Der Lernplan für mehr Motivation und Fokus beim Lernen: Der Progress-o-Meter zeigt dir den Weg zur Bestnote

Braucht man überhaupt einen Lernplan? Macht ein Lernplan nicht mehr Arbeit, als er nützt? Nicht, wenn du es richtig machst!

Sechs Kriterien für den perfekten Lernplan

Nie wieder ein schlechtes Gewissen!

Viele sind enttäuscht vom Planen. Im Schnitt schaffen wir nur etwa die Hälfte dessen, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind zu optimistisch und planen keine Reserven ein. Dann haben wir ein schlechtes Gewissen, weil wir unseren Plänen hinterherlaufen. Dabei ist ein Lernplan nichts, was zwingend so passieren wird. Ein Lernplan ist auch nur ein Plan! Während wir an seiner Umsetzung arbeiten, kommen neue Infos und Aufgaben hinzu. Prioritäten müssen neu gesetzt werden. Ein guter Plan erfüllt daher sechs Kriterien: 

Übersicht. Alle To-dos müssen auf einen Blick erkennbar sein.

Meilensteine. Die Motivationsforschung zeigt: Kurzfristige Ziele spornen mehr an als weit entfernt liegende. Sind Aufgaben unstrukturiert oder zu groß, lähmt das.

Zeitbegrenzung. Die Arbeit dehnt sich so lange aus, wie Zeit zur Verfügung steht. Hast du zwei Monate für eine Hausarbeit, benötigst du zwei Monate. Hast du nur vier Wochen, schaffst du es auch in dieser Zeit. Jeder Zwischenschritt bekommt also einen Zeitcontainer zugewiesen.

Flexibilität. Pläne sollen Unsicherheit durch Vorstrukturierung der Zukunft senken. Diese hängt von vielen Faktoren ab, deswegen müssen Planänderungen möglich sein.

Motivierend. Zwischenschritte, Zeitbegrenzung und Flexibilität sind wichtige Grundlagen für die Motivation. Was kannst du zusätzlich einbauen, das Spaß bringt? Wie wäre es mit Lerngruppen, kreativem Arbeiten mit Mindmaps, Lernpostern oder Wiederholungen in einer schönen Umgebung?

Kontrolle. Dein Lernplan sollte eine leichte Kontrolle ermöglichen, denn Feedback ist einer der wichtigsten Motivationsfaktoren.


Der Lernplan für mehr Motivation und Fokus beim Lernen - Der Progress-o-Meter zeigt dir den Weg zur BestnoteIn diesem Artikel stelle ich dir den Progress-o-Meter vor, einen Lernplan, den ich selber entwickelt habe und der dich auf deinem Weg zum Lernerfolg unterstützt. Mit dem Progress-o-Meter sparst du dir nicht nur viel Lernzeit und eine Menge Ärger, sondern du erreichst mit Leichtigkeit Bestnoten. Wenn du dich für mehr smarte Tipps und Tricks zum Lernen interessierst, empfehle ich dir mein Buch „Bestnote: Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren“.

 


Lernplan mit Fortschrittskontrolle

Der Progress-o-Meter: Überblick trifft Motivation 

Ich habe ein System entwickelt, das diese Kriterien gut erfüllt und sich für alle Arten selbstbestimmter Projektaufgaben (Lernen, Hausarbeiten, Promotion etc.) eignet. Der „Progress-o-Meter“ ist ein Lernplan mit eingebauter Fortschrittskontrolle: Wie beim Tachometer lässt sich hier jederzeit das Fortschrittstempo ablesen. Du siehst sofort, wo du stehst. Der Progress-o-Meter ist so detailliert, dass du jeden Tag damit arbeiten kannst, aber trotzdem so kompakt, dass er auf eine Seite passt. Neugierig?

