Prüfungsvorbereitung: ► Alles, was du über Prüfungen wissen musst. (Lernexperten-Tipps)

Du stehst kurz vorm Examen, einer Klausur, Referat / mündlichen Prüfungen oder musst eine Klassenarbeit oder eine Hausarbeit schreiben?

Du bist mitten in der Klausurvorbereitung oder willst eine mündliche Prüfung mit einer guten Note bestehen? Dann bist du hier richtig! Dieser Mega-Artikel erklärt dir alles, was du für eine gute und sichere Prüfungsvorbereitung wissen musst.

Die Kernfrage des Artikels hier ist:

Worauf kommt es in Klausuren, Multiplice-Choice-Tests oder mündliche Prüfungen wirklich an?

Achtung! Das ist ein sehr werthaltiger und langer Artikel. Er ist in drei große Abschnitte eingteilt:

  1. Strategische Ebene (Lernpsychologie): Die 4 Dinge, auf die es in Prüfungen wirklich ankommt! Das ist wichtiges Wissen, worauf es GENERELL in allen Prüfungen ankommt und wie du dich darauf vorbereiten kannst.
  2. Die Reduktionsphase (Lerntaktik): So machst du deinen Lernstoff und dein Prüfungswissen übersichtlicher, sicherer und leichter abrufbarer in der Klausur oder in der mündlichen Prüfung
  3. Last Minute Tipps, Tricks und Tools für die Prüfungsvorbereitung, Diese Methoden und Tools fürs Lernen und gezielte Vorbereiten werden deine Prüfungsangst senken und dich zu guten Noten coachen werden.
Du hast wenig Zeit? Hier kannst du zur für dich relevanten Passage springen:

Beachte: Hier geht es um die direkte Vorbereitung auf eine Klausur, ein Referat oder eine mündliche Prüfung. Wie du schneller auswendig lernen kannst, weniger prokrastinierst und deine Prüfungsangst senken kannst, steht in anderen Texten von Studienstrategie.de.

Die Prüfungsstrategien stammen direkt vom Lernexperten Dr. Martin Krengel.

Die perfekte Prüfungsvorbereitung für deinen Lernerfolg: Tipps aus dem Bestseller Bestnote von Dr. Martin Krengel

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Lernratgeber: „Bestnote. Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren“

Die Prüfungsvorbereitung läuft bei vielen Schülern und Studenten recht einseitig ab und besteht größtenteils aus dem auswendig Lernen von Fachwissen.

 


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Prüfungsvorbereitung: Was sind die generellen Erfolgsfaktoren einer jeden Prüfung – egal ob Referat, Examen, Klausur, mündliche Prüfung, Klassenarbeit, Multiplice-Choice Test oder einer Open-Book Klausur?

1. Prüfungswissen: Worauf kommt es in einer Prüfung an?

 

In diesem Abschnitt lernst du, von welchen vier Faktoren dein Lernerfolg abhängt und was du daraus für deine Prüfungsvorbereitung ableiten kannst.

Denn fleißig zu sein und sich viel Fachwissen reinzuziehen ist nur die halbe Miete!

Wenn ich ich in einem Lernseminar danach frage, was die Erfolgsfaktoren einer Prüfung sind und worauf es dabei ankommt, kommen Antworten wie:

Das ist ein Anfang. Schaut man aber genauer hin, sind das eher Dinge des Selbstmanagements. Die Frage ist doch: „Was sind die Erfolgsfaktoren, damit ich die Prüfung bestehe?“ Ich muss also aus der Prüfungsperspektive denken. Vor einem Boxkampf analysieren Trainer und Sportler den Gegner im Detail. Dann bestimmen sie eine Strategie, um diesen zu bezwingen und arbeiten an entsprechenden Schwachstellen.

 

Die 4 Dinge, auf die es in Prüfungen wirklich ankommt!

Eine gelungene Prüfung besteht nicht nur aus der Menge des Lernstoffs. Dessen Qualität, Abfrageform, Timing und gute Intuition sind ebenfalls wichtig:

pruefungsvorbereitung - von diesen vier faktoren hängt dein prüfungserfolg ab

 

Keine Frage: Solides Fachwissen ist der Kern jeder Prüfung. Doch je nach Prüfungsform muss es anders ausgedrückt und angewandt werden („Verpackung“). Gehst du zuversichtlich und entspannt in die Prüfung, sind deine Chancen höher. Ziel dieses Artikels ist es, ein besseres Gefühl für die Art und Verpackung des Wissens zu schaffen und den Zufallsfaktor zu reduzieren.

