Ritalin: Du willst Ritalin kaufen? Kennst du wirklich Wirkung, Nebenwirkungen und Alternativen?

Du willst Ritalin kaufen oder rezeptfrei bestellen? STOP!

Alle wichtigen Infos über Wirkung, Nebenwirkungen und Alternativen zu Ritalin, Modafinil und Co.

Pillen wie Ritalin oder Modafil werden immer häufig eingeworfen, um die Konzentration beim Lernen zu steigern. In den USA sind Ritalin & Co. bereits Normalität. Der Anteil der Studierenden, die dort Ritalin nehmen, liegt zwischen fünf und 35 Prozent (je nach Studie, Stand der Hochschätzung stammt aus dem Jahr 2012). In einer Studie von Forschern der University of Michigan unter 11.000 Studenten, lag der Anteil der Lerndrogen-Konsumenten z.B. bei 6,9 Prozent. Laut einer nichtrepräsentativen Umfrage des Magazins „Nature“ gab sogar jeder fünfte amerikanische Forscher zu, leistungssteigernde Mittel wie Ritalin fürs Gehirn ausprobiert zu haben. 12 Prozent griffen sogar regelmäßig zu konzentrationssteigernden Medikamenten.

Auch in Deutschland beobachten Experten diesen Trend zu Lerndrogen, um im Wettstreit um die besten Lernerfolge vorn zu liegen. Ärzte verschreiben schnell mal Ritalin für den „Zappelphilipp“ (oft auf explizite Nachfrage der Eltern) und missachten dabei, das Bewegungsdrang und kurze Konzentrationsspannen ganz normal für alle Kinder sind! Und natürlich googeln auch hierzulande Studenten nach Lerndrogen: Das Wort „Ritalin“ wird 40.000 mal in Deutschland und pro Monat gesucht! Das Wort „Zeitmanagement“ z.B. nur 8.000 mal – obwohl es in der Wirkung kurz- mittel- und langfristiger gesünder und wahrscheinlich auch effektiver wäre – und ganz ohne Nebenwirkungen.

Gerade in lernintensiven Fächern wie Jura oder Medizin greifen Studenten immer mehr zu Ritalin und Modafinil. Auch so mancher Manager nöchte heutzutage mit der „happy pill“ seine Soft Skills verbessern, bei Stress freundlich, fokussiert und stabil bleiben. Riskant, denn man(ager) arbeitet so jahrelang über die Leistungsgrenzen hinaus und lernt nicht natürliche Konzentrationsmethoden wie Meditation oder eine gesunde Work-Life-Balance zu erhalten. Auftretende Symptome werden einfach mit weiteren Pillen weggedrückt. Und plötzlich kommen die Tränen, der Hörsturz oder ein Kreislaufkollaps. Dann folgen wochenlange Auffenthalte in der Burnout-Klinik.

Effizent? Ganz sicher nicht!

Fakt ist: Ritalin & Co. werden noch populärer werden. Einige sehen darin kein großes Problem. Der Trendforscher Sven Gábor Jánszky meinte mal, dass Menschen schon immer bestrebt waren ihre Leistungen zu verbessern: „Jeder sollte das Recht haben, seinen Körper und seine Intelligenz zu verbessern“, findet er. Schließlich seien Geistesleistung und Schönheit nicht gleich verteilt und so hätte jeder das Recht mitzuhalten.

Die Zukunft wird zeigen, wie unsere Gesellschaft mit Lerndoping umgehen wird. Vielleicht brauchen wir wie im Sport Dopingkontrollen, aber ich will und kann an dieser Stelle nicht in diese ethisch-philosphischen Fragen eingreifen, dann würde dieser Artikel hier ein komplettes Buch werden. Aber klar ist auch, dass es immer wieder Leute geben wird, die dich zum Kauf und zum Bestellen von Ritalin und Co. verführen wollen. Angeblich bereitet allein der Pharmakonzern Novartis die Markteinführung von 600 (!) neuen Medikamenten zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit vor!


