▶︎ Die besten Lernmethoden 2024 – 10 effektive Lerntricks für Bestnoten

Mindmap-Beispiel zum Thema Lernen lernen

 

Hbestnote - lernerfolg - verdoppeln - prüfungsangst - halbieren - hilfreich - angst - prüfung - erfolg - dr - martin - krengelier kommt sie: Die ultimative Übersicht über die 10 effektivsten Lernmethoden. Sie werden deine Prüfungsangst senken und dir zu Topnoten verhelfen. Die verschiedenen Lernmethoden hier stammen aus dem Buch Bestnote.

Leichter lernen lernen - Lernmethoden - Lernstrategien von Dr Martin Krengel

Übersicht: Welche Lernmethoden gibt es? + Was ist die beste Lernmethode?

 

Verdoppele deinen Lernerfolg! Klicke kurz aufs Bild:

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Was sind die besten Lernmethoden?

Die beste Lernmethode?
Ist eine gute Lernstrategie aus 10 Lerntechniken:

Die 10 besten Lernmethoden

 

„Wie kann ich mich zum Lernen motivieren?“

1. Den Schweinehund überwinden

Viele Denken sie hätten keine Motivation. Doch das stimmt nicht: Du willst ja lernen! Du versuchst es ja … (sonst hättest du diesen Artikel nicht gefunden).

Der Innere Schweinehund - Keine Lust, keine Energie, keine Zeit, kein MutAber Facebook, der Abwasch oder der Plausch mit deinen Freunden ist sooo viel reizvoller.

Warum lenkst du dich so oft ab?

Weil das Lernen viel Energie kostet oder unangenehm ist (Stichwort: Prüfungsangst-Monster). Deswegen musst du Dampf ablassen und den psychologischen Druck reduzieren.

Mache deswegen einen Deal mit deinem Inneren Schweinehund. Sag ihm:

Ich lerne nur kurz für 10 Minuten, ok?“

Beginne mit einem Einstiegshappen. Mit einer Aufgabe, die dir Spass macht – wie einfaches Durchblättern deiner Notizen oder Bücher, oder indem du dir einen Lernplan oder ein Konzept für deine Hausarbeit machst.

Was passiert nach den 10 Minuten?

Du wirst gar nicht merken wie die Zeit verfliegt. In den meisten Fällen bleibst du beim Lernen hängen.

Tipp: Hole dir mein Lernposter, und hänge es auf. Dann hast du eine gute Übersicht über die wichtigsten Lernstrategien und Lernmethoden. Klicke einfach aufs Bild:👇

lernmethoden, Lernposter

 

 

„Wie lange kann man sich konzentrieren?

2. Das Lernen clever takten

Lernmethoden - Wie lerne ich am besten - richtig lernen5 oder 6 Stunden Lernzeit (netto) sind schon exzellent! Merke:

Qualität geht vor Quantität.

Viel bringt nicht immer viel!

Ich empfehle dir, in Blöcken zu arbeiten:

Versuche, eine für dich gute Mischung zwischen Lernen und Abwechslung / Entspannung zu finden. Hier sind zwei Beispiels-Tagespläne, wie ich sie in der „Bestnote“ beschreibe:

lernmethoden, tagesplan beispiel

Tagesplan Beispiel von Dr. Martin Krengel aus der „Bestnote“

 

Weitere Lernplan-Beispiele + Checklisten habe ich hier für dich. Ich habe es mit diesen Methoden geschafft, sowohl mein Abi als auch zwei verschiedene Studiengänge „mit Auszeichnung“ abzuschließen. Gern zeige ich dir mit meinen Lernmethoden-Newsletter wie auch du leichter lernen kannst: (Klicke aufs Bild.)

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Lernmethoden sind nur die Technik, die Lernstrategien entscheiden aber!

