Lernkarten: Leichter Lernen mit Struktur & Bildern ✅ Die Karteikarten-Technik

 

Das Spiel mit Lernkarten

Du musst fĂŒr eine PrĂŒfung oder Klausur lernen und willst das so schnell und effizient wie möglich machen? Say no more, denn du bist hier genau richtig! Lies weiter und erfahre, wie du mit Lernkarten garantiert zu deiner Bestnote kommst.

 

ArtikelĂŒbersicht:

(Lesezeit: 7 Minuten)

 

 

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Welches Prinzip steckt hinter Lernkarten?

 Lernkarten: So geht’s!

 

Leichter Lernen mit Lernkarten

Schreibe auf jede Karteikarte einen Sachverhalt, ein PrĂŒfschema oder eine Strukturskizze und auf deren RĂŒckseite das passende Stichwort oder die dazugehörige Frage. Die Lernkarten sammelst du in einer Box. Als Box eignen sich selbstgebastelte oder gekaufte Pappschachteln. Unterteile den Karton von 20-30 cm LĂ€nge in drei bis fĂŒnf verschieden große Teile. Das Lernspiel funktioniert so:

  • Alle neuen Karten kommen in das erste, engste Fach. Hier haben nur 20 bis 40 Karten Platz.
  • Frage sie bei der nĂ€chsten Gelegenheit ab. Gekonnte Karten rĂŒcken ein Fach weiter nach hinten, die anderen wieder ins erste Fach.
  • Nach ein paar Tagen ist es Zeit, das zweite Fach zu wiederholen. Nicht Gekonntes wandert zurĂŒck ins erste Fach, sichere Karten gehen eins weiter.
  • Sicherer Stoff rĂŒckt so nach hinten bis zum Ende, dort können die Karten verweilen. Diese nochmals nach 6–12 Monaten zu wiederholen ist eine gute Idee, um Wissen frisch zu halten.

 

Lernkarten haben 4 Vorteile:
 

1. Effizientes Timing. Du kannst in kleinen Happen regelmĂ€ĂŸig wiederholen. Dadurch, dass die Box in Zeit-Abteile eingeteilt ist, fĂ€llt die richtige Wiederholungsfrequenz leicht. Zudem werden schwere Inhalte öfter wiederholt.

2. Flexibel. Diese Methode eignet sich super fĂŒr eine schnelle Wiederholung zwischendurch. Egal, wie viel Zeit wir gerade haben, eine Lernkarte passt immer dazwischen!

3. Kein Reihenfolgeneffekt. Wiederholt man immer in einer starren Abfolge, kommt man leicht durcheinander, wenn sich diese in der PrĂŒfung Ă€ndert. Die Sicherheit beim Abrufen erhöht sich, wenn der Stoff gemischt wiederholt wird. Man kann die Lernkarten gern mal auf den Boden werfen und neu ordnen. Oder man schneidet Vorlesungsfolien aus, mischt einmal durch und gruppiert neu. Diese spielerische Wiederholung ist super, wenn man etwas k.o. ist oder eine Auflockerung braucht.

4. Universell. Die Karteikarten sind fĂŒr alle Lernbereiche anwendbar, auch im BĂŒro. Ein Berater nutzt diese Methode, um sich neue Fachbegriffe, Namen und AbkĂŒrzungen der stetig wechselnden Kunden und Projekte schnell einzuprĂ€gen.

 

Lernkarten sollten ZusammenhÀnge zeigen

Vorsicht: GemĂ€ĂŸ einigen BĂŒchern soll man auf die Karten nur einzelne Wörter schreiben. Das macht unheimlich viel Arbeit und fĂŒhrt zu unverbundenem Detailwissen.

„Ich lernte fĂŒr eine AbiprĂŒfung ĂŒber 150 Karteikarten auswendig, habe aber die großen ZusammenhĂ€nge vollkommen vernachlĂ€ssigt und bin nur knapp einer NachprĂŒfung entkommen.“ – Jan

Lernkarteien eignen sich eher zum Lernen von Fakten und Details, wenn diese unvermeidbar sind, z. B. bei Multiple-Choice-PrĂŒfungen oder fĂŒr Vokabeltests. Doch selbst dann hilft es, parallel zu den Lernkarten eine Strukturkarte als Übersicht ĂŒber die verschiedenen Arten der Infos auf den Karteikarten anzufertigen.