Wirkung und Defintion der Lerndrogen Ritalin, Modafinl, Prozac

Definition und Wirkung von Ritalin:

Ritalin ist Methylphenidat, und das erhöht nach Angabe von Ärzten, bei gesunden Menschen die Konzentration. Es soll länger wachhalten – aber man kauft dafür Nebenwirkungen wie Herzrasen, Nervosität, Schlaflosigkeit, und einen gesteigerten Blutdruck mit ein. Ganz vereinfacht gesagt ist Ritalin eine ähnliche, sehr abgeschwächte Variante von Kokain, und fällt nicht umsonst wegen der Suchtgefahr unter das Betäubungsmittelgesetz und kann normalerweise in Deutschland nicht rezeptfrei gekauft werden. Ritalin wird zur Behandlung von Menschen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verwendet. Es hilft damit Schülern und Studenten mit einem natürlichen Nachteil in Schule und Studium mitzuhalten.

Modafinil ist ein Medikament mit ähnlicher Wirkung, das ursprünglich gegen Narkolepsie (eine Krankheit, bei der man spontan in den Schlaf fällt). Modafinil soll sogar 48 Stunden Pauken am Stück möglich machen. Ebenfalls gefragt sind Antidepressiva mit dem Wirkstoff Fluoxetin („Prozac“).


Warnung: Ritalin ist ein unter das Betäubungsmittelgesetz fallendes Medikament. Wer es nicht auf Rezept verschrieben bekommt, mach sich theoretisch strafbar, wenn er es besitzt, konsumiert oder selbst anbietet und verkauft.


Es ist verlockend, Ritalin oder Modafinil zu nehmen, denn Lernen ist unheimlich anstrengend …

Ritalin lernen - Es ist verlockend Ritalin zum Lernen in Schule oder Studium zu rezeptfrei zu kaufen - doch kennst du Wirkungen und Nebenwirkungen?

Lernende haben viel Stress: Komplexe Themen werden begleitet von Zeitdruck, Unsicherheiten und Unkonzentriertheit und einem ständig schlechtes Gewissen, nicht genug für die Klausur oder mündliche Prüfung zu tun.

… daher kommen Schüler, Studenten und Eltern oft auf eine scheinbar naheliegende Idee: Ritalin und Aufpuschmittel!

Ritalin lernen - Es ist verlockend Ritalin zum Lernen in Schule oder Studium zu kaufen - doch kennst du Wirkungen und Nebenwirkungen?

So heißt es in einem Lernforum:

„In einer Woche ist ein wichtiger Test.
Leider habe
ich zu wenig gelernt und keine Ahnung,
wie ich den gewaltigen Stoff in der 
kurzen Zeit lernen soll.
Daher meine Frage: Gibt es irgendein Zeug, das mich 
munter macht,
meine Konzentrationsfähigkeit steigert und mir hilft, den Test 
zu schaffen?
Ganz egal, ob es legal ist. Ich weiß selber das das dumm ist,
aber es geht jetzt leider nicht anders!“

Dieses Zitat eines Studenten bzw. Schülers spiegelt die Ratlosigkeit wieder. Sie wollen es eigentlich nicht nehmen, doch es scheint als schnelle Lösung für die wirklichen Lernprobleme einfach zu verlockend. Deswegen greifen immer mehr Prüfungskanditaten zu Lernpillen.

Löst das die Lernprobleme wirklich?

Kurze Anwort: Nö!

Die ausführliche Antwort …


Gefahren, Risiken und Nebenwirkungen von Ritalin:

Die 10 medizinischen und psychologischen Fallen von Ritalin

Sicher ist Ritalin kein langfristiger tragfähiger Weg, um konzentrierter zu lernen. Es ist erwiesen, dass „Medikamente“ unerwünschte Nebenwirkungen haben können. Ich möchte aber vor allem auch vor den psychischen Risiken von „Lerndrogen“ warnen und dich sensibilisieren, auf was du dich einlassen würdest.


Wichtig: Dieser Artikel ist keine medizinische Beratung oder Konsultation. Es sind lediglich meine Rechercheergebnisse aus Internet und dem Interviewen von Experten, Eltern, Kindern und Studenten, die Ritalin nehmen sowie meinen eigenen Erfahrungen als Zeitmanagement-, Konzentrations- und Lernexperte. Ich bin weder Arzt noch Apotheker und übernehme keine Verantwortungen für DEINE Entscheidungen.


