“ schreiben kann. Oft muss man Gedankengänge weiterentwickeln und das geht nur in einem Schreibflow. (Ich spreche hier aus eigener Erfahrung 😉)

Probiere auch, Urlaub zu nehmen oder deinen Schreibprozess in Projektarme Zeiten (meistens Sommer) zu schieben, um die Ablenkung und andere Aufgaben zu reduzieren.

Wenn du überhaupt keine Möglichkeit hast, deinen Nebenjob zu pausieren, sind morgendliche Sessions direkt nach dem Aufstehen (1-3h) die beste Möglichkeit, um deine volle Konzentration abzurufen. Abends nach der Arbeit wirst du nicht mehr dieselbe Konzentration und denselben Fokus haben, da du schon müde vom Tag bist. Abends kannst du sicherlich Dinge nacharbeiten oder wiederholen, aber bei den meisten Menschen ist der Konzentrationshöhepunkt morgens.

 

 

8. Tipps zum Schreiben der Hausarbeit

 

Schreibtipps vom Profi

1.  Regelmäßigkeit: Versuch immer zur selben Zeit anzufangen, auch an schlechten Tagen

2. Fang einfach an, auch wenn der erste Satz nicht perfekt klingt – niemand hindert dich daran, den Text später zu ändern!

3. Write fast, edit slowly! Wenn du dich inspiriert fühlst, schreib schnell und viel, überarbeite später dafür umso langsamer und genauer

4. Versuch beim ersten Entwurf nicht zu viel zu überarbeiten – lies nur den letzten Absatz vom Vortag, damit du wieder drin bist und schreib dann weiter

5. Behalte deinen roten Faden (= Gliederung) immer Blick

6. Wenn du an einer Stelle partout nicht weiterkommst, überspringe sie, arbeite woanders weiter und kehre später dahin zurück

7. Such dir einen ruhigen Ort, an dem du die wohlfühlst und nicht gestört wirst

8. Plane genug Pausen ein! Ein 10-minütiger Spaziergang wirkt Wunder

9. Vergiss nie – WIRKLICH NIE – zwischenzuspeichern. Am besten machst du am Ende eines Arbeitstages mindestens 2 Sicherungskopien

 

 

Klicke hier auf die Box und verpasse keinen nützlichen Tipp mehr, der dir beim Lernen oder Arbeiten hilft:

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Wie kann ich eine Hausarbeit schreiben lassen?

Aber „Wie kann ich eine Hausarbeit schreiben lassen?“ ist eine echt blöde Frage:

Ich bin schockiert – Deutsche Unis sind voll mit kleinen zu Guttenbergs!

Monatliche Suchanfragen für folgende Keywords (laut Google Adwords-Tool):

  • Hausarbeit schreiben lassen: 1.720
  • Diplomarbeiten schreiben lassen: 1.300
  • Doktorarbeit schreiben lassen: 320
  • Seminararbeit schreiben lassen: 590
  • Bachelorarbeit schreiben lassen: 390
  • Achtung Finale: „Ghostwriter Diplomarbeit“: 2.600 !

Es gibt ein paar einfache Zeitmanagement Tipps für den Schreibprozess – nicht nur wichtig für Hausarbeiten, sondern auch für Texte jeglicher Couleur: Seien es Bewerbungen, Anschreiben, Briefe, Essays, Zeitungsartikel oder die leidige Seminararbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder gar Doktorarbeit.

Schreiben lernen hat viel mit Disziplin und Motivation zu tun. Es ist eine Kernkompetenz in Studium und Beruf und sollte systematisch angegangen und erlernt werden.

 

 

9. Feinschliff: Lektorat und Korrektur einer Hausarbeit

Was ist nach dem Schreiben wichtig?

Du wirst deine Hausarbeit immer wieder überarbeiten müssen, denn niemand schafft es, einen perfekten, druckfertigen Text beim ersten Mal rauszuhauen. Schreiben ist schließlich ein Prozess und deine Gedanken entwickeln sich oft erst im Akt des Tippens. Du wirst deine Hausarbeit also selbst mehrmals lesen und lektorieren, glätten, kürzen und umstellen müssen – verlier also nicht die Geduld! Du wirst froh um alle Zeitpuffer sein, die du dir schon zu Anfang gesetzt hast und, wenn du eine Pause brauchst, weil dir der Kopf schon vor lauter Buchstaben schwirrt, lass jemand anderen deine Hausarbeit lesen. Niemand ist perfekt und Menschen machen Fehler, aber ein zweites Paar Augen, kann dir enorm helfen sie zu finden. Es gibt verschiedene Leute, die du ansprechen kannst:

Bitte jemanden, der nichts mit deinem Thema zu tun hat, deine Arbeit zu lesen

Hört sich komisch an, aber oft fallen absoluten Laien Lücken in der Argumentation auf, die du selbst übersiehst, weil du schon zu tief im Thema steckst. Und es wird schnell klar, ob du auch komplizierte Sachverhalte verständlich formuliert hast oder nochmal ran musst.