 

Fachwissen: Der erste Erfolgsfaktor deiner Prüfungsvorbereitung

Erfolgsfaktor 1: Das Fachwissen

Natürlich musst du dich in den einzelnen Themen auskennen, die Photosynthese verstehen, eine Ableitung bilden können, Paragrafen richtig rezitieren oder die Kernaussagen der großen Philosophen kennen. Doch gerade Leute, die zu gründlich auf Prüfungen lernen, werden enttäuscht – weil sie 120 Prozent geben und die berühmten ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) auswendig lernen. Dann werden sie überrascht, wenn Anwendungen, Beispiele und Interpretationen gefragt sind. Und das ist fast immer der Fall! Es ist ein großer Unterschied, ob Informationen lose nebeneinander – wie in einer Datenbank – gespeichert sind, oder ob sie im Zusammenhang stehen. Einem Maler bringen 120 einzelne Farben nichts – nur eine geschickte Komposition auf der Leinwand beeindruckt. Das unterstreicht auch ein Konzept aus der Wissenssoziologie, welches Daten, Informationen und Wissen unterscheidet:

  1. Daten. Fakten, Statistiken, Zahlen, Wörter, Fachbegriffe, Namen sind der Grundstoff des Lernens – aber allein bedeutungslos. Das Wort „Metoprolol“ sagt uns zunächst nichts. Es fehlt der Kontext. Ohne Bezug sind Daten wertlos.
  2. Informationen. „Nehmen Sie das Medikament „Metoprolol“ 3 x täglich unzerkaut nach dem Essen, wenn Sie Bluthochdruck haben.“ Nun ist das Wort „Metoprolol“ in einen Bedeutungszusammenhang eingebettet. Wir wissen, dass es eine Medizin ist und wie wir sie verwenden. Informationen sind also Daten mit einer Bedeutung bzw. einem gewissen praktischen Nutzen.
  3. Wissen. Hoffentlich weiß der Arzt, der Metoprolol verschreibt, genügend über das Medikament. Er muss unser Krankheitsbild bewerten, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kennen und die richtige Behandlungsform und Dosierung wählen. Er integriert verschiedene Infos, bezogen auf einen bestimmten Fall.

 

 

Diese drei Komponenten von Wissen sind wie eine Leiter: Beim Lernen arbeiten wir uns die einzelnen Stufen empor: Zunächst haben wir einzelne Worte oder Fakten, die wir in Informationen verwandeln müssen. So stehen beispielsweise auf PowerPoint-Folien viele Daten, die erst mit dem Einordnen in einen Kontext zu einer Information werden. Das Gehirn kann sich Dinge nur merken, wenn es diese einordnen kann. Dazu benötigt es Verbindung zum Vorwissen und einen praktischen Bezug.

beim lernen festigt sich dein fachwissen und ist garantiert in der prüfung abrufbar

Im zweiten Schritt müssen die Informationen derart verknüpft werden, dass sie flexibel an neue Situationen und Aufgaben angepasst werden können. Erst dann „wissen“ wir etwas. Das Schöne daran: Haben wir ein dichtes Wissensnetz erarbeitet, können wir daraus Informationen ableiten: Wer etwas „weiß“, braucht sich nicht um das Vergessen zu sorgen, weil er die Logik und Systematik verstanden hat. Es hat einmal klick gemacht – man kommt auch später wieder durch Ableitung zur richtigen Lösung. Der Vorteil zeigt sich in Stresssituationen wie Prüfungen, denn ein dichtes Wissensnetz ist viel robuster als einzelne Fakten. Auch wenn sich die Fragen ändern, kann man flexibel darauf eingehen. Selbst wenn man eigentlich „nur“ Fakten auswendig lernen muss, lohnt es sich also, ihren Zusammenhang und die Bedeutung zu verstehen.

Vorsicht Falle! Daten scheinen objektiver und griffiger. Es fällt schwer, sich von ihnen zu lösen: Man liest die Worte und Sätze (Daten) und sucht nicht nach den darüberliegenden Inhalten und Aussagen (Informationen). Den Lernstoff so hinzunehmen wie er ist, scheint bequemer: Man muss wenig Energie aufwenden, nicht weiterdenken, keinen eigenen Standpunkt finden. Als Folge werden Fakten auf Kosten der anderen beiden Stufen überlernt.

Richte den Fokus auf Zusammenhänge und Verständnis.Viele Details leiten sich automatisch daraus ab.

 

Klausur oder Hausarbeit? Passe deine Prüfungsvorbereitung an die Prüfungsform an!

Erfolgsfaktor 2: Die Verpackung/ Prüfungsform

Eine Prüfung misst nicht nur Fachwissen, sondern auch, wie gut du dieses im Hinblick auf eine bestimmte Abfrageform anwenden und verpacken kannst. Klausuren z. B. messen vor allem auch die Fähigkeit, Klausuren schreiben zu können. Dazu gehört:

  • wie gut du unter Zeitdruck arbeiten kannst (Belastbarkeit),
  • wie gut du dein Wissen auf eine Fragestellung anwenden kannst (Themenbezug),
  • wie gut du deine Gedanken strukturieren kannst (Logik / Argumentationsfähigkeit),
  • wie gut du deine Gedanken klar, präzise und eindringlich ausdrücken kannst (kommunikative Fähigkeiten),
  • ob du das Global Picture erkannt hast (Überblick),
  • ob du dich auf wesentliche Faktoren/Inhalte fokussieren kannst
  • (Fähigkeit zum Priorisieren),
  • eigene Ideen, Beispiele und deine Meinung
  • (Kreativität, Praxistransfer, Beurteilungsgabe).

