Lernziele: Warum ist der Weg nicht das Ziel? Wie du konkrete Lernziele setzt und so deine Prüfungen rockst.

Stehst du vor einer wichtigen Prüfung an der Uni, Schule oder für deine Weiterbildung? Wie sollst du mit dem Lernen anfangen? Die Antwort ist einfach: Setze dir konkrete Lernziele, damit du deine Energie bündelst!

 

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Lernziele setzen: Je konkreter deine Lernziele sind, desto sicherer wird dein Prüfungserfolg

Lernziele erreichen mit dem Lern-BestsellerHast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was Lernziele mit deinem Erfolg zu tun haben? Meiner Erfahrung nach stecken sich die wenigsten Schüler und Studenten konkrete Lernziele, sondern lernen einfach drauf los. Warum das ein Fehler ist und wie du mit Köpfchen an die ganze Sache rangehst, erfährst du in meinem Buch Bestnote. Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren“, hier ist ein Auszug aus diesem Lernratgeber:

 


Lernziele: Warum der Weg nicht das Ziel ist

Bestimme deine Lernstrategie

Prüfungsangst ist ein riesiger Zeit- und Energiefresser. Erst macht sie nervös, dann raubt sie Schlaf und blockiert am Ende die Gedanken. Entspannungstechniken bringen nicht viel, wenn die Ursache nicht gepackt wird: Unsicherheit! Unsicherheit darüber, was drankommt, worauf Wert gelegt wird und ob man das Wissen im rechten Moment parat hat.

Je mehr man über eine Situation weiß, desto sicherer wird man! Schwächen können gezielt angegangen werden. Aus den folgenden Fragen kannst du eine spezielle Lernstrategie für die nächste Prüfung entwickeln:

Zentrale Fragen, um deine Lernziele zu bestimmen

  • Wie bekomme ich heraus, welche Inhalte in der Prüfung drankommen?
  • Was sind die Erfolgsfaktoren der nächsten Prüfung?
  • Wie verhindere ich, dass ich mich verzettele?

 

Klausuren leicht bestehen durch spezifische Lernziele

Warum ist der Weg nicht das Ziel?

Sicher kennst du die buddhistische Weisheit „Der Weg ist das Ziel“. Leider trifft sie auf Lernziele nicht zu – auch wenn viele Schüler und Studenten nach dieser Maxime leben und sich deshalb leicht verlaufen. Statt innezuhalten und zu fragen „Wieso?“, schieben sie Überstunden und merken nicht, dass sie in die falsche Richtung unterwegs sind.

Das kann fatale Folgen haben, wie ich selbst leidvoll erfahren musste: Ich bereitete mich einmal intensivst auf die Bewerbung an meiner Traum-Uni vor. Da die Zulassungsprüfung anspruchsvoll war, legte ich mich mächtig ins Zeug und lernte ein komplettes Buch „Volkswirtschaft“ auswendig. Zwar hatte ich theoretisch viele Mechanismen im Kopf. Praktisch war ich jedoch nicht in der Lage, das situationsbezogen anzuwenden. 400 Seiten Infos in meinem Kopf – alle wertlos! Zwei Monate hatte ich Stunde für Stunde Fakten, Diagramme, Definitionen gebüffelt. Umsonst. Ich hatte zu viel gelernt! Es wäre sinnvoller gewesen, mich mit einem Freund in den Park zu setzen und die Konzepte zu diskutieren. Mein großer Traum war geplatzt.

Es bringt nichts, doppelt so schnell zu werden, wenn wir in die falsche Richtung unterwegs sind.

Lernziele in Prüfungen: Warum der Weg nicht das Ziel ist

Das fleißige Bienchen mit dem Hammer

Uns hindern alte Gewohnheiten. In der Schule ist Lernen nicht so komplex wie im Studium oder in der Berufsprüfung. Dort muss man „nur“ einen überschaubaren Lernstoff parat haben. Fakten sind gefragt. Man muss sich Infos sicher einprägen und genau so wieder abrufen. Später kommen ein paar Schreibfähigkeiten und mündliche Prüfungen hinzu. Der Fokus aber bleibt: Man testet, wie gut Schüler auswendig lernen können. Wer damit Erfolg hat, entscheidet sich für ein Studium. Doch nun unterscheiden sich die Struktur und Komplexität des Wissens stark nach Situation und Fach. Wer weiterhin auf dieselbe Art und Weise lernt, verschenkt Potenzial.

Es gilt das „Gesetz des Hammers“: Haben wir nur einen Hammer in der Werkzeugkiste, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus. Dann versuchen wir, unsere Probleme immer mit derselben Technik zu lösen und beachten nicht die speziellen Anforderungen, die eine Variation der Methode erfordern würden. So klopfen wir wild drauflos, weil wir nur das Hämmern, aber nicht Schrauben, Sägen und Malern gelernt haben. Ein solcher Handwerker würde sofort entlassen werden!

Haust du auch immer wieder in dieselbe Kerbe,
ohne deine Lernstrategie der konkreten Prüfungssituation anzupassen? 

 

Passt deine Lernstrategie zu deinen Lernzielen?