3. Beginne mit dem Ende (deinem Lernziel)

Es gibt viele fleißige Bienchen, die lernen tag- ein und tagaus – und sind dennoch total unsicher. In meinen über 200 Lernseminaren als Lerntrainer habe ich beobachtet: Viele geben gern Vollgas – rennen aber vollkommen in die falsche Richtung! So ist es kein Wunder, das sich viele ständig gestresst, unsicher und unzufrieden fühlen. Lass mich erklären, woher das kommt:

Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Effizienz vs. Effektivität.

Beide Wörter klingen ähnlich, beide sind wichtig. Doch nur eins davon macht dich wirklich glücklich und erfolgreich …

  • Effizienz: Es gibt viele Lernmethoden und Techniken, die dich effizienter machen können. Doch „effizient sein“ heißt nur, dass du viel mit wenig Einsatz erreichst. Ein Manager kann super effizient sein – und dennoch todunglücklich, weil er tief im Herzen eigentlich was ganz anderes für sein Leben erträumt hatte.
  • Effektivität: Was du willst sind Ergebnisse (=Effektivität). Dafür musst du wissen, WAS genau du eigentlich erreichen willst. Was höchstwahrscheinlich drankommen wird in deiner Prüfung. Ich habe dazu einen Workshop, wie du genau das herausfindest und deine Lernstrategien bestimmst.

Beides ist wichtig: Du brauchst die richtige Richtung und die passenden Lernmethoden, um dann deinen Weg effizient zu gehen.

Aber das Ziel muss zuerst kommen. Sonst verläufst du dich!

Ein wichtiger Unterschied

Lernstrategie: Eine Strategie dreht sich um Effektivität. Du willst EFFEKTE, also konkrete Resultate haben. Also entweder wenig Aufwand oder super Noten schreiben. Strategien zeigen dir das „Was“.

Lernmethode: Methoden zeigen dir das „Wie“: Das Wort stammt aus dem griechischen und deutet auf „Wege zum Ziel“ hin. Bevor du dich also mit Lernmethoden beschäftigst, solltest du deine Lernstrategie bestimmen. Klicke hier, um den Schwester-Artikel über perfekte Lernstrategien zu lesen.


Insider-Tipp:

In der Bestnote findest du die besten Lerntipps und Lernmethoden. Endlich entspannter lernen, bessere Noten schreiben und mehr Zeit für die Freunde haben. Kurz: Ein unentbehrlicher Arschretter für Schule, Abitur und Studium:

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4. Erkunde das Thema mit Mindmaps

Die Mindmaps sind ein Klassiker unter den Lernmethoden – und dennoch werden sie viel zu selten genutzt!

Mindmap-Beispiel zum Thema Lernen lernen

 

Die Idee bei Mindmaps ist es, die linke und rechte Gehirnhälfte zu vernetzen.

Früher dachte man, dass die linke Gehirnhälfte eher für das rationale Denken, Logik und Sprachstrukturen zuständig sei, und die rechte Gehirnhälfte eher der kreative Kopf sei – die Farbe, Rhythmus und bildliches Denken bevorzugt. Diese Gehirnhälften-Theorie ist heute etwas überholt, aber dennoch gilt nach wie vor, dass das Gehirn am Besten lernt, wenn Visuelles und Strukturelles miteinander vereint wird.

Mindmaps sind super, um Zusammenhänge zu erkennen und zu wiederholen. Sie eignen sich besonders für den Start – und fürs Ende eines Lernprozesses.

Details dazu erkläre ich dir in einem Extra-Artikel über Mind-Mapping-Lernmethode.

 

 

 

5. Vermeide die „Holzhammer-Lernmethode“

95 Prozent aller Schüler und Studenten lernen viel zu oberflächlich. Warum?

Die Details erkläre ich dir in diesen Videos:

 

 

 

 

 

 

6. Mnemotechniken und Eselsbrücken

Auswendig lernen solltest du vergessen!

Sich Dinge einfach nur vorzulesen oder selbst lautes Vorlesen bringt nicht viel!

Craik und Lockhart (1972) haben nachgewiesen, dass das Speichern von Lernstoff je effektiver ist, desto vielseitiger und intensiver du den Lernstoff verarbeitest.