 

  1. Gegenläufige Effekte. Ob sich Prüfungsleistungen durch Lernpillen tatsächlich verbessern lassen, ist umstritten. Chemisch gesehen, hemmt z.B. Ritalin die Wiederaufnahme der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin und erhöht so deren Konzentration im synaptischen Spalt – zwischen den Verbindungen der Nervenzellen. Das aktiviert Kontrollfunktionen im Gehirn und schwächt Bereiche, die für die Entspannung zuständig sind. Damit erhöht sich Wachheit und Konzentrationsfähigkeit. Forscher fanden allerdings heraus, dass das nicht immer positiv für die Geistesleistung ist. Zwar funktioniert das Arbeitsgedächtnis bei Ritalin tatsächlich besser und einige Aufgaben lassen sich besser lösen – aber nicht alle! Ritalin erhöht auch die Impulsivität. Dadurch neigt man eher zu vorschnellen Antworten und zieht eventuell nicht mehr alle Infos in Betracht. Die Gefahr des Tunnelblicks steigt. Auch das Urteilsvermögen kann eingeschränkt sein, weil man sich aufgrund der hervorgerufenen Euphoriezustände für besser hält, als man ist. Ritalin kann also auch Leistungen verschlechtern!
  2. Ein sich abschwächener Effekt, oder sogar ein „Bumerang-Effekt“ möglich. Natürlich ist es verlockend, auch für normale Menschen solche Aufpuscher zu nehmen, weil Prokrastionation, Motivationslosigkeit und Konzentrationsstörungen ganz natürliche Eigenschaften von uns Menschen sind – aber wir gleich denken, es ginge „nur“ uns so. Kurzfristig steigert das bei vielen dann die Konzentration, aber nach einer Weile gewöhnt sich das Gehirn daran und die Wirkung des Medikaments wird geringer. Die Unwünschte Nebenwirkung von Ritalin und anderen Lerndrogen ist daher langfristig das Gegenteil nach stärkere Aufmerksamkeitsdefizite und Konzentrationsschwächen und verminderte Merkfähigkeit.
  3. Mehr ist nicht besser! Es erfolgt keine Qualitätsverbesserung des Wissens. Die Aufmerksamkeit mag sich zwar steigen, doch Hirndoping verbessert weder Selektionskompetenz oder Lernmethodik noch die Qualität des Wissens. Es bringt nichts, mehr von den falschen Dingen zu machen (siehe Bestnote ab Seite 22).
  4. Selbstwirksamkeit wird nicht gelernt oder wieder verlernt. Durch den Griff zum Arzneischrank bringt man sich schnell um die Erfahrung der eigenen Leistungsfähigkeit. „Mit synthetischer Nachhilfe bleibt die Frage offen: Ist es meine Leistung? Oder die der Droge? Gerade für junge Menschen ist es wichtig, Selbstvertrauen und Selbstkritik zu lernen. Stärken und Schwächen herauszufinden und methodisch an ihnen zu arbeiten. Diese Selbstwirksamkeit zu erfahren, dass „ich“ es bin, der etwas überwunden und gemeistert hat. Das ist persönliche Entwicklung, die von innen heraus kommt. Fehlt diese, wird es schwierig. So berichtet ein User im Forum: „Ich kenne viele die fürs Abi Drogen genommen haben, mit dem Argument ‚einmal, dann nie wieder’. Als sie dann im Studium waren, war der gute Vorsatz allerdings schnell wieder weg.“ Wer zur Pille greift, geht also nicht nur körperliche sondern auch psychologische Risiken ein.