Du magst ein brillantes Gedächtnis haben. Leider bringt dir das nicht viel, wenn du in der Klausur die Zusammenhänge nicht treffsicher formulieren kannst. Das gilt auch für mündliche Prüfungen. Die messen nicht nur Wissen, sondern auch:

  • wie gut du argumentieren und dich präsentieren kannst,
  • wie gut du das Wesentliche im Blick behältst,
  • wie gut du das Wissen verstanden hast,
  • wie flexibel du auf neue Problemstellungen reagierst.

Präsentationen – du ahnst es längst – messen nicht nur die Auswahl und Korrektheit des Wissens, sondern dessen Struktur, deine Mimik und Gestik, rhetorische Fähigkeiten und den Umgang mit der Technik. Ein Kommunikationspsychologe aus den USA hat eine gern zitierte Studie verfasst, wonach bei öffentlichen Präsentationen der Inhalt nur zu sieben Prozent ausschlaggebend war, wie kompetent der Sprecher eingeschätzt wurde. Sieben Prozent! Der Rest waren Auftreten, Selbstsicherheit, Präsentation! Zwar wird in Prüfungen auf die Inhalte geschaut und versucht, „objektiv“ zu sein. Dennoch: Struktur, Beispiele und eine klare, deutliche Sprache sind die Essenz einer guten Präsentation! Sozialpsychologische Studien belegen: Der Gesamteindruck beeinflusst die Einschätzung des Inhalts. Wenn jemand statt mit T-Shirt im Jackett und vielleicht mit Brille präsentiert, wird er unbewusst als kompetenter wahrgenommen. Seine Glaubwürdigkeit steigt. Das führt zu einer positiveren Bewertung des Inhaltes, auch wenn dieser völlig gleich geblieben ist. Eine ähnliche Wirkung hat Sprache: Ist sie hoch-gequetscht bis piepsig-unsicher oder spricht der Vortragende selbstbewusst dem Publikum zugewandt?

Hausarbeit. Etwas weiter unten habe ich einmal einen Bewertungsbogen für schriftliche Arbeiten organisiert, den eigentlich nur Prüfer bekommen (man hat seine Quellen). Betrachte die drei Bewertungskriterien: Auffällig ist, dass das dritte, unwichtigste Kriterium „Formelles“ am klarsten definiert ist. Diese Punkte sind am einfachsten zu kontrollieren – gerade weil sie nichts mit dem Inhalt zu tun haben. Allein durch korrektes wissenschaftliches Arbeiten und konsistente Formatierung sicherst du dir bereits 20 Prozent!

Das zweite Kriterium „Bezug zum Seminar“ lässt sich ebenso gut erfüllen. Erstelle eine Checkliste, in der du die wichtigsten Theorien des Seminars auflistest, die du dann in deine Argumentation einbaust. Oder schreibe eine „Vokabelliste“ mit den zehn wichtigsten neuen Fachbegriffen, die du in deinen Text einstreust. Spiele direkt auf Situationen und Diskussionen aus dem Seminar an. Das wird das Herz des Korrektors erwärmen.

Das erste Kriterium bezieht sich auf eine Fallstudie bzw. eine Hausarbeit für ein selbst gewähltes Thema. Hier sieht man deutlich, dass der Inhalt nur Mittel zum Zweck ist. Man will eigentlich sehen, wie gut du argumentieren und schreiben kannst (Gliederung, Struktur, roter Faden).

fachwissen ist nicht alles - bedenke bei deiner prüfungsvorbereitung auch die kriterien deines prüfers

 

 


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Gute Nachrichten: Auch genug Schlaf gehört unbedingt zur Prüfungsvorbereitung!

Erfolgsfaktor 3: Tagesform und Energielevel

Energie, Entspannung und Schlaf. Eine gute Tagesform am Tag X ist nicht zu unterschätzen. Es bringt nichts, bis spät in die Nacht hinein zu lernen, oder sich die Tage davor total fertigzumachen, um dann vollkommen übermüdet Bestleistungen bringen zu wollen! Auch das Immunsystem wird angegriffen. Wer schon einmal mit einer Erkältung eine Klausur durchstehen musste, weiß: Das ist Horror! (Vor allem für deinen Banknachbarn, der dich für dein Geschniefe am liebsten erwürgen würde …)

Zeitmanagement, Motivation, Organisation. Deine Tagesform hängt wiederum von deinem Zeit- und Stressmanagement ab. Ein Studienfreund war fachlich brillant und seine Hausarbeiten waren ein Traum: Butterweich zu lesen, in einer mitreißenden Eleganz entwickelte er faszinierende Argumentationslinien. Er hätte immer eine glatte Eins bekommen – wenn er ein einziges Mal pünktlich abgegeben hätte. Prüfungen messen also auch, wie gut du mit Stress umgehen und wie gut du dich vorher organisieren kannst, um nicht total gestresst in die Prüfung zu gehen.

 


Der Prüfungserfolg hängt nicht zu 100% von der Prüfungsvorbereitung ab

Erfolgsfaktor 4: Glück

Ich hatte mal ein Referat, in das ich mich richtig hineinkniete. Es kam auch gut beim Prof an. Dennoch gab er mir „nur“ eine Zwei, obwohl er betonte, dass es „sehr gut“ gewesen war. Ich wurde stutzig. Wenn ihm alles gefallen hat, warum diese Note? Er meinte, dass ich in zwei Vorlesungen gefehlt hätte und dies in die Bewertung eingeflossen sei. Wie unfair! Es stand doch ausdrücklich in der Seminarbeschreibung, dass allein das Referat prüfungsrelevant war! Hier hatte ich keinen guten Riecher, diesen komischen Kauz einzuschätzen: Er war einfach beleidigt, weil nur sechs Studenten zu seiner letzten Vorlesung vor seinem Ruhestand gekommen waren.

