Kleiderschrank Chaos - Tipps für mehr Ordnung

Aufräumen? Ordnung halten? Puh! Haushalt. Wohnung. Schreibtisch: Ein einziger Jenga-Turm.
Sieht dein Kleiderschrank, Zimmer, Büro, Schreibtisch oder Computer ungefähr so aus? …oder zumindest ein bisschen? Ein derartiges Chaos erschwert es dir, Dinge und Informationen effizient zu finden. Das wiederum kostet unnötig Zeit und geistige Kapazität.

Eigentlich nimmst du es dir schon seit Ewigkeiten vor. Der Wille ist zwar da, aber du weißt einfach nicht, wie du mit dem Aufräumen anfangen sollst.
Willst du wissen, wie Aufräumen wirklich Spaß macht und du endlich dauerhaft Ordnung halten kannst? Ich habe meine besten Meister-Propper-Super-Sauber-Tipps und -Tricks für dich gesammelt, mit denen du easy peasy mal so richtig deine Wohnung, dein WG-Zimmer, den Keller oder die Küche entrümpelst, aufräumst und Ordnung schaffst.

Du wirst sehen: Hast du das erst einmal geschafft, wirst du dich regelrecht befreit fühlen. Denn der große Vorteil von mehr Ordnung im Haushalt ist, dass du nicht lange kramen musst, alles schnell findest, dich wohler fühlst, weniger Ballast an den Hacken hast und am Ende sogar viel mehr Zeit für dich und andere findest. Klingt gut, oder?

 

Also: los geht´s …


Aufräumen und Ordnung halten – wie im Haushalt, im Büro oder am Arbeitsplatz anfangen?

Jetzt mal so richtig ausmisten! Wie wäre das?

Unlängst habe ich ausgemistet. Frühjahrsputz gemacht. Ca. 20 Kg sind in 3 Stunden weggeschafft! Ich fühle mich erleichtert, sehe Klarheit vor meinem Auge und spüre sie im Kopf. Es fühlt sich gut an!

Aufräumen, Ausmisten, dass Chaos bekämpfen und die Ordnung wieder herstellen. Viele Wünschen sich das, es klingt auch banal. Doch für viele fällt das nicht leicht: Man braucht viel Energie und Anfangsschwung und man muss Prioritäten setzen und sich auch von alten Dingen trennen können. Das ist alles andere als einfach: Unser System muss erst einmal lernen, dass Entlastung auch etwas Gutes sein kann und positive Gefühle mit sich bringt. Beim Shoppen ist es ja auch so: Ich kaufe etwas, und bekomme einen Boost. Nun werfe ich etwas weg und bekomme ebenso einen Boost. Das ökologische Gleichgewicht ist damit wieder hergestellt.

So sollte es jedenfalls sein. Bei vielen kommt das Hochgefühl nur beim Einkaufen, nicht aber beim Ausmisten. Ein chaotischer Schreibtisch, Haushalt oder ein unordentliches Büro sind die Folge.

Ich kann dir aber nur Mut machen: Nach jeder Aufräum-Aktion fühle ich mich freier, klarer, wohler. Ich bin stolz, dass ich mich von den Dingen trennen konnte und spüre geradezu, wie nun wieder Platz entsteht. Für den Moment, den Genuss des Hier und Jetzt, für neue Abenteuer und Dinge in der Zukunft.

Wie richtig aufräumen - ein Beispiel

Aufräumen und Ordnung schaffen – So bin ich vorgegangen

Was und Wie habe ich ausgemistet?

  • Aufgeräumt: Alte Prospekte, Eintrittskarten, Unterlagen, vermeintliche Erinnerungen (an die ich mich heute schon nicht mehr erinnern konnte)
  • Aufgeräumt: Alte Zeitungen, unwichtige Interviews, Dinge die mir früher einmal wichtig waren – mit denen ich mich heute aber nicht mehr identifizieren kann (z.B. Waffen, Werner-Comics, Basketball-Fanartikel)
  • Aufgeräumt: Sammlungen: Streichholzschachteln (bin Nichtraucher und werde diese nicht aufbrauchen, bis ich 90 bin!), Bierdeckel (ich vertrage Alkohol nicht gut, also was soll ich damit?)
  • Aufgeräumt: Alte Geschenke, z.B. Parfum, das ich nicht mag und das eh schon abgelaufen ist.
  • Aufgeräumt: Alte Bilder, die nichts geworden sind oder Erinnerungen an nicht so schöne Momente hervorrufen
  • Aufgeräumt: Alte Sicherungskopien, die doppelt und dreifach rumlagen
  • Aufgeräumt: Alte Software, zu denen ich nicht einmal mehr den Rechner und das Betriebssystem hatte
  • Aufgeräumt: Zusätzliche Kabel zum Drucker, Navigationsgerät, Fotoapparat, die ich noch nie benutzt habe
  • Aufgeräumt: Alte CD´s die vielleicht noch einen Nostalgiewert haben, die ich aber eigentlich nicht mehr hören will
  • Aufgeräumt: Medikamente, die abgelaufen sind
  • Aufgeräumt: Technik, die ich nicht mehr verwende (alte Mini-Disks – Ich habe gar keinen mehr Player dafür), alte Fotoapparate
  • Aufgeräumt: Einen alten Party-Lichtschlauch, der zwar noch funktionierte, der mir aber inzwischen zu alt und zu billig für eine stilvoll dekorierte Party vorkam. (Auf den bin ich besonders stolz, denn er wog 2 Kg und nahm viel Platz weg. Der Umstand, dass er noch funktionierte bedeutete eine echte Trennung und schwierige Entscheidung für mehr Freiraum)
  • Aufgeräumt: Alte Poster, die ihren Dienst getan haben oder nie mehr tun werden
  • Aufgeräumt: Bücher, die ich niemals lesen möchte, die mir aber jedes Mal ein schlechtes Gewissen machen, wenn ich sie ansehe.

