Effektive Lernstrategien: Wie du rauskriegst, was in deiner nächsten Prüfung drankommt ✿ (6-Schritt-Lernstrategie-Plan)

Die perfekte Prüfungstrategie Schritt-für-Schritt erarbeitet:

Egal ob in der Schule oder im Studium – ohne die richtigen Lernstrategien erreichst du deine Lernziele entweder gar nicht oder nur mit Müh‘ und Not.

Effektiv lernen heißt, dir VOR dem Lernen über deine  Lernziele und deine Lernstrategie klar zu werden.

 

Folgende Fragen gilt es zu klären:

  1. Wie bekomme ich heraus, was wichtig ist?
  2. Wie kann ich entscheiden, wann ich genug weiß?
  3. Was muss ich mir besonders anschauen, was kann ich vernachlässigen?

Zu einer guten Prüfungsvorbereitung gehören Prioritäten, Fokus und Motivation. All das bekommst du in diesem Artikel! Erfahre gleich, wie und warum du mit den richtigen Lernstrategien jede Klausur mit bestehst.

 

Lernziele erreichen mit dem Lern-BestsellerDie wenigsten Schüler und Studenten denken über ihre Lernziele und Lernstrategie nach, sondern lernen einfach drauf los.

Das ist ein großer Lernfehler. Wenn nicht der fatalste Lernfehler überhaupt.

Warum? Das liest du hier in diesem Artikel – der ein Auszug aus dem Buch „Bestnote. Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren“ ist.

 

 


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Wie sich mein Verständnis über die richtige Lernstrategie plötzlich  komplett auf den Kopf stellte

 

Es war ein kühler Wintertag an der Uni – unmittelbar vor Beginn der Prüfungszeit.

Ich wusste nicht, wo mir der Kopf stand: Sechs Prüfungen lagen vor mir.

Ich wollte eigentlich lieber auf die Skipiste, als in meinen Ferien in der verstaubten Bibliothek zu versauern. Doch in den verbleibenden Tagen war das Pensum kaum zu schaffen. Nicht mit herkömmlichen Methoden.

Ich musste meine Lernmethodik und den ganzen Lernprozess ändern … und zwar radikal.

Ich beschloss ein Experiment: Ich gab mir für eine Prüfung genau ein Wochenende Lernzeit.

Das Vorlesungsskript umfasste 80 Seiten, das Buch 600. Uff. Ich musste hart priorisieren: In dem Skript sollten alle relevanten Inhalte drinstehen. Wozu brauche ich dann das Buch? Ich entschied, es nur als Nachschlagewerk zu verwenden. Dies sparte eine Woche Leseaufwand.

Dann blätterte ich das Skript mit zwei Fragen im Kopf durch:

  1. Wenn ich Dozent wäre, was würde ich wollen, dass sich meine Studenten merken?
  2. Welche Inhalte kommen zu 80 Prozent Wahrscheinlichkeit nicht dran?

Ich markierte entsprechende Inhalte und strich Themen mit geringer Relevanz. Im folgenden verdeutlichte ich die innere Struktur mit Farben, Trennstrichen und Überschriften und übersetzte wichtige Fakten in Lernbilder.

Nach dem Wochenende kam der Prüfungstag. Ich fühlte mich unwohl, aber schrieb wie ein Wahnsinniger. Die Zeit war flugs um. Ich zögerte, gab schließlich doch ab. Schwitz! Ob das gut geht?

Sechs Wochen später bekam ich das Ergebnis und war entsetzt: Ich habe die Bestnoten geschrieben. Ich war entsetzt! Eine 1,0 mit zwei Tagen Aufwand?! Hatten die meine Matrikelnummer vom Prüfungsamt vertauscht?

Ich war entsetzt! Eine 1,0 mit zwei Tagen Aufwand?!

Kann ich in der Hälfte der Zeit eine ganze Note besser sein?

Mein mentales Modell war bis dahin „mehr Arbeit = bessere Leistung“: Nur wenn ich gründlicher läse, länger lernte und intensiver recherchierte, würde ich mehr Erfolg haben.

Ich quälte mich durch zähe Texte und versuchte jeden Satz zu verstehen.

Ein Studienfreund ging genau andersherum an den Text heran: Er blätterte das Buch nur durch und suchte die Zusammenfassungen. Diese versuchte er zu verstehen und Anwendungen zu finden. Nur wenn ihm das nicht gelang, las er das entsprechende Kapitel intensiv. Während ich mich vier Wochen Zeile um Zeile quälte, brauchte er gerade zwei Wochen – und schnitt eine ganze Note besser ab! Während mein Hirn überfrachtet und verwirrt von den Details war, hatte er sich einen Überblick erarbeitet und die Zusammenhänge verstanden.

Mehr ist nicht immer besser. Im Gegenteil: Ab einem bestimmten Aufwand verschlechtern sich die Ergebnisse: immer dann, wenn wir vor Perfektionismus am falschen Ende beginnen.

Mir wurde klar, dass sich einiges im Lernprozess verbessern lässt.

Ich experimentierte mit Lerntechniken und entwickelte Strategien, um die Informationsflut zu besiegen. So bringe ich heute meinen Seminarteilnehmern bei, die wichtigsten Aussagen eines Buches in nur einer Stunde zu verstehen oder sich zehn chinesische Vokabeln inklusive Schriftzeichen in acht Minuten zu merken.

 

Aufgrund dieser krassen Prüfungserfahrungen wurde ich Lernexperte und Autor einen Lernratgebers. Mir war klar: All diese ganzen Loci-Techniken und Lerntipps siedeln auf zu niedriger Ebene an.