  5. Zu langes Wachbleiben ist sinnlos, weil das Gehirn ab einem bestimmten Zeitpunkt keine Informationen mehr speichern kann. Pausen sind genau so wichtig wie konzentriertes Arbeiten, damit der Lernstoff verarbeitet und gespeichert werden kann. Eine der Hauptfunktion von Schlaf ist es, Nervenverbindungen zu festigen, Sinnenseindrücke des Tages zu sortieren und zu speichern und vor allem auch Relevantes von Irrelevantem zu filtern. Je weniger Schlaf und je weniger Pausen, desto schwieriger ist der Speicherprozess. Und desto geringer wird die Quantität, aber auch die Qualität deines Wissens (siehe Bestnote, Einleitung „Gesetz des Hammers“. Merke: Pausenzeiten sind Speicherzeiten!
  6. Die Dosierung ist schwierig. Ein Student schrieb in einem anderen Lernforum: „Beim ersten Test habe ich nur 5 mg genommen und vergeblich auf eine spürbare Wirkung gewartet. Am nächsten Tag habe ich in wenigen Schritten die Maximal-Dosis genommen und hatte nur die Nebenwirkungen (Durst, sehr schneller Puls, dezentes Taubheitsgefühl in den Armen), konnte also nicht wirklich etwas lernen.“ Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, sie mein Ritalin-Selbstversuch unten.
  7. Kein echter Vorteil. Erfahrungsbericht eines Studenten: „Mit dem Medikament konnte ich Freitag, Samstag, Sonntag jeden Tag 8 Stunden konzentriert lernen. Alle zwei Stunden habe ich übrigens eine kleine Pause eingelegt und bin auch mal ne Runde spazieren gegangen.“ –  Meine Antwort daruf wäre: „Ja, und?“,  Aus meiner Erfahrung in zwei Studiengängen, einer Doktorarbeit sehe ich den Vorteil nicht: Ich kann durch guten Schlaf, gute Pausentaktung, sozialen und körperlichen Ausgleich sowie ein paar Motivationstricks auch ohne zusätzliche Mittel und Zeugs auskommen. Ja selbst auf übermäßig gesunde Ernährung achte ich nicht mal! Bei allen Berichten zu Lerndrogen habe ich bisher noch keinen entscheidenden Mehrwert zu meinem natürlichen „Lerndoping“ entdeckt.
  8. Der Ausgleich fehlt, wenn man zuviel lernt. Auch ohne vermeintlich konzentrationssteigernde Mittel lernen die Studierenden und Abiturienten in meiner Erfahrung schon jetzt zu viel! So berichtetet ein Nürnberger Student: „Als ich im zweiten Semester war, viel Sport machte und oft feiern ging, hatte ich Spass und auch gute Noten. Jetzt, im letzten Jahr, habe ich mich nur aufs Lernen konzententriert und es klappt irgendwie nicht mehr.“ Kein Wunder, Sport, Yoga, autogenes Training, gute Beziehungen, erholsame Hobbys, ein angemessener Lebens- und Arbeitsrhythmus, Lerntechniken, Zeitmanagement sowie ausreichender Schlaf – das ist natürliches Lerndoping. Diese Entspannungsmaßnahmen steigern die Arbeitskraft auf natürliche Weise, weil postivie Erlebnisse, Emotionen und Abwechslung ebenso Adrenalin, Endorphine und Dopamin sprudeln lassen – wichtige Treibstoffe für deine Zufriedenheit, Motivation, Energie und Konzentration. Lass es sprudeln: Weniger von den richtigen Taktiken bringt dir viel mehr!
  9. Falsche Fährte. Studien haben gezeigt, dass der Geprüfte sich aufgrund der von Dopamin hervorgerufenen Euphoriezustände für besser hält, als er tatsächlich ist. Das Urteilsvermögen wird auf diese Weise eingeschränkt.
  10. Fairplay ist in Gefahr. Abgesehen davon werfen die „Brain-Enhancer“ ethische Probleme auf. Nicht ohne Grund sei Doping im Sport auch aus Gründen der Fairness nicht erlaubt.