Ich nenne diesen Lernprozess bewusst „kodieren“ damit dir immer im Kopf gespeichert bleibt, das stures Büffeln und Pauken einfach nichts bringt! (siehe Videos unter Punkt 5 hier oben):

Zeitaufwand für Lesen und Kodieren

Genau dafür sind eben Lernmethoden wie das MindMapping (Lernmethode 3) so wichtig, weil sie dir helfen Lernstoff wirklich zu verstehen und Zusammenhänge und Unterschiede zwischen den Themen zu verstehen.

Ich kann dir nur wärmstens empfehlen mit einem Lernmethoden Lexikon wie der „Bestnote“ zu arbeiten, um für dein Lernfach und deine Prüfungsform die passende Lernmethode parat zu haben (dieser Artikel kann dir nur einen schnellen Überblick und die Vielfalt der Lerntechniken geben).

Wie strukturierst du Inhalte gut?

Indem du deinen Lernstoff komplett neu sortierst. Dafür gibt es verschiedene Varianten, z.B.:

pruefungsvorbereitung-mit-strukturtabellen

oder hier ein Beispiel zum Statistik lernen:

strukturtabellen für vergleiche

Diese Übersichten stammen ebenfalls aus der Bestnote, da beschreibe ich in voller Länge alle Hintergründe. Wie gesagt, das hier ist nur eine Erinnerung an die Lernmethoden bzw. ein schneller Überblick.

Gemäß dieser Strukturierung solltest du den nächsten Schritt wagen – eine Survival-Zusammenfassung …

 

 

 

Die beste Lernmethode gegen Prüfungsangst:

7. Erstelle eine Survival-Zusammenfassung

Als unmittelbare Prüfungsvorbereitung ist es total nützlich sich jedes Lernthema auf nur eine Seite zu schreiben.

Du kannst deine Prüfungsangst überwinden, wenn du alles, was du zu einem Lernthema wissen musst, auf nur einer Seite kompakt siehst. Hier siehst du eine solche Survival-Zusammenfassung, die mir eine 1,0 in einer Klausur im Studium gebracht hat:

 

Survival-Zusammenfassung symbolischer Interaktionismus

Eine Survival-Lern-Zusammenfassung hilft dir deine Klausuren, dein Abi oder deine Abschlussprüfung erfolgreich zu bestehen

 

Zusammenfassungen statt Spickzettel

So behältst du alles im Blick – Ein paar Richtlinien:

Lerntipp 1. Die Prüfung bestimmt, wie du zusammenfassen musst. Eine faktenlastige Prüfung verlangt mehr Details – für mündliche Prüfungen sind visuelle Zusammenfassungen wie Mindmaps tendenziell besser geeignet.

Lerntipp 2. Je umfangreicher deine Skripte, desto mehr musst du dich trauen loszulassen. Bei 1000 Seiten Ausgangsmaterial könntest du 2 oder 3 Zusammenfassungsebenen machen: Also eine Zusammenfassung über die wichtigsten Themen, dann je eine Zusammenfassung pro Thema und dann eventuell noch Fokus-Blätter für wichtige Prozesse / Spezial-Lernthemen.

Lerntipp 3. Bei naturwissenschaftlichen Fächern steht die Logik im Vordergrund. Die Zusammenfassungen hier sollten Rechenwege und Zusammenhänge besonders gut verdeutlichen.

Merke: Hast du das Gefühl, zu viel Lernstoff und zu wenig Zeit zur Wiederholung zu haben, reduzierst du nicht genug! Nimm ein neues Blatt und versuche es nochmal auf den Punkt zu bringen. Dann male ein Gesamtbild zum Thema. Diskutiere es mit deinen Kommilitonen bzw. Mitschülern!

lernmethoden, grafik jumpy

Checkliste für eine Survival Zusammenfassung aus der „Bestnote“

 

 

 

8. Durch den Prüfungsstoff hüpfen

das spiel mit lernkarten

Dies ist eher ein Trick für ZDF-Lernen (Zahlen, Daten, Fakten) und für Vokabeln – und eine Lernmethode die sich eher für Klausuren in der Schule / Hausaufgaben eignet.