Letztendlich ist immer ein Quäntchen Glück im Spiel. Manchmal kommt dein Traumthema, das dich wirklich interessiert und nur so von der Hand geht – beim nächsten Mal tun wir uns dafür schwerer. Die Frage also ist: Wie berechenbar ist deine nächste Prüfung? Je unberechenbarer, auf desto mehr Szenarien musst du dich einstellen! Überlege dir Strategien, um im Falle einer Fehleinschätzung einen „Plan B“ zu haben. Setze nicht alles auf eine Karte.

Wenn eine Prüfung immer auch ein wenig Zufall beinhaltet, sagt das aber auch: Wenn wir gut vorbereitet sind, sind wir gut vorbereitet. Überlernen ist Zeitverschwendung! Kümmere dich lieber um deine anderen Fächer und Projekte. Selbst wenn du in einem Fach mal daneben langst, kannst du das in anderen Fächern kompensieren. Der Erfolg eines Sportlers hängt auch nicht von nur einem Wettkampf ab. Verlorene Wettkämpfe sind wichtige Erfahrungen und geben dir Hinweise, um langfristig besser zu werden.

Fachwissen ist nicht alles – Bedenke bei deiner Prüfungsvorbereitung auch die Kriterien deines Prüfers!

 

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Worauf es bei deiner Prüfungsvorbereitung wirklich ankommt

Was lernen wir daraus?

    1. Fakten sind nicht genug. Klammere dich nicht an Daten. Traue dich, diese zu deuten, zu interpretieren, einen persönlichen Bezug herzustellen. Dein Erfolg hängt nicht davon ab, wie viele Zahlen und Fachwörter du im Schlaf rezitieren könntest, sondern wie gut du sie anwenden kannst.
    2. Prüfungserfolg basiert auf mehreren Faktoren. Die Dinge immer auf die gleiche Art und Weise zu tun, ist nicht Erfolg versprechend. Wann kommt es auf Fakten an? Wann müssen wir die Zusammenhänge verstanden haben? Zum Lernen gehört nicht nur das Pauken, sondern auch das Steuern von Prozessen, das Einstimmen, Strukturieren, Reduzieren, Verbalisieren sowie die Gewichtung je nach Prüfungsform und Ziel.
    3. Geh nie in eine Prüfung ohne einen Probedurchlauf! Eine Prüfung misst Wissen und eine spezifische Kompetenz. Eine Freundin lernte kürzlich Tag für Tag bis tief in die Nacht hinein für eine Klausur.  Sie war so aufgeregt, dass sie in der Nacht schlecht schlief und sich kaum konzentrieren konnte. Als der große Tag kam, war er schnell wieder vorbei. Zu schnell: In nur zwei Stunden konnte sie gar nicht alles niederschreiben, sie hielt sich zu lange an einer Frage auf, fand keine treffenden Formulierungen, wiederholte sich oft. Kein Wunder: Die Situation war vollkommen neu für sie – sie hatte keine einzige Probeklausur geschrieben!
    4. Investiere in Schlüsselkompetenzen. Ich wundere mich, wie wenige Studenten je ein Buch über wissenschaftliches Arbeiten gelesen, Lerntechniken geübt oder einen Präsentationskurs besucht haben. Klar ist das ein Zeitinvestment. Aber was sind wenige Tage im Tausch gegen ein größeres Selbstbewusstsein und bessere Noten?

 

 

2. Die Reduktionsphase (Survival-Zusammenfassungen)

 

Wir alle wüssten gern die Prüfungsfragen! Doch die sind natürlich geheim.

Naja – stopp! Nicht ganz. Ich erkläre dir in meinem Buch „Bestnote“ wie du relativ gut vorhersagen kannst, welche ART von Fragen drankommen und welche Prüfungsthemen für dich relevant sind.

Wenn du so also deine Lernziele und deine Lernstrategie angepasst hast, kannst du zum Ende deines Lernprozesses dann deine Zusammenfassungen perfekt auf die wahrscheinlichen Prüfungsfragen ausrichten.

Ich nenne das „Prüfungsvorbereitung To-Go“

 

Die Taktische Ebene: Prüfungsvorbereitung „TO GO!“

Was ist damit gemeint?

Wer noch nie ein bestimmtes Gericht gekocht hat, braucht ewig, um die Zutaten zusammenzusammeln, muss beim Zubereiten öfter nachschauen und ist unsicher, ob es überhaupt gelingt. Haben wir vorher alles ordentlich zurechtgelegt, ist Kochen hingegen kinderleicht.

Beim Lernen ist das nicht anders:

Je ähnlicher sich die Aufbereitung des Lernstoffs am Prüfungsablauf orientiert, desto leichter ist der Abruf.