Entscheide selbst, ob du diese Risiken in Kauf nehmen willst!

Gibt es Alternativen? Natürlich.


Ritalin und Lerndrogen – Alternativen

Zunächst habe ich ich in meiner „Konzentrations-Kategorie“ viele weitere Alternativen zusammengestellt, wie du Wachheit, Aufmerksamkeit und Energie steigern kannst. Ich verstehe ja, dass du vielleicht gerade verzweifelt bist, weil eine wichtige Prüfung ansteht. Aber wenn du die falschen Lerntechniken verwendest, bringt dir auch Ritalin nichts. Du wirst hingegen schon bald enorm davon profitieren, deine Lerntechniken auf den neusten Stand zu bringen.

Wie ein Computer braucht auch dein Gehirn immer wieder ein Update. Die Art, wie wir in der Schule das Lernen gelernt haben, funktioniert im Studium oft nicht mehr gut!

Die einzig wahre Alternative zu Ritalin: Das Lernen lernen!

Nochmals: Meine Erfahrung aus zwei Studiengängen und einer Doktorarbeit:
Durch guten Schlaf, Pausentaktung, Ausgleich und ein paar Motivationstricks kommst du komplett ohne zusätzliche „Mittel“ aus. Es gibt einfache, ganz legale Methoden, die Konzentration und Motivation beim Lernen erheblich zu steigern. In den Berichten über Lerndrogen konnte ich bisher noch keinen einzigen echten Vorteil entdecken. Wer sein Gehirn kennt und Lern- und Konzentrationstechniken beherrscht, steigert seine Leistungsfähigkeit viel stärker als mit irgendwelchen Pillen und Puschern!

Ich habe in dem Lernratgeber „Bestnote eine Art natürliches Lerndoping
zusammengestellt, das dir helfen wird, deine Effizienz und Erinnerungsleistung
zu verdoppeln. Ohne negative Nebenwirkungen! Bist du bereit? Dann klicke hier.

Alternative zu Ritalin - die besten Lernmethoden und Konzentrationstechniken für Schüler und Studenten findest du in diesem BuchUnd das beste: Während der Vorrat für Ritalin für eine einzige Woche schnell mal 50 Euro betragen kann, wenn du es dir „schwarz“ besorgt, bekommst du das Lernbuch bereits für 16 Euro und wirst ein Leben lang profitieren!

 


Ritalin kaufen: Wirkung und Nebenwirkungen: Selbstversuch

Mein ganz persönliche Erfahrung mit Ritalin

Kann Ritalin wirklich wach machen und mich konzentrierter, fokussiert, produktiver denken, lernen und arbeiten lassen? Ich habe mir ein eine kleine Packung „Aradix“ besorgt, ein generisches Ritalin-Medikament aus Südamerika, das 10 kleine Pillen von Ritalin enthält und damit einen Selbstversuch gestartet. Denn ich schreibe generell über nichts, das ich nicht selbst ausprobiert und getestet habe.

Zu dem Zeitpunkt der Testphase geht es mir nicht gut. Ich habe seit Monaten an dem bisher anspruchsvollsten Buch gearbeitet, habe eine harte Trennung von meiner 9-jährigen Bezeihung hinter mir und habe mich voll in meine Arbeit hineingesteigert. Kann Ritalin das Licht am Horizont sein, dass mich aus diesem Loch wieder rauspuscht?

Probieren wir´s doch einfach aus …

 

Tag 1 | 10 mg: „Ich merke rein gar nichts“

Es ist Dezember. Es ist trübe. Es ist trist. Ich bin müde, abgeschlagen. Doch nach langem Reisen will ich mal wieder produktiv sein. Ist Ritalin ein Shortcut?

Eine Freundin, die ihrem Kind die Ritalin-Tabletten zum besseren Lernen und zur besseren Konzentration in der Schule gibt, sagte, ich sollte langsam anfangen und mit der Dosis experimentieren. Daher nehme ich erstmal nur eine Tablette Ritalin, 10 mg.

Ich warte, bin gespannt, wie das Ritalin wirken wird. Es vergehen eine Stunde, zwei. Drei. Und da … Was ist das? Ich merke: NICHTS!

Keine Wirkung des Ritalins zu spüren. Kein Kick. Keine Konzentration.

Dazu muss ich dazu sagen, dass dieses Medikament eine „Ritalin Retard“ eine Variante, die die Wirkung der Lerndroge in die Länge zieht, so das der Konzentrationseffekt theoretisch 8 Stunden anhalten sollte. Aber dennoch, über den ganzen Tag habe ich keine Wirkung gespürt.

Fazit von Tag 1 meines Ritalin-Experiments: Scheinbar muss ich die richtige Dosis erst finden. Ich sprach mit einer Freundin, die ihrem Kind Ritalin gibt darüber und sie meinte, ich solle mich an eine hilfreiche Dosis erst herantasten.