An der Uni ist die Lernmethode meiner Meinung nach zu mechanisch und fundamentiert den Lernfehler Nr.1 – die „Hammer-Methode“ (Siehe Videos unter Punkt 5).

Hier habe ich einen umfangreichen Artikel für dich, wenn du dennoch mit Karteikarten lernen willst.

 

 

 

Die besten Lernmethoden in Zeiten von Homeschooling, Corona & Co.:

9. Lernmethoden 2.0

Wenn ich die Frage nach den größten Zeitdieben in meinem Seminar stelle, kommt zu 97 Prozent die Antwort: das Internet (die restlichen 3 Prozent würden dasselbe sagen, haben aber gerade nicht zugehört, weil sie mit dem Handy im Internet gesurft haben)!

Man sieht immer mehr Studenten mit Laptop in der Vorlesung. Das sieht unheimlich motiviert aus. Schaut man den Kollegen dann über die Schulter, sind sie doch nur in Facebook & Co. vertieft.

Während der Vorlesung im Internet zu surfen ist nur in einem Szenario legitim: Man versucht, dem Dozenten zu folgen, aber es funktioniert nicht. Ist der Stoff zu abstrakt oder das Referat zu trocken? Wenn du das Internet nicht zur Ablenkung, sondern zur Recherche von Fachbegriffen sowie zur Anreicherung, Ergänzung und Visualisierung der Vorlesung nutzt, ist das nicht zu verurteilen. So kann man sonst verlorene Zeit nutzen und bekommt mit einem Ohr zumindest einige Zusatzinfos mit.

Generell wäre ich mit dem Computereinsatz beim Lernen aber vorsichtig. Ob Mindmaps, Notizen oder Kalender: Oft reichen die Papier- und Bleistift-Versionen vollkommen. Sie sind zugänglicher und praktischer.

Konzepte oder Mindmaps am Rechner zu machen, ist ein Kreativitätskiller!

Bleib offline, damit dein Gehirn online bleibt!

Was, wenn man was nachschlagen muss? Die Dinge auf einem Zettel zu sammeln und in der nächsten Pause gebündelt zu googeln ist die clevere Alternative.

 

    Die 10 Besten Lernmethoden und Lernhilfen im Internet: Inhaltsverzeichnis
    Tipps für mehr Motivation:
     

    Gegen Prokrastination | „Leech Blocker“ ( Firefox-Plugin ) Googeln, installieren und dann deine Lieblings-Ablenkungs-Seiten dort eintragen. Zeiten festlegen und dann werden diese Seiten nicht mehr aufrufbar. (Seitdem ich das Tool installiert habe, spare ich täglich mindestens 30 Minuten Arbeitszeit!)

    Lernblogs. An US-Unis werden „Reading-Journals“ geführt, in denen Lernfortschritte festgehalten werden. Wenn du dich gern im Internet ablenkst, warum nicht damit? Status-Meldungen auf Facebook bzw. Twitter lassen sich als Motivator nutzen: Poste spannende Fakten, Erkenntnisse und Zusammenfassungen für deine virtuelle Lerngruppe. Diese kann kommentieren, liken, Gedanken weiterentwickeln und richtigstellen. Dein Wissen muss knapp formuliert werden und bleibt besser hängen. Du generierst zudem kleine Erfolgserlebnisse zwischendurch.

    Facebook-Challenge. Selbstverpflichtungen sind wirkungsvoll: Wie wäre es, morgens dein Tagesziel und am Abend das Resultat zu posten? Du möchtest dein Gesicht vor deinen Freunden nicht verlieren und legst dich ins Zeug! Tipp: Bei Facebook kann man Freunde in Gruppen einordnen (z. B. „Uni“, „Lernbuddies“) und beim Posten auswählen.

