Konzentrationsmusik ♫ besser denken, arbeiten, konzipieren und abschalten

Eine der häufigsten Fragen in meinen Seminaren und in Interviews ist, ob Musik beim Denken / Arbeiten / Lernen förderlich ist. Die kurze Antwort ist: Ja, wenn es die richtige Musik ist.

Tabu ist alles, was zu schnell ist und zu viel Text hat, weil es uns entweder zu sehr aufregt oder die Texte uns ablenken. Doch Musik kann die Konzentration sehr fördern. Nur sie sollte das richtige Tempo haben, nicht zu schnell und nicht zu langsam. Das sagt die Forschung dazu:

  1. Klassische Musik verbessert die Konzentration – sowohl kurz- als auch langfristig. Das wurde mittlerweile in einigen Studien nachgewiesen. Der sogenannte „Mozart-Effekt“ gilt nicht nur für Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, sondern ist auf klassische Musik verallgemeinerbar (die Tonart Dur und ein fröhlich klingendes Tonbild verstärken den Effekt). Warum das so ist, weiß man bis heute nicht. Klar ist, dass sowohl Musik als auch räumlich-zeitliche Aufgaben die rumpfwärts gelegenen Hirnregionen (Kortex) aktivieren. [1]
  2. Andere gehen davon aus, dass Musik sogar den IQ erhöht: das hat eine Studie an deutschen Schulen herausgefunden. In derselben Quelle ist die Rede davon, dass Musik den Abbau von Gehirnzellen bei älteren Menschen verhindern kann. [2]
  3. Musik wird zum Teil als Beruhigungsmittel vor Operationen eingesetzt; die besten Effekte „… sind durch klassische oder meditative M[usik] zu erreichen, Heavy Metal or Techno-M[usik] sind ineffektiv oder gar schädlich und können zu Stress oder lebensgefährlichen Arrhythmien führen.“[3]
  4. Auch unsere südlichen Alpennachbarn kennen das Phänomen. Bei einer Studie in Österreich wurde gezeigt, dass auch Popmusik die Merkleistung erhöhen kann. „Grundsätzlich empfehlenswert ist es, die Musik als Hintergrund zu Wiederholungs- und Kreativarbeiten (Vokabeln lernen, Texte schreiben) zu spielen“, sagt Studienautor Marcin Suder. [4] Zum selben Ergebnis kam eine Schweizer Studie mit Grundschulklassen. [5]

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Konzentration / Konzentrationsmusik / besser denken arbeiten konzeptionieren abschalten / Dr Martin Krengel


Konzentrationsmusik - Besser konzentrieren, lernen und arbeiten mit MusikEmotionale Hintergrundreize machen nicht nur das Lernen und Arbeiten angenehmer. Eine positive Grundstimmung ist auch essenziell für die Aufnahmebereitschaft des Gehirns. Deswegen schwöre ich persönlich auf entspannte, chillige oder meditative Musik beim Arbeiten, Denken und Lernen. Nur selten wirst du mich vorm Rechner ohne Kopfhörer antreffen. Daher kommen nun:

Martins Top 10 Konzentrationsmusik

Meine persönlichen Top 10 – Musik die beim Denken, Lernen und Arbeiten hilft

  1. Ludovico Einaudi: Alle CDs, besonders nett: „Islands“

Einaudi ist ein toskanischer Multimillionär mit zu viel Zeit und Langeweile, sodass er sich schöne Klavierballaden ausdenkt und zauberhaft-magisch auf die Tasten überträgt. Es ist die einzige Musik, die ich bisher wirklich zu allen Gelegenheiten hören kann: Zum Lernen, zum Arbeiten, zum Entspannen, für romantische Stunden – sie nutzen sich seltsamer Weise nicht ab. Ist Einaudi womöglich kein Pianist, sondern ein Magier? Finde es selbst heraus: >> CD „Islands“; >> alle MP3s von Ludovico Einaudi.

 

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  1. Soundlife / Arcangelos Chamber Ensemble

Dies sind von US-Zentrum für „Psychoakustik“ vertonte klassische Werke ausgewählt gemäß ihrem Beitrag zum Lernen, zur Motivation und Inspiration. In Deutschland wird dieses Musik unter dem Label „Soundlife“ angeboten. Dieser Anbieter vertreibt musiktherapeutisch geprüfte Musik für Profis, aber auch für Zuhause. Außerdem gibt’s spezielle Musik für Kleinkinder und für Menschen, die ihre Hörfähigkeit verbessern möchten. Genial, sie bieten direkt auf unsere Gehirnwellen abgestimmte Musik:

  • Musik zum Denken
  • Musik zur Motivation
  • Musik zum Lernen bzw. zur Steigerung der Lernfähigkeit
  • Musik für Inspiration und Einfallsreichtum
  • Musik zum Merken
  • Musik für bessere Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Musik zur Entspannung
  • Musik zur Revitalisierung und Belebung
  • Musik für Produktivität

 

  1. Chill-Out / Entspannungsmusik

Zum Entspannen eignen sich Café del Mar und Buddha-Bar Compilations besonders gut. Café del Mar ist nach einem bekannten Café / Club auf Ibiza benannt, wo regelmäßig mehr oder weniger bekannte DJs auflegen. Die meist sehr entspannende Chill-Out-Musik wird dann auf CDs auch Nicht-Insulanern zur Verfügung gestellt. Die Buddha-Bar Compilations sind nach der gleichnamigen Restaurant-Kette benannt, die mit den CDs das Flair und die Atmosphäre ihrer Restaurants verbreiten wollen.

 

  1. Mediationsmusik

Buddhistische und Hindi-Musik, Gebetsgesänge (Mönche praktizieren ihre meditativen Konzentrationsübungen schließlich mit Perfektion). Die Spotify-Playlist „The Yoga Lounge: Vinyasa Flow“ eignet sich perfekt für einen Yoga-Workout – nicht zu ruhig, aber auch nicht zu aufregend.

 

  1. Jazz und sanfte elektronische Musik:

Viele meiner weiteren Favorites kommen aus Paris: Die Franzosen mögen eine komische Sprache haben, ein Händchen für coole Musik haben sie in jedem Fall! Was ich empfehlen kann: St. Germain: „Tourist“, alle Alben von Costes Hotel, und z.B. „Moon Safari“ von Air.

 

  1. Klassik

Wie oben beschrieben, wurde der Mozart-Effekt in Studien nachgewiesen, wonach die Konzentration besonders durch klassische Musik gefördert wird. Meine Favorites sind z.B. „Die Moldau“ von Bedřich Smetana sowie Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“. Barockmusik ist angeblich besonders gut zum Lernen (u. a. die Brandenburgischen Konzerte von Bach oder die Konzerte von Wolfgang Amadeus Mozart)

 

  1. Kaffeehaus-Musik / Easy Listening:

Dein eigener Starbucks-Sound – bei mir gesellen sich Frank Sinatra, Julie London und chillige Frauenstimmen zum Laptopklappern dazu. Suche mal nach dem Stichwort „Easy Listening“. Ist aber eher Musik für kreatives Denken und leichten Tätigkeiten – zum Lernen nimm lieber Klassik.

 

  1. Musik für das Training / für den Sport

Bei Sportmusik mag ich’s gern schnell und laut: 120 bis 140 bpm (beats per minute) sollten es sein und ein saftiger Beat. Denn je nach Sportart möchte man ja mit der Musik auch noch die Außengeräusche sowie das eigene Keuchen übertönen 🙂 Bei Spotify gibt’s eine coole Playlist „Cardio“.

 

  1. Musik für Pausen und zum Abschalten

Hier kannst du deine Lieblingsmusik einlegen und immer wieder in den Pausen laufen lassen. Das strukturiert den Tag, verstärkt durch den akustischen „Anker“ den Pauseneffekt und hat was von coolem Lifestyle. Bei mir liegen zur Zeit z.B. Caro Emerald und ein Album des Rappers „Schwyze“ in der Audiobox.

 

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  1. Musik für andere Situationen

Kaum etwas beeinflusst unsere Stimmung so sehr wie Musik. Ich bastele mir deswegen immer wieder spezielle Playlists für verschiedene Situationen und Momente, z. B. „Energy“, „Auto fahren“, „U-Bahn / Stadt“, „Romantik“, „Reisen“, „Party“, „Meditation“ etc.

 

Ein Ausschnitt aus meiner „Konzentrations-Playlist“:

Meine Konzentrationsmusik Playlist für Konzentration beim Arbeiten


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Super, jetzt hast du ein paar Tipps, wie du dich mit entsprechender Musik besser konzentrieren kannst. ABER, wenn du noch nicht so richtig den Schwung findest und wissen willst, wie du dich in deine Arbeit besser vertiefen kannst, dann schau doch mal hier rein.


Was sind deine persönlichen Lernmusik / Arbeitsplaylist-Favoriten? Teile sie kurz in einem Kommentar 🙂
Quellen:

[1] Lois Hetland (2000): Listening to Music Enhances Spatial-Temporal Reasoning: Evidence for the „Mozart Effect“. Journal of Aesthetic Education, Vol. 34, No. 3/4, Special Issue: The Arts and Academic Achievement: What the Evidence Shows (Autumn – Winter, 2000), pp. 105-148.

