Strategie entwickeln: Ermittle die Erfolgsfaktoren für jedes neues Projekt, wenn du ein cleveres Kerlchen (m/w) sein willst.

Alle Dinge entstehen zweimal: einmal im Kopf und einmal als Handlung. Du würdest nie ein Haus bauen, ohne vorher Grundriss, Funktionalität der Räume und Details zu durchdenken. Du musst eine Strategie formulieren, brauchst einen Plan. Wenn dieses intensive Überlegen fehlt, bekommst du Probleme beim Bau: Plötzlich merkst du, dass du keine Toilette eingeplant hast oder dass der Aufstieg in die zweite Etage mit Treppenhaus viel bequemer wäre 🙂

Auch Dinge, die nur auf dem Papier entstehen, müssen gut durchdacht sein: Hast du keine Argumentationsstruktur, wird deine Präsentation ein reines Chaos oder der Artikel ein Desaster. Dabei gilt: je intensiver durchdacht, desto besser und schneller die Umsetzung.

 


Erfolgsfaktoren: Ziele setzen

Ziele leiten dein Handeln.

Bestimme Ziele möglichst konkret und detailliert. Damit machst du dir das Leben wesentlich einfacher. Ziele ermöglichen die Entscheidung, welche Tätigkeiten einen direkten und großen Einfluss haben und welche unwesentlich sind. Zeit und Energie lassen sich so gezielt einsetzen.

Also: Was sind die Anforderungen der Aufgabe? Welche Interessen hat der Auftraggeber? Gibt es klare Kriterien?

 


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Zeitmanagement / Strategie entwickeln / Erfolgsfaktoren / Dr Martin Krengel


Kritische Erfolgsfaktoren identifizieren

Erfolgsfaktoren verraten dir, worauf es ankommt.

Jede Branche und jedes Umfeld hat bestimmte Erwartungen, Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten.

  • Was sind die jeweiligen Treiber des Erfolgs bei deiner Aufgabe?
  • Welches sind die Stellhebel?
  • Was sind die Dinge mit der größten Erfolgswahrscheinlichkeit?

Beachte, dass Erfolgsfaktoren kontextabhängig sind. So zeigte eine viel zitierte Studie, dass bei Präsentationen nur 7 Prozent des Inhaltes bestimmen, wie gut eine Rede eingeschätzt wird – der größte Teil sind Rhetorik, Körpersprache und selbstsicheres Auftreten. Das mag für öffentliche Reden gelten. Es wäre jedoch gefährlich anzunehmen, dass du einen Kunden mit eloquenten Worten, aber einem schlecht durchdachten Angebot überzeugst oder einen Professor durch ein tolles Outfit, aber mit mäßig recherchierten Ergebnissen beeindruckst.

 


Beispiel Erfolgsfaktoren in Bewerbungsgesprächen

 

Ich habe lange die Erfolgsfaktoren in Bewerbungsgesprächen falsch eingeschätzt. Ich wollte durch Fachwissen und Ideenreichtum überzeugen und lieferte den Interviewern viele Informationen, die nicht in der Bewerbung standen. Dieses „Mehr ist besser“-Paradigma kam nicht an. Die Personaler konnten die Zusatzinfos nicht einordnen. Nachdem ich immer wieder die gleichen Absagegründe hörte („Uns wurde nicht klar, was Sie eigentlich wollen“) änderte ich meine Strategie.

Nun wiederholte und bestätigte ich nur das, was schon in den Unterlagen stand und lieferte nur ein Beispiel. Und ich war entsetzt, dass nur selten nach weiteren Infos gefragt wurde! Das ging mir nicht in den Kopf, weil meine Überzeugung gewesen war: „Je mehr die von mir erfahren, desto mehr Facetten kann ich präsentieren.“ Dennoch zwang ich mich, meine Klappe zu halten. Und auch wenn ich mir nicht 100-prozentig sicher war, ob ich die Stelle wirklich wollte – ich zeigte diese Unsicherheit nicht mehr, sondern nutzte die Chance, weitere Informationen zu erfragen. Das stärkte wohl den Eindruck des Interesses bei meinen Gesprächspartnern. Denn tatsächlich: Meine Erfolgsrate stieg signifikant an! Nun hatte ich ein anderes Problem: mich zwischen den Angeboten zu entscheiden.