    Softwaretipp: Schreiben kostet viel Energie. Deswegen lenken wir uns dabei zu gern ab. Aber das Anti-Ausreden-Programm writeordie.com kennt keine Gnade: Die Anzahl der Wörter eingeben, Zeitziel bestimmen, die Bestrafungsart wählen („Sanft, Kamikaze oder Elektroschockmodus“) und schreiben. Aber wehe, du machst zu lange Pause – dann … Ist online gratis, den Desktop-Download gibt es für einen fairen Preis.

    Zur Gedankenklärung – E-Mail für dich. Schreibe eine E-Mail an deinen Betreuer und schildere deinen Arbeitsfortschritt: Was hast du bisher getan? Wo stehst du jetzt? Welche Probleme sind aufgetreten? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Was wären die nächsten Schritte? So siehst du klarer – das Absenden wird überflüssig.

    YouTube als Lernhilfe. US-Unis bieten Mitschnitte erstklassiger Vorlesungen (z. B. Psychologie von Yale oder Quantenphysik von Stanford). Viele Vorträge renommierter Forscher von Konferenzen (z. B. „TED“) werden 1 : 1 online gestellt. Salman Khan ist mit seinen Mathe-Videos ein Star im Internet, eine deutsche Variante kommt z. B. von Felix Donhöfner. Die Bundeszentrale für politische Bildung erklärt das Zustandekommen von Überhangmandaten, thespanishforum.com erklärt in kurzen Videolektionen spanische Grammatik und Unis wie Bielefeld bieten Vorlesungspodcasts.

    Tipps fürs Lernen mit YouTube:

    Die wichtigste Frage: Welche Absicht verfolgt der Anbieter?

    • Seriöse Autoren bleiben nicht anonym.
    • Thema, Inhalte und Lernziele werden zu Beginn genannt.
    • Je mehr Beiträge und Besucher, desto vertrauenswürdiger.
    • Mit dem Firefox Add-On „DownloadHelper“ lassen sich Videos herunterladen und offline ansehen (z. B. beim Pendeln zur Uni).

     

     

    Hebe deine Lernmethoden auf das nächste Level:

    10. DIE Lernmethode für harte Nüsse!

    Durch Mindmaps, Strukturkarten und das Aufbereiten unser Notizen haben wir die inneren Zusammenhänge eines Themas erarbeitet.

    Doch dieses Wissen nützt leider nichts, wenn wir es nicht anwenden und kommunizieren können.

    Die wahre Herausforderung ist: Das, was man gelernt hat, elegant und präzise zur Sprache zu bringen.

    Kennst du das? Du hast beim Lesen das Gefühl alles gut zu verstehen, fliegst über die Zeilen, kannst der Argumentationslinie folgen und denkst: „Klingt alles logisch“.

    Später möchtest du es einer Freundin erklären und stockst plötzlich:

    „Womit soll ich anfangen? Berichte ich chronologisch oder beginne ich mit den Beispielen?“

    Auch beim Lernen paukst du Fakten und meinst, du hättest sie verstanden. Doch dann überkommt dich in der Prüfung ein Anflug von Panik:

    Wie formuliere ich die Gedanken? Was muss ich zuerst erklären, was später?

    Du verlierst Zeit…

    Andere wiederholen sich in Prüfungen ständig, ohne etwas Konkretes zu sagen.

    Darin liegt ein großer Lernfehler. Viele lernen, indem sie sich leise den Prüfungsstoff vorlesen, aber eine gute Prüfungsvorbereitung übt vor allem eins: Eine Prüfung zu schreiben oder eine mündliche Prüfung argumentativ elegant zu bestehen.

    Etwas zu verstehen und etwas erklären zu können ist nicht dasselbe.

    Lies hier meinen Geheimtrick, wie du genau dieses Lernproblem beheben kannst.
    Hintergrund aus der Lernpsychologie:

    Unser Wissen ist in keiner fertigen Struktur im Kopf gespeichert.

    Es ist assoziativ, vernetzt, multidimensional. Unser Gehirn gleicht einem dreidimensionalen Spinnennetz, in dem Gedanken durch elektrische Impulse entstehen.

    Das Wissen ist in keiner festen Form im Kopf. Die Informationen sind in verschiedenen Teilen des Gehirns abgelegt, die erst durch den Prozess des Denkens immer wieder neu produziert werden.