Vor der Lerntechnik und Lernmethoden zum Auswendig Lernen brauchst du vor allem eins:

Die richtige Lernstrategie.

Bitte investiere 10 Minuten Lesezeit in diesen Artikel. Er wird die Art, wie du übers Lernen nachdenkst vollkommen ändern!

 

Es fängt mit der Richtung an: Wenn du doppelt so schnell lernst, aber es der falsche Lernstoff ist, verschwendest du doppelt soviel Energie für nix.

Deswegen starten wir mit Lernzielen.

Effektives Lernen starten mit den Lernzielen

 

Bevor du die perfekte Prüfungsvorbereitung angehen kannst und deine Lernstrategie und den Lernplan darauf aufbauen kannst, musst du den größten Lernfehler überhaupt kennen:

Zentrale Fragen, um deine Lernziele zu bestimmen
  • Wie bekomme ich heraus, welche Inhalte in der Prüfung drankommen?
  • Was sind die Erfolgsfaktoren der nächsten Prüfung?
  • Wie verhindere ich, dass ich mich verzettele?

Klausuren leicht bestehen durch spezifische Lernziele

Warum ist der Weg nicht das Ziel?

Sicher kennst du die buddhistische Weisheit „Der Weg ist das Ziel“. Leider trifft sie auf Lernziele nicht zu – auch wenn viele Schüler und Studenten nach dieser Maxime leben und sich deshalb leicht verlaufen. Statt innezuhalten und zu fragen „Wieso?“, schieben sie Überstunden und merken nicht, dass sie in die falsche Richtung unterwegs sind.

Das kann fatale Folgen haben, wie ich selbst leidvoll erfahren musste:

Ich bereitete mich einmal intensivst auf die Bewerbung an meiner Traum-Uni vor. Da die Zulassungsprüfung anspruchsvoll war, legte ich mich mächtig ins Zeug und lernte ein komplettes Buch „Volkswirtschaft“ auswendig. Zwar hatte ich theoretisch viele Mechanismen im Kopf. Praktisch war ich jedoch nicht in der Lage, das situationsbezogen anzuwenden.

400 Seiten Infos in meinem Kopf – alle wertlos! Zwei Monate hatte ich Stunde für Stunde Fakten, Diagramme, Definitionen gebüffelt. Umsonst. Ich hatte zu viel gelernt! Es wäre sinnvoller gewesen, mich mit einem Freund in den Park zu setzen und die Konzepte zu diskutieren. Mein großer Traum war geplatzt.

Durch diese schmerzhafte Prüfungserfahrung habe ich gelernt:

Es bringt nichts, doppelt so schnell zu werden, wenn wir in die falsche Richtung unterwegs sind.


Lernziele in Prüfungen: Warum der Weg nicht das Ziel ist

Das fleißige Bienchen mit dem Hammer

Uns hindern alte Gewohnheiten. In der Schule ist Lernen nicht so komplex wie im Studium oder in der Berufsprüfung. Dort muss man „nur“ einen überschaubaren Lernstoff parat haben. Fakten sind gefragt. Man muss sich Infos sicher einprägen und genau so wieder abrufen. Später kommen ein paar Schreibfähigkeiten und mündliche Prüfungen hinzu. Der Fokus aber bleibt: Man testet, wie gut Schüler auswendig lernen können. Wer damit Erfolg hat, entscheidet sich für ein Studium. Doch nun unterscheiden sich die Struktur und Komplexität des Wissens stark nach Situation und Fach. Wer weiterhin auf dieselbe Art und Weise lernt, verschenkt Potenzial.

Es gilt das „Gesetz des Hammers“:

Haben wir nur einen Hammer in der Werkzeugkiste, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

Dann versuchen wir, unsere Probleme immer mit derselben Technik zu lösen und beachten nicht die speziellen Anforderungen, die eine Variation der Methode erfordern würden. So klopfen wir wild drauflos, weil wir nur das Hämmern, aber nicht Schrauben, Sägen und Malern gelernt haben. Ein solcher Handwerker würde sofort entlassen werden!

Haust auch DU immer wieder in dieselbe Kerbe,
ohne deine Lernstrategie der konkreten Prüfung anzupassen? 

 

Passt deine Lernstrategie zu deinen Lernzielen?

Gab es in deiner Klasse auch Leute mit super Noten, die es im Studium plötzlich besonders schwer hatten? Unsere Klassenbeste hat ihr Studium fast abgebrochen! Meist ist es das gleiche Muster: Die fleißigen Bienchen schwirren umher. Sie haben gelernt, diszipliniert die anfallende Arbeit abzuarbeiten. Diese wird im Studium viel mehr, die Erfolgsfaktoren ändern sich. Nun gerät das fleißige Bienchen in Stress. Es schwirrt schneller und aufgeregter. Irgendwann kommt es nicht mehr mit oder verzettelt sich an verlockenden Blüten, die aber unfruchtbar sind.


Konkrete Lernziele helfen, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Was ist der beste Weg zum Lernen?

Wir müssen unsere Welt auf den Kopf stellen

Lernbücher verwenden gern die Trilogie „Input – Verarbeitung – Output“ in Anlehnung an den Computer, wenn sie von Lernprozessen sprechen. Diese Metapher stammt aus den 70ern und ist überholt.

Das Gehirn ist kein PC. Es ist viel komplexer. Manchmal muss man Prozesse parallel bewältigen oder die Reihenfolge umdrehen. Ich brauche z. B. den Output (erste Zeilen), um neue Ideen und Input für meine Texte zu generieren. Die Gliederung in Wissensinput – Verarbeitung – Output hat noch einen weiteren Fehler: Sie stellt das Ziel ans Ende. Wir müssen uns aber zum Anfang bereits Gedanken über die Art der Wiedergabe machen! So kann der Stoff zielgerichtet aufbereitet werden.