Bitte deine Kommilitonen

Deine Studienkollegen schlagen sich seit eurem ersten Semester mit ähnlichen Themen herum – also sind sie gute Ansprechpartner, wenn es ums Inhaltliche geht. Biete an, im Gegenzug ihre Arbeiten zu lesen, dann werden sie es auch gern tun! Oder gib ihnen einfach einen Kaffee aus.

Profis

Ein professionelles Lektorat ist Gold wert – kostet aber meistens einiges, vor allem, wenn du nicht an Stümper geraten willst. Such speziell nach einem wissenschaftlichen Lektor, der Erfahrung mit Hausarbeiten, Bachelorarbeiten oder Doktorarbeiten hat, sonst bereust du es schnell, Geld dafür ausgegeben zu haben. Vielleicht findest du sogar jemanden, der sich mit deinem speziellen Thema auskennt.

Wichtig beim Korrekturlesen: Wenn du deine Hausarbeit von jemandem Korrekturlesen lässt, besprich am besten vorher, worauf die Person achten soll: Rechtschreibung, Grammatik, Inhalt, Struktur, Stil? Wichtig ist natürlich auch der berühmte „rote Faden“, ob dein Text sich flüssig lesen lässt oder ob er Lücken aufweist. Sowohl die grobe Struktur als auch die Details müssen genau angeschaut werden, und natürlich, ob die Fragestellung beantwortet wurde!

Diese Formalitäten sind besonders wichtig:
  • Hast du dich um einen objektiven, sachlichen Ausdruck bemüht?
  • Hast du Fehler bei Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung?
  • Sind deine Literaturverzeichnis und deine Fußnoten einheitlich?
  • Hast du alle Thesen und Zitate belegt, also mit ihren jeweiligen Quellen?

 

 

 

10. Plagiatsprüfung für Hausarbeiten

Wie weiß man, dass ich nicht geklaut habe?

Als Plagiat bezeichnet man es, wenn man geistiges Eigentum übernimmt ohne kenntlich zu machen, dass es von jemand anderem stammt. Du wirst es nicht glauben, aber oft klaut man aus Versehen! Einmal die Anführungszeichen vergessen und schon ist man ein Dieb! Klar kann es sein, dass du nach schlaflosen Nächten, in denen du deine Hausarbeit tausendmal umschreibst, irgendwann auf dem Zahnfleisch gehst und Flüchtigkeitsfehler machst – gerade deswegen ist auch die Planung und das Zeitmanagement deiner Hausarbeit so wichtig.

Bei einer Vielzahl an Texten kann es auch leicht passieren, dass du nicht mehr weißt, woher du bestimmte Gedanken oder Zitate hast. Vielleicht bist du dir einfach nicht mehr ganz sicher, ob der geniale Gedanke auf Seite 8 deinem oder irgendeinem anderen Hirn entsprungen ist.

Aber auch wenn es verlockend sein mag: Schmeiß solche Unklarheiten lieber raus, anstatt sie als deine eigenen Gedanken zu verkaufen! Schließlich willst du es nicht riskieren, wegen Übernahme fremden geistigen Eigentums verklagt zu werden.

Was viele nicht wissen:

Es ist für deinen Betreuer ziemlich einfach, Plagiate zu finden. Unis arbeiten mit Softwares, die Plagiate aufspüren können und deinen Text mit Millionen anderer Texte im Wortlaut vergleichen kann – alles automatisch!

Und jetzt denkst du sicher: Hmmmmm, wenn es so eine Tool schon gibt, wieso sollte ich es nicht selbst benutzen… Ganz richtig! Natürlich gibt es Plagiat-Softwares, die du dir selbst auch holen kannst – ist wieder mit finanziellem Aufwand verbunden, andererseits schenkt dir das eine Menge Sicherheit.

 

 

 

11. Fertig!

So, du weißt jetzt wirklich alles, um eine absolut geniale Hausarbeit zu schreiben, die deinen Betreuer umhauen wird – jetzt aber bitte ordentlich feiern gehen!