Gab es in deiner Klasse auch Leute mit super Noten, die es im Studium plötzlich besonders schwer hatten? Unsere Klassenbeste hat ihr Studium fast abgebrochen! Meist ist es das gleiche Muster: Die fleißigen Bienchen schwirren umher. Sie haben gelernt, diszipliniert die anfallende Arbeit abzuarbeiten. Diese wird im Studium viel mehr, die Erfolgsfaktoren ändern sich. Nun gerät das fleißige Bienchen in Stress. Es schwirrt schneller und aufgeregter. Irgendwann kommt es nicht mehr mit oder verzettelt sich an verlockenden Blüten, die aber unfruchtbar sind.

Konkrete Lernziele helfen, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Was ist der beste Weg zum Lernen?

Wir müssen unsere Welt auf den Kopf stellen

Lernbücher verwenden gern die Trilogie „Input – Verarbeitung – Output“ in Anlehnung an den Computer, wenn sie von Lernprozessen sprechen. Diese Metapher stammt aus den 70ern und ist überholt. Das Gehirn ist kein PC. Es ist viel komplexer. Manchmal muss man Prozesse parallel bewältigen oder die Reihenfolge umdrehen. Ich brauche z. B. den Output (erste Zeilen), um neue Ideen und Input für meine Texte zu generieren. Die Gliederung in Wissensinput – Verarbeitung – Output hat noch einen weiteren Fehler: Sie stellt das Ziel ans Ende. Wir müssen uns aber zum Anfang bereits Gedanken über die Art der Wiedergabe machen! So kann der Stoff zielgerichtet aufbereitet werden. Das macht auch das Abrufen einfacher und sicherer.

Wie effektiv du lernst und wie schnell du deine Lernziele erreichst, hängt von deinem Lernprozess ab.

Bisher lernen viele nach dem Motto: „Was auf den Tisch kommt, wird gelernt!“, also „datengetrieben“. Sie nehmen alles hin, stopfen das Material in sich hinein, differenzierende Denkprozesse sind auf „AUS“ gestellt. Dieses passive Lernen ist nicht effizient. Wir müssen uns proaktiv einen eigenen Fahrplan entwerfen, die Themen abgrenzen, einteilen und lebhaft aufbereiten.

Lernziele setzen und erreichenEine Anektode aus meiner Prüfungszeit, ist meine Begegnung mit dem „Phantom“: Bei uns kannte man eigentlich alle Studenten, das Phantom aber habe ich nur ein einziges Mal im Kopierraum getroffen. Wir kamen ins Gespräch und das Phantom erklärte mir: „An dieser Uni kommt es mehr darauf an zu zeigen, dass man kritisch denken kann. Deswegen kopiere ich mir nur zentrale Texte, arbeite diese gründlich durch und diskutiere die mit einem Kumpel. Das hat bisher immer gereicht!“ Uiiihh, da stand ich mit meinen dicken Kopierordnern. Entblößt in meinem Detailfimmel.

Ein anderes Aha-Erlebnis hatte ich bei einer Teamarbeit für eine Präsentation / ein Referat. Während ich gründlich gelesen hatte und mit meinem Kollegen zuerst über den Inhalt sprechen wollte, hatte dieser den Text lediglich überflogen und bestand darauf, dass wir zuerst die Präsentationsstruktur entwerfen und gezielt nur die notwendigen Infos heraussuchen. Während ich zwei Tage und zwei separate Treffen eingeplant hatte, waren wir bereits nach drei Stunden fertig.

Oft dauert es nicht lange, die Erfolgsfaktoren für die nächste Prüfung zu bestimmen: Stefan muss 80 Bücher für die Literaturprüfung lesen. Nach kurzer Diskussion im Seminar wird klar, dass er die Bücher gar nicht im Detail lesen, sondern einordnen muss. Er muss dafür im Groben die Inhalte kennen und verstehen, warum ein Buch für eine Epoche bedeutsam ist. Statt ein Buch zeilengenau zu lesen, muss er sich mehr mit dem Buch an sich und seinen Hintergründen beschäftigen. Zeitbedarf für das Gespräch: 15 Minuten. Ersparnis: viele schlaflose Nächte…

Lernziele: Warum der Weg nicht das Ziel ist?

Lernziele für Prüfungen: Fazit

Ohne konkrete Lernziele verschwendest du deine Energie. Viele stürzen sich sofort auf das Skript, das Lehrbuch, den Lernstoff, ohne sich zu fragen, WAS sie davon WIE lernen müssen. *Zonk! – DU willst, du brauchst eine Richtung! Sonst wirst du nervös und riskierst Prüfungsangst. Behalte das langfristige Ziel im Auge, du willst diese Prüfung nutzen, nicht nur um diese zu bestehen, sonder AUCH um in der NÄCHSTEN Klausur oder mündlichen Prüfung noch besser, cleverer, präziser, sicherer zu werden.

Lernziele erreichen mit dem Lern-BestsellerSich Lernziele zu setzen ist der erste Schritt auf der Zielgeraden Richtung Bestnote! Welche vier Faktoren deinen Prüfungserfolg ausmachen, erfährst du im dem Buch „Bestnote: Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren“.

Ich wünsche Dir bei deiner Prüfung / Klausur / Referat viel Erfolg!

Dein Dr. Martin Krengel


P.S. Was sind deine aktuellen Lernziele? Was hast du für Schwierigkeiten und Erfahrungen mit Prüfungen / Klausuren / Referaten gemacht? Diskutiere mit uns und helfe damit dir und anderen … >>








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