Das macht auch das Auswendig lernen, speichern und Abrufen des Lernstoffs einfacher und sicherer.

 

Wie effektiv du lernst und wie schnell du deine Lernziele erreichst, hängt von deinem Lernprozess ab.

 

Bisher lernen viele nach dem Motto: „Was auf den Tisch kommt, wird gelernt!“, also „datengetrieben“. Sie nehmen alles hin, stopfen das Material in sich hinein, differenzierende Denkprozesse sind auf „AUS“ gestellt. Dieses passive Lernen ist nicht effizient. Wir müssen uns proaktiv einen eigenen Fahrplan entwerfen, die Themen abgrenzen, einteilen und lebhaft aufbereiten.

 

Eine Anektode aus meiner Prüfungszeit, ist meine Begegnung mit dem „Phantom“:

Bei uns kannte man eigentlich alle Studenten, das Phantom aber habe ich nur ein einziges Mal im Kopierraum getroffen. Wir kamen ins Gespräch und das Phantom erklärte mir:

Lernziele setzen und erreichen„An dieser Uni kommt es mehr darauf an zu zeigen, dass man kritisch denken kann. Deswegen kopiere ich mir nur zentrale Texte, arbeite diese gründlich durch und diskutiere die mit einem Kumpel. Das hat bisher immer gereicht!“

Uiiihh, da stand ich mit meinen dicken Kopierordnern. Entblößt in meinem Detailfimmel.

Ein anderes Aha-Erlebnis hatte ich bei einer Teamarbeit für eine Präsentation / ein Referat. Während ich gründlich gelesen hatte und mit meinem Kollegen zuerst über den Inhalt sprechen wollte, hatte dieser den Text lediglich überflogen und bestand darauf, dass wir zuerst die Präsentationsstruktur entwerfen und gezielt nur die notwendigen Infos heraussuchen. Während ich zwei Tage und zwei separate Treffen eingeplant hatte, waren wir bereits nach drei Stunden fertig.

Oft dauert es nicht lange, die Erfolgsfaktoren für die nächste Prüfung zu bestimmen: Stefan muss 80 Bücher für die Literaturprüfung lesen. Nach kurzer Diskussion im Seminar wird klar, dass er die Bücher gar nicht im Detail lesen, sondern einordnen muss. Er muss dafür im Groben die Inhalte kennen und verstehen, warum ein Buch für eine Epoche bedeutsam ist. Statt ein Buch zeilengenau zu lesen, muss er sich mehr mit dem Buch an sich und seinen Hintergründen beschäftigen. Zeitbedarf für das Gespräch: 15 Minuten. Ersparnis: viele schlaflose Nächte…


Zum Weiterlesen: Mein Lern-Starter-Kit für dich:

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Lernziele erreichen mit dem Lern-BestsellerSich Lernziele zu setzen ist der erste Schritt auf der Zielgeraden Richtung Bestnote! Welche vier Faktoren deinen Prüfungserfolg ausmachen, erfährst du im dem Buch „Bestnote: Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren“.

Ich wünsche Dir bei deiner Prüfung / Klausur / Referat viel Erfolg!

Dein Dr. Martin Krengel

 

 


Lernziele: Warum der Weg nicht das Ziel ist?

Fazit: Lernziele sind die Basis für jede gute Lernstrategie!

Ohne konkrete Lernziele verschwendest du deine Energie.

Viele stürzen sich sofort auf das Skript, das Lehrbuch, den Lernstoff, ohne sich zu fragen, WAS sie davon WIE lernen müssen.

*Zonk! – DU willst, du brauchst eine Richtung! Sonst wirst du nervös und riskierst Prüfungsangst. Behalte das langfristige Ziel im Auge, du willst diese Prüfung nutzen, nicht nur um diese zu bestehen, sonder AUCH um in der NÄCHSTEN Klausur oder mündlichen Prüfung noch besser, cleverer, präziser, sicherer zu werden.

Und nun gehts weiter mit den drei konkreten Schritten zum effektiven und gezielten Start in deinen Lernprozess …

 

 

 

In 6 Schritten zur perfekten Lernstrategie für deine Klausur oder mündliche Prüfung

 

Vorweg solltest du verstehen, was Millionen von Studierenden, Schülern aber auch erwachsene Lerner jeden Tag falsch machen:

Ihnen fehlt der Überblick, der Lernplan, die Strategie und vor allem fallen sie immer wieder in die „Hammer-Methode“ zurück. Und das ist die denkbar ungünstigste und unflexibelste Lernstrategie überhaupt … (Klicke aufs Video für mehr Infos)

 

 

Eine Lernstrategie fängt hier an:

1. Rekapituliere deine Ziele

Was sind deine Ziele für die Prüfung? Willst du nur bestehen oder peilst du die Bestnote an? Schaust du nach einem guten Aufwand/Noten-Verhältnis oder willst du möglichst viel (für dich) lernen?

Mit den richtigen Lernstrategien deine Ziele erreichen!

Je besser wir sein wollen, desto überproportionaler müssen wir Zeit investieren. Oft reicht es, 80 bis 90 Prozent des Stoffes gut gelernt zu haben. Die Kunst besteht darin, zentrale Inhalte zu identifizieren und diese dafür richtig gut zu verstehen.