Das Bild zeigt ein Beispiel für eine Aufräum-Aktion


 

Aufräumen und Ordnung halten – mein Fazit

Warum mir Aufräumen Spaß macht

Kleiderschrank mit Ordnung - Ordnung mit System

Sieht dein Kleiderschrank jetzt so aus?
Ich liege abends im Bett, sehe mein aufgeräumtes, sauberes Zimmer und fühle mich gut. Ich habe mich heute intensiv mit meinem Leben beschäftigt, in Erinnerungen geschwelgt und habe viele Entscheidungen getroffen. Ich habe dabei viel nachgedacht: Über das was mir einmal wichtig war, was mir heute wichtig ist und was in Zukunft noch Bedeutung für mich haben soll.

Wow, das ist eine super Übung zur Priorisierung. Und während ich abends so daliege und mich über meine Errungenschaften freue, merke ich plötzlich, wie mich all diese kleinen, aber eigentlich bedeutungslos gewordenen Dinge festhielten, zurückzogen und mir wenig Platz für Ruhe ließen. In dem Moment realisiere ich auch, wie vollgepackt mein Leben allgemein ist – nicht nur mit solchen Gegenständen, auch mit Aufgaben, Terminen und Dingen die ich mir seit Jahren vorgenommen, aber nie realisiert habe. Ich spüre plötzlich, wie mir das Aufräumen und Ausmisten dabei helfen wird, auch im Alltag, zum Beispiel an meinem Rechner zu entscheiden, welche Mail ich beantworte, welche Aufgabe ich wirklich beginne und welche alten Blogartikel und Notizen ich endlich lösche, die ich immer mal ausarbeiten wollte, aber nie dazu gekommen bin. Um Platz und Zeit frei zu machen, um darüber nachzudenken, was wirklich neu und innovativ ist. Darüber, wer ich bin und was einmal sein könnte, um mit Gedanken die verwirklicht werden können voranzukommen.

Mein Fazit: Aufräumen macht meinen Kopf frei und ich kann konzentrierter und fokussierter Arbeiten!


Aufräumtipps – Wie schaffe ich es, mein Zimmer & meinen Arbeitsplatz systematisch aufzuräumen?

Das Chaos beenden: 3 Fragen zum Aufräumen

Warum fällt uns das Aufräumen im Haushalt oder Büro so schwer?
Dinge sind keine toten Gegenstände für uns. Wir verbinden Erinnerungen, Erlebnisse, Freude, Schmerz, Situationen, Lebensabschnitte mit dem Stofftier, der alten Geburtstagskarte, der Rock-CD. Die Gegenstände werden ein Teil, ein Zeitzeuge von unserem Leben. Das Problem ist nur: Je mehr es werden, desto stärker halten, fesseln und bremsen sie einen …

Wie radikal muss man aufräumen?
Wie es beliebt. Manche mögen (und können) einen Radikalschlag. Es ist aber nichts dagegen einzuwenden, in mehrere Runden vorzugehen. Man setzt sich dann zum Ziel mindestens 10, 20 oder 50 Prozent der Dinge auszusortieren. Das ist leichter, als sich gleich von (fast) allem zu trennen.

Welche Tricks gibt es, um loszulassen und Gegenstände wegzuwerfen?

  • Aufräum-Trick 1: Fotos von den Dingen machen, die man aussortiert. Man behält die Erinnerung, löst sich aber von raumgreifenden Sachen.
  • Aufräum-Trick 2: Dinge verschenken. Ich kann mich leichter von den Sachen lösen, wenn ich weiß, dass andere mehr Freude damit haben als ich selber.
  • Aufräum-Trick 3: Dem Kreislauf zurückführen. Ebenso mache ich mir bewusst, dass die Dinge recycelt werden.
  • Aufräum-Trick 4: Dem System vertrauen. Ich weiß, wenn ich wirklich mal wieder ein Buch, eine Information oder einen Text brauche, dann kann ich Ihn googln oder in eine Bibliothek oder in der Buchhandlung finden.

Notfalls kann man eine Sache, die noch funktionierte, die man aber nie benutzt hat, wieder neu kaufen. Das ist mir aber noch nie passiert.