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Prüfungsvorbereitung: Strategie 1

Strukturtabellen für Vergleiche

Ganz typische Klausurfragen sind: „Vergleiche X mit Y.“, „Theorie A und B sind gegensätzlich. Diskutiere!“, „Was sind die Unterschiede von C und D?“ Wenn Konzepte anhand bestimmter Kriterien bewertet und verglichen werden sollen, sind Tabellen ein bewährtes Mittel zur Vorbereitung. Trage die Themen in eine Tabelle ein und untergliedere anhand zentraler Aspekte:

pruefungsvorbereitung-mit-strukturtabellen

Diese übersichtliche Aufbereitung hat einige Vorteile:

  • Man filtert Informationen zielgerichtet und selektiv.
  • Zentrale Kriterien des Stoffes werden herausgearbeitet.
  • Man sieht, was man verstanden hat.
  • Man vergisst keinen wichtigen Punkt.

Im Beispiel von Seite 39 haben wir gesehen, dass bei den Statistikaufgaben der vergangenen Jahre der Dozent immer einen Vergleich der beiden Forschungsparadigmen (quantitativ vs. qualitativ) sehen wollte. Deswegen begann meine Tabelle so:

strukturtabellen für vergleiche

Tom bereitete sich für eine Linguistik-Klausur (Sprachlehre) vor. Er identifizierte die drei zentralen Aspekte der Sprache, bildete eine Tabelle und suchte dann die wichtigsten Autoren heraus, um deren wesentliche Gedanken einzutragen.

Prüfungsvorbereitung für alle Lerntypen

Tom erkannte beim Ausfüllen der Tabelle, wer welche Schwerpunkte setzte und wer sich gar nicht mit einem Aspekt beschäftigte. Er bereitete den Stoff übersichtlich auf und gewann dabei neue Erkenntnisse auf einer übergeordneten Ebene. Darauf konnte er nun aufbauen und weiterdenken, z. B. warum ein Aspekt in einer bestimmten Epoche eher wichtig oder unwichtig war. Mit diesem einfachen Handwerkszeug kann er nun mitreden und eigene, gewichtende Aussagen begründen:

„Während Platon den Grundstein der Semiotik legte, indem er die kommunikative Funktion der Sprache erstmals herausarbeitete, betonte sein Schüler Sokrates die Symbolfunktion der Sprache. Dies griff später Saussure auf, indem er Sprache als XY dachte …“

(fiktives Fazit)


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Prüfungsvorbereitung für Clevere:

So wird die Instant-Wissenstabelle zubereitet:

1. Überlege, welche Themen du vergleichen willst. Trage diese als Spaltenüberschrift oben in die Tabelle ein.
2. Bestimme die Kriterien, die klausurrelevant sind und / oder das Thema am besten beschreiben und abgrenzen, z. B.:
  • Herkunft der Theorie, des Konzeptes, Jahr, Urheber
  • Grundannahmen, zugrundeliegende Weltanschauung
  • zentrale Aussagen und Fragen
  • Voraussetzungen zur Anwendung der Sache
  • Gemeinsamkeiten zwischen den Konzepten
  • Unterschiede, Besonderheiten der einzelnen Themen
  • positive Aspekte der jeweiligen Theorie
  • negative Aspekte in bestimmten Situationen
  • wichtige Forscher, Autoren, Variationen
  • Prozesse: Wie funktioniert die Sache? Evtl. mit Skizze.
  • Weiteres, interessante Punkte / Details
3. Nun bereite den Stoff auf. Ziehe ein Fazit oder gib eine Einschätzung in zwei Sätzen. Wo ergeben sich neue Erkenntnisse? Koloriere, markiere, hebe zentrale Punkte hervor. Finde passende Visualisierungen.

 


Checklisten für Prozesse und Analysen

In technischen Fächern gibt es gewisse Abfolgen und Verfahrensmuster. Oder eine juristische Anspruchsgrundlage muss nach einem bestimmten Schema geprüft werden. In diesem Fall sind Checklisten das Mittel der Wahl. Nehmen wir noch ein Beispiel aus dem unliebsamen Fach Statistik:

Prüfungsvoebreitung To Go - Checklisten für alle Prozesse und Analysen

 

Prüfungsvorbereitung für faktenlastige Prüfungen, in denen du viel auswendig lernen musst

 

Visual Codes für Fakten

Für abfrage- und faktenorientierte Prüfungen sind Visual Codes bestens geeigent. Damit kannst du selbst schwierige Fach- und Fremdwörter als auch Vokabeln schnell auswendig lernen. Diese Methode habe ich ausführlich und mit vielen Bildern in Modul 6 /  ab Seite 163 der Bestnote beschrieben.

 

Strukturkarten für mündliche Prüfungen

Typischerweise geht es in mündlichen Prüfungen darum, Wissen schnell und flexibel auf neue Fragen anzuwenden und die Querverbindungen und Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren. Hier sind Strukturkarten wahrscheinlich die beste Form, das Wichtigste noch einmal herauszuarbeiten.

