Kommst du dir vor wie eine Wühlmaus, sobald du ein Dokument von letzter Woche suchst? Trippelst du auf Zehenspitzen in die Küche, aus Angst, die Abwaschburgen könnten einstürzen? Suchst du den Locher und findest dabei das Buch, das du letzte Woche hättest abgeben müssen?

Golden Rules für konzentriertes und motiviertes Arbeiten von Martin KrengelHöchste Zeit, mal richtig aufzuräumen und auszumisten! Hier findest du einen Auszug aus den „Golden Rules“ mit denen Aufräumen ganz leicht erledigt ist.

Neben dem schönen Gefühl, in einer sauberen Umgebung zu arbeiten, hat die Reduktion von Ballast motivations- und konzentrationsfördernde Effekte.


Aufräumen leicht gemacht – Tipp 1

Entleere (nur) eine Schublade

Alles muss raus und gesichtet werden. Beginne mit einer überschaubaren Organisationseinheit: Lieber ein kleines Regal richtig aufräumen als im großen Schrank nur ein paar Dinge halbherzig umherzuschieben.

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 2

Gegen neue Übermüllung

Sauber machen dauert nicht lange und hat einen psychologischen Effekt: Die eigenhändig aufgeräumten sowie gewienerten Regale und Schubladen füllt man mit mehr Respekt wieder auf.

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 3

Wirf alte & kaputte Sachen weg

Entsorge Dinge, die „keine Zukunft“ mehr haben: Unvollendete Projekte, ungelesene Zeitschriften, alte Prospekte, Notizzettel, steinzeitliche Mitschriften, unscharfe Fotos, nett gemeinte Weihnachtsgeschenke, die du selbst nicht magst oder brauchst.

 

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 4

Zweitverwertung?

Man muss die Dinge aber nicht zwangsläufig wegwerfen. Es gibt viele Möglichkeiten, ihnen noch einen Nutzen zu geben: umfunktionieren (Rückseiten alter Dokumente sind prima Notiz- oder Druckpapier), tauschen (DVDs, Musik, Bücher), anderen Leuten geben, zu Geburtstagen verschenken, spenden, vermieten, als Leihgabe auf „unbestimmte Zeit“ anderen zur Nutzung überlassen. Oder: verkaufen (eBay, Amazon, Kleinanzeigen, Flohmärkte) – das ist kommunikativ, macht Spaß und befriedigt den Jagdtrieb. Studierende können auf Schwarze Bretter oder Soziale Netzwerke zurückgreifen: Ob Fahrrad, Notebook oder alte Bücher – es gibt nichts, was für einen Erstsemestler nicht von Interesse wäre …

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 5

Reduziere

Brauchst du 30 Werbe-Kugelschreiber und acht Bürotassen? Zwei reichen doch auch! Diese Verknappung zwingt zudem, sofort abzuwaschen und verhindert Spülberge. Je weniger Dinge, desto besser passt man eben auch darauf auf!

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 6

Strikte Trennung

Denke ans Prinzip „Gleiches zu Gleichem“: Alles, was nicht in diese Kategorie reingehört, wird wegsortiert. Mehr dazu findest du hier

 

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 7

Erhöhe die Zugriffsgeschwindigkeit

Oft benutzte Dinge kommen nach vorn, die anderen nach hinten. Verwende Trennelemente und nutze durchsichtige Sammelbehälter wie transparente Plastiktüten, Schutzumschläge oder kantige Vasen – man sieht gleich, was drin ist und reduziert so die Suchzeit. Falte Dokumente immer mit der Schrift nach außen. Dann erkennt man sie leichter wieder. Mehr zum Reichweiten-Prinzip findest du hier

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 8

Ein Prüfschema

Wegschmeißen oder doch behalten? Prüfe es: ist eine Sache…
… wichtig?
… aktuell?
… schön?
… für andere nützlicher als für mich?