  1. Bestimme die Themen. Verschaffe dir zunächst einen Überblick über die Hauptgebiete, die es zu lernen gibt.
  2. Bestimme die Unterthemen. Die großen Inhaltsblöcke müssen nun so weit heruntergebrochen werden, dass sie in Arbeitseinheiten (eine Stunde bis maximal ein Tag) abgehandelt werden können.
  3. Definiere die Arbeitsschritte. In die Spalten kommen nun die einzelnen Prozessschritte. Überlege, was du tun musst, damit das Wissen hinterher wirklich sitzt. Wir werden sehen, dass dafür eine vielseitige Verarbeitung förderlich ist.
  4. Zeit bestimmen. Ziel dieses ersten Plans ist es, bei allen wichtigen Themen einmal durchzukommen, ohne ein Thema auf Kosten eines anderen zu überlernen. Du brauchst also eine Faustregel, z. B. eine Arbeitseinheit (ca. 90 Minuten) pro Kästchen. Damit hast du bereits eine prima To-do-Liste.
  5. Priorisieren. Du erhältst nun eine Matrix mit Inhalten und kompakten Prozessschritten. Plötzlich ist der komplexe Lernstoff in kleine Schubladen aufgeteilt, die du nach und nach abarbeiten und abhaken kannst. Gehe diesen Lernplan nochmals durch und priorisiere: Welche Themen und Prozesse lassen sich nochmals zusammenfassen und in einer Lerneinheit erledigen?
  6. Belohnen. Finde einen Kontrollmechanismus: Wenn du ein Feld abgearbeitet hast, kannst du es abhaken, durchstreichen, Prozente eintragen (Wie viel hast du schon verstanden), Smileys / Frownies (Wie gut sitzt das Thema schon?), Sternchen (* = okay, ** = gut, *** = sehr gut) oder Schulnoten vergeben. Wichtig ist, dass du erst einmal weiterziehst. Die Qualität wird sich mit den folgenden Schritten bessern. Das Schöne dabei: Du bist flexibel. Du kannst nun im Lernplan horizontal (ein Thema vertiefen) oder vertikal weitergehen (ein anderes Thema beginnen). Das ist ein wenig wie Malen nach Zahlen und verbindet spielerisch einen motivierenden Aspekt mit Überblick und Kontrolle.

Der Progress-o-Meter - dein schlauer Lernplan

Beispiel für den Lernplan Progress-o-Meter

Beispiel für einen Lernplan aus der Anatomie-Prüfung

Themen: Für die Anatomie-Prüfung von Medizinstudentin Sophie waren es die drei Blöcke „Knochen“, „Sehnen“, „Muskeln“. Jedes dieser Themen war in diesem Fall gleich wichtig – der Lernaufwand musste entsprechend gleichmäßig verteilt werden.

Unterthemen: Meist gibt es mehrere Möglichkeiten der Untergliederung. Sophie entschied sich für die Einteilung nach Körperteilen (Arm, Bein, Rücken etc.) Diese Unterthemen hat sie links in der Tabelle für die einzelnen Blöcke aufgelistet.

Arbeitsschritte: Sophie hat sich nun für sechs Prozessschritte entschieden: Mitschriften durchgehen, dann die Folien aufarbeiten und in die Mitschrift einarbeiten. Es folgen: Lehrbuch lesen, Fakten durchsprechen und Prüfungssimulation mit der Lerngruppe. Zum Schluss will sie noch eine Survival-Zusammenfassung für jedes Unterthema erstellen

Beispiel für einen LernplanPriorisieren: Manche Themen lassen sich nach dieser ersten, vereinfachten Auflistung noch zusammenfassen. Sophie wollte z. B. immer Arm und Bein sowie Hand und Fuß gemeinsam lernen, weil diese Unterthemen viele Ähnlichkeiten aufwiesen. Bei Nebenthemen wollte sie die Mitschriften und die Folien gleichzeitig bearbeiten. Bei anderen Dingen ist es vielleicht schon absehbar, dass sie besonders wichtig und zeitintensiv sind, die man vorher schon entsprechend kennzeichnet.

