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Was ist Motivation?

Was ist Motivation - intrinsische Motivation - Motivation lernenMotivation: Was ist das eigentlich? Wenn du dir diese Frage schon öfters gestellt hast, leidest du wahrscheinlich unter Motivationsschwankungen oder kompletter Demotivation. Wenn man weiß, was Motivation eigentlich ist, können wir konkrete Motivationsfaktoren und Motivationstipps ableiten.

Was ist Motivation? Erste Erklärung

1. Motivation = Kopf + Körper

Zu Beginn meines Studium sollten wir eine Broschüre ausfüllen, um uns für
Unternehmen zu präsentieren. Eine Frage dort war: „Warum stehst Du morgens auf?“ – Meine motivierten, (über-)ergeizigen Kommilitonen antworten: „Weil ich die Welt verändern will“, „Weil ich etwas bewegen will“, „Weil ich den Tag nutzen will“. Ich wusste natürlich nicht, was die anderen so schrieben, überlegte aber gründlich. Und antwortete ganz ehrlich: „Weil ich Hunger habe“.

Das führt uns zu Maslow´s Bedürfnisspyramide.

Was ist Motivation? Fragen wir Maslow und seine Bedürfnispyramide

Maslow Bedürfnisspyramide-Motivationsfaktoren

Motivation entsteht durch ein Bündel von psychologischen Bedürfnissen. Maslows berühmte Bedürfnispyramide von Motivationsfaktoren ist inzwischen etwas angestaubt, zeigt aber verschiedene Ebenen und Facetten von Motivation: Angefangen von Grundbedürfnissen wie Hunger, Schlaf, Sexualität über gesellschaftliche Bedürfnisse wie Zugehörigkeit, Anerkennung und Status bis hin zur Selbstverwirklichung sind das recht unterschiedliche Motivations- oder Demotivationsfaktoren. Ich würde das vereinfacht zu zwei Komponenten zusammenfassen. Es gibt einen…

  1. mentalen Faktor der Motivation (bestimmt durch meine Gedanken, meine Ziele, meine Sorgen) und einen
  2. körperlich-energetischen Faktor der Motivation (ausgelöst durch Mangeltrigger wie Hunger, Durst, sexuelles Verlangen, Angst oder „positive“ Energie wie Bewegungsdrang, Hinwendung zur frischen Luft, Licht und Sonne).

Fehlen Grundbedürfnisse wie Schlaf, gute Ernährung und soziale Kontakte, wird der Körper rebellieren und bestrebt sein, sich zu holen, was ihm zusteht. Kopf und Körper spielen also zusammen und müssen beide berücksichtigt und „motiviert“ werden. Deswegen bringt es wenig, wenn Motivationstrainer sagen: „Bringen Sie mehr Energie auf, um Ihre Ziele zu verwirklichen.“ Wenn die Energie fehlt, bringt der beste Willen nix. Tut mir leid!

Halten wir fest: Kopf und Körper müssen zusammenspielen. Wer seinen Körper auspresst wie eine Zitrone, darf sich nicht wundern, wenn ihm bald der Saft ausgeht!

Höher, schneller, weiter, besser, effizienter – all das geht nur solange, wie der Akku standhält. In den „Golden Rules“ habe ich mit den „Lebensbatterien“ ein Modell entwickelt, das zeigt, wie man seinen Akku kraftvoll geladen hält wie eine gute Duracell – und nicht wie ein drei Jahre alter iPhone Akku schlaff daher kommt (sorry).

Doch zurück zum Thema: Was ist Motivation? Erste Antwort: Motivation ist Jonglage!

Motivation = Kopf + Körper

Wir müssen die verschiedenen Lebensbereiche und Ansprüche von Kopf und Körper in Einklang bringen. Nur wer entspannt, kann anspannen. Das ist wie im Sport: Ohne Regeneration keine Bestleistung!