Mal im Ernst, das ist wichtig. Denn nach der Hausarbeit, stehen noch viele Klausuren und weitere Seminararbeiten an.

Nun heißt es Energie auftanken (beachte für eine gute Work-Life-Balance bitte deine „Lebensbatterien“) – und sich auf die nächsten Prüfungen und Klausuren etwas systematischer vorzubereiten.

 

 

 

 

Hausarbeit & Seminararbeit schreiben

Zusammenfassung

 

Das Wichtigste in Kürze:

 

Eine Hausarbeit zu schreiben ist ein extrem schwieriger und komplexer Prozess, der Struktur und Planung erfordert. In 99% der Fälle wird der Aufwand zum Schreiben einer Hausarbeit unterschätzt.

Die meisten Studenten prokrastinieren und schieben die Hausarbeit bis kurz vor Abgabe auf. In der letzten Nacht vorm Abgabetermin sitzen sie dann panisch über ihrer Hausarbeit und versuchen, irgendwie ihre Gedanken zu Papier zu bringen! Deswegen ist das Wichtigste – noch wichtiger als der eigentliche Schreibprozess – das rechtzeitige Anfangen.

 

  • Fang rechtzeitig an!
  • Wehre dich gegen Zeitdiebe & Störe Störungen
  • Komme in den Flow
  • Setze Nahziele
  • Fang einfach an!

 

 

 

hausarbeiten-endlich-stressfrei-schreiben-eine-anleitung-golden-rulesFür weitere Tipps rund ums Zeitmanagement, Konzentration und Planung im Studium empfehle ich dir meinen Bestseller Golden Rules. Der unkonventionelle Ratgeber bringt die 50 wichtigsten Selbstmanagement-Regeln auf den Punkt. Statt 5 verschiedene Bücher zu Motivation, Zeitmanagement, Konzentration, Organisation und Selbstcoaching zu lesen, hältst du hier bereits alles in der Hand was du brauchst, um erfolgreich zu denken und zu arbeiten.

 

 

 

 

Motivierte Grüße

 

 

 

 

 

 

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Deine Hausarbeit oder Bachelorarbeit schreiben lassen? - Was ist Ghostwriting - und ist es eine Lösung?

Die Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit steht an – und damit eine Mammutaufgabe! Stress und Panik stehen auf deiner Stirn.

Die Zeit? Rennt! Da kommt ein Ghostwriter gelegen, der – ohne dass du etwas mitkriegst – die lästige Arbeit für dich schreibt. Doch es kommen viele Fragen auf: Was bringt Ghostwriting? Ist es legal? Was kostet ein guter Ghostwriter?

Was ist Ghostwriting eigentlich? Unter Ghostwriting versteht man, wenn eine Person für eine andere Person einen Text, eine Studienarbeit, ein Buch etc. schreibt. Veröffentlicht wird die Arbeit im Namen der Person, die den Auftrag erteilt hat. Ghostwriting ist an sich nichts Verwerfliches, wenn es beispielsweise dazu dient, Expertenwissen weiterzugeben. Nicht alle haben das Talent zu schreiben und benötigen daher jemanden, der ihr Wissen im Kopf verschriftlicht. Im Fall einer Arbeit an der Uni, täuschst du damit allerdings bewusst deine Hochschule und begehst Urkundenfälschung.

Was bringt Ghostwriting? Im Studienumfeld versprechen sich Studenten oft Prestige, zukünftig mehr Geld – z.B. durch einen Doktortitel – und natürlich vor allem die Vermeidung von Stress und Überforderung. Denn Klausuren, Seminararbeiten oder Nebenjobs erfordern ja weiterhin Zeit und Konzentration.

Was kostet Ghostwriting? Eine Seite, von einem Ghostwriter geschrieben, kostet circa 40-50 Euro. Und jetzt rechne mal, wenn du 80 Seiten schreibst. Dann bist du am Ende bei 4.000 Euro. Für eine Masterarbeit werden rund 8.000 Euro verlangt. Das ist ein Haufen Geld! Ist es dir das wirklich wert?

Ich sage NEIN, tu das nicht! Das Geld kannst du viel besser investieren – in dich.