 


Aufräumen leicht gemacht

Leichter das Chaos beseitigen und aufgeräumt leben

  • Beim Ausmisten Schritt für Schritt vorgehen: Erst einmal eine Schublade, ein Tisch, ein Regal. Das bringt dich in den Flow und macht Lust auf mehr.
  • Beim Aufräumen alle gleichartigen Sachen zusammenfügen: Alle Medikamente zusammen, alles Schreibgeräte, alle Technik. So sieht man leichter, was doppelt und was überflüssig ist. Und: Man findet die Sachen hinterher viel einfacher, weil alles an einem Fleck liegt.
  • Beim Ordnung schaffen den richtigen Ort zuweisen: Verstaue die Sachen dort, wo sie am ehesten gebraucht werden: alle Wasch und Putzmittel direkt bei der Waschmaschine, alle Schreibutensilien direkt am Schreibtisch.

 

Eine Frage zum Aufräumen, die häufig kommt:

Darf man Geschenke verschenken oder wegwerfen?

Ja! Ein Geschenk ist eher ein Versuch, dem anderen eine Freude zu machen. Dabei geht es gar nicht so sehr um die Sache an sich, sondern eher um die Essenz, den Gedanken – die Liebe und Zuneigung. Mit dem Geschenk selbst wird oft nicht der eigene Geschmack getroffen. Warum sollten wir uns damit quälen? Das hat der Schenkende auch nicht gewollt! Ein Beispiel: Ich bekam einst ein Buch von Manfred Lütz – interessantes Buch über psychische Krankheiten. Ich bin zwar Psychologe, habe aber Sozialpsychologie studiert, nicht die klinische. Wäre also interessant etwas über das Gebiet zu lernen. Mehr aber nicht. Ich wollte das Buch immer mal lesen, aber eher, weil es von einem meiner besten Freunde kam. Als ich ihn neulich nach 3 Jahren wieder auf das Geschenk ansprach, konnte er sich nicht einmal daran erinnern, dass er das Buch selbst gelesen oder mir geschenkt hat! Diese Info war wertvoll für mich. Das Buch flog raus und ich habe 10 Stunden Lese- und Lebenszeit gespart. Herrlich!

 


 

 

Für immer aufgeräumt leben

 

Wie geht Aufräumen richtig? In 10 Kapiteln meines Ratgebers "Golden Rules" zeige ich mit einfachen aber genialen Tipps und Tricks, wie du mit dem Aufräumen anfängst, dich besser organisierst und Ordnung hältst

Cool! Jetzt weißt du, wie du mit dem Aufräumen beginnen kannst und dabei auch noch Spaß hast. Auch wenn du kein Messie bist – mein Tipp für mehr Klarheit und fokussiertes Arbeiten im Job, während des Studiums Zuhause und im Büro: vermeide großes Chaos und versuche kontinuierlich Ordnung zu halten.
Ich habe übrigens ein komplettes Modul zum Thema Ordnung & Organisation in meinem Buch „Golden Rules“ geschrieben, mit welchem du mehr Struktur in deine Arbeit bringst – für konzentriertes Arbeiten und Lernen in Job, Studium und Schule.

 


Für mehr Ordnung auf dem Schreibtisch und im Kopf – Download Aufräumtipps

Dein Poster mit coolen Ordnungstipps

Wenn dir meine Tipps geholfen haben und du den Artikel gerne weiterempfehlen möchtest, klicke auf „Like“ oder teile ihn. Du erhältst dafür ein Mini-Poster mit meinen besten Aufräum-Tipps.


 

Hier noch ein Buch-Tipp mit weiteren effizienten Tipps und Tricks zum richtigen Aufräumen: „Für immer aufgeräumt. Zwanzig Prozent mehr Effizienz im Büro“ von Jürgen Kurz

 

Hast du ergänzende Tipps, die du hier teilen möchtest? Schreibe gerne einen kurzen Kommentar dazu.


Kategorie: Aufräumen | Artikel von | am 14.07.2013


2 Kommentare
Janina
16.10.2015

Hey Martin,

Finde Deinen Artikel ziemlich gut! Sehr gut noch mal als Erinnerung! Auch wenn ich es Grundsätzlich gerne mache , muss man sich doch immer wieder daran erinnern auszumisten, da man ja auch immer wieder neue Sachen anhäuft!

http://www.worthyofworship.jimdo.com

Kathrin
22.07.2015

Hallo Martin,

toller Artikel.

Für diejenigen unter uns, die sich einfach nicht aufraffen können radikal auszumisten habe ich noch eine Idee.

Seit einem Jahr versuche ich viele Dinge loszuwerden, indem ich jeden Tag mindestens eine Sache – etwas, das schon länger in meinem Besitz ist – verschenke, entsorge oder verkaufe. Bei mir hat es dazu geführt, dass ich mich immer sofort zwinge Entscheidungen zu treffen und Sachen leichter hergeben kann. Gegenstände, die durchaus noch nützlich sind, versuche ich möglichst unkompliziert zu verschenken. Meine altbewährte Methode: Ich setze sie einfach an der Treppe unseres Wohnhauses mit „Zu Verschenken“ aus. Ist echt erstaunlich, wie schnell die Sachen weg sind.

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