 

Ordne dein Ziel für die nächste Prüfung ein:

120 % | Wissen erweitern. Du lernst nicht für den Prüfer, sondern für dich. Das ist dein absolutes Lieblingsthema, du willst alles darüber wissen. Die Prüfung ist dir eigentlich egal. Dann ist ein hoher Zeiteinsatz gerechtfertigt und die Motivation oft nicht so schwer, weil sie von innen kommt.

100 % | Kein Fehler / Risikominimierung. Du willst eine Topnote! Aber Vorsicht: Gib nicht 150 Prozent – die Gefahr, sich so zu verzetteln, ist zu groß! Stelle Kriterien auf: Was musst du wissen? Was sind die Erfolgsfaktoren? Werde gut darin, dein Wissen eloquent auf den Punkt zu bringen, Zusammenhänge zu verstehen und weiter zu denken, als es die Anderen tun!

80 % | Schwerpunkt-Strategie: Ein gutes Verhältnis von Aufwand und Lifestyle ist dir wichtig. Du brauchst Mut zur Lücke. Je nachdem, wie groß die Wahlfreiheit ist, kannst du Schwerpunkte setzen. Erlaubt eine Klausur die Auswahl von Fragen (z. B. drei aus fünf) kannst du zwei Themenblöcke ignorieren, ohne ein Risiko einzugehen.

60 % | Mini-Max-Strategie: Du willst mit geringem Aufwand vor allem eins: bestehen. Gerade für dich ist es wichtig, eng an den Erfolgsfaktoren zu bleiben, um Unnötiges zu sparen.

Die letzten 10 bis 20 Prozent sind diejenigen, die mich vor Prüfungen regelmäßig zum Wahnsinn treiben. Nehme ich mir nur 90 Prozent vor, fällt eine riesige Last von mir.“  Vanessa

 

 

 

 

Deine perfekten Lernstrategien

2. Welche Inhalte muss ich verstehen?

Meist wird kein einzelnes Thema geprüft, sondern der Stoff des gesamten Seminars, Schuljahres oder Semesters.

Deine Mission: herausfinden, wie wichtig und wahrscheinlich die einzelnen Teile sind. In der Regel wiederholen sich Prüfungen in der Grundstruktur. Zudem ist es ein riesiger Aufwand, Klausurfragen komplett neu zu stellen.

Meist wird nur die Frageform verändert. Das zugrundeliegende Bewertungsschema, die geforderten Kompetenzen und die gleiche Mischung aus Aufgabentypen sowie relevante Themengebiete bleiben meist gleich.

Um das besser zu erfassen, hilft es, folgende Faktoren zu kennen:

 

Anzahl der Fragen der letzten Klausuren.

In meinem Seminar hat z. B. Sophie, Biologin, ausgezählt, dass in den letzten drei Jahren immer genau 26 Fragen drankamen:

  • 8 davon zum Thema Hormone (30 %),
  • 6 zur Photosynthese (25 %) und
  • in den verbleibenden zehn Fragen wurden je zwei bis drei Fragen zu den anderen Stoffgebieten (z. B. Berechnungen) gestellt.

Ihre Lernprioritäten wurden griffiger: Sie muss alle Hormone und den Prozess der Photosynthese in- und auswendig können, dann hat sie mit diesen beiden Themen 55 Prozent der Klausur abgedeckt.

Es fehlen noch zwölf Fragen, die sich auf fünf weitere Themen aufteilen. Bei den komplizierten Rechnungen beschränkt sie sich auf zwei (von drei) Berechnungsarten, die ihr persönlich gut liegen. Das verwirrt sie weniger und sie verliert dadurch maximal eine Frage. Ein kalkulierbares Risiko.

Nun teilte sie ihre Lernzeit auf: Hormone = 25 Stunden, Photosynthese = 25 Stunden, je 5 Stunden für die fünf weiteren Themen.

 

Alte Klausuren gibt es beim Prüfer, Prüfungsamt, bei höheren Semestern oder der Fachschaft. Im Zweifel lohnt sich gezieltes googeln nach „Prüfungsfragen/Tipps für XY; Erfahrungen mit Prüfung XY“ etc.

Manchmal haben Studenten anderer Unis Fragen zu ähnlichen Prüfungen gepostet. Mediziner schreiben gern „Gedankenprotokolle“ und halten darin die Fragen und Antwortmöglichkeiten ihrer Multiple-Choice-Tests fest.

Gibt es keine Fundstelle oder ist das Fach brandneu, bitte den Dozenten um Probeaufgaben. In der Schule empfehlen sich gute Beziehungen zu höheren Jahrgängen. Diese kennen die harten Nüsse, hilfreiche Tricks und die Marotten des Lehrers.

 

Gewichtung.

Wie wurden die einzelnen Unterrichtsthemen gewichtet? Hat der Dozent ein Thema länger als geplant unterrichtet, dafür ein anderes gekürzt? Was nicht besprochen wurde bzw. was am Ende nicht wiederholt wird, ist oft nicht so wichtig. Gleiche dann die Vorlesungsfolien mit dem Buch ab. Wo liegen die Schwerpunkte? Welche Bereiche überlappen sich?

Vollziehe die Struktur der Vorlesung nach: Wie viele Folien gehören zu einem Themenblock? In welchem Teil gibt es die meisten Beispiele, Berechnungen, Statistiken, Exkurse? Zu welchen Themen musstet ihr zusätzlich ein Buchkapitel lesen? Zu welchen Inhalten gibt es die meisten Literaturempfehlungen?

Ein BWLer hat festgestellt, dass die Vorlesungen zwar ins Thema hineinführen, dass in den Prüfungen aber zu 80 Prozent der Übungsstoff und die Rechnungen aus den Tutorien gefragt sind. Er übte mehr Aufgaben und sah der Theorie gelassener ins Auge.