[2] Planetwissen: Macht der Musik. Online (Zugriff am 8. August 2014)

[3] Hans-Joachim Trappe: Wirkung von Musik auf das Herz- und Kreislauf-System Günstig oder schädlich?, Zeitschrift „Musik-, Tanz und Kunsttherapie“, Volume 21, Number 2 / April 2010. Online (Zugriff 8. August 2014)

[4] Lernquadrat Pressemitteilung zur Studie „Lernen mit der Hitparade“ (2006). Online (Zugriff 8. August 2014)

[5] Ernst, Alisha / Soppalsah, Lorena (2006): Konzentration – Musik oder nicht? Online (Zugriff am 6. August 2014)








12 Kommentare für "Konzentrationsmusik ♫ besser denken, arbeiten, konzipieren und abschalten"

  1. NB sagt:

    Danke für die super Tipps! Ich kann Einaudi und St Germain auch sehr zur Konzentration empfehlen. Wobei Einaudi eher melancholisch und St Germain ziemlich cooler Nu Jazz ist, der die Stimmung hebt. Wer mit St Germain etwas anfangen kann, dem kann ich auch Gramatik sehr ans Herz legen! Zum Reinhören bietet sich z. B. Just Jammin oder Muy Tranquilo an 🙂

    1. admin sagt:

      Hy Nico,

      ja, ich bin auch ein großer Fan von St.Germain. Danke für deinen Tipp mit Just Jammin – werd gleichmal reinhören…

      Martin

  2. Garret Demuzio sagt:

    Ich habe hier schon wirklich viele tolle Sachen gelesen. Auf jeden Fall wert mal ein Lesezeichen zu setzten. Ich hoffe es folgen noch viele weitere Beiträge, ich liebe diesen Blog! 🙂

  3. A.P. sagt:

    Hallo Martin,
    Ich habe die erfahrung gemacht das ich bei neuen Analytischen Aufgaben gar keine Musik gebrauchen kann. Wenn es reines Auswendig lernen ist höre ich gerne Techno, was mit einem klaren Beat wie (ToY Podcast mixed by Hochweiss).
    Auf der Arbeit kann es gerne alles mögliche sein von Psytrance/Goa bis hin zu Frank Sinatra.
    Ich finde es am wichtigsten zu wissen wann man Musik gebrauchen kann und wann nicht.

  4. Michael sagt:

    Hey,

    ich kann auch Ludovico Einaudi wärmstens empfehlen. Bei mir läuft eigentlich immer Musik – vorallem beim Lernen. Wenn ich stark konzentriert bin (bei komplexeren Sachverhalten), dann schalte ich aber die Musik ab.

    Vielen Dank für die super Musik-Vorschläge!

    Schöne Grüße
    Michael

  5. Alexandra sagt:

    Für mich ist EINAUDI die Top-Empfehlung – und tatsächlich für die verschiedensten Situationen geeignet – danke für den Tipp!
    LG Alexandra

  6. Anonymous sagt:

    Einspruch!
    Der Mozart-Effekt ist längst widerlegt:
    Mozart effect–Shmozart effect: A meta-analysis
    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289610000267

    1. ja, die Wissenschaft geht oft hin-und-her. Danke für den Hinweis!

  7. Annonym sagt:

    Ich persönlich bin kein Fan von Meditationsmusik…die treibt mich in den Wahnsinn!
    Dem Rest der Konzentrations-und Musiktipps kann ich durchaus beipflichten.

    Sehr inspirierend finde ich zudem Soundtracks von Videospielen. Je nach Spiel sind dabei von ruhig über verrückt und wild bis traurig so ziemlich alles vertreten und für jede Stimmung das passende dabei.
    Zudem habe ich meine Freude an spanischer Musik gefunden, würde mich aber allgemein auf keine Richtung festlegen oder beschränken.

  8. Pit Hausemer sagt:

    Ich fand diesen Artikel sehr inspirierend. Ich habe mit Ludovico Einaudi angefangen und später eine App entdeckt, die Brain-Musik direkt aufs Ohr beamt. Ebenfalls mit wissenschaftlichem Background: https://www.brain.fm/app

    Liebe Grüße aus Wien,
    Pit

  9. ErikaH. sagt:

    romantische Klaviermusik hilft mir entspannt und beschwingt über langweilige Berichte und Statistiken hinweg. bei der Deutschen Grammophon unter dem Titel „Für Elise“ gibt es die perfekte Zusammenstellung.
    LGE.

  10. Laura Stanner sagt:

    Gruß Mama

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