 

Tag 2 | 20 mg: „Ich drehe auf!“

Auch an diesem Versuchtag (es war nicht der darauffolgende Tag) bin ich zuvor müde, abgeschlagen, abgekämpft. Ein paar Tage Ruhepausen wären jetzt eigentlich hilfreich. Doch ich versuche die Abkürzung: Ich nehme heute 2 der kleinen Ritalin-Pillen, eine Dosis von 20mg. Gegen Mittag drehe ich auf. Ich bin wach. Bereit! Ich fühle mich: summ, summ, summ! Plötzlich erlebe ich mich so hibbelig, wie bei der Abgabe meiner Masterarbeit. Rede doppelt so schnell. Bin geflasht. Mehr Leistung, mehr Konzentration?

Nö. Nicht wirklich. Der Höhenflug wirkt ca. 2 Stunden. Ausgrechnet in den zwei Stunden, an denen ich gerade dummerweise nicht am Schreibtisch bin. Woher soll ich denn auch wissen, wann und wie lange die Wirkung einsetzt? Am Nachmittag bin ich schon wieder k.o.

Fazit von Tag 2 des Ritalin-Experiments: Wenn mega-konzentriert und energetisiert die falschen Dinge tue bringt mir das rein gar nichts! Einige Studenten berichten, dass wenn sie Ritalin nehmen und dann mit dem Lesen im Internet anfangen nach Stunden noch nicht mal merken, dass sie sich gerade ablenken. Sie fokussieren sich total, eben nur auf das vollkommen Falsche! Fazit: Wenn schon Ritalin, sorg dafür, das Umgebung ablenkungsarm ist!

 

Tag 3 | 25 mg: „Mit Vollgas in die falsche Richtung!“

Die Situation: Ich bin im Endspurt und will das Manuskript für mein Reisebuch fertig bekommen. Seit Wochen wache ich 5 Uhr morgens auf, schreibe dann 2 Stunden, schlafe dann nochmal 1-2 Stunden. Dann sitze ich den ganzen Tag am Finale. Oft fehlt mir die Energie und Kraft, die entscheidenden klaren Gedanken zu fassen, um wichtige Textstellen einzuarbeiten oder große Strukturänderungen die noch nötig sind zu machen.

Ich nehme das Ritalin Retard (verzögerte Wirkung) gegen 9.30. Mein Mittagstief ist normal 11 Uhr. Ich suche mir eine leichte Tätigkeit; Manusrkipt lesen. 11.15 ich schrecke auf – Telefontermin verpasst. Ich gehe an den Rechner und obwohl ich einen Termin überzogen habe, checke ich erstmal meine Verkaufsstatistik und Zugriffszahlen der Webseite und meines Mailings vom letzten Wochenende. Ganz klar ein Indiz von schlechter Konzentration. Ritalin, wo bist du, wenn ich dich brauche?

12.15. Ich habe noch Energie und tippe 300 Wörter Ritalin-Bericht in 10 Minuten. Klingt viel, aber das kann ich mit gutem Schlaf und einem Espresso auch.

Abwarten. Es ist immer noch nix zu spüren. Ich geh erstmal essen! Beim Essen bin ich hellwach. Mein Mittagstief geht sonst von 11 bis 13 Uhr. Das ist weg. Ich komme vom Essen und kann auf der Couch sitzend mein Manuskript fast eine Stunde gut lektorieren. Es scheint endlich zu wirken.

Doch dann verfalle ich in Unruhe. Mein Nacken und Rücken verspannen sich und schmerzen. Mein Körper fährt runter. Er will eine Pause.

Okay, 20 Minuten lege ich mich auf den Fußboden und entspanne meinen  Rücken und Nacken. Doch dann merke ich nichts von mehr der Extra-Energie. Ich telefoniere mit meiner Mitarbeiterin und merke wie ich ihr unwichtige Sachen erzähle, Prokrastinations-Alarm!

