Hintergründe
Im Gespräch mit Studierenden, Journalisten und Interessierten kommen immer wiederkehrende Fragen im Zusammenhang mit dem Buch. Vielleicht sind diese auch für dich relevant. Die folgenden Fragen sind ein Zusammenschnitt aus gegebenen Interviews.
Wie kommen Sie zum Zeitmanagement?
Martin Krengel: Der Ausgangspunkt war meine Situation zum Studienanfang: ich war sehr ehrgeizig und wollte mir für meine Zukunft alle Optionen offen zu halten. Anderseits wollte ich mein Studentenleben voll ausnutzen: Das hieß natürlich jede Menge feiern, aber auch das Reisen und andere Facetten waren wichtig: Als Kunstturner wollte ich weiterhin Wettkämpfe bestreiten. Zudem habe ich in einem Zusatzstudium viele Seminare belegt. Mir war klar, dass ich von den vielseitigen Interessen enorm profitieren würde: Lebenslauf, Netzwerk, körperliche Fitness, persönliche Bereicherung. Nur ich hatte ein riesen Problem: Zeit!!!
Woher kam die Idee zu dem Zeitmanagement-Buch?
Martin Krengel: Die Idee mit dem Buch kam mir im 6. Semester, nach einem Zeitmanagement-Seminar. Zu diesem Zeitpunkt lief mein Studium zwar schon recht gut, aber gemäß meiner Tugend „Immer besser werden“ besuchte ich zusätzlich das Seminar des viel gelobten „Experten“ und war sehr enttäuscht: Der Mann hatte wohl nie hart an der „Zeitfront“ gekämpft und war nicht wirklich fähig, sich in die Besonderheiten des Studentenlebens hineinzuversetzen. Nun wurde klar, warum ich mir vieles mühevoll aus verschiedensten Literaturquellen anlesen und meine eigenen Konzepte entwickeln musste: Es hatte sich noch nie jemand intensiv mit dem Thema „studentengerechtes Zeitmanagement“ auseinander gesetzt!
Hier findest du einige Zeitmanagement-Tipps
Zeitmanagement im Studium: Was sind die Besonderheiten?
Martin Krengel: Das lässt sich im Vergleich zu Management-Ratgebern verdeutlichen: Die wollen einem eintrichtern: Setze Prioritäten, mach das wichtigste zuerst, delegiere! Das wäre alles hilfreich, keine Frage. Nur: als Student weiß man halt noch nicht, wie man die Prioritäten findet, was man eigentlich machen möchte und hat eine enorme Eigenverantwortung. Keiner sagt einem mehr was du tun und lassen sollst. Ich wollte den Studenten systematisch bei diesen übergreifenden fragen helfen und ihm die besten Tricks und Kniffe für eine effizientere Arbeitsweise mit auf dem Weg geben.
Übrigens: Zwei Tipps von Zeitmanagement-”Experten” fand ich richtig daneben: Nr.1: „Schlafen sie weniger!“ (!) – Ich dachte ich hör nicht richtig, als ich den „Experten“ fragte. Wie sollte ich denn als „Gedächtnisarbeiter“ im halbmüden Zustand optimale Leistungen erbringen? Das Gehirn hat zwar nur 3 % der Körpermasse verbraucht aber ca. 20 % Energie. Wenn es nicht optimal aufgetankt ist wird man unmotiviert, unproduktiv und verliert die Kreativität. Dieser Experte war für mich „dismissed“. … Nr.2: Ist eher der Grundtenor der Management-Gurus, alles unwichtige zu delegieren. Aber bitte, welcher Praktikant soll für mich meine Literatur suchen und kopieren, welche Sekretärin meine Termine planen und wer geht für mich einkaufen und zum Friseur? Es mussten andere Lösungen für den Studenten her. Außerdem: Wir sind keine Maschinen. Deswegen gehe ich auch tiefer auf die psychologischen und emotionalen Facetten des Studiums ein.
Was macht Ihr Buch so erfolgreich?
Martin Krengel: Zum einen wollte ich endlich mal „alles aus einer Hand“ haben. So etwas wie ein schlaues Büchlein, das die Dagobertneffen Tick, Trick und Track immer wieder zur Hand nehmen konnten, wenn es brannte. Das Buch ist so eine Art Studienbegleiter, ein Coach/Ratgeber, denn man immer wieder zur Hand nehmen kann um sich neue Inspiration zu holen. Ich spreche mit dem Buch einerseits die „Cracks“ an, die noch mehr Leistung, Effizienz und Ordnung in ihre Projekte bringen möchten, anderseits möchte ich alle Studenten dazu motivieren, die Studienzeit besser in Ihrem Sinne zu nutzen, um mehr auf die Beine zu stellen, mehr Spaß zu haben und dabei auch noch eine solides Fundament für die Zukunft zu legen.
Kann man Zeitmanagement lernen?
Martin Krengel: Davon bin ich tief überzeugt. Ehrlich – meine Eltern hätten sich vor 5 Jahren nie Träumen lassen, dass ich mal ein Buch über Selbst- und Zeitmanagement schreiben würde!
Wie kommen Sie auf den ungewöhnlichen Namen für das Buch?
Martin Krengel: Das hängt mit dem Konzept zusammen: Ich bin ein Wegweiser, kein Diktator. Ich helfe in Extremsituationen und gebe Orientierung im Dickicht des „To-Do-Dschungels“. Ich hatte bei der Konzepterstellung immer dieses kleine schlaue Pfadfinderbüchlein der Dagobert-Enkel im Auge: Ich wollte meinen Kommilitonen auch so einen Service bieten. Da aber „Pfadfinderbuch“ oder ähnliches nicht besonders spannend klingt, wurde daraus auf gut neu-”krenglisch” der „Studi-Survival-Guide“.
Haben Sie einen abschliessenden Appell?
Martin Krengel: Das Buch hilft, entspannter an Studienarbeiten und Prüfungen heranzugehen, Überblick zu behalten und einfach mehr aus dem Studium zu machen: Gute Noten, Sprachreisen, Geld nebenbei verdienen, viel mit Freunden zusammen sein: Das ist kein Widerspruch sondern ein Studium „auf allen Fronten“ hilft, seine Träume war werden zu lassen. Ich kann nur ermuntern, mehr zu wagen und proaktiver zu sein.