 

Wo ist der Kern?

Ziel ist es, einen gemeinsamen Nenner, hinter den einzelnen Fragen liegende Muster und Gemeinsamkeiten zu finden. Trage die Erkenntnisse zusammen. Unterschiedlichen Prüfungsfragen liegt oft dasselbe Ziel zugrunde. Betrachten wir einige Klausurfragen der letzten Jahre einer Statistikprüfung:

  • Diskutiere die Herausforderungen von quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden bei der Erforschung von XY.
  • Diskutiere die Dinge, die es zu beachten gilt, wenn man zwischen einem qualitativen und einem quantitativen Forschungszugang auswählen muss.
  • Die Logik von quantitativer und qualitativer Forschung ist gleich. Diskutiere!
  • Vergleiche und kontrastiere die Annahmen und den Aufbau dieser beiden Forschungsmethoden: „eine Umfrage“ und „eine ethnographische Studie“.

Was fällt auf? Es geht immer um einen Vergleich der Vor- und Nachteile und der Anwendung der zwei grundlegenden Forschungsparadigmen: entweder quantitativ mit statistischen Auswertungen (dazu zählen Umfragen, wie in Frage 4 verschleiert dargestellt) und qualitative Auswertungen (dazu zählen ethnografische Studien). Alle Fragen wollen auf ein und denselben Kern hinaus!

Hat man dieses Muster durchschaut, kann man ein entsprechendes Schema erstellen. Die Komplexität und Unsicherheit wird reduziert, es lernt sich viel entspannter.

Ebenso verhält es sich mit Berechnungen. Es gibt pro Fach nur eine bestimmte Anzahl von grundlegenden Verfahren oder Rechenarten, die man beherrschen muss. Alles drumherum sind Variationen und Anwendungen. Was sind die zugrunde liegenden wesentlichen Kernkompetenzen, die du zeigen/üben musst?

Die Zeit beim Lernen reicht nie für alles, aber immer für das Wesentliche.

Man kann ungefähr zehn Prozent des Vorlesungsstoffs von vornherein aussortieren (Exkurse, Beispiele, irrelevante Themen). Darüber hinaus ist es aber meist riskant, zu sehr auf Lücke zu lernen. Es ist einfacher, innerhalb der Themen zu gewichten. Spare lieber an Details, nicht an Themen! Ein guter Überblick („Global Picture“) über die Kernthesen und Zusammenhänge der Unterthemen sind mehr wert als 100 Fußnoten. Der Progress-o-Meter soll dir helfen, das Wichtigste von jedem Teilgebiet zu erarbeiten, ohne zu viel Zeit pro Bereich zu verschwenden.

 

 

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Eine Lernstrategie sollte berücksichtigen …

Was häufiger geprüft wird
  • „Harte“ Fächer: Anwendungen von Beweisen, aus Theorien abgeleitete Implikationen, Deduktion, Rechenwege, Transferaufgaben
  • „Weiche“ Fächer: Kontroversen, Debatten, Denkschulen, Hauptaussagen von Autoren
  • Inhalte, die weiter hinten im Semester/Jahr behandelt wurden
  • Verständnis und Anwendungen
  • Überschneidungen von Themengebieten (gleicher Inhalt in Übungen, Unterricht, im Buch)
  • (Forschungs-)Interessen des Profs
  • Zusammenfassungen und Wiederholungen von Inhalten im Unterricht/in den Arbeitsmaterialien
  • Aufgaben aus Übungen und Tutorien (vor allem die, die mehrmals in Abwandlungen vorkommen)
  • Je nach Fach (z. B. Jura, VWL, Soziologie) werden gern aktuelle Themen aus den Medien diskutiert

 

Mit den besten Lernstrategien zum Ziel

Was meist nicht explizit geprüft wird
  • Einführungslektionen
  • absolute Grundlagen (Basis-Formeln, Definitionen)
  • detaillierte Formeln und Herleitungen, mathematische Beweise (in angewandten Fächern wie BWL oder Statistiken)
  • beschreibendes Material
  • Beispiele, die nur zum Verständnis einer Theorie angeführt wurden
  • Exkurse
  • Inhalte der letzten/vorletzten Vorlesung (wenn das Thema neu und sehr komplex ist und der Prüfungstermin unmittelbar bevorsteht)
  • Gast-Lektionen

 

 

 

 

Deine perfekten Lernstrategien – Teil 3

3. Welche Kompetenzen sind gefragt?

Lernen setzt sich aus unterschiedlichen Kompetenzen zusammen. Manchmal heißt Lernen lediglich auswendig lernen, oft jedoch stehen Verstehen, Verinnerlichen und Automatisieren neuer Verfahren und Bewegungen bzw. eine gewisse Art zu denken und Dinge zu analysieren im Vordergrund.

Welche Anforderungen stellt die Prüfung an dich?

Ist es ein Multiple-Choice-Test, der Einzelinformationen abfragt (Details wichtig) oder eine anwendungsorientierte Prüfung, die viel Verständnis erfordert (Details können reduziert werden)?

 

Als Faustregel gilt:

Je mehr praxisrelevantes Wissen, Anwendungen oder Berechnungen verlangt werden, desto mehr musst du üben. Je konzeptioneller und theoretischer die Prüfung, desto mehr Lesen, Zusammenfassen und Mindmapping sind gefragt.

 

Passe deine Lernstrategien an die geforderten Kompetenzen an

 

Die Tabelle zeigt, dass jede Prüfung eigen ist und von anderen Erfolgsfaktoren bestimmt wird.