10 Gründe, warum du keinen Ghostwriter engagieren solltest

  1. Ghostwriting ist illegal
  2. Ghostwriting macht dich erpressbar – dein Leben lang
  3. Du lernst zu schreiben und das ist sehr, sehr wichtig!
  4. Wahres Expertenwissen eignest du dir nur an, wenn du dich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt
  5. Du lernst dich besser selbst zu organisieren
  6. Durchbeißen und Quälen bereitet dich auf die Zukunft vor
  7. Es ist viel zu teuer, das Geld kannst du lieber in Seminare investieren
  8. Du belügst dich selbst
  9. Ghostwriting ist keine Garantie für eine super Note
  10. Ghostwriting schützt nicht vor Plagiaten

Mein Fazit: Ghostwriting ist illegal und keine Lösung!

Die Angst vor Überforderung ist völlig verständlich. So eine Arbeit ist ein ganz schöner Batzen Arbeit, der erfordert, dass du dich tief in ein Thema einliest und dich intensiv damit beschäftigst.

Da wäre es schön, diese einfach abzugeben und nach ein paar Wochen fertig in den Händen halten zu können. Das ist mehr als verständlich.

Dennoch: Ghostwriting kann zur Exmatrikulation, Geld- und im schlimmsten Fall sogar zu einer Freiheitsstrafe führen! Bei der Abgabe der Arbeit versicherst du nämlich in der Eigenständigkeitserklärung und manchmal zusätzlich in der eidesstattliche Versicherung, dass du sie selbst geschrieben hast.

Da es sich um einen illegalen Vertrag handelt, ist dieser zudem bei Nichterfüllung nicht gültig. Der Ghostwriter kann dich also ganz schön im Regen stehen lassen. Vor allem unseriöse, überraschend günstige Anbieter nutzen diese Tatsache manchmal nach Jahren, um Geld zu erpressen.

Außerdem bleibt am Ende immer noch die mündliche Prüfung, in der du überzeugen musst. Kannst du das, wenn du die Arbeit gar nicht geschrieben hast? Wohl eher nicht.

Aber was sind die Alternativen dazu, dir deine Hausarbeit oder Bachelorarbeit von einem Ghostwriter schreiben zu lassen? 

Die gute Nachricht: Du kannst Schreiben lernen. Und das ist wichtig, dass du das tust. Es ist eine der Kernkompetenzen in Job und Studium.

Erlaubt ist es auch, dir bei der Abschlussarbeit helfen zu lassen. Zum einen auf die Ergebnisse zu kommen und zum anderen Fehler zu beseitigen. Du kannst dir auch einen Ghostwriter suchen, seine Arbeit aber nur zur Inspiration verwenden.

Viele Hochschulen helfen Studenten, die eine große Arbeit schreiben müssen, in sogenannten Schreibzentren. Aber auch ein Schreibcoaching kann helfen, wenn du einfach nicht vorankommst. Des weiteren gibt es viele gute Bücher und Blogs zum Thema „wissenschaftliches Arbeiten“. Ein guter Lektor kann am Ende auch nochmal die Qualität der Arbeit anheben.

Also, deinen Uni-Abschluss bzw. deine berufliche Karriere aufs Spiel setzen ist ein bisschen Zähne zusammenbeißen doch nicht Wert, oder?

 

 

 

Hier findest du ein hilfreiches E-Mail-Coaching, das dich beim Schreiben deiner Hausarbeit / Seminararbeit begleiten wird

 

 

 

 

 


8 Kommentare für "Hausarbeit schreiben: Eine SOS-Anleitung (auch für Seminararbeit, Bachelorarbeit & Masterarbeit)"

  1. Josi sagt:

    Hallo, ich bin gerade dabei eine Hausarbeit zu schreiben. Erst meine zweite mit 10 Seiten, welche aber eine gute Vorbereitung auf die Facharbeit und die auf mich zukommenden Hausarbeiten im Studium ist. Ich finde es wichtig, vorher den Kopf frei zu haben und sich über sein Zeitmanagement bewusst zu sein, sich sozusagen einen kleinen visuellen oder schriftlichen Plan zu erstellen, mit Möglichkeiten zur Verschiebung. Denn ich kann nur arbeiten, wenn ich andere Dinge erledigt habe oder genau weiß, wie ich alles unter einen Hut bekomme. Da wir mehrere Ausarbeitungen zurzeit schreiben müssen, habe ich diese vor Beginn meiner Hauptaufgabe erledigt, damit ich einen freien Kopf und Ruhe für die Hausarbeit habe. Des Weiteren setze ich mir kleine Ziele beim schreiben, nach zwei Stunden war bei mir jeweils die Luft raus, was nicht schlimm ist, da es eben wichtig ist früh genug anzufangen und man somit einen Puffer hat und sich keinen Druck machen muss. Wie oben beschrieben geht’s dann nach ein paar Stunden noch einmal weiter oder am nächsten Tag. Wichtig sind Pausen in denen man einfach was anderes macht. LG

  2. Katja sagt:

    Danke für die Informationen!!!