Jede einzelne Karte sollte mit Bildern, Geschichten oder Diagrammen verknĂŒpft werden. Bei Vokabeln schreibt man besser gleich ganze, sinnvolle BeispielsĂ€tze. Richtig clever ist, verschiedene neue Vokabeln in einem Satz zu verknĂŒpfen. Damit reduzierst du die Anzahl der Karten und lernst mehrere Begriffe gleichzeitig in einem Zusammenhang. Selbst wenn du fertige Karteikarten kaufst, kannst du sie nachtrĂ€glich mit Farben, Symbolen und Skizzen „pimpen“.

 

Alternative: Kleine Spezialeinheiten

Lernkarten anzufertigen kann mĂŒhsam und zeitaufwendig sein. Die meisten Infos befinden sich bereits auf Mitschriften, Skripten und Folien. Mit dem Schema zum Mitschreiben haben wir nun noch genug Platz fĂŒr die Überarbeitung des Stoffes, ohne ihn vollkommen neu schreiben zu mĂŒssen.

Deswegen wĂŒrde ich auf Mitschriften generell die RĂŒckseite frei lassen und sie thematisch so zusammenheften, dass eine kleine, wendige Flotte an Lernskripts entsteht. Diese lassen sich eher mal zwischendurch wiederholen und genauso verwenden wie eine Lernkartei. DafĂŒr kannst du verschiedene Stapel anfertigen oder du besorgst dir „Briefkörbe“ wie im Bild, um die einzelnen Themenblöcke einzusortieren und beschriftest sie mit Aufgaben:

  • „Noch zu bearbeiten“
  • „Heute wiederholen“
  • „Montag“, „Dienstag“
  • „Vor PrĂŒfung wiederholen“

Diese flexible Form der Wiederholung hat dieselben Vorteile wie eine Lernkarte – aber ohne den Aufwand des Abschreibens und des Bastelns von Extra-Karten.

 

 

 

 

 

 

So geht die Rechnung auf: Mathe & Co.

In vielen FĂ€llen mĂŒssen wir Rechenwege schnell auf neue Situationen anwenden können. Statt blindlings in deinen Taschenrechner zu hĂ€mmern, versuche hier ebenfalls, wiederkehrende Problemstellungen und Muster zu erkennen. Fertige eine Übersicht ĂŒber die verschiedenen Wege und Szenarien an, vielleicht in Form einer Tabelle:

Leichter Lernen mit Lernkarten

 

Wie wirst du zum RechenkĂŒnstler?

Rechnen und der Umgang mit Zahlen ist etwas, woran sich die meisten erst gewöhnen mĂŒssen. Das Interesse daran und eine positive Lerneinstellung sind hier besonders wichtig! Was braucht man noch? Geduld. Viel Geduld! Denn die Sicherheit, mit Zahlen und einer gewissen Art zu denken zu lernen, kostet Zeit.

Integriere das Rechnen in deinen Alltag, ĂŒbe es immer wieder zwischendurch: Rechne beim Einkaufen aufs Komma genau mit. Überschlage, wie viel Umsatz das CafĂ©, in dem du gerade sitzt, wohl macht. Berechne deine exakten Spritkosten fĂŒr die Fahrt nach Hause oder wie viele Jahre es bei einem Einkommen von X dauert, dein Bafög zurĂŒckzuzahlen.

ZusĂ€tzlich lohnt sich ein Besuch auf sikore.schiffner-tischer.de. Auch die BĂŒcher „Rechnen mit dem Weltmeister – Mathematik und GedĂ€chtnisstraining fĂŒr den Alltag“ (Fischer), „Mathe-Magie: VerblĂŒffende Tricks fĂŒr blitzschnelles Kopfrechnen und ein phĂ€nomenales ZahlengedĂ€chtnis“ (Heyne) bzw. „Denksport Physik“ (dtv) sind eine gute Idee, um die BerĂŒhrungsangst mit Logik und Zahlen zu ĂŒberwinden.

 

 


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Lernen ohne Aufwand – funktioniert das?

Lernkarten sind super, um Wartezeiten zu ĂŒberbrĂŒcken: Wer wĂŒnscht sich nicht, lernen zu können ohne großen Aufwand? Zumindest beim Wiederholen muss das keine Fiktion bleiben 


Wartezeiten sind Lernzeiten. Ob Arzt, Bahn oder Stau: Im Schnitt verbringen wir tÀglich zwei Stunden mit warten. Die perfekte Gelegenheit, Lernkarten, das Vokabelheft oder ein Lernskript aus der Tasche zu zaubern!

