Sprachen Lernen

5 + 1 Tipps zum Sprachen lernen

Sprachlerntipps: Du quälst dich beim Lernen einer neuen Sprache? Hast Französisch-Grammatik, tust dich schwer mit Russisch und anderen schweren Sprachen? Hier sind 5 Tipps, um leichter Sprachen zu lernen:


Sprachen lernen Tipp 1

Entspanne dich! – Du musst eine Sprache nicht perfekt lernen.

Unsere Sprache ist wie eine alte Stadt. Sie hat viele Gässchen und Plätze, alte und neue Häuser – und sie verändert sich ständig.

Kaum ein Einwohner kennt alle Straßen einer Stadt bis ins Detail. Als Besucher dieser Sprach-Stadt musst du dir schon gar nicht den Stress geben und alles bis ins Letzte erkunden. Ein Überblick genügt. Lege dann den Stadtplan weg. Genieße diese Stadt!

Kommuniziere mit den Leuten, sieh einheimische Filme. Lies Tageszeitungen, lass dich treiben. Nach und nach steigt auch dein Verständnis. Ganz von allein. Sprachen lernen sollte Spaß machen! Die Zeiten von mühsam gelernten Vokabellisten und meterdicken Grammatik-Schwarten sind von gestern…


Sprachen lernen Tipp 2

Trenne wichtige von unwichtigen Vokabeln und Grammatikregeln!

Wie im Zeitmanagement müssen wir auch beim Lernen hart selektieren. So kommen wir schneller voran und behalten die Motivation. Nehmen wir einen typischen Sprachkurs, der mit den totalen Basics beginnt und dann langsam Komplexität steigert.

Irgendwann kommen immer mehr Ausnahmen, Unregelmäßigkeiten und Detailvokabeln dazu, die unser fragiles Überblickswissen wieder zerstören. Mach dir darum keinen Kopf! Schau auf das „Große Ganze“: Wichtig ist, das du die 20% der Grammatikregeln, Vokabeln und Redewendungen wirklich draufhast, die du zu 80% brauchst.

Ausnahmen kannst du erst dann behalten, wenn du die Grundregel wirklich intus hast. Und das kommt irgendwann ganz von allein (siehe 1).


Sprachen lernen Tipp 3

Tauche ein in die Sprache! Auch von Zuhaus.

Ideal wäre, wenn du 1-2 Tage hättest, um voll in eine Sprache einzutauchen. Will heißen: Von morgens bis abends nur in dieser Sprache zu lesen, Radio hören, fernsehen und kommunizieren. Dann kann dein Gehirn nicht entfliehen. Machst du das öfters oder einmal am Block 4-5 Tage hintereinander, dann plötzlich wirst du dich ertappen, wie du auch in Englisch, Spanisch, Französisch denkst. Es wird keine philosophische Zeitreise sein, die in deinem Kopf abgeht, aber die fremden Wörter und Phrasen werden in deinem Schädelpalast umherschwirren. Perfekt. Nun bist du auf dem rechten Weg!

Sprachen lernen Tipp 4

Sprechen lernt man durch Sprechen.

Unser Sprachgefühl braucht Intuition. Diese kommt nur durch aktives, wiederholtes Training. Auch Schwimmen kann man nur lernen, wenn man schwimmt.

Das Beste was du tun kannst, ist es, dir einen Tandempartner zu suchen. Das macht Spaß, man kann aktuelle Eindrücke und Erlebnisse ausdrücken und durch den psychologischen Selbst-Referenz-Effekt speichern sich Vokabeln auch noch besser ab! Zusätzlich kannst du natürlich Grammatikregeln und Wörter nachschlagen. Aber das Sprechen ist die Motivation, der Antrieb für das Gehirn. Es fordert, fördert und beschleunigt den Fortschritt.

Suche alternativ eine Facebook-Gruppe und entsprechende “Sprachfreunde”. Schreibe täglich ein paar Zeilen in der Sprache.


Sprachen lernen Tipp 5

Keine Ausreden!

Achtung vor Sprachkursen! Sie sind gefährlich: Man trifft dort selten Einheimische, verbringt seine Freizeit dann aber komplett mit seinen Klassenkameraden mit denen man dann Deutsch oder hoffentlich wenigstens Englisch spricht. Viele verkriechen sich hinter ihren Vokabel- und Grammatikbüchern, statt das wirklich Effektive zu tun: Einfach die Sprache (er-)leben!

Im Boxen sagt man: “Jeder hat einen Plan, bis er eins in die Fresse bekommt”. Für das Vokabel-Lernen heißt das: “Jeder denkt, dass er gut sprechen kann, bis er mit einem Einheimischen kommunizieren muss.” Dann kommt man schnell an seine Grenzen. Gut so! Nur wer an seine Grenzen kommt, kann sie überschreiten.


Sprachen lernen Tipp 6

Also nochmal: Perfektionisten bleiben bitte gleich zu Hause!

Lang sind die Zeiten her, in denen ich Fremdsprachen perfekt sprechen wollte. Lang sind die Zeiten her, in denen ich mich beim Lernen quälte. Der Perfektionismus lähmt nur, hemmt und das Lernen ist immer mit einem schlechten Gefühl verbunden, weil immer noch was fehlt. Tu dir das nicht an! Die Kommunikation, das Verstanden werden und das Verstehen, ist das wichtigste! Alles andere kommt von allein, wenn du dranbleibst!

Tipps zum Vokabeln Lernen. Hier findest du weitere Tipps, wie du gezielter und einfacher Vokabeln zu lernen.



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