Praktikum

Rache kann so schön sein!

Jungautor Markus Hendrik stellt für Studienstrategie.de seinen Praktikantenroman vor:

Ausgebeutet, ausgenutzt, verarscht: Millionen ehemaliger und aktueller Praktikanten würden ihren Arbeitgeber gerne zur Hölle schicken. Hier kommt ein witzig-absurder Roman, der ihren Traum wahr macht.

Endlich Schluss mit deprimierenden Praktika, freut sich Anton auf seinen ersten richtigen Job bei einem Marktforschungsinstitut.

Leider hat sein zukünftiger Arbeitgeber ihm noch eine unbezahlte Probezeit vor die Nase gesetzt – und zwei direkte Konkurrenten. Neben Thorsten ausgerechnet jene Sophia, mit der er auf der letzten WG-Party einen tollen Abend verbracht hat – bis zum völlig verunglückten One-Night-Stand.

Über mehrere Wochen quält sich Anton durch die absurdesten Projekte, um dann doch die Kündigung zu kriegen. Als er eher zufällig erfährt, dass es Thorsten und Sophia ebenso ging, steht sein Entschluss fest: Rache ist süß!

Gemeinsam mit Thorsten, Sophia und anderen Gleichgesinnten entwickelt er einen perfiden Plan, um seiner letzten Firma ein für allemal klarzumachen, dass auch die Würde des Praktikanten unantastbar ist.


Eine kleine Leseprobe aus seinem Roman Copy Man:

»Herr Kiewicz, sie hören mir noch zu?« Der Personalleiter Kremer riss mich unsanft aus meinem Tagtraum, in dem ich meine Festanstellung schon einmal vorfeierte. »Nochmals meinen herzlichen Glückwunsch! Bevor alles unter Dach und Fach ist, steht ihnen allerdings noch eine zweiwöchige Probearbeit bevor. Unvergütet.«
Wie bitte? Nachdem ich mich innerlich bereits grenzenlos gefreut hatte, nach den vielen Versuchen und der langen Zeit des Wartens einen Job zu bekommen, war also doch noch ein Haken an der ganzen Geschichte.
»Drei Leute sollen zwei Wochen lang arbeiten. Aber nur einer bekommt dann den Job. Sind dann nicht die zwei ausgeschiedenen Bewerber hinterher kostenlose Arbeitskräfte für ihre Firma gewesen?«

Ich war von mir selbst überrascht, diese kritische Frage gestellt zu haben. Die vorausgegangen 15 Minuten hatte ich nämlich recht still im viel zu weichen Sessel vor dem dunkelbraunen Schreibtisch des Personalleiters gesessen. »Schauen sie. Natürlich wird von allen in dem Zeitraum der volle Arbeitseinsatz erwartet, aber sie lernen ja auch von uns. Das ist eine reine Win-Win-Situation.« Ja klar, Win-Win. Für seine Firma und ihn persönlich. Das Grinsen der beiden Kinder auf dem Familienbild auf der Fensterbank wurde hämischer. Der Menschenfänger Kremer rückte meine Bewerbungsunterlagen pedantisch zurecht und blickte mich erneut erwartungsvoll an. Anstatt in sein Gesicht schlug ich in seine Hand ein und nahm das Angebot an.


Zum Schluss gibt Markus noch 5 wichtige Hinweise für Praktikanten:

  • Im Vorfeld des Praktikums einen Arbeitsvertrag anfordern damit es im Laufe des Tätigkeiten keine bösen Überraschungen gibt

  • Ein unbezahltes Praktikum? Am besten gleich Finger weg! Für unter 300 Euro Lohn sollte man nicht arbeiten

  • Eine volle Arbeitsstelle ersetzen? Auf keinen Fall! Ein Praktikum ist ein ausgeglichene Sache; ein Geben und Nehmen zwischen Arbeitgeber und Praktikant

  • Unbedingt auf ein Arbeitszeugnis bestehen; darauf hat man ein Anrecht

  • Vernetzung! Die Fair Company-Initiative hält viele Tipps bereit / Fairwork e. V. sagt auf Ihrer Webseite, worauf man achten sollte und hilft im Notfall unentgeltlich bei Streitfragen


Link zu Markus´s Webseite mit weiteren Praktikanten-Informationen!

Psst: Jetzt weitersagen auf
  • Print
  • Facebook
  • email
  • Twitter
  • MisterWong

Kommentar verfassen

Golden Rules

Sponsors

Top Artikel

Blog-Tags

Suche:

Jetzt bestellen