Gern werden in einer Prüfung mehrere Aufgabentypen kombiniert. Matthias hat z. B. eine Mischung aus 1. Offenen Fragen, 2. Multiple Choice und 3. Rechenaufgaben. Für den ersten Teil muss er Theorien und Argumente in Zusammenhang bringen, für den zweiten Teil Namen und Daten auswendig lernen und für den dritten Teil üben, üben, üben.

Details sind nicht per se zu verurteilen – sie werden gern aufgrund der guten Nachprüfbarkeit gefragt. In Fächern wie Jura, Medizin und Ingenieurswesen sind sie sogar lebensnotwendig. Versuche, die zentralen Fakten zu verstehen, aber halte dich dennoch nicht zu lange an Nebenschauplätzen auf.

 

In dem Video-Kurs hier gehe ich nochmal auf diese Unterschiede ein:

 

Effektiv lernen mit den besten Lernstrategien aller Zeiten

4. Erstelle ein „Psychogramm“ des Profs/Lehrers

Ein Detektiv beobachtet genau die Eigenheiten eines Menschen, um seine nächsten Schritte vorherzusagen. Da jeder Prüfer anders tickt, solltest auch du ein „Psychogramm“ deines Lehrers bzw. Profs erstellen: Welches Ziel verfolgt er? Worauf legt er besonders Wert? Hat er Lieblingsthemen? Pocht er auf eine spezielle Theorie oder (s)ein Buch oder ist er offen für andere Blickwinkel?

Gerade mündliche Prüfungen sind extrem personenabhängig: Musst du Dinge nur runterbeten, Verständnis zeigen, gute Beispiele bringen oder will der Prüfer einen kritischen Diskurs führen? Stellt er gerne fiese Fragen oder ist er handzahm?

Ein prägnantes Erlebnis hatte ich bei einem Prüfungsgespräch. Alles gut, so das Feedback. Aber keine Bestnote! Warum? Der Prof meinte, um wirklich gut zu sein, müsse man aus der Theorie ausbrechen können, unerwartete, neue Gedanken haben. Tatsächlich passte das ins Bild: Der Prof war ein Freigeist und berüchtigt für seine provokanten Ideen und unterhaltsame Vorlesungsart. Er war ein älteres Semester und gelangweilt, seit Jahren dasselbe zu hören. Nun war das Erfolgsrezept für seine Prüfungen klar: ihn überraschen, zum Denken bringen, entzücken. Für die nächste Prüfung bereitete ich mutige Thesen vor, die etwas abwegig erschienen, doch um die Ecke gedacht stichhaltig waren. Ein anderer Prof hätte mich wohl aus der Uni gejagt, aber er war begeistert! Mein Fazit: Gib dem Prof, was er will, und du bekommst die Note, die du möchtest.

„Der Professorin gefällt es, wenn man gute Beispiele geben kann, die weder in der Vorlesung noch im Lehrbuch vorkommen und der Prüfling möglichst viel redet. Nicht mein Steckenpferd, aber ich werde mich bemühen!“

Katrin

Was würdest du an seiner Stelle prüfen? Versetze dich in die Lage deines Prüfers, stelle dieselben Überlegungen an wie er: Welche Themen frage ich? Wie formuliere ich die Fragen? Wie bewerte ich die Antworten? Wie kann ich sehen, dass der Stoff wirklich beherrscht wird? Was sind gut prüfbare Details? Welche Zusammenhänge sollen verstanden werden?

Linktipp: Auf Meinprof.de kannst du sehen, wie andere Studenten deinen Dozenten einschätzen. Dieses Verzeichnis bietet Bewertungen für Fairness, Unterstützung, Material, Verständlichkeit, Spaß und das Note- / Aufwand-Verhältnis.

Unterschwellige Andeutungen. Es wirft ein schlechtes Bild auf den Dozenten, wenn alle Noten schlecht ausfallen. Ihr habt also ein ähnliches Interesse: Erfolg! Natürlich waren Dozenten selbst mal Prüflinge und besonders jüngere haben Mitleid. Sie dürfen dennoch die Aufgaben nicht verraten. Deswegen geben sie im Laufe des Jahres viele Hinweise, die leider meist überhört oder vergessen werden. Notiere unbedingt Bemerkungen wie diese: „Schaut euch das bitte noch mal genau an“, „Wir überspringen mal diesen Bereich, der ist nicht so wichtig“, „Das war ein kleiner Exkurs, kommen wir zurück zum …“, „Das sollten Sie sich noch einmal genauer ansehen“.

Sprechstunde. Du solltest mindestens einmal mit dem Dozenten reden, um ein paar Eingrenzungen und Schwerpunkte aus ihm herauszukitzeln. Am besten, du gehst mit einer Themenübersicht zu ihm: „Erinnern Sie sich an Vorlesung XY? Das war ja ein recht kompliziertes Thema. Ich habe Angst, mich da zu verzetteln. Wo würden Sie Schwerpunkte setzen? Was sollte ich besonders wiederholen?“ Frage gezielt nach Zweifelsfällen, klopfe Punkte ab, die weniger relevant erscheinen. Um dem Nachdruck zu verleihen, eignen sich geschlossene Fragen, die man eindeutig beantworten kann: „Ist Paragraf § 1234 prüfungsrelevant?“ oder: „Sollten wir uns XY noch einmal ansehen?“ Die meisten Dozenten werden ein paar Anspielungen machen – und aus den Reaktionen lässt sich einiges ableiten.