 


Beispiel Erfolgsfaktoren bei Prüfungen

 

Natürlich gibt es immer wieder mal Pleiten. Zum Beispiel in der einen Präsentation, die ich tiptop vorbereitet und gehalten hatte. Volle Zufriedenheit beim Publikum. Dennoch bekam ich auf die Abschlusspräsentation „nur“ eine „5,5“ (Schweizer System, circa 1,7). Auf meine Frage, worin die Differenz zur Bestnote bestand, antwortete der kurz vor der Emeritierung stehende Professor etwas gekränkt: Er hätte erwartet, dass ich zu jeder seiner schlecht besuchten Vorlesungen hätte erscheinen sollen. Das war unfair, aber für mich eine Lehre, dass Erfolgsfaktoren sehr „weicher“ Natur sein können.

Ich habe mir nun angewöhnt, für jedes Projekt eine kleine Liste mit den kritischen Erfolgsfaktoren zu machen. Diese Überlegungen entstehen manchmal nur im Kopf, auf einer Busfahrt, vorm Einschlafen oder im Gespräch mit der Freundin. Aber bei nächster Gelegenheit schreibe ich sie auf.

 


Also: Ergründe immer die Erfolgsfaktoren und arbeite mit ihnen!

  1. Schreibe die wichtigsten Kriterien, die ein Artikel vermitteln soll, auf das Deckblatt. Zum Beispiel „Frech. Provokant. Informativ. Kreativ.“, damit diese Adjektive deinen Schreibstil leiten.
  2. Spiegele vor Bewerbungsgesprächen das Anforderungsprofil mit überzeugenden Argumenten, wo und wie du die geforderten Eigenschaften bereits unter Beweis gestellt hast, wider.
  3. Erstelle ein „Psychogramm“ deines Prüfers, ergründe, welche Interessen und Ziele er verfolgt und welche Abfragestrategien er benutzt. Geht es ihm um den Gesamtblick oder um Detailwissen? Honoriert er kreative Ideen oder will er, dass seine Bücher originalgetreu wiedergeben werden? Liebt er Vergleiche, Abwägungen, Wenn-dann-Beziehungen?
  4. Oder versetze dich vollkommen in die Lage deines Auftraggebers und frage dich: „Wenn ich in der Situation des Klienten wäre, welche Aspekte und Inhalte wären mir besonders wichtig?“ Halte dies in einer kleinen Checkliste Nachdem du das Angebot erstellt hast, prüfe Punkt für Punkt, ob dein Konzept den Kriterien entspricht und bessere gegebenenfalls nach.

Und auch hier nochmals der Hinweis, dass du das Rad nicht neu erfinden musst. Es gibt genug Menschen, die sich schon Gedanken in ähnlichen Bereichen gemacht haben:

  • Jährlich erscheinen 90.000 deutschsprachige Bücher – darunter unzählige Fachbücher und Ratgeber. Sicher ist dort auch etwas für dein Problem dabei.
  • Im Internet tummeln sich nützliche Quellen und Foren. Ich habe mich z.B. durch gesammelte Bewerbungsberichte auf squeaker.net gezielt auf Vorstellungsgespräche verschiedener Firmen vorbereiten können.
  • Höhere Semester sind eine gute Quelle. Einige Medizinstudierende z.B. geben Prüfungsfragen durch „Gedächtnisprotokolle“ weiter, die sie sofort nach den großen Examina festhalten.

 


Strategie und Planung: Fazit

Fazit: Erfolgsfaktoren erkennen und planen

Bevor du ein Projekt angehst, solltest du immer erst ausführlich überlegen, welche Schritte und Erfolgsfaktoren dafür notwendig sind. Ein bisschen Planung verhilft dir zu besseren Ergebnissen und spart am Ende Zeit und Aufwand.

Die kritischen Bausteine einer Strategie im Schnelldurchlauf:

  1. Ziele setzen: Ziele lenken Energie und erinnern dich stets daran, wo es hingehen soll.
  2. Erfolgsfaktoren: Ermittle erst die kritischen Erfolgsfaktoren, bevor du konkrete Schritte definierst.

 


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