Ich brauch einen Kaffee! Aber auch der puscht mich nur eine Stunde. Dann brauche ich wieder eine Pause. Und noch einen Kaffee. Der hält nochmals eine Stunde. Die letzte Stunde des Arbeitstages von 17 bis 18 Uhr quäle ich mich mit Restenergie voran – wie an den Ritalin-freien Tagen auch.

Fazit von Ritalin-Arbeitstag-Nr. 3: Ich spürte das Ritalin. Es hat mein Mittagstief abgeflacht und nach hinten verschoben. Mehr Konzentration? Nein! Nicht mehr, als ich sonst bei gleicher Energie auch hätte. Ich habe mich mehrmals am Tag selbst mit Facebook und Co abgelenkt. Auch an diesem Ritalin-Tag bin ich keine Denk- und Produktivitätsmaschiene.

 

Tag 4 | 30 mg: „Ich war noch nie so konzentriert abgelenkt!“

Ich habe relativ gut geschlafen. Relativ. 6 Stunden. Aber mir kam es erhohlsam vor. Und ausserdem: Wer braucht schon Schlaf? Ich habe eine Deadline, die bringt meine Motivation – und nun Ritalin.

Ritalin soll es heute richten. Gestern hatte ich Versuchspause. Ich will mich an das Zeug ja nicht gewöhnen. Heute nehme ich 2,5 Tabletten. Mir ist es etwas unheimlich die Dosis zu steigern. Hab ein wenig Angst. Nach 10 Minuten komme ich zurück und nehme die übrig gebliebene halbe Tablette. Nun pumpen 30 mg Ritalin – die Tagesdosis für einen Erwachsenen in mir.

Ich freue mich auf einen produktiven Tag! Und freue mich. Und freue mich. Und werde misstrauisch. Wo bleibt er denn? Nun sitze ich schon 2 Stunden und trotzt der verzögerten Wirkung müsste doch JETZT was spürbar sein! Eigentlich wollte ich heute keinen Kaffee trinken, um die pure Wirkung der Lerndroge zu testen.

Doch ich brauch jetzt einen!

Mein Körper liefert nun ein klein wenig Energie. Aber auch nicht so richtig. Ich starre auf den Monitor, die grauen Zellen wollen sich nicht drehen. Doch mich nerven diese Staubfussel ringrum …

Eine Stunde später ist mein Zimmer reorganisiert. Ich habe alle weiteren Bücher verbannt, nun putze ich das Bad. Krass! Das ist mir seit Jahre nicht passiert, das ich mich so gut vor der Arbeit gedrückt habe. Ich nehme Ritalin und lenke mich an diesem Tag so konzentriert ab wie noch nie: Ich putze meine Wohnung, ich räume auf, strukturiere meine Bücher, gehe zum Friseur, schaue mir den neunen iMac im Applestore an, suche ein neues Restaurant in meiner Gegend und wähle eine Wanddekotapete für meine Glastüren aus.

Was für ein Anti-Fokus-Tag! Immerhin: Gegen Nachmittag ist mein Rappel etwas vorüber, mit etwas mentalen Arschtritt und der Hilfe eines doppelten Espressos schaffe ich es ab 18 Uhr (als rechnerisch die Wirkung des Ritalins vorbei sein müsste) nun noch ein paar Formulare auszufüllen und Rechnungen zu bezahlen.

 

Ritalin, Tag 5: „Naja“

Ich wiederhole den Versuch mit selber Menge an einem Tag, an dem ich ausgeruhter und entspannter bin. Vielleicht hilft es ja …

In der Tat fühle ich mich produktiver und konzentrierter. Aber nicht-wunder-wie-toll, sondern eher so als hättest du eine Deadline am nächsten Tag und kürzt die Pausen – dafür bin ich nicht ganz so hibbelig. Wenn das die „natürliche“ Wirkung von Ritalin ist, dann finde ich das ganz angenehm und kann verstehen warum es Menschen nehmen. Aber es ist keine Wunderwaffe: Ich brauche dennoch einen Kaffee, der mich in den Start katapultiert.

 

Ritalin, Tag 6: Der gefürchtete Ritalin-Kater hat zugebissen

Das böse Erwachen kommt am nächsten Tag: Ich fühle mich gerädert, habe leichte Kopfschmerzen. Hallo Rebound! Rebound-Effekte treten ein, wenn du „runter“ kommst. Das fühlt sich nicht gut an. An diesem nächsten Tag fahre ich nur auf 50 Prozent Leistung, fühle mich nicht gut. War es das wert?

