Selbstportrait – Ein Versuch.

Maler fertigen oft Selbstportraits an. Sie wählen oft einen Blickwinkel oder einen Zeichenstil, der ungewöhnlich ist und der auch ihren Charakter ausdrücken soll. Ich bin aber kein Maler. Okay, ich wollte als Kind Künstler werden – aber Portraits lagen mir nie. Nun bin ich Autor und fände es ebenso langweilig meinen Lebenslauf chronologisch oder faktisch aufzulisten. Ich stellte mir daher die Frage: Welche Gegenstände charakterisieren mich? Denn wie unser äußeres Umfeld unsere Gedanken prägt manifestiert sich auch unsere Persönlichkeit unserer Umgebung.

Herausgekommen ist diese Liste mit 7 Dingen, ohne die ich nie länger als 59 Minuten aus dem Haus gehen würde…

1. Der (Roll-)Koffer

Inzwischen gibt es ihn in 5 Versionen: in groß, als kleiner Beratungskoffer, als Wintersport-Tasche, als Rucksackversion (als Leseratte verschlinge ich immer mindestens fünf Bücher gleichzeitig) – ja sogar mein Backpack hat inzwischen Rollen bekommen. Nein, das ist keine Analogie zum Glamour-Girl mit Ihren 14 Gucci-Handtaschen.

Ja, ich bin sehr viel unterwegs. Sogar das Buch “30 min für effizientes Lesen” ist aus dem Koffer heraus entstanden: In Peking habe ich mit dem Schreiben begonnen und in diversen  französischen Cafés zwischen Laos und Vietnam fertig gestellt, bevor ich es schließlich aus einem kleinem Hotel mit Slow-LAN in Phnom Penh an den Verlag geschickt habe.

2. Meine Reckriemchen

Reckriemchen Martin



Waren die Turnhallen noch so versteckt – ich habe sie alle gefunden! Im Gewerbegebiet des Ruhrpotts, eine Stunde nördlich von London, mitten in den Alpen und auch die 30 min mit Buslinie 9 westlich von Florenz! Nur in Los Angeles war es einfach: Die hatten neben den 2 Swimmingpools auch eine Turnhalle direkt auf dem Campus!

Die Reckriemchen sind ein Symbol dafür, dass es bei früher oft aber heute auch noch gelegentlich sehr rasant und kopfüber hergeht – aber ich dabei alles fest im Griff behalte (vom Gerät steigt jeder mal ab…).

Das Turnen wurde mir in die Wiege gelegt, mein Großvater war Trainer und Altersport-Ikone – er machte mit 80 noch 10 Klimmzüge am Reck (www.hans-fischer-test.de). Er sagte immer “Turnen ist eine Charakterschule” und ich bin sehr oft zur Schule gegangen: das erste Mal stand ich mit drei Jahren in der kleinen, aber ehrwürdigen halle und trainierte später bis zu 25 Stunden in der Woche. In Summe sind über 120 Wettkämpfe in meinen Riemchen eingraviert. Eine harte Schule, die prägt!

3. Mac & iPhone

Von der traditionellen Turnkunst machen wir nun einen riesigen Sprung zur modernen Technik, denn MacAir und iPhone sind an meinen Körper angewachsen! Bin ich als ostdeutsche konfessionslos erzogen worden, so wurde ich vor drei Jahren bekehrt:  nicht vom Buddhismus in Asien – sondern von der iReligion aus Cupertino. Ich war lange skeptisch und halber Windows-Experte. Leider nicht freiwillig. Weil die Dinger sooft abstürzten, musste ich mir oft selber helfen. Zu oft! Ich hatte genug, griff zum Mac und lies nie wieder los. Inzwischen sind die in 1,5 Kg zweites Gedächtnis, Bibliothek, Mediathek, Verwaltung, Bank, Marktplatz und Fotoalbum. Perfekt für einen Nomaden! Nur die Möbel und Klamotten passen noch nicht auf die Festplatte – ich warte noch auf die Features “iSofa” und “iPullover”…

4. Die Kopfhörer

Reisezeit ist Kommunikations- Lern- und Entspannungszeit! Seitdem ich wieder in Deutschland bin, sieht man mich ständig mit mir selbst reden – eine kleines Mikrofon am Kopfhörer mit angehängter Flatrate macht es möglich. Müssen meine Gesprächspartner weiterarbeiten dann habe ich immer 16GB chillige Musik, Podcasts oder Hörbücher zwischen meinen Ohren.

5. Badeshorts

Meine Freundin hat strikte Anweisung: “Besuche mich nie ohne Bikini!” Denn mein Element ist das Wasser. Das habe ich mal als Jugendlicher in einem Ninja-Buch herausgefunden – aber es stimmt tatsächlich: Ich kenne alle Saunen und Schwimmbäder Berlin-Brandenburgs! Ob sonnen, surfen oder einfach mit dem Boot durch die Gegend zu schippern – ich liebe es! Und im Winter? Da gibt´s Ski und Snowboards – Schnee ist doch auch nur eine Form des Wassers. Deswegen verstehe ich nicht, warum sich Leute immer über schlechtes Wetter aufregen. Ob Regen, Schnee oder Eis – mich freut´s. Ohnehin finde ich, dass man sein “eigenes Wetter” in sich trägt. Und mit ein wenig Sonnenschein im Herzen kann einem nichts die Laune verderben.

6. Kalender

Überblick, Struktur und Effizienz sind wichtige Werte für mich. Ich will eben alles an einem Ort und im Blick haben. Bei mehreren Dingen, die man jonglieren muss, finde ich das unerlässlich. Nein, die Planung schränkt mich nicht ein. Ganz im Gegenteil: Mit meinem System schaffe ich die Dinge, die ich mir vorgenommen habe und habe mehr Freizeit. Ich gebe mir ja nur eine gewisse Grundstruktur und bleibe so flexibel. In Summe kann ich durch die gute Organisation öfter und länger in den Urlaub fahren. Dafür brauche ich eben nur meinen Rollkoffer, die Riemchen, meinen Mac, die Kopfhörer, Badeshorts, den Kalender und die …

7. Schwarze Schreibkladde

Mit dieser etwas festeren Papiersammelmappe sind die “Krenglischen Essentials” perfekt. Wer mich einmal ohne meine Kladde antrifft, dem spendiere ich ein Eis! … Ich mag es sehr, kreativ zu sein – überall. Gern im Café, Zug oder der WG-Küche, am liebsten jedoch am Strand oder im Bett. Diese Kladde ist dafür perfekt: Sie bietet mir ein Spiegelbild, einen Widerstand, der dem Druck meines Stiftes gegen hält. Ich entwerfe gern neue Dinge, und es ist mir eine Tugend geworden, Konventionen zu hinterfragen. Für Brainstormings, Ideen und eine Denkrunde mit Freunden, Unternehmensgründern oder Produktentwicklern bin ich immer zu haben. Da ist es doch nur verständlich, dass ich bald als Marketing-Berater meine Brötchen verdienen werde, oder?

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