    Man kann sich das wie ein Wollknäuel vorstellen, bei dem viele Fäden verwickelt sind. Wenn wir das Wissen jemandem erklären sollen, dann kann derjenige mit dem Wirrwarr nicht viel anfangen. Das Wollknäuel muss erst auseinandergefrickelt werden.

    Von innerem Wissen zu externem Wissen, grafik lernmethoden

     

    Und so musst du, wenn du etwas verbalisierst, die Dinge ordnen, priorisieren und aus der Sicht des anderen darstellen. Wissen wird durch das Sprechen reorganisiert und gleichsam gefestigt.

    Zudem ist unsere Gedankenwelt bunt gemischt:

    Es gibt Träume, innere Bilder, Bewegungsvorstellungen, Töne, vorbewusste Gedanken. All das kann man nur schwer in Worte fassen. Warum gibt es Kunst und Musik? Weil wir Dinge wie Emotionen, Liebe, Trauer nicht so recht in Worte fassen können. Manchmal liegt uns etwas „auf der Zunge“, aber wir kommen einfach nicht drauf. Genau das ist der Zustand des Vor-Wissens. Solange es nicht rauskommt, ist es nicht abrufbar.

    Wenn wir sprechen oder schreiben, müssen wir all diese Gedankenformen in Wörter und Sätze übertragen.

    Dieser Übersetzungsprozess ist oft langsam und schwerfällig.

    Zu langsam, um es im Zeitdruck der Prüfung sofort präzise zu schaffen. Deswegen bekommt dein innerer Dolmetscher einen weiteren Job: deine Gedanken in eine klare, vermittelbare Sprache zu kleiden.

     

    Der Konkretisierungs-Effekt beim Sprechen
    • Die Intensität des Denkens nimmt zu. Beim Durchsprechen müssen wir Gedanken ordnen und mit konkreten Begriffen versehen. Damit werden Sie griffiger – die lose Form des Wissens wird in eine festere überführt.
    • Wir erhalten Input und Feedback.
    • Durch das Sprechen werden Inhalte in eine Reihenfolge So werden Gedächtnisinhalte sortiert und strukturiert. Lücken in der Gedankenkette treten zutage.
    • Den Aha-Effekt kennt jeder: Man lernt und lernt und plötzlich fällt es einem beim Reden wie Schuppen von den Augen: So ist das also! Darum funktioniert es! Da wurden plötzlich zwei einzelne Konzepte im Kopf durch den Gesprächsfaden verbunden.
    • Weil wir beim Durchsprechen mehr Energie und Konzentration aufbringen, brennt sich das Gesagte intensiver ins Gehirn ein. Du wirst sicherer, flexibler, kritikresistenter und trittst in Prüfungen souveräner auf.
    Kläre deine Gedanken, berichte spannende Erkenntnisse, halte Probevorträge vor Eltern, Geschwistern, Freunden.

    Wer viel mit anderen spricht, dem fällt das Formulieren eigener Gedanken auch im Unterricht oder in der Prüfung leichter. Zudem sinkt die Hemmschwelle, überhaupt etwas zu sagen.

    Traue dich, was du denkst, laut mitzuteilen! Schüchternheit ist beim Lernen fehl am Platz. Die wenigsten Fragen sind unpassend, nur keiner traut sich. Hab Mut, es lohnt sich. Stelle Rückfragen, bitte um die Klärung von Details:

    • „Habe ich richtig verstanden, dass X aus Y folgt?“
    • „Was bedeutet Theorie A in Anwendung auf B?“
    • „Können Sie die beiden Epochen noch einmal voneinander abgrenzen?“

    Ein netter Nebeneffekt für Schüler: Das zählt mit in die mündliche Note!

     

    Das Gedanken erkundende Schreiben hat zwei nette Nebeneffekte:

    1. Kurzfristig: Oftmals gelingen in diesen Schreibsessions richtig gute Formulierungen und es kommen kreative Ideen, die man direkt in die Hausarbeit oder Klausur einfließen lassen kann.