 

Argumentationslogiken

„Argumentiere“, „Diskutiere“, „Erkläre“ sind weitere beliebte Aufgabenstellungen. Lege dir dafür eine Argumentationslogik zurecht, z. B. in Form eines Schemas, das flexibel anpassbar ist:

Einleitung:    Zitate, Fakten, Probleme

Absatz 1:        Pro / Positive Aspekte des Themas

Kerntext 1 / Autor 1 / Theorie A

Kerntext / Autor 2 / Theorie B

Absatz 2:        Kontra / Negative Aspekte des Themas

Kerntext 3 / Autor 3 / Theorie C

Kerntext 4 / Autor 4 / Theorie D

Absatz 3:        Eigene Meinung/Interpretation

Argument 1 + Argumente dafür

Argument 2 + Begründungen

Fazit:              Synthese der Diskussion mit eigenem Standpunkt

 

 

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Prüfungsvorbereitung To-Go 6 Last-Minute-Strategien für alle Lerntypen

Noch mehr hilfreiche Lerntipps und Tricks findest du in meinem Buch „Bestnote: Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren“.

Ich wünsche Dir bei deiner Prüfung / Klausur / Referat viel Erfolg!


 

3. SOS-Prüfungstipps für die sichere Vorbereitung auf jede Prüfungsform

 

Du sitzt in der Prüfung und hast keinen Plan, wie es weitergehen soll? Nicht, wenn du gut vorbereitet bist! Ich zeige dir meine besten Last Minute Tipps zum Lernen, mit denen du jede Prüfungsform meisterst!

 

Die besten Tricks und Tipps für die LAST-MINUTE Prüfungsvorbereitung

Tipps zum Lernen bei Klausuren

Prüfungsvorbereitung für Klausuren

Eine Klausur misst, wie gut du innerhalb kurzer Zeit möglichst passendes Wissen mit guter Struktur, Querverbindungen und treffenden Beispielen prägnant aufs Papier bringst. Dies gelingt nur durch absolute Routine und präzise Vorarbeit. Übe das Schreiben von Klausuren sooft es geht! Stelle dir Aufgaben, beantworte diese in voller Länge. Bereite Musterantworten und Prüfschemata vor. Überlege, wie du Antworten strukturieren kannst. Ein Argumentationsschema für wenige Seiten darf nicht zu kompliziert sein, muss aber alles Wesentliche enthalten! Für Klausuren gilt deshalb:

Tipps zum Lernen in einer Formel - KISS Keep it simple and significant


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Es geht los, die Klausur liegt auf dem Tisch:

Halte inne. Leg nicht gleich los, achte genau auf die Hinweise und Erläuterungen des Lehrers bzw. Dozenten. Ist eine Aufgabenstellung unklar? Unbedingt nachfragen!

Was möchte der Prüfer wissen? Denke vom Standpunkt des Prüfers her: Welche Kernpunkte, Fakten, Vergleiche, Anwendungen möchte er sehen? Mach eine Checkliste.

Lies die Fragen. „Diskutiere“ heißt etwas anderes als „Beschreibe“. Oft haben Fragen zwei Komponenten, z. B. eine Theorie erklären und auf eine bestimmte Sache anwenden. Weil sie in der Hektik oft übersehen werden, noch mal: Lies die Fragen!

Lieblingsthemen. Hast du eine Auswahl, nimm Themen, die du magst, die du schon bearbeitet hast. Spiele deine Stärken aus!

Reihenfolge festlegen. Beginne mit dem Filetstück der Prüfung, mit dem, was die meisten Punkte bringt. Nervöse Gemüter halten dagegen ihr Selbstvertrauen bei Laune, wenn sie mit leichten Aufgaben starten.

Brainstorming. Schreibe nun alles auf, was dir einfällt. Das kann eine Strukturkarte sein oder eine Sammlung von Stichpunkten. Achte insbesondere auf die W-Fragen des Global Pictures und definiere entscheidende Analysekriterien (Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Stärken, Anwendungsgebiete etc.). Wähle nach der Ideensammlung eine passende Gliederung (S. 213).

Verteile gleichmäßig. Viele können es nicht lassen, bei einer Aufgabe doppelt so viel zu schreiben wie bei einer anderen. Eine weitere Zeile einer umfangreich abgearbeiteten Aufgabe bringt aber weniger als eine weitere Zeile einer unfertigen Aufgabe. Beim Pokern nützt ein einzelnes Ass schließlich auch nichts.

Abgrenzen. Um eine umfassende Frage zu beantworten, kannst du alle Themen anreißen und vage bleiben. Nur macht das keinen durchdachten Eindruck und gibt schlechtere Noten. Konzentriere dich lieber auf das Kernproblem. Oder diskutiere in einer Einleitung die verschiedenen Facetten der Frage kurz an, wähle dann aber die wichtigsten Aspekte aus und arbeite diese ab.

Suche Muster. Für Naturwissenschaften gilt: Habe ich eine ähnliche Aufgabe schon einmal gelöst? Welcher Lösungsweg soll hier unter Beweis gestellt werden?

Keine Rechtschreibkontrolle. Im Zweifel kommt es auf den Inhalt, nicht auf Schönschrift an. Es bringt mehr, in den letzten Minuten inhaltliche statt formelle Ergänzungen zu machen. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Leider gilt dies nicht für Fächer wie Germanistik und bei Dozenten auf Detailfuchs-Mission.