  3. Yannick sagt:

    Hey Martin,

    danke für die Tipps! Was die Suchanfragen zu Ghostwritern angeht ist schon absolut erstaunlich – besonders wenn man bedenkt, dass mir ein schnelles googeln sagt, dass EINE Seite von so einem Ghostwriting-Service 40-60€ kostet. Und dabei ist Hausarbeiten-Schreiben so einfach, wenn man weiß wie’s geht, und kann noch dazu – genau wie du es sagst – Flow auslösen. Und das ist, finde ich, einer der coolsten Zustände, den es gibt. Wäre gespannt, was du in deinem Buch so dazu sagst!

    Viele Grüße,
    Yannick.

    1. Hallo Yannick, ja, Schreiben kann sooooo viel Spass machen. Selbst Hausarbeiten! 😉 Man lernt, wie man seine Gedanken strukturiert und wie man diszipliniert arbeitet. Wer gut schreiben kann, kann klar denken und verständlich kommunizieren. Klar ist es schwer, gut Schreiben zu lernen – aber wenn nicht durch eine Hausarbeit oder Bachelor-Arbeit, wie und wo dann?

      Viel Erfolg allen, die gerade über einem Text brüten!

      Martin

  4. Kathrin sagt:

    Hallo Martin,

    danke für die Tipps. Ich stecke in den letzten Monaten in einem richtigen Hausarbeiten-Marathon und sitze gerade an meiner 6. seit Jahresbeginn.

    An zwei Punkten möchte ich noch etwas ergänzen.

    Tipp 2 würde ich so nicht zu 100% zustimmen. Es kann auch sehr lähmend sein, wenn man das komplizierteste und schwierigste Thema zu Beginn gleich lösen möchte. Das geht meistens noch gar nicht, weil das Wissen über das Thema einfach noch zu rudimentär ist. Um mich zu motivieren, setze ich mich am Anfang erstmal an den Bereich, der mich am meisten begeistert.

    Gegen Schreibblockaden hilft es mir besonders, wenn ich meinen Perfektionismus an den Satzbau aufgebe. Man sollte sich bewusst sein, dass die erste Fassung immer nur eine Rohfassung ist. Ein Tipp dazu: Es lohnt sich möglichst schnell zu schreiben ohne auf Grammatik, Rechtschreibung o.ä. zu achten und anzuhalten. Wenn man sich den Text danach durchliest, merkt man, dass er trotzdem gar nicht so übel ist. Alternativ kann man die Gedanken auch mit einem Aufnahmegerät festhalten. Hier gilt im Prinzip genauso das Pareto-Prinzip.

  5. Lara sagt:

    Wehre dich gegen Zeitdiebe!! das kenne ich, nie finde ich meine Wohnung so unaufgeräumt, …. außer ich habe zu „BÜFFELN“, plötzlich muss ich dringend mal schnell putzen,..dann habe ich Hunger, … während dem Lernen fällt mir ein, dass der Mensch viel trinken sollte, also muss ich wieder in die Küche, usw. Fazit: ich muss mich ZWINGEN an meinem Schreibtisch sitzen zu bleiben. Geht es euch auch so? liebe Grüße Lara

  6. Marco sagt:

    Viele gute Ideen zur Motivation und zum Zeitmangement – keine Frage. Einiges kannte ich schon, habe aber auch noch viel Neues gefunden (oder die besondere Formulierung hat mich angesprochen), dafür vielen Dank!
    Diese Infos sind aber für gar so viele andere Ziele genauso gut einsetzbar – Schreibblockaden lassen sich damit leider weniger gut lösen.
    Dafür kann ich Allen nur das Buch von Otto Kruse „Keine Angst vor dem leeren Blatt…“ http://www.amazon.de/Keine-Angst-leeren-Blatt-Schreibblockaden/dp/3593366592/ ans Herz legen.
    Mittlerweile glaub ich in der 11. Auflage erschienen?
    Für mich war GRIN http://www.grin.com mit seinem Archiv immer ein Startpunkt, der meine Gedanken geordnet hat – lesen, was andere gedacht haben spornt an die Dinge nochmals anders zu beleuchten und
    so die eigene Meßlatte festzulegen.

  7. Pingback: hausarbeiten
  8. danke für diesen Blog! ich kann den Inhalt nur unterstützen – ist für alle Studierenden wichtig!

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