Kreuzverhör. Nehmt den Dozenten in der letzten Stunde in die Mangel: Du fragst: „Thema A ist sehr kompliziert. Was müssen wir davon verstehen?“. Dein Komplize ruft: „Ja, mir geht das genauso. Teilbereich XYZ von A ist unklar. Wie wahrscheinlich kommt das dran?“ Prüfer sagt: „Ach, das war doch nur ein Exkurs“ (Bingo! Zwei Tage Kopfzerbrechen gespart). Nummer Drei hakt nach: „Und wie sieht es mit Thema B aus? Was ist von den Theorien besonders wichtig?“ Der Prüfer antwortet diplomatisch: „Wenn ihr euch erinnert, haben wir XY detailliert besprochen. Ebenso hatten wir eine lange Diskussion über Z“. Lasst euch schwere Themen nochmals erklären. Versucht herauszuhören, welche Konzepte besonders wichtig erscheinen. Diese Methode funktioniert sehr gut, weil sie unverfänglich ist: Der Dozent wird in der Regel bereitwillig Detailfragen beantworten und Teilaspekte in den Zusammenhang einordnen.

Auch Lehrer unterscheiden sich: Der Diskutierer mag, wenn ihm Paroli geboten wird. Manche sind Laberlehrer, die ihre Formulierungen und Schlüsselbegriffe gern selbst hören („Nachhaltigkeit“, „ökologisch“, „Klimawende“, „Gerechtigkeit“, „Demokratie“) und mit denen man in der Pause gut fachsimpeln kann. Pedanten wollen genau ihre Begriffe wiedergegeben sehen. Hinzu kommen die Idealisten, die versuchen, eine bestimmte Prägung zu vermitteln. Bewahre geistige Distanz, nimm aber ein paar Gedanken mit auf, würdige diese. Gehe auf die verschiedenen Typen und Erwartungen ein. Wer so einmal einen „Stein im Brett“ hat, macht den Lehrer etwas nachgiebiger.

 

 


Effektiv lernen mit den besten Lernstrategien aller Zeiten

5. Wie viel Zeit / Platz habe ich?

Bei Hausarbeiten überwiegt anfangs die Angst vorm leeren Blatt und die Befürchtung, die geforderte Textmenge nicht zu schaffen. Dann sind die ersten Zeilen aufs Papier gebracht, man schreibt und schreibt. Erst fünf, dann zehn – plötzlich sind es 25 Seiten. Kurz vor knapp fällt einem wieder ein: Ups, der Text darf ja maximal 15 Seiten haben! Nun fällt das Kürzen schwer. Man hängt an seinen Worten, die man mühsam aufs Papier gebracht hat, selbst wenn diese nur vom roten Faden ablenken. Typisch: Erst brauchen wir unheimlich viel Zeit, um (zu viel) Text zu produzieren, dann genauso lange, um ihn einzudampfen. Abhilfe schaffst du, indem du die Arbeit in Teilprozesse aufteilst, z. B.:

  • These – Gegenthese – Synthese
  • Aspekt 1 (Vor- und Nachteile) – Aspekt 2 (Vor- und Nachteile)
  • Theorie – Praxis – Probleme bei der Anwendung

Ordne den einzelnen Gliederungspunkten eine feste Seitenzahl zu, z. B.: je vier Seiten pro Abschnitt. Damit hast du einen Orientierungspunkt und es zwingt dich, gleich die zentralen Konzepte auszuwählen. 3 mal 4 Seiten + je eine Seite für Einleitung, Schluss und Literaturverzeichnis klingen zudem weniger bedrohlich als „15 Seiten“ als Ganzes.

Dasselbe gilt für Klausuren. Teste, wie viel Text du in zwei Stunden produzieren kannst. Sagen wir, du schaffst zehn Seiten und es kommen vier Fragen dran. Dann hast du ca. zweieinhalb Seiten pro Frage, in denen du deine Argumentation unterbringen musst. Sollte das nicht gelingen, hilft nur eins: präzises Formulieren üben!

„Ich hätte bedenken müssen, dass ich für den Essay-Teil maximal 30 Minuten Zeit haben würde und deshalb nicht mehr als 1 bis 2 Seiten schreiben könnte. Allein diese „Planung“ hätte mich beruhigt.“

Jan


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Effektiv lernen mit den besten Lernstrategien aller Zeiten

6. Wähle die passenden Medien und Materialien

Kommen wir zu einem weiteren Problemfeld, mit dem viele kämpfen: schlechte Materialien. Wir haben einen Text, ein Lehrbuch oder ein Skript bekommen, das mehr an chinesische Hieroglyphen erinnert als an Deutsch. Beim ersten Lesen verstehen wir nur Bahnhof. Es ist, als wäre eine Mauer zwischen dir und dem Text:

 

Effektiv lernen mit den passenden Medien

 

Vielleicht kommen nur zehn Prozent Inhalt bei dir an (A). Es ist klar, dass man da leicht verzweifelt. Viele trauen sich an diesem Punkt nicht, mit anderen Medien und Materialien zu arbeiten, schauen auf den Mehraufwand oder hinterfragen nicht die Autorität des Dozenten. Sie machen es sich damit unnötig schwer.

Der Ausweg aus dieser Sackgasse besteht in einem scheinbaren Umweg: Bestimme mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses oder durch Stichworte, welche Konzepte es in dem Text zu verstehen gilt (B). Dann weiche auf leichteres Material aus: Nimm einführende Literatur und wähle Quellen, die gut nachvollziehbar sind (C).

Hast du die zentralen Inhalte und Konzepte verstanden, nimm das ursprüngliche Material und gleiche es mit dem Gelernten ab (D). Viele Dinge wirst du nun verstehen: „Ach, das will er damit sagen“. Schau, dass du nichts Wichtiges übersehen hast. Ansonsten kannst du die Originalliteratur nun beiseitelassen, wenn es nicht um die exakte Wiedergabe des Buches geht. Wenn doch, so fällt dir diese zumindest nun viel leichter.