 


Tipps zum Lernen bei Open-Book Klausuren

Prüfungsvorbereitung für Open-Book-Klausuren

Hier darf man Bücher, Gesetzestexte und evtl. Mitschriften oder Formelsammlungen mitnehmen. Aus diesem Umstand wird klar: Verständnis und praktische Anwendung sind gefragt! Für die Vorbereitung heißt das: viel diskutieren, Beispiele finden, durchdenken, üben, Probeessays schreiben, rechnen. Dennoch bleibt keine Zeit für langes

Suchen, Blättern und Einlesen. Für ein optimales Ergebnis musst du die Zugriffsgeschwindigkeit erhöhen. Dabei helfen:

  • ein Index aus Post-its, der am Buchrand wichtige Kapitel oder Teilbereiche des Gesetzes anzeigt
  • ein selbsterstelltes Inhaltsverzeichnis des Skriptes / deines Ordners mit Musterlösungen, Hinweisen zu Fallarten bzw. wichtigen Unterthemen
  • Farbschemen: Im Gegensatz zu Notizen sind Textmarker-Markierungen oft erlaubt. Wer clever ist, ordnet verschiedenen Farben einen gewissen Inhalt zu, z. B.:

Gelb = Kernaussage

Orange = Wichtiges Argument

Blau = Definition bzw. Annahme

Ein Klassiker ist auch das „Ampelschema“ für Gesetze:

Grün = Gebote

Gelb = Wahlrechte

Rot = Verbote

Blindenschrift. Meist muss man jegliche Notizen aus den Gesetzbüchern ausradieren. Warte aber damit bis zum Vorabend der Prüfung, dann sind diese Anmerkungen frisch im Gedächtnis. Und du wirst am nächsten Tag die verbleibenden leichten Abdrücke gerade noch erkennen können.


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Tipps zum Lernen bei Multiple Choice Tests

Prüfungsvorbereitung für Multiple Choice Tests

Multiple-Choice-Tests klingen einfacher als sie sind. Klar ist die richtige Antwort irgendwo vorgegeben, aber die Fragen können irreführend und richtig fies sein. Für Patrick, einen Mediziner, ist es daher wichtig, die Fragen äußerst gründlich und mindestens 3-mal zu lesen. Ein gängiger Mythos ist zudem, dass man eine einmal getroffene Wahl nicht mehr ändern soll – das glauben einer Umfrage zufolge 56 Prozent der Studenten. Doch eine Auswertung von 20 Studien zeigte, dass nur 20 Prozent eine richtige Antwort wegstreichen und eine falsche wählen. 60 Prozent hingegen schaffen es, eine falsche Antwort durch eine richtige Lösung zu korrigieren. Deine Chance, dass du durch wiederholtes Nachdenken besser abschneidest, ist demnach fast dreimal so groß! Folgende Strategie:

  1. Erst mal schnell den Text durchgehen und die Antworten, bei denen du zu 90 Prozent sicher bist, ankreuzen.
  2. Halte dich nicht an schweren Fragen auf. Markiere Zweifelsfälle bzw. die wahrscheinlichsten Möglichkeiten.
  3. Bist du einmal durch, gehe zurück und arbeite die unklaren Fragen auf.

Wenn du die Antwortmöglichkeiten noch nie gehört hast, impliziert das häufig, dass sie falsch sind. Achte peinlichst auf kleine Wörter wie „nicht“, „und / oder“, die dich hinters Licht führen können. Klammere in Härtefällen unplausible Antworten aus und rate zwischen den verbliebenen Möglichkeiten. Überlege bereits beim Lernen, bei welchen Inhalten gemeine Fragen auftauchen könnten.

 


Tipps zum Lernen bei mündlichen Prüfungen

Prüfungsvorbereitung für Mündliche Prüfungen

Oft gleichen „Mündliche“ eher einem Fachgespräch als einer rigorosen Prüfung. Hier musst du in Interaktion mit deinem Gegenüber einen Standpunkt vertreten und in der Lage sein, flexibel zu denken. Versuche nicht, die Prüfer mit komplizierten Beispielen und Worten zu beeindrucken. Denk dran:

Die hohe Kunst des Wissens zeigt sich darin, dass man Kompliziertes einfach erklären kann.

Im Normalfall ist der Prüfer dein Freund: Er wird versuchen, dich auf die richtige Fährte zu locken. Mit Andeutungen und Fragen will er / sie dich testen oder auf eine andere Lösung hinlenken. Diese Rückmeldungen sind der Seismograph mündlicher Prüfungen. Achte auf kleine Anzeichen: ein zufriedenes Lächeln, der entspannt zurückgelehnte Prüfer, der stolz schauende Seminarleiter und zustimmende Bemerkungen sind positive Signale. Wirst du nicht unterbrochen, heißt das: „No news are good news!“ Selbst wenn die Mimik starr und der Blick gesenkt ist – fahre fort. Lass dich nicht nervös machen! Wenn aber die Kursleiterin nervös an ihren Haaren spielt oder die Augenbrauen des Lehrers langsam zur Stirn wandern, der Blick verkrampft oder jemand plötzlich einen Asthma-Anfall bekommt, solltest du eine Kurskorrektur in Erwägung ziehen. Erkundige dich: „Bin ich richtig oder meinten Sie etwas anderes?“ Drei Wege zu mehr Feingefühl:

Schau „Wer wird Millionär?“ Achte darauf, wie Günther Jauch Rückfragen stellt und versucht, Kandidaten auf die richtige Fährte zu lenken.