Ich hatte 20 Tabletten gekauft, 10 davon sind noch übrig. Eigentlich wollte ich weiterexperimentieren. Doch ich verliere das Interesse. Ich breche das Experiment ab.

 

Mein Ritalin-Selbstversuch: Was ich gelernt habe – und was sich seitdem geändert hat

Mir ist klar geworden: Ritalin ist aber ein billiges Pflaster, was beim ersten Windhauch abreißt. Es hat zu viele Nebenwirkungen.

Für mich gibt es keine Abkürzung. Ich merke, dass ich zum Zeit des Selbstversuchs einfach überarbeitet und abgeschlagen bin. Das Ritalin traf auf keine Grundlage, mein Körper hatte keine Reserven, die das Ritalin hätte mobilisieren können. Und finanziell ist Ritalin auch nicht attraktiv: Ich habe für die 20 Tabletten stolze 50 Euro bezahlt. Die würden aber nur für 7 Tage reichen. Dafür könnte ich mir einen Sauna-Wellnesstag mit Massage leisten und würde mich dabei richtig entspannen und auftanken.

Mein Fazit: Ich brauche Grundenergie. In der Tat beginne ich wenig später ein Energieprojekt – mit durchschlagendem Erfolg – ich stellte meine Ernährung radikal um und einiges mehr, davon berichte ich aber mal an anderer Stelle. Die Entscheidung, an den Ursachen meines Leistungsdruck und meiner Energielosigkeit zu arbeiten, wird sich als absolut treffend erweisen.

In der Tat habe ich sofort schon reagiert und bin emotional einen Schritt zurückgetreten und fahre an dem Wochende lieber zu meinen Eltern aufs Land, statt noch eine Ritalin-Pille zu schlucken. Ich verbringe zwei Tage ohne Rechner, ohne Telefon, ohne Internet, ohne Arbeit.

Ich ändere in der Woche darauf meine Arbeitstechniken. Ich diskutiere mehr mit meiner Mitarbeiterin, ich habe mir einen Co-Working-Space gemietet. Nun fällt mir die Decke nicht mehr auf den Kopf.

Ich ergreife weitere energetische und strukturelle Maßnahmen: Ich gehe wieder aus, gehe wieder regelmäßig zum Training. Einmal in der Woche in die Sauna, auch wenn Hochsommer ist. Es ist einfach ein geschützter Raum, ein Entpannungsritual.

Wichtig: Wenn das, was ich hier schreibe, mit dir resoniert und du sowohl deine Leistung als auch deine Study- / Work-Life-Balance verbessern möchtest, dann lies bitte Kapitel 13 und 14 aus den Golden Rules, in denen ich mein Konzept der Lebensbatterien im Detail sehr hilfreich erläutere.

 

Literaturtipps zur Wirkung, Nebenwirkung und Alternativen von Ritalin

 

 Alternative zu Ritalin - die besten Lernmethoden und Konzentrationstechniken für Schüler und Studenten findest du in diesem Buch

Eine perfekte Alternative zu Ritalin: Die besten Lernmethoden und Konzentrationstechniken für Schüler und Studenten findest du dem Buch „Bestnote: Lernerfolg verdoppeln, Prüfungangst halbieren“. Es zeigt dir, wie du schnell und sicher viel besser und leichter konzentriert lernen kannst – ganz ohne Nebenwirkungen!

 

Gib Ritalin keine Chance - mit Konzentrationsmethoden und Zeitmanagement arbeitest du super produktiv - Buch von Lernexperte Dr Martin Krengel

Golden Rules: Gib Ritalin keine Chance – mit Konzentrationsmethoden und Zeitmanagement arbeitest du super produktiv. Dieses Buch ist lange Zeitmanagement- und Motivationsbesteller Nr. 1 bei Amazon gewesen und enthält die wichtigsten 50 Methoden für Konzentration, Motivation und Zeitmanagement.


 

Ritalin: Weitere Links, verwendete Literatur und Studien:








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