    2. Langfristig: Du übst Schreiben. Im Studium schreiben wir viel zu wenig und trainieren diese Fertigkeit zu wenig! Da du nur für dich schreibst, kannst du den Perfektionismus ausblenden und deine Gedanken in einfachen Worten ausdrücken. Du wirst geschulter im Umgang mit dem geschriebenen Wort. So haben Leute, die regelmäßig Tagebuch schreiben, weniger Hemmungen beim Schreiben.

    So nutzt du das Schreiben zum Lernen
     

    Selbstreflexion. Beobachte deinen Schreibprozess und ob das Schreiben dir beim Denken hilft: Welche spontanen Einsichten kommen dir? Nutzt du die Chance, den fertigen Text noch einmal umzuschreiben, oder dokterst du nur an der Oberfläche herum?

    Gedankenbuch. Schreib ein Lern-Tagebuch und halte darin die wesentlichen Erkenntnisse einer Vorlesung, eines Tages oder eines Faches fest. Wenige Minuten reichen. Schreib so lange, bis nichts Neues mehr hinzukommt. Überarbeite später diesen Versuch und markiere Kernaussagen.

    Brainwriting. Nimm dir 15 oder 30 Minuten, um schreibend zu denken: Halte alles fest, was dir zu einem bestimmten Thema einfällt. Das können Einfälle, Gedankenfetzen, Erinnerungen sein.

    Eine Frage klären. Durch konkrete Fragen, z. B. „Wie kann man den Begriff XY erklären?“ | „Was ist der Unterschied zwischen X und Y?“ | „Wie funktioniert Z?“ bekommt das Schreiben eine Richtung. Zeichne eine kleine Strukturskizze oder schreib einfach drauf los. Vergiss nicht, hinterher ein Fazit zu ziehen und die Frage zu beantworten. Ich nutzte diese Methode oft, wenn ich in meiner Promotion nicht weiterkam. So habe ich freiwillig Hausarbeiten zu spezifischen Fragen („Was heißt Komplexität in der Werbung?“ | „Wie kann man Sortimente strukturieren?“) geschrieben.

    Back to the roots. Damit meine ich nicht, dass du zu Steinplatte, Hammer und Meißel greifen sollst, aber Stift und Papier sind einfach besser zum Denken als der Computer! Auf dem Papier kann man Gedanken visuell anordnen oder zeichnen. Dieser Effekt wird durch die mechanischen Bewegungen beim Schreiben verstärkt: Handschriftliches wird besser als das Tippen auf der Tastatur erinnert, weil dort jeder Buchstabe mit einer einzigartigen Handbewegung kodiert wird.

    Gedanken-Überfall. Die besten Einfälle kommen in den ungewöhnlichsten Situationen: im Park, auf dem Rückweg vom Sport oder beim Drink mit Freunden. Leider vergisst man häufig gute Gedanken genauso plötzlich, wie sie gekommen sind. Sei deswegen immer mit einem kleinen Notizbuch und Stift bewaffnet!

     

     

     

    Fazit: Die 10 besten Lernmethoden:

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    • 1: Tricks einen Inneren Schweinehund aus – mit dem 10 Minuten Motivationstrick
    • 2. Bestimme deine optimale Lernzeit und – Lerndauer
    • 3: Beginne mit deinem Lernziel und erarbeite dir eine gute Lernstrategie und Lernplan
    • 4: Erkunde das Thema visuell, z.B. mit Mindmaps – verdeutliche Zusammenhänge!
    • 5: Vermeide den Lernfehler Nr. 1
    • 6: Baue gute Eselsbrücken
    • 7: Erstelle Survival-Zusammenfassungen
    • 8: Nutze Lernkarten für faktenlastige Prüfungen
    • 9: Lenke Ablenkungen ab
    • 10: Schreibe und diskutiere um schwere Themen zu verstehen
    • 11: Hol dir mein Mini-Lernposter, das die 10 wichtigsten Lernschritte für dich zusammenfasst:

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