 

Effektiv lernen mit den passenden Materialien

 

In vielen Fächern werden komplexe Dinge gern in Formeln ausgedrückt. Klar kann man so Worte sparen, doch Studenten ohne Händchen für Mathe verwirrt das eher. Mich machten abstrakte Gleichungen auch total kirre. Ein Blick in Altklausuren und Gespräche mit Studenten aus höheren Semestern machten klar: Am Ende mussten wir die grundlegenden Mechanismen der Volkswirtschaft, nicht die Gleichungen verstanden haben. Doch unser Lehrbuch war überflutet mit abschreckenden Formeln und obskuren Herleitungen. Ich kaufte mir ein dünneres, idiotensicheres Buch, das komplett auf mathematische Erklärungen verzichtete. So konnte ich mich aufs Grundverständnis fokussieren. Die Formeln? Nach denen fragte bis heute niemand!

Umgang mit Literaturlisten. Lass dich von langen Literaturlisten inspirieren, nicht verwirren. Gern schreiben Dozenten alle Quellen auf, die sie selbst einmal gelesen haben. Das heißt nicht, dass du sie auch alle durchackern musst.

Im Psychologiestudium wollte unsere ehrgeizige Dozentin nur Originalliteratur mit uns lesen. Ich fragte nach zugänglicheren Quellen, aber sie reagierte pikiert: Es wäre „notwendig“, die Klassiker zu lesen.

Andere Bücher könne sie nicht empfehlen. Gut, dass ich nicht auf sie hörte! Was bringt es mir, mich durch 60 Seiten eines russischen Kinderpsychologen zu quälen, der einen Fachdiskurs mit seinen Kollegen führte, wenn ich nicht mal die Grundlagen kenne? Zwei Dinge haben mich gerettet: Google und ein Einführungsbuch für Erstsemester, das mir einen Überblick über alle Teilgebiete verschaffte. Meine Kommilitonen, die den Anspruch hatten, die Texte wirklich komplett zu lesen, trauten sich dagegen gar nicht erst mitzudiskutieren. Sie waren nach der Lektüre verwirrt.

Kritische Distanz ist überlebenswichtig. Deine Aufgabe ist es, die relevantesten Autoren zu identifizieren und deren Kernaussagen nachzuvollziehen. Suche Texte, die du wirklich verstehst. Genau das soll die Uni ja auch lehren: die Fähigkeit, sich Überblick zu verschaffen und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

Linktipp: Auf sparknotes.com gibt es fantastische Gratis-Zusammenfassungen und Videos zur Weltliteratur – ideal für Geisteswissenschaftler und Schüler. Ein Blick auf getabstract.com ist für Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler lohnenswert, allerdings kostenpflichtig.

 


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Dein Dr. Martin Krengel

 


Effektiv lernen mit den besten Lernstrategien aller Zeiten

✿ Ein konkretes Beispiel für die Analyse der Prüfungsstrategie

Eine Lehramtsstudentin paukte für Erdkunde und fühlt sich von der Anzahl der Folien erschlagen. Doch das Problem schien weniger die Stofffülle – da müssen alle durch. Ihr fehlte eine Strategie: Die Hälfte des Semesters war um und sie lernte Folie für Folie, ohne sich einen Überblick über die Themenblöcke verschafft – geschweige denn, die vorhandenen Probeklausuren gesichtet zu haben. Folgende Überlegungen bringen ihr ein besseres Gefühl für die Prüfung:

  • Es sind acht verschiedene Themen, weil es eine Einführungsveranstaltung ist. Die soll aber vor allem eins: in das Thema einführen. Das detaillierte Verständnis der Hintergründe ist ein Fall für die Vertiefungen.
  • Betrachtet man die umfangreichen Folien, sieht man, dass dort viele kurze Infos in sehr allgemeiner Form stehen: Definitionen, Fachwörter, Zahlen und Aufzählungen.
  • Sie soll später den Stoff Schülern, nicht Forschern vermitteln.

Damit ist klar, dass die Prüfung breit angelegt ist und aus dem Abfragen grundlegender Fakten besteht. Wenn sie die Grafiken und Skizzen nicht bis ins letzte Detail durchdrungen hat, wird sie das nicht den Kopf kosten. Sie muss das Wesentliche aus jedem Teilgebiet herausarbeiten, ohne sich lange aufzuhalten. Ganz zufällig kam in der Pause dann heraus, dass die Prüfungszeit nur 45 Minuten beträgt. Für acht Themengebiete? Voilà: ein Faktenspiel!

Wir definierten weitere Schritte, um die Vermutung zu bestätigen:

  1. Eine Themenübersicht in Form eines Progress-o-Meters erstellen. Mit der Kategorisierung und dem Überblick sinken die gefühlte Stoffmenge und der Panik-Faktor.
  2. Den Vorlesungsstoff mit den Tutorien abgleichen, damit nichts Wichtiges übersehen wird. Welche Gebiete wurden besonders intensiv bzw. doppelt behandelt? Achtung: heiß!
  3. Damit zum Prof gehen. Fragen, was besonders relevant ist.

Nachdem wir diesen Fall durchgesprochen hatten und sie einen Lernplan erarbeitet hatte, ging es ihr deutlich besser. Das unterstreicht nochmals: Das Erarbeiten der Themen-Struktur und eine Eingrenzung des Ziels sind die wichtigsten Waffen im Kampf gegen Prüfungsangst!


 

Zum Weiterlesen: Lern-Starter-Kit

 

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Dein Dr. Martin Krengel

 

 


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