In mehreren Runden zum Ziel

So arbeitest du mit dem Lernplan „Progress-o-Meter“

Selbst wenn du viel Zeit zur Verfügung hast, mache nicht den Fehler, ausgiebig ein einziges Fach bzw. Thema zu lernen, und dann erst das nächste. Da kommt garantiert was dazwischen oder du verzettelst dich. Arbeite lieber in Runden. Z. B. bei drei Wochen: eine Woche Grundlagen für alle Themen, eine Woche Vertiefung aller Themen, eine Woche Wiederholung. Das beugt Panik vor, denn du schaffst schnell einen Grundstein in jedem Themengebiet. Das Erkennen von Zusammenhängen wird leichter und die Effizienz gesteigert. Ich nenne das „hierarchisches Arbeiten“, weil man bei grundlegenden Dingen beginnt und diese zunächst über alle Themen hinweg erarbeitet. Wenn du dann noch Zeit hast, geht es in die Vertiefung. Gehe nach Ablauf der selbst gesetzten Zeit pro Lerneinheit zum nächsten Thema über – auch wenn du nicht alles geschafft hast! Du wirst bald merken, warum …

Suche zu Beginn auch nach Überschneidungen. Fasse diese Themen zusammen – auch über Fächer hinweg. Nehmen wir an, du hast einen Grundkurs (z. B. Physik) und lernst gleichzeitig für ein Vertiefungsfach (Quantenmechanik). Beginne mit dem Lernen dort, wo sich Grund und Vertiefungskurs überschneiden. Das spart Zeit und du lernst intensiver, weil du die Themen aus zwei Richtungen beleuchtest.

„Die Strategie und den Lernplan auszuarbeiten, erschien mir erst eher zeitaufwendig als gewinnbringend. Dann habe ich jedoch gemerkt, dass die Erstellung recht einfach ist und mir im Endeffekt Zeit und vor allem Nerven gespart hat.“

Alexandra

Hinweis: Weitere Beispiele für Progress-o-Meter für Haus- und Abschlussarbeiten findest du in dem Zeitmanagement- & Motivationsbuch „Golden Rules“

Genug ist genug

Wann habe ich genug gelernt?

Der Lernplan „Progress-o-Meter“ beantwortet eine zentrale Frage: Wie finde ich heraus, dass ich genug gelernt habe? Eben dann, wenn du in jedes Kästchen einen Smiley oder Haken, eine hohe Prozentzahl, viele Sternchen, gute Noten etc. schreiben kannst! Hier ist eine Abwandlung des Progress-o-Meters, die das recht deutlich zeigt: Eine Japanologie – Studentin bereitete sich auf ihre Prüfung vor. Sie musste sich Fakten zu einzelnen Themen selbst erarbeiten. Es sollten zehn Fragen zu je einem kulturellen Aspekt abgefragt werden. Es gab 80 Punkte, also acht Punkte pro Frage. Wie kommt die Studentin auf ihre acht Punkte pro Frage? Das war für sie zunächst total mysteriös. Wir entwarfen ein Lernmuster pro Thema, z. B. Shintoismus:

  1. Definition: Was ist das? (1 Punkt)
  2. Jahreszahlen der Periode? (1–2 Punkte)
  3. In welche Epoche ordnet sich das ein? Warum? (2 Punkte)
  4. Was sind die 5-10 Merkmale einer Periode? (5–10 Punkte)
  5. Gibt es interessante Zusatzinfos, z. B. berühmte Vertreter, politische Besonderheiten? (1–3 Punkte)

Lernzeit - Wann habe ich genug gelernt?Wir listeten die Themen links auf. Oben standen nun die fünf inhaltlichen Kategorien. Damit hatte sie ein Gerüst, die Infos einzuordnen. Das verschaffte ihr Sicherheit und sie konnte besser einschätzen, wann sie von einem Thema genug gelernt hatte: nämlich genau dann, wenn sie alle Punkte dieser fünf Kategorien erarbeitet hatte. Einfach, oder? Weniger Unsicherheit, größere Erfolgschancen – und das alles mit einer simplen Übersicht.


Damit dein Lernplan dich garantiert zum Erfolg führt, habe ich noch zwei kleine Extras für Dich zum Download: Hier findest du einen Workshop für deine Prüfungsstrategie und ein Muster für einen Lernplan.

Ich wünsche Dir für deinen Lernplan und deine Prüfungen viel Erfolg!

Dein Dr. Martin Krengel








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