Nutze die Wohnung. HĂ€nge eine Zusammenfassung ĂŒber den Abwasch, eine Strukturkarte neben den Badspiegel oder ein Diagramm ans Fester vorm Schreibtisch. Damit wiederholst du nebenbei und teilweise sogar unterbewusst im „vorbeigehen“

Lernschranke. Schreibe schwierige Begriffe auf einen Zettel und klebe ihn an die ZimmertĂŒr: Jedes Mal, wenn du durch diese TĂŒr willst, musst du den Zettel laut vorlesen. Wenn der Lerninhalt sitzt, darf der Zettel stolz zerrissen werden.

Schlafenszeit ist Lernzeit. Das Buch unterm Kopfkissen bringt leider nur Nackenschmerzen. Eine Wiederholung der Buchinhalte vorm Schlafengehen hingegen ist ideal. Studien zeigen, dass sich so die Erinnerungsleistung deutlich erhöht. Abends direkt vorm Schlafengehen ist daher die beste Zeit, Dinge zu wiederholen. Es muss nicht lange sein, 10–20 Minuten genĂŒgen.

Wiederhole morgens nochmals fĂŒnf Minuten. Weitere Studien zeigen ĂŒbrigens, dass nach einer guten Portion Schlaf komplexe Probleme leichter lösbar sind, sofern man diese Probleme vorher durchdacht hat. Probier das doch mal aus: Formuliere eine konkrete Frage, denke zwei Lösungswege an und ĂŒbergib diese Aufgabe dann dem Unterbewusstsein.

Ähnliches passiert in Pausen. Die besten Ideen kommen oft unter der Dusche, im Park oder auf Reisen. Newton ist das Gravitationsgesetz unterm Apfelbaum eingefallen, Archimedes hat sein „Heureka“ in der Badewanne gerufen. Es gilt also:

Effizientes Lernen = Bewusstes Verarbeiten + Schlaf + Pausenzeit.

 

 

 

Lernkarten – Das Finale

Training unter Wettkampfbedingungen

Zum Schluss, gern auch zwischendurch, musst du unbedingt einen Probewettkampf machen! Das heißt:

  • Schirme dich fĂŒr die Zeit der PrĂŒfungen ab.
  • Kontrolliere dich: Definiere vorher wahrscheinliche Anforderungen und Bewertungskriterien (siehe Kapitel 1 der Bestnote) und vergib dir gemĂ€ĂŸ dieser Punkte fĂŒr deine Probeklausur. MĂŒndliche PrĂŒfungen lassen sich durch das VoiceMemo des Telefons oder mit einem Lernbuddy simulieren.
  • Denke dir Aufgaben aus. Magst du Überraschungen? Formuliere 10 Fragen auf kleinen Zetteln, die du in der Generalprobe zufĂ€llig ziehst.
  • Ideal ist es, die Probe in der Uni oder in der Bibliothek zu machen. An einem Ort, der dem PrĂŒfungsort Ă€hnlich ist. Da hier alle mitgelernten Kontextreize weg sind, kannst du so am besten prĂŒfen, wie robust dein Wissen ist.

Diese Simulation verleiht dir mehr Aufmerksamkeit, du gibst dir beim Reden und Schreiben mehr MĂŒhe. Machst du das ein paar mal, reduzierst du deine PrĂŒfungsangst und kannst an deinem Zeitmanagement und an Schwachstellen feilen.

 

 

Was ist der grĂ¶ĂŸte Lernfehler in Studium, Schule und Weiterbildung?

Ich mag dein Video und will noch mehr

 

 

Lernen Besser Denken - Zeitmanagement Motivation und Konzentration - Pfeil Dr Martin Krengel

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Noch mehr hilfreiche Lernmethoden, Tipps und Tricks findest du in meinem Buch „Bestnote: Lernerfolg verdoppeln, PrĂŒfungsangst halbieren“.

Ich wĂŒnsche Dir bei deiner PrĂŒfung / Klausur / Referat viel Erfolg!

Dein Dr. Martin Krengel

 

 

 

Wer schreibt hier?

 

Foto Dr. Martin Krengel, Zeitmanagement Experte

Dr. Martin Krengel absolvierte zwei StudiengĂ€nge (Psychologie + Wirtschaft) „mit Auszeichnung“ und grĂŒndete die Onlinekurs-Akademie Studienstrategie.de.

Er verfasste 11 BĂŒcher, darunter die Bestseller Golden Rules, Bestnote, Dein Ziel ist im Weg und Stoppt die Welt – ich will aussteigen.

Lies wie er vom Chaoten zum Zeitmanagement-Experten wurde: Vita.

 

 

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Zeitmanagement, Tipps von Zeitmanagement-Experten Dr. Martin Krengel

 









Martin Krengel

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