Achte auf Nicht-Gesagtes. Analysiere Gespräche und Konflikte mit Eltern, Freunden, dem Partner: Welche Erwartungen hast du überh.rt? Warum kam es zum Streit? Lerne, Andeutungen ernst zu nehmen und „zwischen den Zeilen“ zu lesen.

Gasthörer. In vielen Studienfächern kannst du bei anderen Prüfungen lauschen. Warum begleitest du nicht einen Freund in die Prüfung? Der ist vielleicht weniger unsicher, du lernst und kannst ihm hinterher Feedback geben!

 

 


Tipps zum Lernen bei Referaten

Prüfungsvorbereitung für Referate

Referate sollen strukturiert informieren. Doch spielen viele „weiche“ Faktoren mit: Wie ist deine Haltung? Wirkst du jämmerlich-nervös oder zuversichtlich? Ist deine Stimme klar? Verleihst du deinen Argumenten Nachdruck? Sprichst du frei? Sind die Beispiele gut? Sitzen die Überleitungen? Ein paar Tipps:

5 x 5 Regel. Eine Folie ist keine Textwüste. Halte es einfach. Nimm nicht mehr als fünf Aufzählungszeichen mit maximal je fünf Wörtern! Formuliere einheitlich.

Scheibenwischer. Präsentiere einen Fakt, daneben eine Grafik / ein Bild / Zitat / Chart. Dann den nächsten Fakt. So wandern Fakten und Belege hin und her. Eine Visualisierung pro Folie ist Pflicht! Das können auch Pfeile, Kästchen etc. sein. Gute Bilder findest du auf Fotolia.de und Getty-images.com.

Den Anfang und Schluss solltest du besonders üben. Das gibt einen sicheren Einstieg und der Nachhall-Effekt wird gut. Dazwischen achtet man nicht so stark auf Formulierungen.

Sprich den Vortrag vorher mindestens zweimal laut durch.

Nicht kleiner machen als man ist. „Entschuldigung“, „Ich hoffe, ich konnte es gut erklären“ oder „Das war nur ein Versuch“ sind tabu. Steh zu deiner Leistung!

Gegen die Schüchternheit: Bist du introvertiert, dann rede, rede, rede! Folgende Maßnahmen solltest du in Betracht ziehen:

Rhetorikseminar | Improvisationstheater-Kurs | Debating Club | Lerngruppen | viele Seminarpräsentationen freiwillig übernehmen | in Vorlesungen mitdiskutieren | im Freundeskreis deinen Standpunkt darlegen | deine Eltern von etwas überzeugen (Wochenendausflug, Kino, Renovierung, Urlaubs-Sponsoring)

 

Die besten Last-Minute Tipps zum Lernen. Und was ein Kuss damit zu tun hatIch hoffe, dass dir meine Last Minute Tipps zum Lernen in jeder Prüfungsform zur Bestnote verhelfen!

Noch mehr hilfreiche Tricks und Tipps zum Lernen findest du in meinem Buch „Bestnote: Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren“.

 


Tipps zum Lernen bei Haus- und Abschlussarbeiten

Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten besser angehen und schreiben

Gedanken brauchen viele Schleifen, bis sie ausgereift sind. Dein Zeitmanagement muss absolut sitzen! Dann kannst du den Zeit-Effekt nutzen: Lasse nach ein paar intensiven Schreibtagen den Text zwei Tage liegen und schau dann mit frischen Augen drauf. Mit ein wenig Abstand fällt es wesentlich leichter, seinen eigenen Text infrage zu stellen und logische Brüche zu erkennen. Deswegen gilt: Je länger man am Stück durchackert, desto mehr leidet die Qualität des Textes. Wer sich keinerlei Pausen gönnt, produziert oft nur Mist, den man hinterher mühsam redigieren muss.

Schreiben ist mühsam und man ist froh, das leere Blatt überhaupt gefüllt zu haben. Dann hängt man geistig und emotional an dem Text, weil man so viel investiert hat. Doch oft ist die erste Version nichts anderes als eine erste Version! Die Faustregel: Gib nie, niemals, die erste Version eines Textes ab! Ein Text wird erst richtig gut, wenn er zerstört und wieder neu aufgebaut wird. Betrachte deinen ersten Entwurf als eine Diskussionsgrundlage, als Sammlung deines Wissens. Hole dir Feedback und ziehe ein Zwischenfazit: Was hast du durch das Schreiben gelernt? Wie müsste man das Thema nun aufziehen? Wenn du das Gefühl hast, da geht noch mehr: Tu es! Erst ist es qualvoll, dann entzücken die erfrischenden Gedanken. Und hinterher ist man froh, etwas Neues vollbracht und weitergedacht zu haben.

Das Tolle daran: Viele Schreibblockaden erledigen sich von selbst, wenn man die erste Schreibversion als Test der eigenen Gedanken ansieht. Was am meisten lähmt, ist der perfektionistische Anspruch, sofort einen gut strukturierten, toll formulierten Text zu Papier zu bringen.

 

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Dein Dr. Martin Krengel

 

 

 

 









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