 

Intrinsische und extrinische Motviation:

2. Die beiden Anreizsysteme aus der Motivationspsychologie

Die Motivationstheorie, aber auch die Managementliteratur und Motivationstrainer unterscheiden in zwei Quellen der Motivation:

  • Intrinsische Motivation: Wenn die Motivation von innen kommt und auch ohne externer Anreize eine Tätigkeit erfolgen würde.
  • Extrinsische Motivation: Wenn die Motivation von außen kommt.

Typische Beispiele für eine intrinsische Motivation sind Hobbys, Feiern, Kunst, musizieren – alles, was man gern tut und was einem leicht fällt. Beispiele für extrinsische Motivation sind Gehalt und Geld generell, Status und weitere Anreizsysteme (Firmenwagen, Jobtitel, Boni).

Das Problem mit der intrinsischen Motivation ist, dass es zu wenige Jobs für die wirklich tollen Tätigkeiten gibt. Das Problem mit der extrinsischen Motivation ist, dass sie versiegt, sobald auch die Anreize weg sind. Es gibt sogar Studien, die belegen, dass die extrinsische Motivation durch mehr Geld die ursprünglich hohe intrinsische Motivation versagen lässt. Die Diskussion ist alt und ausgetreten. Deswegen verweise ich hier auf Wikipedia. Es gibt weitere, spannendere Ansätze!

 

So: Was ist Motivation noch?

3. Die beiden Richtungen der Motivation

„Movere“ bedeutet „Bewegung zu etwas“ (einem Ziel) oder „weg von etwas“ (einem unerwünschten Zustand). Ohne die ganzen wissenschaftlichen Studien breit zu treten, kristallisieren sich in der Forschung – aber auch in der Trainings- und Coachingpraxis – zwei einfache Richtungen der Motivation heraus:

  • Weg-von Motivation: Wir wollen weg von einem unerwünschten Zustand, den Streit mit Kollegen, Chef oder Partner vermeiden, schlechte Noten oder schlechtes Feedback meiden, vor bissigen Hunden Reißaus nehmen.
  • Hin-zu Motivation: „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Hast du mal beobachtet, wie im Winter oder Frühjahr die Straßen voll sind mit Menschen, sobald ein paar Sonnenstrahlen aufblitzen? Das ist typisch für eine Hin-zu Motivation: Sonne ist Energie, Wärme, Geborgenheit. Da wollen wir hin. Ebenso wollen wir hin zu sexy Partnern, ins kühle Nass (im Sommer), in den Urlaub.

Hin-zu-Motivation oder weg-von Motivation

Interessanterweise ist die „Weg-von-Motivation“ häufig sehr stark, einige Menschen tun alles und geben viel Geld dafür aus, nur um von unerwünschten Dingen „wegzukommen“ (weg von Schmerz, dem unangenehmen Gefühl wenn jemand auf unschöne Körperteile schaut, weg von Traurigkeit, Ziellosigkeit, Unsicherheit). Die Hinzu-Motivation sehe ich persönlich sehr nah an dem Konzept der intrinsischen Motivation, denn beide Zustände streben einen erwünschten Zustand an.

Fazit: Was ist Motivation?

Wenn ich die Theorien, Faktoren und Beispiele zur Motivation noch einmal betrachte und nun mit einem Wort die Frage „Was ist Motivation“ beantworten müsste, würde ich sagen:

Motivation ist Energie.

Motivation gibt uns Energie, sie braucht Energie. Sie bewegt uns zum Handeln, weil der Körper physische oder emotionale Bedürfnisse hat oder weil unser Kopf hin zu einem bestimmten Ziel oder weg von einer unangenehmen Sache will.

 

Quellen und Literatur zur Frage, was Motivation ist:

  • Kroeber-Riel/Weinberg (2009): „Konsumentenverhalten“, Vahlen, 9. Auflage.
  • Deci/Ryan (1985). Intrinsic motivation and selfdetermination in human behavior. New York: Plenum Press.


 

Das waren ein paar Gedanken zu meiner Definition von Motivation. Wie siehst du das?

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