 

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 9

Trick für Hamster

Hamster sind Menschen, die alten Kram horten – seien es Prospekte, alte Unterlagen oder nicht mehr verwendete Sachen. Hamster haben es besonders schwer, sich von Dingen zu trennen – sie haben eine emotionale Bindung zu jedem Überraschungsei und Werbegeschenk. Sie sind besonders skeptisch und denken, dass sie all die Dinge noch einmal gebrauchen könnten. Ihnen hilft es, die Dinge nicht gleich wegzuwerfen sondern zunächst in eine „Hamsterkiste“ oder einen „Zwischenpapierkorb“ zu verbannen. Der kommt in den Keller und wenn die Dinge dort nicht innerhalb eines Jahres benutzt wurden, fällt die Trennung leichter.

 

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 10

Übertreibe es nicht!

Für die erste Aufräumaktion sollte ein Abend oder ein Wochenendtag veranschlagt werden. Dann sind kleinere Schritte sinnvoll: Besser in der Arbeitspause (wenn du ein wenig Abwechslung brauchst) ein paar Handgriffe machen, als wertvolle Hochkonzentrationszeit zu verschwenden! Außerdem vermeidet man das Chaos der Hauruck-Aktionen, bei denen man am Ende dann doch nicht den Mut hat, alles neu zu sortieren. Oder es fehlt hinterher die Übersicht, weil man nicht mehr weiß, wo jetzt was ist. Gehe also lieber in kleinen Schritten vor und schaffe kleine „Ordnungsinseln“. Beginne mit den Ecken, die dich am meisten stören oder die gerade gut zu bewältigen sind. Das motiviert.

Aufräumen leicht gemacht – Tipp 11

Zu mehrt mach Aufräumen mehr Spaß

Eine gemeinsame Aufräumaktion mit dem Partner oder Mitbewohner kann eine nette Beschäftigung sein. Die Kommentare des anderen helfen (sofern höflich formuliert), sich von Dingen zu trennen: „Die Schuhe passen dir überhaupt nicht mehr“; „Das Jackett hat mir ohnehin nie wirklich gefallen“; „Der Tennisschläger hat seine beste Zeit auch hinter sich“.

Auch im Büro kommt gewiss der nächste Frühjahrsputz:

  • Zentralisiert Ordner, auf die jeder Zugriff haben muss
  • Vermeidet doppelte Ablagen
  • Beschriftet alle Ordner einheitlich
  • Entscheidet: Welche Informationen sind entbehrlich? Welche Unterlagen braucht die Abteilung wirklich, die aber bisher zu kompliziert gestaltet oder zu wenig abgerufen werden? Welche Unterlagen müssen nur aufgrund von Vorschriften archiviert werden und können abseits gelagert werden?

 

Der erste Befreiungsschlag legt den Grundstein. Der zweite Streich folgt zugleich: Welches System macht langfristig Sinn? Ich habe mir z.B. damals überlegt, welche Funktionen mein kleines Studienzimmer erfüllen muss, und entsprechende Zonen (Arbeiten / Wohnen / Ablage) definiert und eine kleine Skizze gemacht, wie ich die Beschaffenheit meines Zimmers und meine Möbel optimal ausnutzen könnte. Seitdem halte ich mich an diese Zonen, auch in der größeren Wohnung. Ich habe Klarheit und kann Dinge gezielt am idealen Ort ablegen, statt immer dort, wo gerade Platz ist. Gerade zu zweit ist eine Aufteilung in Bereiche für jeden Partner sinnvoll. Das verhindert Zerstreuung und jeder darf seinen Bereich auch so ordentlich gestalten, wie er es will!

 

Räumst du lieber auf, als zu arbeiten?

Golden Rules für konzentriertes und motiviertes Arbeiten von Martin KrengelKlarer Fall von Prokratination. Erster Tipp: „Golden Rules“ lesen, dann klappt es auch mit der Motivation 😉

Erfahre hier mehr!

 


Kategorie: Aufräumen | Artikel von | am 09.06.2016


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